Autor: Laura, Florian, Denise und Mathias (Seite 1 von 14)

Morgenspaziergang in Bhaktapur

Der erste Morgen in Bhaktapur begann wieder zeitig mit dem Wecker. Um 6 Uhr trafen wir uns für einen Rundgang durch die Altstadt. Trotz der zeitigen Stunde war schon ordentlich Begängnis. Die Menschen besuchten Tempel und allerhand kleine Götterfiguren und -steine zum Beten. Am Tempel läuteten die Betenden Glocken und gingen eine Runde im Uhrzeigersinn um den Tempel herum. Farbe wurde an Götterfiguren und der eigenen Stirn verteilt und kleine Opfergaben wie Blumen oder Obststückchen abgelegt. Das zog wiederum den Bedarf nach Obst- und Blumenhändlern nach sich. Und allgemein begann das Markttreiben – wer drei warme Mahlzeit am Tag mit frischen Zutaten kocht, muss früh aufstehen und einkaufen. Das Gewusel in der Altstadt war wieder ein mal beeindruckend und wir konnten uns nicht sattsehen. Dafür hatte sich das zeitige Aufstehen gelohnt.

Zurück im Hotel gab es dann erst ein Mal Frühstück. Mit dem Bus ging es nach Osten raus aus dem Kathmandu-Tal. Vorbei an Ziegeleien, Baustellen und Feldern fuhren wir zu einer 2-stündigen Wanderung zum Namo Buddha Tempel. Hier leben etwa 200 Mönche. Der Tempel präsentierte innen große, vergoldete Buddha-Statuen, die wir leider nicht fotografieren durften.

Zurück in Bhaktapur gingen wir wieder in Richtung Taumadhi Square, um die heutigen Festivitäten zu beobachten. Doch es war schon viel zu voll, sodass wir selbst nur aus der Ferne ein Tauzieh-Duell sahen und uns für die ruhigeren Gassen entschieden. Unser Mitreisender Olli tauchte in die Massen ein und schickte uns Videos. Heute stand das Duell um den Tempelwagen an. Zwei Bezirke versuchen mit hunderten jungen Männern den Tempelwagen in ihre Richtung zu ziehen. Wer den Tempelwagen bekommt, dem soll das Glück im kommenden Jahr hold sein. Dementsprechend hart und wild wird der „Kampf“ ausgetragen. Unser Guide hatte uns vorher schon gewarnt, dass wir der Masse nicht zu nah kommenden sollen. Denn auch wenn das Tauziehen heute mehr symbolischer Natur ist, war die Motivation weiterhin ungebrochen. Nach dem Olli mit der Masse umpurzelte, zog er sich schnell zurück. Wir genossen derweil den Ausblick von einer Roof Top Bar hoch über dem Pottery Square. Hier war der Name noch Programm. Tagsüber lagern hier die Töpfereien zum Trocken, während auf dem selben Platz die Schornsteine für das Brennen der Tontöpfe und -schüsseln rauchen. Abendessen gab es dann in einem Hinterhof Restaurant – 15€ für uns 4 inkl. Getränke.

Rückkehr ins Kathmandu-Tal

Am Donnerstag stiegen wir 8:30 Uhr wieder in den Bus und machten uns auf den langen Rückweg in Richtung Kathmandu und darüber hinaus nach Bhaktapur. Es gibt keine andere Straße ins Kathmandu-Tal, sodass wir uns erneut über Stunden die Holperstraße zurückschaukelten. Inklusive Mittagspause waren wir wieder 8 Stunden unterwegs – für 190km. Das Gewackel ließ kein Lesen oder Handy-schauen zu, doch entlang der Strecke gab es wieder so viel zu sehen, dass keine Langeweile aufkam.

