Kategorie: Hawaii (Seite 1 von 5)

Unterwegs an der US-Westküste, auf Hawaii und in New Jersey 2018

Die Lava lässt nur Erinnerungen…

Seit Mitte April schon ist der Kīlauea wieder aktiver, als wir ihn Ende März auf Big Island erlebten. Nach einem starken Erdbeeben bricht er wieder stärker aus und es gab einen neuen Lavafluss, der zu Evakuierungen im äußersten Südosten Big Islands führte. Die Touristen-Hotspots an der Ost- und Westküste sind davon nicht betroffen, aber das Gebiet in dem wir ein paar schöne Tage bei den Kapoho Tide Pools verbrachten. Lange war die Lava auch davon noch weit entfernt, doch in den letzten wenigen Tagen hat sich die Lava nach Osten bewegt und letzte Nacht dann doch fast das gesamte Vacationland Hawaii überrollt und die Tide Pools „aufgefüllt“. Dieses tolle Haus mit den wunderschönen Schorchel-Pools ist nun also nur noch in unseren Erinnerungen vorhanden. Ein bisschen nimmt uns das schon mit – doch die Lava lässt sich nicht steuern und sucht sich ihren Weg. Wir haben sie im kleinen erstaunt beobachten können und nun sehen wir Videos, wie sie im großen zerstörerisch wirken kann. Schade! 🙁
Ein paar Links:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-5810287/Incredible-aerial-devastating-lava-flows-Hawaiis-Kilauea-volcano.html
https://www.youtube.com/results?search_query=vacationland+hawaii
Und ein paar gesammelte Fotos:

Fazit

“Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii, ging nie durch San Francisco in zerriss’nen Jeans…” – innerhalb unserer Reise haben wir diesen Refrain “abgearbeitet” – Nagut bis auf die zerriss’nen Jeans. 😉

Die Zeit war mal wieder so schnell rum. Andererseits kommt uns vieles aber schon so lange her vor – zum Beispiel Las Vegas.
Es ist unglaublich, wieviel wir gesehen und erlebt haben. Unterschiedlichste malerische Landschaften und Strände, einmalige Aussichten, tropische Flora und Fauna, unzählige Wasserfälle, bunte Unterwasserwelten und und und.

Der Einstieg mit dem Wohnmobil entlang unserer Fußstapfen von vor drei Jahren war genauso toll wie damals – hoffentlich nimmt auch Laura diesmal schon ein paar Erinnerungen mit. 6 Wochen Hawaii wurde uns gesagt seien zu viel. Für uns waren sie genau richtig – denn da das Wetter nicht immer mitspielte, hatten wir etwas Puffer und konnten auch mal regnerische Tage vertrödeln. New York war dann wie gesagt ein schöner Abschluss.
Insgesamt wieder eine unbezahlbare (in beiden Bedeutungen 😉 ) und unvergessliche Reise, aber keineswegs entspannend. Und wie bei unseren anderen Reisen natürlich sehr geprägt von den Kindern – im Guten wie im weniger Guten. Sie hat uns als Familie und insbesondere auch die Kinder miteinander enger zusammen wachsen lassen. Wir sind dankbar, dass es uns möglich war und alles so gut (besonders auch gesundheitlich) verlaufen ist.

Es war nicht immer leicht abends noch Fotos zu sichten, hochzuladen und zu schreiben. Danke an alle Mitleser – ihr habt mich motiviert! Wir sind wieder einmal froh diese Reise dokumentiert zu haben. Denn soviele Eindrücke gilt es erstmal zu verarbeiten. Viel Zeit dafür bleibt uns nicht – das nächste – etwas andere – Abenteuer steht schon vor der Tür – Australien!
Bis dahin,
Die 4 böhmischen Weltenbummler

