Kategorie: Russland

Unterwegs von Moskau nach St. Petersburg 2009

Zurück in Berlin

Nach dem wir nun schon wieder mehr als eine Woche zurück sind, wollten wir uns doch wenigstens noch zurück melden… Der Flieger hat uns gut und fast pünktlich zurück nach Tegel gebracht. Die Maschine war deutlich voller als die Maschine nach Moskau und voller deutscher Touristen, u.a. auch eine bayrische Rentnergruppe, die uns am Vortag gerade erst im Peterhof über den Weg lief – die Welt der Touristen ist schon klein 😉

Hier noch ein paar abschliende Eindrücke aus Russland:
– in Moskaus Innenstadt fahren viele teure Autos, doch auch hin und wieder ein Dacia oder Lada
– ein Lada in St. Petersburg hat an der Neva mit Knall und Feuer den Geist aufgeben und musste dann weitergeschoben werden 😀
– historische Gebäude wurden mit viel Aufwand restauriert und nun erhalten
– Geld für Straßen scheint hingegen Mangelware zu sein – bei so vielen Schlaglöchern ist sie fast schon wieder eben
– eigentlich sind sie doch ganz hilfsbereit, wenn man nicht in jedem Russen einen Bösewicht sieht und es zumindestens mit Russisch versucht
– in Innenstädten werden Geschwindigkeitsregeln regelmäßig ignoriert, vom Peterhof zurück ging es z.B. mit 90 km/h im Minibus
– die Russen haben eine gute, grundständige Küche
– und natürlich trinken sie gerne einen Vodka und haben in der Getränkekarte eine gute Auswahl an verschiedenen Sorten, gemessen in Gramm – kleineste Abgabemenge 50g, geschätzt ein Doppelter :betrunken:
– doch auch Kriminalität gibt es in St. Petersburg – Mathias wurde bei EINEM Herabsteigen in die Metro zwei Mal bedrängt und um seine Fernbedienung für den Fotoapparat erleichtert :[

Und hier gibt es noch ein paar Bilder:

Russlands Versailles

Am gestrigen Donnerstag wollten wir puenktlich um 11Uhr das Tragflaechenboot zum
Peterhof einige Kilometer im Westen Petersburg nehmen. Allerdings hatte sich das
Wetter stark verschlechtert und es herrschte Sturm auf der Ostsee – so fuhr
leider auch kein Boot 🙁
Vorm Anleger quatschte uns dann gleich ein dubioser Fahrer an, der uns erst ins
Auto haben wollte um uns dann zu sagen wie teuer das ist!? Letztendlich
offerierte er uns einen Preis von 60Euro *wucher*
Wir versuchten unser Glueck bei der Touristeninformation an der Eremitage.
Schoen dass dort dann Englisch gesprochen wurde – gibts hier doch erstaunlicher
Weise sehr selten – so erfuhren wir den Weg zum Peterhof mit Oeffentlichen. Da
wir sowie nichts besseres vorhatten dachten wir wir probieren einfach wie weit
wir mit Metro und Bus und unseren rudimentaeren Russischkenntnissen kommen. Die
Fahrt im kleinen Minibus durch die Aussenbezirke von Petersburg war dann sehr
interessant und wir wurden am Peterhof abgesetzt. Damit haben wir fuer eine Tour
statt per Schiff 700Rubel nur 140Rubel gezahlt. Leider im Nieselregen und Wind
spazierten wir dann ersteinmal durch den wunderschoenen Schlosspark direkt am
Meer und mit unzaehligen Wasserspielen. Durchgefroren goennten wir uns dann
voellig ueberteuerte russische Suppen (Soljanka und Borschtsch). Gestaerkt
gingen wir ins Innere des Schlosses. Wo wir ausnahmsweise bei der Frage am
Ticketschalter ob wir Studenten seien zoegerten und prompt eine Eintrittskarte
zum Studentenpreis bekamen. Das haetten wir mal oefter tun sollen ;-). Im
Uebrigen gibts es hier immer getrennte Kassen fuer Russen und Auslaender – wir
bezahlen ca. 3x soviel. Und an der Gardrobe wurden wir wieder fuer eine
gefuehrte Tour durchs Schloss angesprochen. Diesmal entschieden wir uns fuer die
einstuendige private Tour auf deutsch fuer 20Euro. Und auch hier sind wir froh,
dass wir das gemacht haben. Unser Guide erzaehlte uns viel interessantes zu den
prunkvollen Schlossraeumen, die groesstenteils nur Nachbildungen waren.
Schlussendlich waren es sogar fast 1 1/2Std. Fuehrung und wir fuhren wieder
zurueck in die Innenstadt. Dort suchten wir uns noch ein typisch russisches
Restaurant, assen Steak Stroganoff und Schaschlik sowie Vareniki mit Kirschen
und tranken auch ganz klassisch ein Glaeschen Wodka 😀
Beschwingt gings dann ins Hotel.
Heute morgen um 12Uhr haben wir ausgecheckt. Interessant dass wir den
Rechnungsbetrag laut unserer Buchung (hatten wir zum Glueck ausgedruckt)nennen
sollten. Da haetten wir mal richtig bescheissen koennen. Naja, tun wir ja aber
nicht. Ausserdem war das Minihotel bis auf die nicht vorhandenen
Englischkentnisse des Personals ja sehr gut.
Gerade eben haben wir uns dann wieder mit den Oeffentlichen zum Flughafen
durchgekaempft und warten nun auf unseren Flieger.
Wir sagen „Doswidanija“ Russland, es war teuer aber sehr sehr schoen.