Die Freizeit in Bhaktapur nutzten wir für einen ersten Rundgang durch der Altstadt. Nach dem Erdbeben 2015 waren hier viele Häuser zerstört. Die meisten wurden wieder aufgebaut, doch an vielen Ecken waren noch Überreste zu sehen. Eigentlich haben die klassischen Newar-Häuser 4 Etagen, sodass Blechdächer auf dem Erdgeschoss zeigen, dass hier noch einiges fehlt. Das Erdgeschoss wird als Geschäft genutzt, eventuell der Keller als Lager. Das erste und zweite Obergeschoss sind dann klassisch Wohn- und Schlafzimmer und die Küche unter dem Dach. Zufällig trafen wir auf dem Taumadhi Square auf die ersten Feierlichkeiten zum Neujahrsfest. Das Jahr endet in Nepal am kommenden Montag und das neue startet am 14.4., doch das Festival begann bereits am 9.4.. Und so standen wir mittenmang tausender Nepalesen und bestaunten Getrommel und lokalen Tanz.

Das Abendessen war ein klassisches Newar-Essen, die hier mehrheitlich im Kathmandu-Tal leben. Die Hauptspeise „Samay Baji“ mit Reisflocken, Bambussuppe, Hähnchen, Gemüse, Spiegelei, Bohnen und Kartoffeln mochten die Kinder nicht so sehr. Aber der Joghurt „Juju Dhau“ zum Nachtisch war sehr lecker und ist besonders für Bhaktapur bekannt. Der Yomari, die mit süßer Melasse gefüllte Reismehl-Teigtasche, war leider wieder nicht sehr lecker.

Safari

Unser Mittwoch stand ganz im Zeichen von Tierbeobachtungen. Schon vor dem Frühstück um 7 Uhr erblickten wir das erste Nashorn von der Aussichtsplattform. Vormittags fuhren wir mit einem Kanu über den Rapti-Fluss, der die nördliche Grenze des Nationalparks bildet. Hier sahen wir einige (ungefährliche) Gharial-Krokodile und Wasservögel. Die Gharial-Krokodile sind vom Aussterben bedroht, sodass es eine Aufzuchtstation gibt, die wir anschließend im einsetzenden Regen besuchten.

Mittag gab es im Hotel und 14:30 Uhr ging es im Safari-Jeep wieder los. Trotz Regen beobachteten wir zahlreiche Nashörner, Rehe und Vögel. Die Pfaue schrien und saßen in den Bäumen und ließen Erinnerungen an den Tierpark aufkommen. Bengalische Tiger sind sehr scheu und hielten sich daher versteckt. Statt wilden Elefanten sahen wir immerhin Armee-Elefanten, die beim Schutz des Nationalparks helfen, da Tiger sie nicht angreifen.

Zurück im Hotel sah Mathias noch ein Nashorn im Wasser. Im Dunkeln begleitete uns meist ein Hotel-Mitarbeiter. Denn trotz Zaun konnte man sich nie sicher sein, dass nicht doch mal ein wildes Tier den Fluss überquerte.

Nach einem tollen Tag mit besonderen Tiersichtungen fielen wir erschöpft ins Bett – unter dem abendlichen Konzert des Jungles.

Wechsel vom Himalaya ins nepalesische Tiefland

Mathias begann den nächsten Tag extra zeitig. Zusammen mit unserem Mitreisenden Olli traf er sich 5:30 Uhr und wanderte noch ein Mal die 1500 Stufen hoch zum Königspalast über Gorkha. Der Lohn war ein wunderschöner Sonnenaufgang über den Berggipfeln des Himalaya: Mount Fishtail, Anapurna II und IV, Manaslu und weitere. 10.800 Schritte später und pünktlich zum Frühstück waren sie wieder zurück.

Nach dem Frühstück besuchten wir noch das Museum im unteren Königspalast im Dorf, bevor wir uns auf eine weitere 3-Stunden-Busfahrt gen Süden machten. Wir verließen irgendwann die Berge und kamen in der nepalesischen Tiefebene an. Am Rande des Chitwan-Nationalparks, auf 100-200m Höhe über dem Meeresspiegel fanden wir ein tolles Safari-Resort vor.

Vor Ort gab es erst noch Mittagessen, dann eine Runde Schwimmingpool, der dieses Mal eine angenehme, erfrischende Temperatur hatte und dann auf einen Spaziergang durchs Dorf Jagatpur. Dieser Spaziergang war toll. Er führte uns zu traditionellen Häusern der hiesigen Tharu-Bevölkerung, die aus Elefantengras des Nationalparks, Lehm und Kuhdung errichten werden. Die Verhältnisse waren wieder ein Mal sehr ärmlich, aber doch halbwegs ordentlich und die Kinder hatten Spaß – besonders beim Beobachten von uns.