NYC Speed Sightseeing und Rückreise

Vom Jetlag noch beeinflusst machten wir am Sonntag erst nach 10Uhr los nach Manhatten. Erst per Auto, dann per U-Bahn (in der Stadt gibt’s so gut wie keine Parkplätze). Die Stadt ist riesig und so waren wir erst gegen 12Uhr beim One World Trade Center und der Gedenkstätte zum 11.September. Der blaue Himmel spiegelte sich toll im großen Wolkenkratzer. Die zwei großen Löcher sind mit Wasserfällen gefüllt, von den Namen der Verstorbenen gerahmt und machen ehrfürchtig. Von da liefen wir über die Wall Street (New York Stock Exchange) zur Staten Island Ferry. Der längeren Fußwege bewusst, hatten uns Dirk&Sandra für Laura einen Buggy ausgeliehen. Anfangs lief Laura aber super mit (Florian die ganze Zeit), genoss es aber auch mal wieder (und wahrscheinlich ein letztes Mal) geschoben zu werden. Flori hatte auch Spaß am Schieben. Das hielt auch etwas warm. Denn trotz der Sonne war es eisig. Zur Verbildlichung: Am Ende hatte Florian 2 Hosen, 2 Paar Socken, Mütze, Unterhemd, T-Shirt, Sweatshirt, 2 Strickjacken und eine Softshelljacke an (Handschuhe hatten wir leider nicht).
Die kostenlose Fähre nach Staten Island bietet tolle Ausblicke auf die Skyline von Manhatten und die Freiheitsstatue.
Es fühlte sich unwirklich an, dass wir vier nun an diesem bekannten Ort sind. Florian und Laura betrachteten alles von drinnen, da der Wind ganz schön pfiff. Dabei wurden wir neidisch von einem anderen deutschen Pärchen (Manhatten schien voll von Deutschen) mit Kleinkind beäugt, die mit dem jammernden Kind rein mussten. Hachja, unsere sind doch schon so groß. Die Fähre war nicht sehr voll und so kamen wir gleich auf die Rückfahrt. Dann machten wir uns mit hängenden Mägen auf Essenssuche. Da wir rechtzeitig zum Abendbrot und Spielen in Morrostown zurück sein wollten, drückte etwas die Zeit – also nur was auf die Hand. Darum ein letztes Mal überteuertes, olles Sandwich und für die Kinder später Pizza. So ging es dann zum Empire State Building. Da es dort keine Schlange gab, investierten wir die 78$ um in den 86. Stock zu fahren (Flori war dann mal 5 😉 ). Es hat sich gelohnt – wir lieben tolle Ausblicke. Und die hatte man – deshalb hier eine größere Auswahl. Die Kinder fanden den Deckenfernseher im Fahrstuhl und die Ferngläser am spannendsten.
Im Anschluss ging es im schnelleren Schritt den Broadway entlang, an Macy’s vorbei zum Time Square. Dieser erinnerte uns mit seinen riesigen Leuchtreklamen stark an Las Vegas. Von da ging es auf den Rückweg. Es fühlte sich schon sehr gehetzt an, aber wir haben die für uns wichtigen Sights Manhattans gesehen und die Kinder konnten uns begeistert noch ihre einstudierte Zirkusshow vorführen. Die 5 haben so toll gemeinsam gespielt. Wirklich schade, dass wir an anderen Enden der Welt wohnen.
Insgesamt ein starker Kontrast zu Hawaii, aber ein krönender Abschluss unserer großen Reise.
Am nächsten Tag ging es noch kurz shoppen (inklusive neuer Tasche zum aufgeben am Flughafen) und dann in den Flieger. Nach 8 problemlosen Stunden hatte uns das frühlingshafte Berlin wieder – empfangen von der Familie mit Geburtstagstisch, Hühnersuppe, Mischbrot und bestücktem Kühlschrank. Danke! Wir sind sehr glücklich wieder Zuhause zu sein. Home Sweet Home!