Soweit uns unsere Fuesse tragen

Liebe Leser, hier nun die Berichterstattung von gestern und heute. Nach einem
erholsamen Schlaf und einem annehmbaren Fruehstueck machten wir uns am Dienstag
auf eine umfassende Tour durch die Sehenswuerdigkeiten der Moskauer Seite von
St. Petersburg. Hier mal kurz die bedeutensten aufgezaehlt: Kusnetschij Markt,
Einkaufszentrum Gostinij Dwor, der Petersburger Kudamm „Newski Prospekt“, die
Auferstehungskirche, der Sommergarten, die Newa, die Erimitage und den
Schlossplatz. Zwischendurch nutzten wir das schoene Wetter (sonnig, 12Grad) und
machten gleich eine Bootstour durch die kleinen Kanaele.
Mit schmerzenden Fuessen kehrten wir dann in eines der kleinen schicken Cafes
zum Abendbrot ein. Auf dem Rueckweg gegen 22Uhr kamen wir dann an der
Isaaks-Kathedrale vorbei und sahen Leute auf der Kuppel rumlaufen. Spontan
kauften wir uns fuer ca. 8euro pro Nase fuer die verbleibende halbe Stunde bis
Schliessung ein Ticket. Und dieses Geld hat sich wirklich gelohnt denn wir kamen
genau richtig zu einem atemberaubenden Sonnenuntergang ueber Petersburgs
Daechern. Ja ihr habt richtig gelesen – Sonnenuntergang um 22Uhr, so ist das
wenn man auf dem gleichen Breitengrad wie die Suedspitze Groenlands ist 🙂
Dann fielen wir wie Steine ins Bett um dann heute erst gegen 12 aus dem Haus zu
kommen 😉 Aber wir hatten uns fuer heute auch nur die kleinere Pedrograder
Seite vorgenommen. Neben einem schoenen Spaziergang an der Newa und vielen
schoenen Gebaeuden gabs heut dann erstmal nichts, denn gegen 17Uhr wollten wir
schon wieder zurueck im Hotel sein – zum Aufbrezeln fuers legendaere Mariinsky
Theather. Dort schauten wir uns ganz klassisch das Ballett „Schwanensee“ an. Wir
sind immernoch ganz beseelt von der Musik, dem Ambiente und den Taenzen.
St. Petersburg ist wirklich eine sehr schoene Stadt – zumindest koennen wir das
von der Altstadt sagen. Die vielen Gassen und Kanaele erinnern fast an Venedig
nur besser erhalten und sauberer.
Und auch heute freuen sich unsere Fuesse auf die paar Stunden Schlaf – denn
morgen wird sicher nochmal viel gelaufen. Wir wollen mit dem Boot zum Peterhof,
dem russischen Versailles, welcher etwas ausserhalb der Stadt liegt.