Zurück im Hotel beobachteten wir den Sonnenuntergang von einer Aussichtsplattform – zwar ohne Tiere, aber mit tollem Licht. Vor dem Abendessen gab es noch eine Tanzvorstellung von lokalen Tharu-Menschen.

Aufstieg nach Gorkha

Ostermontag begann für uns entspannt. Ein Teil unser Reisegruppe musste sehr früh aufstehen, um in einem Heißluftballon Pokhara und den Himalaya von oben zu bestaunen. Wir schauten entspannt vom Hotel zu.

Eine Mitreisende musste vormittags noch zum HNO-Arzt, sodass wir noch ein bisschen durch Pokhara schlendern konnten. Anschließend ging es in etwa 3 Stunden Fahrt hoch auf den Berg nach Gorkha Stadt. Die bisher ärmlichste Stadt auf dieser Reise. Das Hotel war gut, aber auch eher funktional aufgebaut. Am Nachmittag stiegen wir noch den Berg hinauf zum ehemaligen Königspalast. Laut unserem Guide Raas waren es ca. 1500 Stufen. Oben erwarteten uns neben Affen auch interessierte Einheimische, die nicht ohne Gruppenfoto an uns vorbeigehen konnten.

Abendessen gab es dann bei nettem Beisammensein im Hotel.

Sonnengruß und Geburtstag am Himalaya

Lauras Geburtstag startete für die Eltern um 7 Uhr mit einer Runde Yoga im Garten mit Blick auf Mount Anapurna 2 und Fishtail. Aktiviert und belebt ging es dann um 8:30 Uhr schnell zum Geburtstagstisch. Angesichts der Lage im Himalaya gab es kleine Geschenke, aber große Freude.

Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus wieder den abenteuerlichen Weg bergab zurück nach Pokhara, der zweit-größten Stadt Nepals mit gut 600.000 Einwohnern auf einer Höhe von 822m über NN. Hier besuchten wir das International Mountain Museum, sowie die „Yes Helping Hands“ Behindertenwerkstatt. Dort produzieren z.B. taubstumme Menschen in Handarbeit Wollkleidung und Kunstwerke. Da in Nepal Samstag und nicht Sonntag der Ruhetag ist, waren nur wenige Arbeiterinnen vor Ort. Aber eine kleine Einführung gab es trotzdem, inkl. selbst probieren. Natürlich kann man auch gleich vor Ort einkaufen.
Den Ruhetag merkten wir auch auf der Straße, wo der Verkehr merklich ruhiger war.

Nach einem Mittagessen stiegen wir auf ein Tretboot (mit Fahrer, bzw. „Treter“) und fuhren eine Stunde idyllisch über den Phewa-See. Dieser natürliche See ist der zweit-größte See Nepals und wird heutzutage durch einen Staudamm reguliert, der gleichzeitig für Strom aus Wasserkraft genutzt wird. Auf Grund des Ruhetags waren einige Boote unterwegs. Denise und Laura hielten die Füße ins Wasser, welches doch recht frisch war – für die Füße OK, aber zum Schwimmen zu kalt.

Unser Hotel lag zwar zentral, aber doch angenehm ruhig. Der Pool war auch eher frisch, aber bei ca. 30°C in Pokhara eine willkommene Abkühlung. Außerdem konnte gleich die neue Schwimmbrille eingeweiht werden.
Abendessen aßen wir dann im Hotel, da wir nicht noch ein mal in die Innenstadt laufen wollten. Auch wenn es teils westlich-deutsch war, schmecke es sehr lecker.