Bye Hawaii, Hello NewJersey

Mittlerweile sind wir in Morristown (Nähe New York) bei Mathias ehemaligem Kollegen/Chef & Familie.
Die jeweils 6 stündigen Flüge von Kauai nach San Francisco bzw. dann nach Newark waren anstrengend, aber ok bis auf die letzten Minuten. Da kreisten wir (recht aussichtsreich) nahe New York, allerdings auf Wolkenlevel und es schüttelte uns ordentlich. Wir waren alle etwas grünlich um die Nase und waren uns nicht sicher wer die Spucktüte als erstes braucht – Flori war‘s :-/
Koffer und Mietwagen bekamen wir problemlos und waren schnell in Morristown. Wir dürfen netterweise bei Mathias ehemaligem Kollegen übernachten – der auch gerade als Expat mit Familie hier ist – und ein riesiges Haus hat. Florian sagte „Das ist ja eine Burg“.
Die 5 Kinder spielten super miteinander – hatten unsere doch endlich deutsch sprechende Kameraden. So waren wir alle sehr spät im Bett, was der Umstellung an die neue Zeit (6 Stunden weiter) aber ganz gut entgegen kam. Damit schliefen wir gut und kamen wir heute morgen auch ganz gut aus dem Bett. Nach einem sehr deutschen Frühstück (Juchu) ging es auf eine Farm. Allerdings war es so eisig (Max 5°C) , dass wir nicht lange blieben und dann am Nachmittag noch einmal etwas in Morristown unterwegs waren. Zwischendurch weihte uns Dirk (in Vorbereitung auf Australien) in die Kunst des deutschen Sauerteigbrotbackens ein und die Kinder verausgabten sich beim Trampolin und Zirkus spielen.
Morgen geht’s (warm angezogen) New York erobern – oder zumindest einige ausgewählte Sehenswürdigkeiten von Manhatten 🙂

Geburtstagstag und letzter Tag Hawaii

Am 4. April war es nun endlich soweit, nach unzähligen Fragen „Wann ist der?“ war Lauras Geburtstag. Vorab müssten wir ihr mehrmals erklären dass leider keine Gäste kommen (für Laura das Highlight), aber wir in Hönow nachfeiern und es dann auch nochmal den langgewünschten Smartieskuchen (Highlight 2) gibt. Highlight 3 vom Geburtstag waren dann die Geschenke, die gleich bespielt wurden (die Auswahl der letzten Wochen war ja recht beschränkt). Der Tag verlief dann ganz im Kindersinne mit Spielen, Strand, Nudeln mit Würstchen, Markt mit Eis essen, bisschen Tennis, Pool, Topf schlagen und Bibi und Tina gucken Lauras Bewertung beim ins Bett gehen „Das war ein toller Tag“ – ein Glück 😉
Nun ist der letzte Tag auf Hawaii für uns angebrochen. Unser Ferienhaus müssten wir um 11 räumen, aber dürfen noch den Poolbereich nutzen. Was toll ist denn heute brennt die Sonne und unser Flieger geht erst am späten Abend. So können wir den warmen Teil unserer Reise entspannt ausklingen lassen.
Bevor es nach New York mit regnerischen 6 Grad geht.

Land und Leute

In guter alter Manier wollen wir euch natürlich wieder berichten, was wir in den letzten Wochen so über die Einheimischen gelernt haben. Es war zwar unsere zweite große USA-Reise, aber man lernt ja bekanntermaßen nie aus…

Hier ist alles etwas größer…

  • 1,9l oder sogar 1 Galone (3,8l) Milch
  • 450g Cottage Cheese
  • 900g Naturjoghurt
  • 450g Butter
  • 450g Wurstaufschnitt
  • Eier im Dutzend, gern auch 5 Dutzend
  • 1 Galone Wasser
  • 500g Rinderfilet
  • Einkaufsregale, gern auch mit vielen Packungen der gleichen Sorte
  • 3l Geschirrspülmittel
  • 200er Pack Müllbeutel
  • 152 Ladungen Waschmitteltabs
  • Kühlschränke – meist inkl Eiswürfelbereiter, selbst bei älteren Modellen, allerdings wenig Ablagen, was wiederum zur Gallone Milch passt
  • Extra breite Herde (trotzdem nur 4 Kochflächen)
  • Darüber eine entsprechend breite Mikrowelle, inkl. Abluft
  • Werbeunterbrechungen – Laura und Flori haben einmal amerikanisches Fernsehen gesehen und sich nach kurzer Zeit beschwert, dass ständig Werbung kommt .. tja, im KIKA kommt halt gar keine Werbung
  • Autos (selbstredend 😉 )
    • Pickups überall
    • Es scheint, als gebe es auf den Inseln hier auch die größte Population an Mustangs und Jeep Wrangler – (dabei würden Hawaiianer nach eigener Aussage nie solche Autos kaufen … die Touristen mal wieder)

