Nach der Safari schliefen wir ein klein wenig länger. Es war doch ein langer Abend. Doch dann packten wir trotzdem zügig zusammen und machten uns auf den Weg zu den Jim Jim Falls. Diese lagen am Ende einer 57km Schotterpiste, die auf den letzten 9km zu einer wahren Abenteuerpiste durch Sand und Wasser wurde. Gut, dass wir Allradantrieb und ein fähiges Auto hatten!
Vom Parkplatz war es „nur“ 1km bis zum See unterhalb des Wasserfalls. Allerdings über so felsiges Terrain, dass es sehr lange dauerte und ordentlich Kraft kostete. Die 35°C trieben uns den Schweiß auf die Haut und ließen unser Trinkwasser schwinden. Doch der Weg lohnte sich. Zwar sind die Wasserfälle ausgetrocknet und werden erst in der Regenzeit wieder zum Leben erwecken, doch der See war noch gut gefüllt. Das Besondere an diesem Wasserloch war, dass die Nationalpark-Ranger hier aktiv die gefährlichen Salzwasserkrokodile aus dem Wasser fangen und woanders wieder aussetzen. Damit wird der See sicher zum Baden, was wir dann auch taten. Das Wasser war recht kalt, was uns einige Überwindung kostete, doch die Erfrischung war herrlich!

Dann ging es natürlich wieder die 57km „Dirt Road“ zurück. Denise wollte im weichen Sand auch mal ran und hatte Spaß am Off-road-Fahren.
Unseren Platz für die Nacht fanden wir wiederum am Ende einer Schotterpiste auf dem Nationalparkcampingplatz „Maguk“. Die lokalen Aborigines bezeichnen den lokalen Fisch Barramundi Maguk. Außer einem Plumpsklo gab es da nichts, nicht mal Handyempfang. Nach Nudeln zum Abendessen krochen die Kinder in ihr Zelt und wir Eltern unter das Moskitonetz. Doch irgendwann raschelte es im Gebüsch etwas lauter. Als unsere Nachbarn und wir mit der Taschenlampe leuchteten, sahen wir eine niedrige, doch halbwegs große Statur, die uns auf einen Dingo schließen ließ. Also packten wir in Windeseile alles zusammen. verstauten unseren Müll im Auto und uns im Dachzelt. Mit wilden Dingos wollten wir nicht scherzen. Nachts hörte Denise dann irgendwann Geschepper, als wenn andere Camper noch ihr dreckiges Geschirr draußen lagerten, welches die Dingos sauber-leckten. Die ganze Nacht waren verschiedenste Geräusche und Geraschel zu hören – Schlafen im Zelt in der Wildnis halt.

Am Donnerstagmorgen brutzelten wir uns Speck (Bacon) und Eier auf unserem Grill, inkl. leckerem Duft zum neidisch machen der Nachbarn. Dann ging es nur kurz weiter auf der Schotterpiste bis zu einem Parkplatz, der wiederum zu den Maguk Waterfalls führte. Hier ging der Weg auch wieder etwas abenteuerlich, aber weniger schwierig als den Tag zuvor zum See am Wasserfall. Der Maguk Wasserfall floss noch und brachte angenehm, lauwarmes Wasser mit sich. Auch hier fangen die Ranger die Salzwasserkrokodile nach der Regenzeit, um uns das Schwimmen im See zu ermöglichen. Wir hatten Glück und waren noch rechtzeitig vor Ort, sodass wir den Wasserfall teils für uns allein hatten. Zum Ende kamen dann größere Schüler-/Reisegruppen und bevölkerten den See.
Der Maguk Waterfall gefiel uns noch besser als die Jim Jims Falls. Nicht nur, weil noch das Wasser floss, sondern auch weil das Wasser weniger kalt und der Zugang etwas komfortabler war.

Auf unserem weiteren Weg gen Süden verließen wir bald den Kakadu Nationalpark. Mit 5 Nächten im gleichen Nationalpark stellt der Kakadu Nationalpark nun unseren persönlichen Rekord für die längste Verweildauer auf. Es gab aber auch wirklich viel zu sehen uns zu erleben!
In Pine Creek machten wir Mittagspause – Sandwiches und Reste vom Vortag. In Katherine erreichten wir den südlichsten Punkt unser Reise. Hier stockten wir im Woolworth noch einmal unsere Vorräte auf und fuhren weiter zum Nitmiluk Nationalpark. Auf dem Campingplatz hüpfen wir noch in den Pool und genossen die warme Dusche, nachdem der Campingplatz vorher kein fließend Wasser zu bieten hatte. Zum Abendessen gab es Wraps und dann fielen (fast) alle müde ins Bett.