Laura war mit ihrem Geburtstag rundum zufrieden. Laut ihr war es der bisher beste Tag: das Museum war spannend, der Pool ein Highlight und das Abendessen nicht nepalesisch 😊

Rückkehr nach über 6 Wochen

Vom Pool im Hotel ging es runter zu unseren Koffern und ab zur MRT. Wir hatten die U-Bahnstation direkt vor der Tür und Mathias wollte im Osten gern noch ein wenig seine alte Wohngegend aus der Bahn beobachten. Die Fahrt ging auch ganz problemlos. Allgemein war die Fahrt mit der MRT in Singapur sehr einfach. Wir hatten alle eine Kreditkarte zum ein- und auschecken und kamen damit flott durch die Schranken. Die Fahrten waren nicht sehr teuer und Kinder bekommen nur bis 7 Jahre ein Rabatt, sodass wir hier auch keinen Nachteil erfuhren.
Am Flughafen zogen wir uns dann erstmal noch frische T-Shirts und lange Hosen an, um für den langen Flug gewappnet zu sein. Wir konnten schon vor 19 Uhr unser Gepäck einchecken, obwohl der Flug erst für 0:30 Uhr geplant war. Nur noch mit unseren Rucksäcken beladen gingen wir erstmal in „The Jewel“. Das ist eine Shopping-Mall direkt am Flughafen, mit riesigem Indoor-Wasserfall und einem Food Court. Den Wasserfall bestaunten wir natürlich zu erst und dann trieb uns der Hunger der Kinder ins 2. Untergeschoss zum Abendessen. Selbst hier am Flughafen gab es einen normalen Food Court mit recht normalen Preisen. Die Kinder entschieden sich zum Abschied für „normale“ Sandwiches von Subways und die Erwachsenen nutzen die letzte Chance auf lokales Essen.
Als wir fast fertig mit Essen waren kam Colin noch dazu. Er war ein Kollege von Mathias, als er 2006 hier arbeitete. Wir hatten Colin zuletzt in Singapur getroffen, als wir mit Florian als Baby hier Zwischenstopp auf dem Weg nach Neuseeland gemacht hatten. Die Wiedersehens-Freude auf beiden Seiten war groß und es wurde ganz viel gequatscht. Wir gingen dann zusammen zu den Wasserfällen, wo 21 Uhr auch eine Lichtershow gezeigt wurde.
Mit einem Erinnerungsselfie verabschiedeten wir uns von Colin und wechselten in den internen Bereich des Terminals.

Interessanterweise wurde zunächst nur unser Boarding Pass und Ausweis gecheckt und wir in der Passkontrolle ordnungsgemäß aus Singapur entlassen. Die Security/Taschenkontrolle fand dann erst später am Gate statt.
Die Wartezeit am Ende wurde immer anstrengender. Schließlich hatten wir noch mit der Zeitverschiebung von Darwin zu kämpfen und gingen allgemein zuletzt nicht sehr spät ins Bett. Doch mit etwas Videoablenkungen schafften wir es ohne Zwischenfälle ins Flugzeug, wo dann auch bald die Augen zufielen.
Wir verließen Singapur recht pünktlich und kamen nach 12,5 Stunden Flug überpünktlich in München an. Schlafen im Flugzeug ist ja allgemein schon nicht so einfach. Wenn man, wie Denise, dann noch zwei unruhige Kinder an der Schulter schlafen hat, wird es noch um einiges schwieriger. Mathias hingegen hatte einen Gangplatz in der Mittelreihe und konnte dank ruhigem Nachbar halbwegs schlafen.
Nach gut einer Stunde ging es dann gleich weiter mit dem Flieger nach Berlin, wo wir auch pünktlich landeten. Unser Gepäck kam schnell aufs Band und so saßen wir schon nach einer halben Stunde im Taxi auf dem Weg nach Hause.
Dort erwarteten uns schon Mathias Eltern mit allerlei Essen, um uns den ersten Tag so einfach wie möglich zu machen. Wir aßen am Ende sogar erst kurz vor 12 Uhr Mittag – dann mit großem Hunger und machten danach ein ausführliches Mittagsschläfchen. Das Aufstehen nach 1 bis 1,5 Stunden fiel uns alles andere als Leicht. Die 6 Stunden Zeitverschiebung sind nicht zu unterschätzen.
Abends hielten Denise und die Kinder sogar bis ca. 20 Uhr durch und fielen dann müde ins Bettchen. Nach etwas mehr als 6 Wochen war es schön, wieder seine eigene Matratze, seine eigene Bettdecke und frische Luft vom offenen Fenster zu haben.