Hier ist vieles etwas härter/fester…

  • Französischer Camembert ist nicht streichzart
  • Italienischer Mozzarella ist ziemlich fest
  • Butter (bevorzugt gesalzen) wird kaum weich
  • Joghurt
  • Eierschalen – beim Kochen ohne Anstechen sind uns nur sehr wenige Eier geplatzt – zu Hause ist es mittlerweile anders herum
  • Erdbeeren – man könnte fast meinen, man isst einen Apfel, aber vielleicht ist einfach noch keine Saison (in Kalifornien)

Auf der Straße…

Dank der US-Zugehörigkeit geht es hier sehr gesittet zu. Der Amerikaner ist ja ein eher defensiver Autofahrer und lässt mit Freude andere Autos einschären, abbiegen und Fußgänger werden freundlich rübergewunken. Schilder voller Text gibt es auch auf den Inseln zu Hauf. Beliebt sind All Way Stop-Kreuzungen. Alle Richtungen müssen erstmal anhalten und wer zu erst kam, darf zu erst weiterfahren, egal wie sinnig das sein mag. Ampeln gibt‘s natürlich auch, nur scheinen sie nicht immer den Verkehrsfluss im Sinn zu haben und lassen einen lange auf der Hauptstraße warten, bis alle anderen Richtungen einzeln durchgelassen wurden. Bei Rot darf man immer rechts abbiegen, außer es ist mit einem Text-Schild „No turn on red“ verboten. Teils gibt es extra Rechtsabbiegespuren gänzlich ohne Ampel – sehr gute Erfindung! Nur doof, wenn man im Stau die Kreuzung freihält und sich die Autos von rechts vordrängeln.
Die Entfernungen auf den Inseln sind zumeist auch übersichtlich – zum nächst größeren Supermarkt können es dennoch auch mal 20 Minuten sein. Das nimmt der Hawaiianer scheinbar gelassen und blubbert mit seinem V8 Pickup über den Highway. Der beliebteste Pickup ist übrigens der Ford F-150, gefühlt so groß wie ein deutsches Wohnmobil und damit genau richtig für den einsamen Fahrer mit Hund auf der Ladefläche 😉 Apropos Ladefläche – hier darf man seine Freunde zu Hauf einfach „aufladen“, aber wehe der Fahrer ist nicht angeschnallt! „Click it or Ticket“
Der Zustand der Straßen ist leider nicht immer der beste, was wiederum die hohe Anzahl an Jeep-Mietwagen und höhergelegten Pickups erklären könnte. Daher gibt es auch hier und da Baustellen, aber meist nur von 9 bis halb 4 und dann wird alles bis zum nächsten Tag wieder freigeräumt.
In jedem Fall sind auch die Hawai‘i Inseln sehr Auto-freundlich, oft gibt es eine Straße bis zum Strand mit zahlreichen, kostenfreien Parkplätzen. Einkaufszentren bestehen zum Großteil aus Parkplätzen und jeder Nationalpark schützt Natur und Autofahrer (zahlreiche Parkplätze) 😉