Von der Moskva an die Newa

Gestern morgen sind Mathias und ich um die Ecke in einem kleinen Laden fuers
Fruehstueck einkaufen gewesen. War spannend, da die Produkte nicht zum selbst
nehmen im Regal lagen sondern es schon einige Kommunikation mit der murrigen
Verkaeuferin verlangte. Aber schlussendlich hatten wir alles was wir wollten 🙂
Generell ist Moskau bei allem sehr teuer ausser beim Metrofahren.
Nach dem Fruehstueck sind wir noch ein wenig im Zentrum herumgelaufen, haben uns
Fahrtverpflegung gekauft und gepackt. Dann verabschiedeten wir uns von Boris (
Noch einmal vielen Dank!) und fuhren zum Bahnhof. Dort sahen wir auf der
Anzeigetafel, dass der Zug erst gegen 23Uhr ins St. Petersburg ankommen sollte –
d.h. 7 1/2 Stunden Zugfahrt. Wir fuehlten uns uebers Ohr gehauen, da es beim
Kauf am Schalter hiess, dass wir halb neun da waeren. Allerdings haetten wir bei
genauerem Hinsehen auf den Tickets die 23:09 sehen koennen. Naja war im
Endeffekt nicht so schlimm, da wir ja noch laengere Fahrtzeiten aus Vietnam
gewohnt sind und weil wir ab 21Uhr ca. 2 Stunden einem wunderschoenen
Sonnenuntergang hinterherfuhren. Womit die gute Dame vom Schalter allersdings
recht behielt war, dass der Zug kompfortabler war – riesige Sitzabstaende, Film,
sauber und angenehme Mitreisende. Wir koennen also nicht von schlimmen
russischen Zuegen berichten 🙂
Schlimm wurde es dann allerdings nachts bei der Ankunft in St. Petersburg – wir
fanden unser Hotel nicht! Wir waren genau an dem Punkt den Google uns ausgegeben
hatte und da standen nur 2 Altbauten in Renovierung an denen nirgends der
Hotelname stand. Wir wussten aus dem Internet, dass es sich um ein MiniHotel in
einem Wohnhaus handelt aber sahen es nicht. Ich rief dann im Hotel an aber die
junge Frau sprach gar kein Englisch. Ich legte wieder auf und sammelte mir aus
den Woerterbuechern den gleichen Text auf russisch zusammen. Ich wollte gerade
nochmal mein Glueck versuchen als uns ein Einheimischer zu Hilfe kam. Der Sprach
allerdings auch kein Englisch, verstand aber durch unseren Reservierungsbogen
was wir suchten. Er meinte, dass wir schon richtig seien aber konnte auch nicht
genau sagen wo der Eingang ist. Er ist dann kurz weg um sein Handy zu holen und
rief dort an. Dann deutete er dass wir mitkommen sollen. Unsere Freude, dass uns
jemand hilft wurde schnell durch ein mulmiges Gefuehl ersetzt, als wir in dunkle
einsame Hinterhoefe abbogen. Wollte der uns ausrauben? Hatte er womoeglich als
er weg war nur seinen Kumpels Bescheid gegeben? Unsere Erleichterung war riesig
als wir vor dem Eingang mit dem winzigen Schild „Avtograf“ ankamen. Der
Hauseingang und -flur waren mehr als schaebig aber als sich die Tuer zum
Minihotel oeffnete waren wir erstaunt. Auch das Zimmer ist total sauber und
stylisch. Mit kleinem LCD TV, tollem Bett und schoenen Moebeln und ner
Wellness-Dusche. Obwohl das Haus direkt am Bahnhof liegt, schliefen wir dank
unseres Zimmers zum Hof hinaus wunderbar.
Dann kann jetzt unser erster Tag in St. Petersburg beginnen.

