Wir verließen Ubir am Dienstagmorgen. Natürlich nachdem die Kinder noch ein Mal im Pool waren. Und im Supermarkt schauten wir auch noch ganz kurz vorbei. Dann ging es gen Süden nach „Nourlangie Rock“, welches von den Aborigines eigentlich „Burrunggui“ und „Anbangbang“ genannt wird. Hier gab es wieder beeindruckende Malereien zu bestaunen. Die letzte sogar erst von 1962. Außerdem konnten wir auf einen kleinen Ausblick hochsteigen. Die anderen, längeren Wanderungen und Ausblicke ließen wir dieses Mal links liegen und fuhren weiter bis Cooinda. Hier gab es ein Visitor Centre mit vielen Infos über das Leben der Aborigines, der Ureinwohner.






























Auf dem Campingplatz um die Ecke konnten wir schon zeitig rauf, sodass wir doch Mittag kochten und den Nachmittag am Pool verbrachten.
Wir hängten erstmals unser Moskitonetz auf und nutzen die Gelegenheit, die Kinder in „Indiana Jones“ Filme einzuführen. So bekamen sie endlich mal eine Idee, warum wir ständig die Filmmusik summen während unser diversen Abenteuer.













Unser Mittwochmorgen startete entspannt mit Pancakes zum Frühstück. Nach einer Waschmaschine ging es nochmal in den Pool, wo wir den Vormittag genossen. Unsere Aktivität für den Tag startete erst 13 Uhr.








Wir hatten uns eine „Animal Tracks Safari“ gebucht. Nach einem schnellen Reismittagessen fuhren wir mit einem kleinen „Abenteuerbus“, dem Tourguide Don und 12 anderen Touristen in die Wildnis. Nach einer halben Stunde und schon diversen Geschichten kamen wir an der ehemaligen Kakadu Buffalo Farm an. Hier stieg die Aborigine-Dame Patsy zu. Patsy war etwa 65 Jahre alt und lebt mit ihrem „weißen Ehemann“ und ehemaligen Nationalpark-Ranger auf der Farm. Viele Jahre wurden hier Büffel gehalten und gejagt. Mittlerweile sind die Zäune aber plattgetrampelt und die Natur regiert. Büffel werden dennoch weiterhin erlegt. Heute für die Aborigines der Region, früher für das Militär.
Patsy hatte im Morgengrauen schon zwei Gänse und 2 Enten geschossen, welche wir in unseren Abenteuerbus luden.








Mit Patsy ging es nur ein kleines Stück an einen ausgetrockneten Teil des benachbarten Feuchtgebiets. Hier sammelten wir Muscheln aus dem Trockenen Matsch. Die schließen in der Regenzeit Wasser in sich ein und halten dann in der Trockenzeit statt Winterschlaf einen Trockenschlaf. Hier sahen wir auch Spuren von Büffeln und Krokodilen und viele junge Cane-Toads, invasive Kröten, die schon ganz Australien terrorisieren. Patsy hatte die Umgebung stets gut im Blick, damit kein wildes Tier vorbeischaut. Auf der Weiterfahrt sahen wir dann tatsächlich noch ein Krokodil, welches sich auf einer kleinen Matchoase in der Sonne rekelte.
Auf dem weiteren Weg sammelten wir Brennholz für unser Lagerfeuer am Abend, Termiten-Matsch-Klumpen zum Brotbacken, trockenes Gras zum Entzünden den Feuers und Rinde vom Paper-Bark-Tree. Diese Bäume können im Trockenen und Feuchten wachsen, was sie hervorragende Bäume für die Regenzeit-Feuchtgebiete macht. Sie halten auch in der Trockenzeit noch gut die Feuchtigkeit und haben ein sehr weiches Holz. Die Rinde konnten wir ihnen abreißen, ohne ihnen damit zu schaden. Außerdem fanden wir auf dem Weg zum Lagerfeuerplatz bestimmte Busch-Feigen, welche ein wenig wir Pfirsich schmecken, aber nicht süß und voller Vitamin C sind. Da es noch zeitig in der Saison ist, fanden wir nur wenig Früchte.
Unterwegs trafen wir Wasserbüffel und Dingos.
















































Unser Lagerfeuer, bzw. zwei, entfachten wir auf einer Halbinsel in einem riesigen Feuchtgebiet neben ca. 20.000 Gänsen und einem wunderschönen Sonnenuntergang.
Wir rupften die Gänse und Enten. Da wir nur die Federn, aber nicht die Daunen rupften, wurden die Tiere kurz im Feuer vom Rest befreit und anschließend mit ihren eigenen Flügelspitzen-Federn vom Ruß befreit. Patsy nahm sie dann aus. Dabei fand sie Wasserkastanien in ihren Hälsen (da sie keine Zähne haben, schlucken die die Kastanien im ganzen hinunter). Die putzen wir wiederum und kochten sie noch einmal ab. Dann konnte man die Wasserkastanien tatsächlich essen! Die Eingeweide wurde etwas entfernt von uns in der Wildnis „zurückgegeben“ – die Greifvögel (mutmaßlich Milane) hatten ihre Freude daran.
Patsys Feuer erwärmte Steine. Diese bedeckten wir dann mit den gesammelten, befeuchteten Blättern. Darauf kam dann das Fleisch, der Fisch und Gemüse. Das Fleisch wurde nochmal mit heißen Steinen bedeckt, bevor alles mit großen Paper Bark Stücken bedeckt wurde. Darauf kam dann Sand, bis kein Dampf mehr entwich. Nach der Garzeit musste der Sand wieder runtergefegt und die Rinde entfernt werden – fertig war der Hauptgang.
Das Feuer unseres Guides Don erwärmte neben Tee und Muscheln im Wasser auch Matsch. Don bereitete dann Brote vor, die in die Glut/den heißen Matsch gelegt wurden und wiederum mit Matsch abgedeckt wurden. Das gab ihnen wohl einen gute Kruste.
Alles hat erstaunlich gut geschmeckt (das Fleisch war etwas zäh…) und unseren Mägen hatte es auch nicht geschadet.
Im Stockdusteren ging es wieder zurück über Stock und Stein zur Büffel-Farm, wo wir Patsy verabschiedeten und zum Campingplatz zurückfuhren. Am Ende waren wir von 13 bis 21 Uhr unterwegs. Ein sehr kurzweiliger Ausflug. Doch erstaunlich wie lange es dauert, sein Aborigines-Abendessen vor- und zuzubereiten.






















