Nützliches und Unnützliches…

  • Die Amerikaner sind gern Freiwillige – Volonteers. Wir trafen sie eigentlich überall – in der Ghosttown, im Aquarium, am Schildkröten-Strand, Robben-Strand, Nationalpark und selbst in Verkaufsständen an der Road to Hana. Einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten ist hier Ehrensache – toll
  • Essensabfallschredder in der Küchenspüle – Organische Abfälle kann man hier meist einfach in die Küchenspüle werfen und in den Ausguss spülen. Dann gibt es unter dem Ausfluss einen Schredder und schon hat man keinen Müll, der z.B. Ameisen anziehen könnte. Sehr nützlich, aber in Deutschland verboten (es gibt wohl durchaus überwiegende Vorteile, wenn die Infrastruktur darauf ausgelegt wäre)
  • Lockbox – ein Zahlen-gesicherter Mini-Safe in Form eines Vorhängeschlosses. Die hängt hier meist am Türknauf und enthält den Schlüssel zum Haus – die Zahlenkombi erfahren wir kurz vorher. Surfer schliessen so auch ihren Autoschlüssel sicher am Autotürgriff ein.
  • Zip-lock bags – kleine oder große Frischhaltebeutel mit Zipper – das hält die Ameisen draußen, das Handy trocken, etc. Die gibts hier überall in Massen
  • Geschirrspüler – Mathias‘ Cheffin (Amerikanerin) hatte mal so positive Andeutungen zu deutschen Geschirrspülern gemacht, nun wissen wir warum: die hiesigen sind einfach schlecht. Wir spülen das Geschirr schon vorher unter unmengen Wasser und es kommt trotzdem noch teils dreckig aus der Spülmaschine.
  • Duschen – oftmals kann man nur die Temperatur von kalt nach warm regeln, als Menge kommt dann der volle Strahl aus der festmontierten Brause.
  • Waschmaschinen – An sich waschen sie eher schlecht, aber interessant ist, dass sie meist einen Warmwasseranschluss haben. Damit verlagern sie die Wassererwärmung vom ineffizienten Stromheizer zum günstigen, lokalen Warmwasserbereiter, der eventuell günstig und effizient mit Gas heizt.
  • Herde – sie sind riesig, müssen im Ofen also mehr Raum heizen und haben ihre Regler meist über den heißen Töpfen/spritzenden Pfannen an der Rückseite – Obacht!
  • Höhergelegte Pickups, die ein Trittbrett zum Einsteigen benötigen – wozu braucht der gemeine Amerikaner solch ein Auto?
  • High-Fructose-Corn-Sirup – ein Teufelszeug. Zuckerimporte sind auf Grund von Strafzöllen teuer und daher produziert man hier Zucker aus Mais. Der wird mit einfachen Verfahren in sehr Fruktose-haltigen Zuckersirup umgewandelt. Der macht Cola & Co. schön süß, aber den Konsument keineswegs satt. Damit ist die Umsatzsteigerung und das Übergewicht vorprogrammiert. Viele Produkte nutzen das nun als Werbung, dass sie ohne HFCS hergestellt wurden.

Das Leben auf Hawai’i…

Immer wieder gibt es Farmers Markets, auf denen mindestens frisches Obst und Gemüse verkauft werden. Die haben wir gern genutzt, um z.B. reife Papayas zum guten Preis zu kaufen. Leider gibt es keine Mangos, weil diese erst Ende des Sommers Saison haben, genauso wie Lilikoi – Hawaiianisch für Passionsfrucht/Maracuja. Ansonsten ist es natürlich recht teuer hier. Zum Einen, weil Lebensmittel in den USA allgemein recht teuer sind (die Gehälter sind aber auch dementsprechend höher), zum Anderen, weil vieles nach Hawai’i gebracht werden muss. Naja, und weil der Tourist mit Geld herkommt und es bezahlt 😉
So ganz sicher sind wir uns des „Aloha-Spirits“ auch nicht – irgendwie muss am Ende auch der Hawaiianer sein Geld verdienen, um Haus und Hof zu ernähren und ist hier nicht im Dauerurlaub. Schilder, die selbigen proklamieren, gibt es jedoch zu Hauf in jedem Souvenirladen 😉
Wenn es um‘s Surfen geht, ist der Einheimische natürlich ganz vorn mit dabei – vor, während, nach der Arbeit, so kann man sein können Perfektionieren. (Unsere Hoffnung liegt auf Australien… 😉 ) „Surf“ ist das Englische Wort von Welle – wie kann man diese also „reiten“? (Alles hier beobachtet)

