Karfreitag klingelte uns der Wecker schon wieder vor dem Aufstehen raus und das, obwohl die Nacht mit Hundegebell und knarzendem Bett eher kurz war. 5:30 Uhr traf sich eine kleine Gruppe, um den nahegelegenen Hügel zu besteigen. Hier bot sich uns eine tolle Aussicht auf den Sonnenaufgang und einige Achtausender des Himalayas. Eine tolle Aussicht, während unten im Dorf die Hähne krähten und das Leben langsam in Schwung kam.
In der Dämmerung ging es losStufen auf den Hügel hinaufBandipur im MorgengrauenEtwas k.o. von der kurzen NachtMit Anapurna 2 im HintergrundAnapurna 2 und ManasluAbstieg zum Frühstück
Frühstück gab es auf der Terrasse mit tollem Ausblick, bevor wir kurz nach 9 Uhr wieder zum Bus liefen und die Serpentinen ins Tal hinabfuhren. Wir machten mittags einen Zwischenstopp in Pokhara, wo wir ein bisschen Freizeit hatten, die wir für einen Spaziergang am See und durch die Einkaufsstraße nutzen. Nach einer weiteren halben Stunde bogen wir auf eine Schotterstraße ab, die uns in einer guten halben Stunde wankend und rumpelnd nach Dhampus auf 1750m hoch brachte. In Pokhara „verloren“ wir zwischenzeitlich eine Mitreisende, die mit einer Magenverstimmung ins Krankenhaus ging. Sie kam uns dann mit einem Taxi hinterher.
Frühstück…… auf der TerrasseBereit für den Weg zum BusDer Arbeitstag beginntIn PokharaLeckere MinibananeSandpiste hoch nach DhampusWeg von einem Bagger versperrtDie Kette war abgerutscht
In Dhampus fanden wir ein tolles Hotel. Wir wollten auch gleich den Pool ausprobieren, doch die Temperatur war trotz der 30°C Lufttemperatur unter 20°C und für die Hälfte der Familie zu kalt… Frisch gekühlt ging es noch auf einen schönen 2-Stunden-Spaziergang / kleine Wanderung durch den Ort auf dem Berg. Zum Ende kamen dann noch die nahegelegenen (ca. 30km Luftlinie) Berge aus dem Dunst/den Wolken hervor. Zum Abendessen gab es eine lokale Spezialität: Chicken Nepali Khana/Thali – ein gemischter Teller mit Reis und verschiedenen Beilagen, wie Hähnchen, Linsensuppe, Kürbis und Mangold. Den großen schmeckte es sehr gut, den Jüngeren gut bis Ok.
Unsere Koffer wurden natürlich wieder für uns getragenElternzimmer…… mit toller Aussicht auf Mount FishtailDer Pool war sehr kaltEisernAmaryllis Rhododendron Linsen verlesenDie Küche der LinsenverleserinEine Hausspinne der LinsenverleserinGemüseverkäuferPrivatschuleBeim TelefonierenSonnenuntergang am HimalayaChicken Nepali Thali
Am Gründonnerstag trafen wir uns zu 7 Uhr zum Frühstück, um gegen 8 Uhr loszufahren. Es ging gen Westen aus Kathmandu raus. Der Verkehr war noch erträglich und bald erreichten wir einen Pass, der die offizielle Stadtgrenze sowie das westliche Ende des Kathmandu-Tals darstellte. Von da an ging es stundenlang über kurvige, mal schlechter und mal noch schlechtere Straßen in Richtung Bandipur. Der Guide meinte, die halbe Strecke wäre gerade Baustelle und in 2 Jahren alles fertig und eine vier-spurige Straße. So ganz konnten wir das nicht glauben… Der Verkehr jedenfalls hätte eine bessere Straße bitter nötig. Viele LKWs quälten sich die Berge hoch und runter, zwischendrin Autos, Motorräder und Gegenverkehr. