Rückkehr nach über 6 Wochen

Vom Pool im Hotel ging es runter zu unseren Koffern und ab zur MRT. Wir hatten die U-Bahnstation direkt vor der Tür und Mathias wollte im Osten gern noch ein wenig seine alte Wohngegend aus der Bahn beobachten. Die Fahrt ging auch ganz problemlos. Allgemein war die Fahrt mit der MRT in Singapur sehr einfach. Wir hatten alle eine Kreditkarte zum ein- und auschecken und kamen damit flott durch die Schranken. Die Fahrten waren nicht sehr teuer und Kinder bekommen nur bis 7 Jahre ein Rabatt, sodass wir hier auch keinen Nachteil erfuhren.
Am Flughafen zogen wir uns dann erstmal noch frische T-Shirts und lange Hosen an, um für den langen Flug gewappnet zu sein. Wir konnten schon vor 19 Uhr unser Gepäck einchecken, obwohl der Flug erst für 0:30 Uhr geplant war. Nur noch mit unseren Rucksäcken beladen gingen wir erstmal in „The Jewel“. Das ist eine Shopping-Mall direkt am Flughafen, mit riesigem Indoor-Wasserfall und einem Food Court. Den Wasserfall bestaunten wir natürlich zu erst und dann trieb uns der Hunger der Kinder ins 2. Untergeschoss zum Abendessen. Selbst hier am Flughafen gab es einen normalen Food Court mit recht normalen Preisen. Die Kinder entschieden sich zum Abschied für „normale“ Sandwiches von Subways und die Erwachsenen nutzen die letzte Chance auf lokales Essen.
Als wir fast fertig mit Essen waren kam Colin noch dazu. Er war ein Kollege von Mathias, als er 2006 hier arbeitete. Wir hatten Colin zuletzt in Singapur getroffen, als wir mit Florian als Baby hier Zwischenstopp auf dem Weg nach Neuseeland gemacht hatten. Die Wiedersehens-Freude auf beiden Seiten war groß und es wurde ganz viel gequatscht. Wir gingen dann zusammen zu den Wasserfällen, wo 21 Uhr auch eine Lichtershow gezeigt wurde.
Mit einem Erinnerungsselfie verabschiedeten wir uns von Colin und wechselten in den internen Bereich des Terminals.

Interessanterweise wurde zunächst nur unser Boarding Pass und Ausweis gecheckt und wir in der Passkontrolle ordnungsgemäß aus Singapur entlassen. Die Security/Taschenkontrolle fand dann erst später am Gate statt.
Die Wartezeit am Ende wurde immer anstrengender. Schließlich hatten wir noch mit der Zeitverschiebung von Darwin zu kämpfen und gingen allgemein zuletzt nicht sehr spät ins Bett. Doch mit etwas Videoablenkungen schafften wir es ohne Zwischenfälle ins Flugzeug, wo dann auch bald die Augen zufielen.
Wir verließen Singapur recht pünktlich und kamen nach 12,5 Stunden Flug überpünktlich in München an. Schlafen im Flugzeug ist ja allgemein schon nicht so einfach. Wenn man, wie Denise, dann noch zwei unruhige Kinder an der Schulter schlafen hat, wird es noch um einiges schwieriger. Mathias hingegen hatte einen Gangplatz in der Mittelreihe und konnte dank ruhigem Nachbar halbwegs schlafen.
Nach gut einer Stunde ging es dann gleich weiter mit dem Flieger nach Berlin, wo wir auch pünktlich landeten. Unser Gepäck kam schnell aufs Band und so saßen wir schon nach einer halben Stunde im Taxi auf dem Weg nach Hause.
Dort erwarteten uns schon Mathias Eltern mit allerlei Essen, um uns den ersten Tag so einfach wie möglich zu machen. Wir aßen am Ende sogar erst kurz vor 12 Uhr Mittag – dann mit großem Hunger und machten danach ein ausführliches Mittagsschläfchen. Das Aufstehen nach 1 bis 1,5 Stunden fiel uns alles andere als Leicht. Die 6 Stunden Zeitverschiebung sind nicht zu unterschätzen.
Abends hielten Denise und die Kinder sogar bis ca. 20 Uhr durch und fielen dann müde ins Bettchen. Nach etwas mehr als 6 Wochen war es schön, wieder seine eigene Matratze, seine eigene Bettdecke und frische Luft vom offenen Fenster zu haben.

Fazit

In den gut 6 Wochen erlebten wir unheimlich viel. Eigentlich verging kein einziger Tag ohne tolle Erlebnisse, Unternehmungen oder Abenteuer.
Wir waren in Japan sowohl in der Megastadt als auch auf dem Dorf im Hinterland. In Sydney besuchten wir unsere 2. Heimat und trafen Freunde im kühlen Winter. In Australiens Top End gingen wir auf Tuchfühlung mit den Aborigines und dem echten Outdoor-Abenteuer. Singapur bot uns leckeres Essen und Großstadtdschungel. Die Zeit kam uns sehr lang vor. Vor lauter neuer Eindrücke verschwimmen schon wieder die Erinnerungen aus die Anfangszeit – zum Glück haben wir alles im Blog ausführlich dokumentiert (in 41 Beiträgen, um genau zu sein). Nun bräuchten wir eigentlich erst einmal Urlaub um die 6 Wochen gedanklich zu verdauen 😉

Damit endet die Berichterstattung aus Fernost. Es war uns eine Freude, euch virtuell mitzunehmen und von unseren Abenteuern zu berichten. Vielen Dank an alle Mitlesenden und bis zum nächsten Abenteuer!

2 Kommentare

  1. Heike

    Schön, daß Ihr wieder heile gelandet seid.
    Das virtuelle Reisen mit Euch war sehr interessant, danke

  2. Kerstin & Lutz

    Hallo,
    ihr müsst die 6 Wochen erst einmal „verdauen“ und wir sind durch unseren Urlaub ins Hintertreffen beim Lesen gekommen. Wir bleiben dran!

    Willkommen zu Hause!