  • Nur mit dem Körper – Bodysurfing. Die wohl ursprünglichste Art des Surfens
  • Mit dem Brett auf der Welle – Surfing
  • Mit dem Bodyboard, liegend oder teils sogar kniend von der Welle weg/durch die Welle durch, meist mit kleinen Flossen an den Füßen – Bodyboarding (das machen die Profis)
  • Mit dem Boogieboard, welchen es günstig an jeder Ecke gibt. Das ist für den Anfänger im Spülsaum – Boogieboarding
  • Mit dem kleinen Brett (Skimboard) im Sand/Spülsaum gegen die Welle und dann mit dieser zurück auf den Sand – Skimboarding
  • Das ganze funktioniert auch mit dem Bodyboard (dann sollte man die Flossen am Strand lassen 😉 )
  • Als Windsurfer
  • Als Kitesurfer
  • Und falls all die Varianten langweilig werden, kann man noch sein Surfboard mit einer Tragfläche tunen und „Foiling“ betreiben. Dabei hebt die Tragfläche das Surfboard, Windsurfboard oder Kiteboard aus dem Wasser und man fliegt regelrecht – das ist wohl besonders bei wenig Wind / kleinen Wellen vorteilhaft wegen der geringen Reibung.
  • Und wenn das immer noch alles Kinderkram ist, schnappt man sich sein „Outrigger“-Kanu und paddelt in die Welle, dreht das Kanu und surft zurück Richtung Strand. Das gibt Oberarme!
  • Und wer alles oben genannte nicht kann, setzt sich an den Strand und schaut zu 🙂

Wer zu den Menschen mit Behinderung gehört, wird auch hier gut behandelt. So gibt es überall extra ausgekennzeichnete „Accessible“ Parkplätze, selbst bei den Ladestationsparkplätzen bei Safeway gibt es einen „Ladestationsbehindertenparkplatz“. Wir waren mal an einem schönen, über eine Treppe erreichbaren Ausblick – sogar hier gab’s einen entsprechenden Behindertenparkplatz 😀 Toiletten sind meist entsprechen zugänglich und sogar entsprechende Dixieklos gibt es (lassen wir mal die Hygienediskussion auf Dixies außen vor…)
Als solventer Tourist kann man hier in unzähligen Restaurant essen. Die bekannten Fastfoodketten sind überall vertreten, es gibt Seafood und amerikanisch – sprich Mittags Burger/Sandwiches und abends eine komplett andere Karte. Der gemeine Amerikaner scheint auch gern an der Bar sein Essen zu sich zu nehmen, sobald es sich füllt, bleibt auch die Bar nicht leer. Und er isst gerne zeitig. Wenn wir kurz nach 12 in ein überfülltes Restaurant kamen, mussten wir nur kurz warten, bis bereits die ersten Tische wieder frei wurden. Auch zum Abendessen sollte man ohne Reservierung am besten deutlich vor 18 Uhr gehen, um nicht warten zu müssen. Und am Ende wird gleich auf der Rechnung ein Trinkgeld von 15, 18 oder 20% vorgerechnet.
Wenn es mal kein Restaurant sein soll, hat sich die Kultur der Foodtrucks hier schon weit verbreitet. Diese sind meist von Mittags bis Abendbrot (oder bis Ausverkauft) geöffnet und bieten leckere Speisen von Tacos, über Gegrilltes bis Asiatisch an. Und zahlen kann man überall mit Kreditkarte auf dem iPad – die Quittung kommt dann Postwendend per e-Mail.
Zu Hause/im Ferienhaus schmeißt man gern den Barbecue an und ein ordentliches Stück Rinderfilet drauf. Teils gibt es sogar frei nutzbare Gasgrills in den Wohnanlagen, denn mit Kohle grillen hier nur die Outdoorabenteurer im abgeschiedenen Waldcampingplatz.
Uns hat das Leben hier sehr gut gefallen. Wir waren natürlich viel unterwegs und so weit es ging auch täglich am Strand, die hier eigentlich immer öffentlich und zugänglich sind, auch wenn ein großes Hotel davor steht.
Hawai’i ist im Gesamtpaket ein Paradies mit geordneten, amerikanischen Verhältnissen – nur leider etwas weit weg.