Und alles was glaenzt ist doch gold…

Gestern funktionierte das Internet bei Boris nicht, deshalb gibts erst heut den
Bericht von unserem Kreml-Besuch am Sonntag.
Fuer russische Verhaeltnisse ganz frueh (um 11Uhr) standen wir schon an der zu
dieser Zeit kurzen Kassenschlange vorm Kreml. Dort zahlten wir dann unsere 2100
Rubel fuer die Besichtigung der Ruestkammer und der Kathedralen. Dass das dann
umgerechnet fast 50Euro waren, war uns erstmal nicht bewusst. Im nachhinein muss
man allerdings auch sagen, dass es sich gelohnt hat.
Denen die sich den Kreml bis jetzt auch eher kahl, kuehl und mit dicht
gedraengten grauen Haeusern vorgestellt haben, sei gesagt – es ist genau das
Gegenteil. Der Kreml ist eine weitlaeufige begruente Anlage mit huebschen
Zwiebelkathedralen und Gebaeuden. Die Kathedralen waren allerdings von aussen
meist schoener anzusehen als sie von innen interessant waren – naja wir haben es
auch nicht so mit Ikonen und Fresken 😉
Dafuer war die Ruestkammer (die meiner Meinung nach eher Schatzkammer heissen
muesste) mit all dem Schmuck, Waffen, Kleidern und Kutschen, das beste Museum
was wir je besucht haben! Unser Audioguide auf deutsch fuehrte uns 1 1/2 Stunden
durch 9 Saele. In jedem Raum gab es bestimmte „Schaetze“ zu sehen – alle
zusammen von unschaetzbar hohem Wert. Die verzierten Schwerter, die bestickten
Ballkleider, die Kronen und Throne wurden durch tausende goldene und silberne
Gefaesse und Figuren ergaenzt. Wir haben uns gefragt warum wir bisher nie so
schoenen Prunk gesehen haben – kein Wunder, die sind alle hier im Kreml 😉
Aber tatsaechlich fuehrte wohl ein frueher Herrscher ein, dass alle Gaeste
Geschenke mitbringen mussten – und die uebertrafen sich staendig selbst.
Besonders interessant fanden wir die fruehe Form der Ueberraschungseier –
goldene mit edelsteinen besetzte Eier mit Inhalt z.B. einer klitzekleinen
goldenen Eisenbahn. Ich fand ja die Kutschensammlung am besten – ich hatte
irgendwie nicht geglaubt dass es die Maerchenkutschen mit riesigen Holzraedern,
vergoldeten und verzierten Kabinen mit Samtbezug wirklich gegeben hat. Hach, ich
komm schon wieder ins schwaermen. Fuer alle die Moskau besuchen ist die
Ruestkammer jedenfalls ein Must have! 🙂
Nach dem kulturellen Teil schauten wir uns dann noch 2 Nobeleinkaufspassagen an
und brauchten dann erstmal ein Nachmittagspaeuschen. Am spaeten Abend machten
wir uns dann doch nochmal fuer schoene Nachtbilder zum Roten Platz. Unser
Favorit und Wahrzeichen von Moskau ist uebrigens die Basiliuskathedrale mit
ihren schoenen bunten Zwiebeltuermen. Auch wenn wir sonst eher keine
Souvenirjaeger sind, von dieser haben wir uns ein kleines Abbild mitgenommen.

Bliny, Kreml und Moroschenoje

Moskau Samstag 9.Mai, Sonne 25Grad

Mit schmerzenden Fuessen sind wir gerade wieder in Boris Appartment
angekommen…
Heute morgen ging es schon relativ frueh los, da sich Boris noch kurz zu einer
Uebergabe mit Annett (auch von BSP und beginnt jetzt ein Auslandsjahr) treffen
wollte. Da bemerkten wir schon das Chaos, das der 9.Mai hier mit sich bringt.
Der „Tag des Sieges“ des 2.Weltkrieges ist hier der groesste Feiertag und wird
mit Militaerparaden und in riesigen Menschenmassen gefeiert. Da Boris Wohnung
fast direkt am Hauptschauplatz liegt, musste wir einen riesigen Umweg wegen
diverser Strassensperren(oft durch Nutzfahrzeuge) nehmen. Die Parade selbst
sahen wir uns dann aber doch im Fernsehen an, da absolut kein rankommen war. Wir
nahmen Annett und ihren Freund mit in die Wohnung zum fruehstuecken und hatten
das Glueck bei der Flugschau sozusagen in der 1.Reihe dabeizusein, da die
Kampfflieger direkt vor den Fenstern vorbeikamen. Eine Freude fuer die Maenner
😉
Gestaerkt trafen wir uns dann mit unserer heutigen Stadtfuehrerin Anastasia. Sie
ist ebenfalls eine Schering-Kollegin von Mathias. Boris verliess uns fuer eine
Shogi-Meisterschaft (japanisches Schach) und Annett+Alex schlossen sich uns an.
Es ging zu Fuss quer durch die Innenstadt -vorbei an mehren Plaetzen und Parks
mit Skulpturen, schoenen Gebaeuden und Kirchen, leckeren Cafes, dem Kreml (heute
erst mal nur von aussen), dem roten Platz und mehreren praechtigen
U-Bahnstationen. Zum Abendessen trafen wir dann beim Ukrainer wieder mit Boris
zusammen – da gabs dann endlich die typisch russische Borschtsch.
Unser Fazit fuer heute – die bisher gesehenen (ausschliesslich schoenen) Teile
von Moskau gefallen uns gut – hier koennte man es einige Zeit aushalten.
Ausserdem sind wir von den Cafes mit ihrer Moroschenoje (Eis) und den Blinys
(Eierkuchen) begeistert.
Mathias lernt fleissig die kyrillischen Buchstaben – ohne die man hier wirklich
manchmal aufgeschmissen ist 🙂
Die Verstaendigung laeuft bislang gut – vor allem deshalb weil unsere Begleiter
immer fuer uns uebersetzen 🙂 Trotzdem habe ich heute dann die Metro-tickets
selbst gekauft *stolz* Als es dann aber an die teuren Tickets fuer die Fahrt
nach St. Petersburg ging, haben wir doch Boris vorgeschickt.
Morgen werden wir allerdings dann ganz auf uns allein gestellt sein. Boris geht
wieder Schachspielen und wir schauen uns die russische Schatzkammer an.
Na dann, spokojnoi notschi!