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war kaum zu messen 😅 Aber unser Fahrer fuhr sehr defensiv und sicher, was uns gut gefiel. Zwischendurch gab es eine kleine Toilettenpause zum Beine vertreten und eine Mittagspause. Nach der Mittagspause gab es dann tatsächlich für eine halbe Stunde eine vierspurige Straße und weniger Verkehr. Die letzte halbe Stunde ging es Serpentinen hoch nach Bandipur. Zwischenzeit waren wir wohl runter auf 400m über dem Meeresspiegel, in Bandipur kamen wir wieder auf ca. 1100m Höhe an. Mittlerweile war es kurz vor 17 Uhr. Wir brauchten für die ca. 150km also gut fast 9 Stunden, inkl. Pausen 🐌
Morgens aus dem HotelPassagiere vorne, Koffer hintenErster Blick vom Boden auf den HimalayaSandpiste Unterwegs viele LadestationenBezahlt wurde nach %-Ladung: 9 Rupies pro % (ca. 5 €-Cent)Algen-SnacksViele bunte LastwagenPolizeikontrolleMittagsstopp Kleiner Zwischenstopp
Bandipur ist ein kleines Bergdorf (mit ganz vielen Hotels). Wir kamen in der Altstadt unter, die keinen Verkehr reinlässt. Das war natürlich sehr angenehm. Auch, dass unsere Koffer vom Hotelpersonal transportiert wurden und wir entspannt zu Fuß laufen durften. Wir machten dann noch einen netten Spaziergang durch und um die Altstadt. Es war herrlich ruhig und doch lebendig, besonders im Vergleich zu Kathmandu. Einheimische Kinder spielten auf den Straßen und beachteten uns gar nicht. Bevor wir 19:30 Uhr zum Abendessen einkehrten gab es mal 5 Minuten Stromausfall, aber das WLAN und Internet blieben stabil 😅 Den Abend ließen wir dann mit einer Runde Wizard und ganz viel Spaß ausklingen, während um uns herum die Geckos quietschten.
Spaziergang zum HotelAlte, niedrige HäuserZur Begrüßung gab es einen roten Punkt Zimmertür von außen verschlossen KinderzimmerElternzimmerBlick zur StraßeWie ist das WLAN Passwort?Bereit zum SpaziergangKurkuma wird getrocknetApothekeFriseurSpielende KinderBaustelleReis von Steinen befreienStockrosen Nepali KhaniWizard Abends recht hell dank Vollmond
Im Hinduismus glauben die Menschen an 5 Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum), wobei unser Guide „Ras“ das letzte Element immer als „Himmel“ bezeichnet. Diese haben wir heute hautnah erleben dürfen.
Los ging es es bereits vor dem Aufstehen. Der Eltern-Wecker klingelte 4:40 Uhr, was angesichts der Zeitverschiebung kein einfaches Unterfangen war. Auch die Nacht war erwartungsgemäß kein tiefer, durchgehender Schlaf, aber wir kamen gut aus den Federn. Denn um 5:15 Uhr fuhren wir in dezimierter Gruppe mit dem Bus zum Flughafen und starteten 6:15 Uhr zu einem Panoramaflug zum Himalaya und Mount Everest. Der Rundflug dauerte gut 50 Minuten und brachte uns dem Dach der Welt noch einmal ein ganzes Stück näher. Die Schnee-bedeckten Berge ragten imposant in die Höhe und der Mount Everest war in einiger Entfernung gut zu sehen. Unser Flieger hatte zwar eine 2-2 Bestuhlung, aber jede Reihe war links und rechts nur ein mal besetzt und einige Reihen mit verstelltem Blick blieben sogar ganz frei. So konnten wir entspannt auf Hin- und Rückweg zusammen am Fenster die Berge bestaunen. Allerdings kam angesichts des großen Fliegers und der allgemeinen Weite die massive Höhe des Himalayas weniger zur Geltung als gedacht. Beeindruckend war es trotzdem!