Offene Fragen

  • es gibt keinen Quark, aber Cheesecake überall
  • Warum hatte nur eine unser 6 Hawai‘i-Unterkünfte eine Klimaanlage, wenn es doch im Sommer so warm wird?
  • Ist der Amerikaner gar nicht Lärm-empfindlich?
    • Auf Maui wurden morgens um 7 mit dem Motorgebläse die Blätter vom Weg gepustet
    • Auf Kaua‘i kam morgens halb 5 die Müllabfuhr ins Gebiet, inkl. Piepsendem Rückwärtsgang
    • Häuser und Campingplätze an stark befahrenen Highways
    • …vielleicht ist das auch der Grund, warum der Coqui-Frosch noch nicht bekämpft wurde

Wasser von oben und von unten

Den Montag vertrödelten wir bei Regen im nahen Shopping Village und kurz auf dem Farmers Market. Dort erstanden wir die sehr leckeren Strawberry Papaya – die etwas röter und noch süßer ist als die normale. Papaya peppt übrigens seit Wochen unsere morgendlichen Haferflocken auf.
Abends wurde das Wetter besser und wir verbrachten ihn wieder am Poipu Beach inklusive wunderschönem Sonnenuntergang und Schildkröten und Mönchsrobben. Erstaunlich wie gewöhnt wir schon daran sind, dass ein Stück Strand abgesperrt ist und man ganz selbstverständlich neben den Tieren plantscht.
Da unsere Catamaran Tour an der Napali Coast ja leider wetterbedingt ausfiel, fuhren wir heute nach Hanalei um dort mit eigener Muskelkraft den Hanalei River im Kayak raufzufahren. Der Fluss ist sehr ruhig und es klappte gut und ohne Stürze ins Wasser. Das einzig gefährliche war mit dem iPhone Bilder zu machen ohne dass es ins Wasser fällt. Aber wir wollten diese andere schöne Perspektive auf Kauai gerne festhalten. Zudem haben wir endlich die oft angekündigte Nené Ente gesehen. Und nicht nur eine, sondern mindestens 10. Nach einem weiteren sehr leckerem Shave Ice, ging es noch an den Anini Strand zum baden. Da es durch das weit draußen liegende Riff spiegelglatt war, ging sogar Laura richtig rein. Wir Erwachsenen sahen beim Schnorcheln nochmal Schildkröten neben uns schwimmen – nach wie vor magisch.
Mit dem Regen packten wir unsere Sachen. Es wollte ja noch ein Geburtstagskuchen gebacken werden.

Kaua’i Osten und Norden

Am Samstag hatte uns der Regen erwartungsgemäß wieder eingeholt. Wir verbummelten den Vormittag im Ferienhaus und aßen gut in einer nahen Pizzeria in Koloa. Von da ging es dann gen Osten. Bei den Wailua Falls regnete es schon nicht mehr und so ging es zum Spielen in den Lydgate Park und zum kleinen Fuji Beach in Kapa’a. Dort lag wieder eine Mönchsrobbe in der Sonne und das Wasser war seicht.

Ostersonntag war der Osterhase im Ferienhaus unterwegs, bevor wir nach Norden aufbrachen. Es war wolkig, aber zum Glück regenfrei und so konnten wir die zahlreichen Ausblicke und Anblicke ohne Schirm genießen. Darunter den Sleeping Giant, King Kong Fels und das Kīlauea Lighthouse. Im niedlichen Hanalei aßen wir unseren 15./16. Burger. Und fuhren dann die Sackkasse zur Napali Coast weiter. Wir staunten bei der Dry und Wet Cove und dann waren wir auch schon am Ke‘e Beach. Endstation für die Autos und Beginn des Kalalau Trails – 11mi entlang der Napali Coast. Spontan wanderten wir (in Flip Flops) die erste halbe Meile zu einem tollen Aussichtspunkt. Da unsere Bootstour aufgrund von anhaltendem Regen/Wellen nun endgültig abgesagt ist, sind wir froh noch einen Blick auf die Napali Coast geworfen zu haben. Sehr beeindruckend.
Die Kinder liefen super mit auf diesem Abenteuer und danach hatten wir uns ein typisches Rainbow Shave Ice auf Macadamia Eis verdient.