Moskau da sind wir

Heute morgen ging es halb Neun mit der Regionalbahn nach Schönefeld – nur 9 Minuten Fahrt!

Im Flieger saßen fast nur Russen, dafür war er nicht sehr voll, sodass wir drei Plätze für uns beide hatten. In Moskau angekommen erwartete uns Boris mit Sonnenschein – mein ehemaliger Chef. Gemeinsam ging es etwa 20 Minuten mit dem Bus in Richtung Innenstadt bis zur Metro und weitere 20 Minuten bis zum Roten Platz (der laut der historischen Übersetzung „Schöner Platz“ hätte heißen müssen…). In Boris Apartment im 14. Stock mit Blick auf den Roten Platz angekommen, kamen wir natürlich aus dem Staunen nicht mehr heraus – was für eine tolle Aussicht! Der Hunger trieb uns dann stilecht in ein Vietnamesisches Restaurant 😉 Gestärkt für den Abend ging es zu Fuß noch durch die Gegend und über die beiden wichtigsten Einkaufsstraßen. Auf diesem Weg fielen uns schon die ersten Eigenheiten der Moskoviter auf:
– Die Damen tragen mit vorliebe High-heels
– Die Bewohner der Innenstadt zeigen ihren Wohlstand mit Hilfe großer deutscher Autos
– Manche Autos sind nicht mehr ganz TÜV-gerecht
– Auch die Busse sind nicht mehr die Neusten 😉
– Es ist sehr laut neben den Straßen
– Die Russen haben einen gesunden Patriotismus -> morgen, am 9.5. ist Nationalfeiertag, Sieg über Nazideutschland, und der wird groß gefeiert, sei es mit Schleifen an Taschen, Rückspiegeln oder dem Mercedes-Stern, Fahnen am Auto oder 4 großen Lettern an 4 Hochhäusern „9 май“

Als Abschluss des Spaziergangs machten wir noch einmal Halt in einem netten Café und bestaunen nun den nächtlichen Ausblick aus Boris‘ Apartment.
Morgen wird dann die große Militärparade hier um die Ecke vorbeilaufen und gegen Mittag treffen wir Anastasia, eine russische Kollegin, die uns weiter in Moskau rumführen wird.

Auf in neue Welten

Hallo ihr fleißigen Leser,

der alte Urlaub ist „erst“ ein gutes halbes Jahr her, nun steht schon der nächste Trip an: es geht nach Russland, genauer gesagt nach Moskau und St. Petersburg. Mathias‘ ehemaliger Chef ist beruflich nach Moskau gegangen und lud uns damals ein. Diese Chance wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und packen wieder unsere Koffer. Am Freitag (8. Mai) geht’s los und nach einer Woche (am 15. Mai) werden wir auch schon wieder zurückkehren.

Natürlich ist in den letzten Wochen schon einiges Organisatorisches gelaufen, so haben wir z.B. den Flug nach Moskau-Vnukovo und von St. Petersburg zurück gebucht, haben ein Visum beantragt und auch am Wochenende erfolgreich erhalten. Für Moskau brauchen wir zum Glück kein Hotel (schon mal ein Dank an Boris im Voraus) und für St. Petersburg ist schon ein Hotel reserviert. Gerade eben haben wir auch schon Tickets für Schwannensee im Mariinsky Theater in St. Petersburg gebucht. Und natürlich haben wir schon ausreichend Literatur, sodass jetzt nur noch die Koffer gepackt werden müssen und der Freitag kommen muss.

Hier werden wir hoffentlich wieder ein bisschen schreiben können, um unseren Urlaub direkt in elektronischer Form festzuhalten und wie gewohnt dem Rest der Welt von unseren Entdeckungen erzählen zu können. 🙂

Schöne Grüße und viel Spaß beim Lesen,
Denise und Mathias