Mount Everest mit Lhotse
Wir waren gegen 8 Uhr zurück im Hotel und gingen erst mal entspannt und lecker Frühstück essen, bevor es 9:30 Uhr wieder los ging. Wir starteten den Vormittag wieder mit einem Spaziergang in der Altstadt, diese Mal jedoch an einer anderen Stelle. Zuerst trafen wir am Durban-Square auf den ehemaligen Königspalast, der bis 1940 bewohnt wurde. 2008 wurde die Monarchie in Nepal komplett abgeschafft. Einige Höfe des Königspalastes sind für Besucher geöffnet, sodass wir ein Blick hinein werfen konnten. Die teils begrünten Höfe fernab der wuseligen Straßen gleichen einer Oase. Zwischen 11 und 12 Uhr erscheint (mehrmals) die einzige, lebendige Göttin Kumari im Kumari-Tempel. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Uns bestaunte ein ca. 3 Jahre altes Mädchen, welches in einem harten Prozess (32 Schönheitsmerkmale, unverwundet, unerschütterlich) für diese Rolle letztes Jahr im Herbst ausgewählt wurde und so lange im „Amt“ bleibt, bis es erstmals Blut verliert (entweder durch eine Wunde oder die erste Menstruation). In der Zwischenzeit verbringt es seinen Alltag wohl behütet im Tempel, fernab der Familie, wird vor Ort unterrichtet und kommt nur ein mal im Jahr zu einem besonderen Feiertag aus dem Tempel heraus. In der täglichen Prozession sind Fotos strengstens verboten.
Jetzt wieder vollerDer Beifahrer hilft beim Navigieren im dichten VerkehrNeue Schuhe eingeschweißt gegen den StaubKaschmirAltes Altstadthaus aus HolzBeten im Uhrzeigersinn um den TempelTempel für Göttin ShivaPartnerlook Hof im KönigspalastDa oben aus dem Holzfenster schaute die junge Göttin KumariLanger Name am langen Haus
Aus der Altstadt ging es zum wichtigsten Hindu-Tempel der Welt: Pashupatinath Tempel. Ein UNESCO-Weltkulturerbe. Hier beobachten wir Einäscherungen von Toten. Wer im Hinduismus stirbt, soll möglichst noch am gleichen Tag verbrannt und seine Asche in den Fluss geworfen werden. Vorher werden Kopf und Füße gewaschen, ein Scheiterhaufen aus Holz aufgestapelt und schließlich vom ältesten Sohn in Brand gesetzt. Die Angehörigen verfolgen die gesamte Prozession, welche etwa 3-4 Stunden dauert. Der Brauch will es, dass sich die Söhne anschließend die Haare abschneiden lassen und ein Jahr weiß gekleidet in Trauer leben, ohne Feste und Feiertage. Es war beeindrucken aber auch sehr bedrückend zugleich, dem ganzen Schauspiel zuzusehen. Und drum-herum ging das Leben weiter. Im Fluss wurden die nicht-verbrannten Holzbohlen aufgesammelt. Heilige und scheinheilige Asketen bettelten um Geld, Frauen gaben gegen einen Obolus kunstvolle, rituelle Punkte auf die Stirn, ein Ochse ruhte am Wasser und auf einem dreckigen Sandfeld spielten Kinder Fußball. Der eigentliche Tempel-Bau darf nur von gläubigen Hindus betreten werden und blieb uns vorenthalten. Außerhalb des Tempels begegneten wir erstmals Kühen auf der Straße. Diese gehörten aber wohl einem Kuhstall am Tempel an, denn sonst versucht man in Nepal Kühe von den Straßen fernzuhalten – das Unfallrisiko ist einfach zu hoch, trotz Heiligkeit.
Unser AbenteuerbusVerbrennungsstellen am FlussLinks brennt es schon, rechts startet die Entzündungs-ZeremonieHaare werden als Ritual abrasiertDer eigentliche Tempel, Waschplatz, Verbrennungsstelle für höhere KasteAsketen„Punktmacherinnen“„Punktgemachte“Stempelfarbe
Mit dem Bus ging es ein kleines Stück weiter zur Buddha Stupa, oder Bouddhanath Stupa – eine der größten Stupas der Welt. Hier war es sehr voll, wegen des „Temal Jatra Festivals“ der „Temang Gemeinschaft“, einer kleinen Bevölkerungsgruppe. Wir aßen erst ein mal Mittag auf einer Dachterrasse mit tollem Ausblick auf die Stupa. Dank des Festivals konnten wir sogar auf die Stupa rauf und wegen des Andrangs sogar mit Schuhen. Auf unseren Gruppenwunsch hin machten wir Stopp in einem Klagschalengeschäft mit Einführung und erfolgreichem Einkauf.