Fazit

In den gut 6 Wochen erlebten wir unheimlich viel. Eigentlich verging kein einziger Tag ohne tolle Erlebnisse, Unternehmungen oder Abenteuer.
Wir waren in Japan sowohl in der Megastadt als auch auf dem Dorf im Hinterland. In Sydney besuchten wir unsere 2. Heimat und trafen Freunde im kühlen Winter. In Australiens Top End gingen wir auf Tuchfühlung mit den Aborigines und dem echten Outdoor-Abenteuer. Singapur bot uns leckeres Essen und Großstadtdschungel. Die Zeit kam uns sehr lang vor. Vor lauter neuer Eindrücke verschwimmen schon wieder die Erinnerungen aus die Anfangszeit – zum Glück haben wir alles im Blog ausführlich dokumentiert (in 41 Beiträgen, um genau zu sein). Nun bräuchten wir eigentlich erst einmal Urlaub um die 6 Wochen gedanklich zu verdauen 😉

Damit endet die Berichterstattung aus Fernost. Es war uns eine Freude, euch virtuell mitzunehmen und von unseren Abenteuern zu berichten. Vielen Dank an alle Mitlesenden und bis zum nächsten Abenteuer!

Zwei Tage Singapur

Der Mittwoch, der erste Morgen in Singapur, startete erwartungsgemäß zeitig. Im gewohnten Muster wachten die Kinder halb sechs auf, was in Darwin noch das normale 7 Uhr war. Zum Glück gab es ab 6:30 Uhr Frühstück, wobei wir am Ende gar nicht so zeitig unten waren. Das gab uns nach dem Frühstück genug Zeit um schon mal eine Runde in den Pool zu hüpfen, bzw. Denise noch mal eine Runde zu schlafen. Erfrischt und ausgeschlafen machten wir uns auf den Weg ins grüne Herz von Singapur. Hier wanderten wir über ca. 7km zum und über den Tree Top Walk – ein Baumwipfelpfad. Im tropischen Regenwald war das eine ganz andere Erfahrung für Singapur und gleichzeitig aber auch ein wenig Schweiß treibend.

Da wir schon auf dem Hinweg beim Verlassen der MRT (U-Bahn) eine große Sushiro-Werbung sahen, führte nun kein Weg daran vorbei. Zum Glück war Mittagszeit und der Hunger groß. So hatten wir nach 3 Wochen „Abstinenz“ ein erfreuliches Wiedersehen, nur dieses Mal in Singapur. Das Sushi war genauso lecker, nur um einiges teurer als in Japan. Mathias damaliger Kollege Colin meinte, dass Sushiro hier eher etwas preis-intensiver ist als lokale Sushi-Ketten. In Japan war es eher andersherum – interessant!
Vollgefuttert und müde fuhren wir uns Hotel und legten uns für ein Mittagsschläfchen hin.

Ausgeruht stiegen wir wieder in die MRT und fuhren nach Chinatown. Hier war schon alles für das „Mid-Autumn Festival“ geschmückt. Interessant nur, dass es 1. gar keinen Herbst in Singapur gibt und 2. wenn dann, der Herbst im deutschen Sinne ja noch ein paar Tage hin ist, geschweige denn die Mitte dessen gefeiert werden könnte. Nett und kitschig anzusehen war es trotzdem.
In Chinatown gab es viele kleine Läden, in niedlichen, kleinen, alten Shop Houses.
Abendessen gab es im Maxwell Food Centre, einem klassischen Hawker Centre mit vielen kleinen Garküchen und fest-verschraubten Sitzplätzen. Nach einer gemeinsamen Runde durch das Angebot entschied sich jeder für ein anderes Gericht. Das wurde dann jeweils bestellt und so aßen wir mal mehr und mal weniger zusammen. Durch Chinatown und den Central Business District (CBD) ging es zum Merlion mit Blick auf das Marina Bay Sands. Da die Müdigkeit wieder anstieg, fuhren wir dann auf schnellstem Wege zurück ins Hotel und ins Bettchen.