Sonnige Garteninsel und Waimea Canyon

Mittwoch morgens 6:15 Uhr verließen wir mit Sack und Pack unser Ferienhaus. Der Kona Flughafen ist klein und niedlich und die Wege kurz. Dennoch sind wir froh, dass wir die Prozedur Koffer packen, Mietwagen wegbringen, Einchecken und Sicherheitskontrolle nur noch zweimal machen müssen. Aus dem Flieger hatten wir schöne Ausblicke auf Big Islands Westküste und dann auch Maui und Oahu. Nach 42 Minuten setzten wir dann in Kauai auf, welches uns mit Sonnenschein empfing. Da wir zeitig dran waren und noch nicht in unser Ferienhaus konnten, besorgten wir uns Mittag (mal wieder Poké für uns Erwachsene) und picknickten an einem nahegelegenen Strand. Dieser war sehr schön in einer Bucht mit Palmen. Wir wunderten uns, dass er so leer war. Nach 5 Minuten wussten wir warum – nicht nur dass eigenartige Dauercamper dort unterwegs waren. Es kam auch jede Minute ein Flugzeug oder Helikopter vorbei. Naja für die Mittagspause war es genau richtig. Danach gab es einen kurzen Lebensmitteleinkaufszwischenstopp inkl. sehr hochwertigem Shaved Ice.
Auf dem Weg zum Ferienhaus machte die „Garteninsel“ ihrem Name alle Ehre und wir fühlten uns gleich wohl. Dazu trägt auch unsere Unterkunft bei. Diese liegt zusammen mit ähnlichen Häusern in einem kleinen Krater. Zum Poipu Beach
sind es weniger als 5 Minuten mit dem Auto. Dort gibt es mit dem Baby Beach einen geschützten Bereich, wo auch Kinder gut schwimmen können, einen Spielplatz und tolle Sonnenuntergänge. Wir hatten mal wieder Glück und sahen gleich am ersten Abend eine Mönchsrobbe im Sand ruhen.

Gestern erkundeten wir ein wenig den Süden. Wir schauten uns per Vorbeifahren Poipu und Koloa an, sahen das Blowhole (Wasserfontäne bei jeder Welle aus einem Loch im Gestein), liefen über die Hanapepe Hängebrücke (aufregend, da altersschwach) und genossen den Salt Pond Beach. Zum Mittag gab’s Tacos vom nahen Foodtruck und eine vorbeischwimmende Robbe nur 2m vom Spülsaum.
Dann ging es mit der schlafenden Rückbank zum nächsten großen Highlight unserer Reise: dem Waimea Canyon. Im Reiseführer wurden unzählige “Jaw dropping Lookouts” (Kiefer aufklappende Ausblicke) beschrieben und tatsächlich waren sie alle(!) atemberaubend. Zum Ende der 18 Meilen Sackgasse, gab es noch einen Vorgeschmack auf die Napali Coast, welche wir noch vom Boot aus betrachten wollen.
Auf dem Rückweg hielten wir noch am Glass Beach. Dieser liegt wenig malerisch in einem Industriegebiet, aber glitzert mit kleinen Glasteilchen, welche von Flaschen-und Autoglas-Müll ins Meer gespült wurden. Diesen ereignisreichen Tag beendeten wir in Brennecke’s Beach Broiler mit einem teuren, aber leckeren Abendessen. Nach soviel Aktion am Donnerstag, ließen wir es gestern ganz ruhig angehen. Pool am Vormittag und Strand am Nachmittag.

Letzter wunderschöner Tag auf Big Island

Dienstag verbrachten wir noch einen wunderschönen letzten Tag auf Big Island. Wir fuhren nach Nordwesten auf die Saddle Road zum Mauna Kea. Dieser ist wie der Schwester Vulkan Mauna Loa über 13000 Fuß hoch. Allerdings kommt man ohne Geländewagen nur bis zum Besucherzentrum auf 2800m hoch. Und zurzeit ist wegen Schnee danach sowieso gesperrt. Dort oben war es gleich mal 10 Grad kühler und es wehte ein stürmischer Wind. Wir erkletterten trotzdem einen nahen Hügel und hatten eine wunderbare Aussicht auf das Tal zwischen den beiden Vulkanen.
Zurück am Wasser war es immernoch sonnig und diesmal konnten wir den Bilderbuchstrand Manini Owali auch mal testen und nicht nur im Regen anschauen. Er war ziemlich voll, aber der Sand sehr hell und fein und das Wasser kristallklar. Die Wellen waren toll fürs Boogie Boarden. Das war ein toller Abschluss bevor es am nächsten Tag auf unsere vierte Hawaii Insel ging.

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