Eingang zum TempelSisyphus-Arbeit: Sauber machenMönchBanana-LassieJhol MomoUnsere GruppeGebetsmühlen um die Stupa herumGroße GebetsmühleKalk-Wasser-Becken zum Färben der StupaRückenmassage mit KlangschaleTechnik für die Generation TikTok
Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch in den Norden Kathmandus zum Budhanilkantha Tempel, einem Hindu-Tempel, der Vishnu gewidmet ist. Dieser lag auf einem Bett, von Wasser umgeben und war mal eine andere Art von Tempel. Hier sahen wir zufällig eine Priesterschule beim Gebet. Die Jungen leben hier im Tempel, abseits ihrer Familien und werden als Priester von jung an ausgebildet. Priester werden meist nur Mitglieder einer bestimmten Kaste (obwohl es seit einigen Jahren offiziell keine Kasten mehr gibt).
PriesterschuleBeim BetenTaxi, mit Dachgepäckträger weil kaum Kofferraum
Wir waren nach einem langen Tag gegen 18:15 Uhr im Hotel zurück. Zu viert gingen wir noch ein kleines Stück die Straße entlang zu einem Grillrestaurant. Es war nicht viel los und Flori etwas flau auf dem Magen, aber das Hähnchen vom Spieß bzw. die Flügel, der gegrillte Käse und die Kartoffel-Wedges waren lecker. Der Spaß kostete uns ca. 10€. Auf dem Heimweg füllten wir noch unsere Snack- und Obstvorräte auf, für 7,50€.
K.o. und müde waren die Kinder um 22 Uhr im Bett, wir Eltern um 23 Uhr. Zeit zum Blog schreiben blieb keine mehr, denn morgen sollte es direkt nach dem Frühstück weiter gehen und dementsprechend die Koffer schon mal gepackt werden.
Von Istanbul ging es in nur ca. 6,5 Stunden nach Kathmandu. Inkl. Abendessen und kleinem Frühstückssnack blieb also nicht mehr viel Zeit zum Schlafen. Wir kamen pünktlich halb sieben in Kathmandu an, was sich für uns wie mitten in der Nacht anfühlte. Nepal hat eine Zeitverschiebung nach Deutschland von +3 Stunden und 45 Minuten. Wir sahen im Morgendunst den Himalaya im Sonnenaufgang, bevor wir in Nepal selbst in den Dunst eintauchten und über einen grauen Flughafen liefen. Die Immigration ging dank vorheriger Online-Anmeldung gut von statten. Wir mussten vor Ort nur noch das „Visa-On-Arrival“ in US-Dollar bezahlen und zum Grenzbeamten gehen. Nun haben wir einen Nepal-Sticker samt Stempel im Reisepass. Nach dem wir unsere Koffer vom Band zogen, holten wir uns noch eine lokale SIM-Karte für mobiles Internet direkt am Flughafen. Am Ausgang trafen wir dann auf unsere Reisegruppe und unseren deutschsprachigen, nepalesischen Reiseführer. In einem kleinen Bus ging es direkt ins Hotel, wo wir nach kurzer Wartezeit schon am Vormittag eingecheckten konnten. Die „Wartezeit“ bis zum Tagesprogramm ab 12 Uhr verbrachten wir mit einem kleinen Schläfchen, das sehr wohl tat.
Zur Begrüßung gab es einen Schalt auf dem FlughafenparkplatzMüdes warten auf die SIM-Karte
Um 12 Uhr trafen wir uns dann für einen Spaziergang in die nahegelegenen Altstadt Kathmandus. Über belebte Straßen, vorbei an hupenden Motorrädern und verkehrsregelnden Polizisten ging es in kleine und dennoch viel-befahrenen Gassen. Im MONA, dem Museum of Nepali Art, schauten wir uns tolle, moderne Kunst an, die zumeist Buddha im Mittelpunkt darstellte. Mit einem kleinen Hüngerchen ging es direkt in das angeschlossene Hotel-Restaurant zum Mittagessen.
Vom Polizist geregelter VerkehrViele MotorrollerFriseurStromkabel wohin das Auge reichtOffener Verteilerkasten am WegBuddha des Mitgefühls
Nach dem Essen ging es mit dem Bus hinauf zur Swayambhu Stupa. Eine Buddhistische Stupa, obwohl die meisten Nepalesen Hindus sind. Diese hier wird auch gern der „Affen-Tempel“ genannt. Oben hatten wir ausreichend Zeit die verschiedenen Ecken zu erkunden, unzählige Gebetsfahren im Wind flackern zu sehen und am Ende kam sogar die Sonne raus.