Donnerstagmorgen begann schon etwas besser – zwischen 6 und 6.30 Uhr wachten wir auf und waren wieder eher zeitig beim Frühstück, noch bevor der große Ansturm der „Langschläfer“ zu erwarten war. Da wir erst 11 Uhr aufschrecken mussten, sprangen wir noch einmal in den Pool, bevor die Koffer geschlossen wurden. Beim Abgeben der Koffer zur Aufbewahrung versprach uns der Aufseher, dass wir beim Abholen gern auch noch einmal in den Pool zur Erfrischung springen könnten
Heute ging es dann zu „Gardens by the Bay“, den berühmten Stahlgerüst-Bäumen an der Marina Bay. Wir schauten uns ein wenig in den schönen Grünanlagen um, bestaunten die „Bäume“ von nahem und spazierten den Skywalk in luftiger Höhe entlang.

Zum Mittag ging es heute in einen Food Court. Das ist die moderne Variante des Hawker Centres, nur innen, klimatisiert und weniger Auswahl, weil größere/moderne Stände. Wieder fanden alle etwas zu essen und einen Sugarcane-Juice mit Zitronen dazu.
Gut gesättigt liefen wir zur Arab Street – einem Viertel im arabischen Stil mit der Sultan Moschee. Hier war ordentlich was los gewesen, obwohl das Leben hier eigentlich abends in den zahlreichen Restaurants aufblüht. Vielleicht waren es tagsüber die Touristen und abends kommen dann die Singapurianer.
Zurück im Hotel sprangen wir also noch einmal ausführlich in den Pool. Das war eine willkommene Erfrischung nach dem Tag. Wobei die Temperaturen recht angenehm waren, auch weil es eher bedeckt als zu sonnig war und die Luftfeuchtigkeit nicht zu schlimm.

Vom Outback in die Weltmetropole

Dienstagmorgen krochen wir also ein letztes Mal aus den Dachzelten. Gerade die Matratze im Ausklappzelt über der Fahrerkabine war kaum noch existent, sodass der Abschied in dieser Hinsicht nicht schwer fiel. Wir freuten uns auf ein richtiges Bett. Dann hieß es Koffer und Rucksäcke packen und die letzten Lebensmittel essen, als Sandwiches für unterwegs schmieren oder in die Camp Kitchen für andere Reisende stellen/verschenken.
Pünktlich um 10 Uhr rollten vom Platz. Auf dem Weg in Richtung Darwin hielten wir noch an einer Art Gallery, doch viel Auswahl hatte sie leider nicht. Und da wir noch genügend Zeit hatten, fuhren wir noch einmal nach Darwin rein und gingen dort ein wenig shoppen – das hatten wir zu Beginn nicht geschafft. Nach einem Eis ging es zum Tanken und in die SB-Waschanlage. Wir sollten das Auto vor dem Abgeben einmal Waschen und aussaugen, was bei all dem roten Staub durchaus nötig war.
Mit dem Taxi ging es dann zum Flughafen und da Darwin so klein ist, war sehr wenig los und unsere Koffer schnell abgegeben. Vor der Sicherheitskontrolle genossen wir noch die Sandwiches.

Unser Flieger war sehr gut gefüllt und brachte uns in ca. 4h 40min nach Singapur, zurück auf die Nordhalbkugel. Wir landeten auf die Minute pünktlich kurz nach Sonnenuntergang. Das Ausfüllen der elektronischen Einreisekarte dauerte so lange, dass wir allein an der Einreise waren und unsere Koffer schon längst auf uns warteten.
Da wir nun wieder 1,5 Stunden Zeitverschiebung hatten, war es gefühlt schon viel später als auf der Uhr und wir gönnten uns ein Taxi in die Stadt zum Hotel statt der U-Bahn. Im Hotelzimmer fielen Denise, Florian und Laura dann auch müde in die bequemen Betten und schliefen ganz schnell ein.
Mathias hingegen wollte noch ein wenig Singapur bei Nacht genießen und lief noch eine große Runde durch die Innenstadt. Es war ordentlich was los – Touristen und Singapurer zugleich genossen die angenehmen Temperaturen am Abend. Mit der U-Bahn, welche wir hier ganz bequem mit der VISA-Karte nuten können, ging es zurück zum Hotel und dann auch ganz schnell ins Bett.

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