Oben gewaschene Wäsche und Hühner, unten ein WasserspenderVerschiedenste Bauweisen und Müll überallAuch eine ReisegruppeBetende umlaufen eine kleine Stupa im UhrzeigersinnEine der drei Friedensglocken in NepalChillen im TrubelSuche nach FressenUnd fleißig sauber machenBuddha mit (lebendem) ÄffchenGebetsmühlenBetendeMich laust der AffeBlick auf KathmanduGebetsfahnen
Nach der Stupa ging es im Bus wieder zurück ins Hotel. Hier gönnten wir uns nur noch den Welcome-Drink im Restaurant auf der Dachterrasse im 9. Stock, sowie ein einheimisches Abendessen. Das Licht schalteten wir dann gegen halb 8 (die Kinder in ihrem Zimmer), bzw. um 8 bei uns aus, damit Denise schlafen und Mathias Blog schreiben konnte 😉
Und zum Abschluss noch ein paar Eindrücke als Video vom heutigen Verkehr in Kathmandu, uns mittendrin und das Wetterleuchten/Gewitter am Ende des Tages.
Ein neues, dieses mal großes Abenteuer wartet auf uns: wir reisen auf das Dach der Welt – nach Nepal. Nicht auf den Mount Everest, aber in einer Kleingruppe von Kathmandu durch das Land und in den Chitwan-Nationalpark. Es wird spannend, anders und in jedem Fall aufregend.
Das Wochenende nutzten wir zum Packen, sodass wir heute Morgen ganz entspannt kurz nach 9 Uhr zum Flughafen aufbrechen konnten. Vom BER flogen wir zunächst nach Istanbul. An Board gab es lecker Essen und jeder hatte seinen eigenen kleinen Fernseher, sodass die Zeit wie im Fluge verging.
In Istanbul kamen wir bei grauem Wetter und leichtem Regen an, wie wir Berlin verließen. Wir landeten pünktlich und staunten dann nicht schlecht über den riesigen Flughafen. Da unser Anschlussflug erst nach 3,5 Stunden ging und unser Gate noch nicht verkündet war, schlenderten wir vorbei an unzähligen Shops (meist Luxusmarken) und gönnten uns ein (teures) Eis und Milchshake.
Am BERSchmökern in der WartezeitKuriositätenKleiner Mann im ParadiesKleine Stärkung vor dem AbflugBoardingBereit zum AbflugAnkunft in Istanbul bei grauem RegenRiesiger Flughafen IstanbulWarten auf den Anschlussflug in Istanbul mit Süßem (schon aufgegessen)
Vom Pool im Hotel ging es runter zu unseren Koffern und ab zur MRT. Wir hatten die U-Bahnstation direkt vor der Tür und Mathias wollte im Osten gern noch ein wenig seine alte Wohngegend aus der Bahn beobachten. Die Fahrt ging auch ganz problemlos. Allgemein war die Fahrt mit der MRT in Singapur sehr einfach. Wir hatten alle eine Kreditkarte zum ein- und auschecken und kamen damit flott durch die Schranken. Die Fahrten waren nicht sehr teuer und Kinder bekommen nur bis 7 Jahre ein Rabatt, sodass wir hier auch keinen Nachteil erfuhren. Am Flughafen zogen wir uns dann erstmal noch frische T-Shirts und lange Hosen an, um für den langen Flug gewappnet zu sein. Wir konnten schon vor 19 Uhr unser Gepäck einchecken, obwohl der Flug erst für 0:30 Uhr geplant war. Nur noch mit unseren Rucksäcken beladen gingen wir erstmal in „The Jewel“. Das ist eine Shopping-Mall direkt am Flughafen, mit riesigem Indoor-Wasserfall und einem Food Court. Den Wasserfall bestaunten wir natürlich zu erst und dann trieb uns der Hunger der Kinder ins 2. Untergeschoss zum Abendessen. Selbst hier am Flughafen gab es einen normalen Food Court mit recht normalen Preisen. Die Kinder entschieden sich zum Abschied für „normale“ Sandwiches von Subways und die Erwachsenen nutzen die letzte Chance auf lokales Essen. Als wir fast fertig mit Essen waren kam Colin noch dazu. Er war ein Kollege von Mathias, als er 2006 hier arbeitete. Wir hatten Colin zuletzt in Singapur getroffen, als wir mit Florian als Baby hier Zwischenstopp auf dem Weg nach Neuseeland gemacht hatten. Die Wiedersehens-Freude auf beiden Seiten war groß und es wurde ganz viel gequatscht. Wir gingen dann zusammen zu den Wasserfällen, wo 21 Uhr auch eine Lichtershow gezeigt wurde. Mit einem Erinnerungsselfie verabschiedeten wir uns von Colin und wechselten in den internen Bereich des Terminals.
Los geht’s mit der U-BahnUmsteigen in BugisCheck-inKoffer abgeben Weg sind sieEingechecktWasserfall im JewelAb zum JewelSchnell zum EssenColin schaut vorbei Hongkong Nudeln für Mathias, Indonesisch für DeniseWasserkaskaden am RandLichtershowAbschiedselfie
Interessanterweise wurde zunächst nur unser Boarding Pass und Ausweis gecheckt und wir in der Passkontrolle ordnungsgemäß aus Singapur entlassen. Die Security/Taschenkontrolle fand dann erst später am Gate statt. Die Wartezeit am Ende wurde immer anstrengender. Schließlich hatten wir noch mit der Zeitverschiebung von Darwin zu kämpfen und gingen allgemein zuletzt nicht sehr spät ins Bett. Doch mit etwas Videoablenkungen schafften wir es ohne Zwischenfälle ins Flugzeug, wo dann auch bald die Augen zufielen. Wir verließen Singapur recht pünktlich und kamen nach 12,5 Stunden Flug überpünktlich in München an. Schlafen im Flugzeug ist ja allgemein schon nicht so einfach. Wenn man, wie Denise, dann noch zwei unruhige Kinder an der Schulter schlafen hat, wird es noch um einiges schwieriger. Mathias hingegen hatte einen Gangplatz in der Mittelreihe und konnte dank ruhigem Nachbar halbwegs schlafen. Nach gut einer Stunde ging es dann gleich weiter mit dem Flieger nach Berlin, wo wir auch pünktlich landeten. Unser Gepäck kam schnell aufs Band und so saßen wir schon nach einer halben Stunde im Taxi auf dem Weg nach Hause. Dort erwarteten uns schon Mathias Eltern mit allerlei Essen, um uns den ersten Tag so einfach wie möglich zu machen. Wir aßen am Ende sogar erst kurz vor 12 Uhr Mittag – dann mit großem Hunger und machten danach ein ausführliches Mittagsschläfchen. Das Aufstehen nach 1 bis 1,5 Stunden fiel uns alles andere als Leicht. Die 6 Stunden Zeitverschiebung sind nicht zu unterschätzen. Abends hielten Denise und die Kinder sogar bis ca. 20 Uhr durch und fielen dann müde ins Bettchen. Nach etwas mehr als 6 Wochen war es schön, wieder seine eigene Matratze, seine eigene Bettdecke und frische Luft vom offenen Fenster zu haben.
PasskontrolleMüdeNach Mitternacht im FlugzeugEs wird hell draußen Anflug auf MünchenUnser Flieger nach München, in MünchenUnser kleiner Hüpfer nach BerlinMüde im BerlinflugLandeanflugBERIm Tesla-Taxi nach HauseMüdeZu Hause
Fazit
In den gut 6 Wochen erlebten wir unheimlich viel. Eigentlich verging kein einziger Tag ohne tolle Erlebnisse, Unternehmungen oder Abenteuer. Wir waren in Japan sowohl in der Megastadt als auch auf dem Dorf im Hinterland. In Sydney besuchten wir unsere 2. Heimat und trafen Freunde im kühlen Winter. In Australiens Top End gingen wir auf Tuchfühlung mit den Aborigines und dem echten Outdoor-Abenteuer. Singapur bot uns leckeres Essen und Großstadtdschungel. Die Zeit kam uns sehr lang vor. Vor lauter neuer Eindrücke verschwimmen schon wieder die Erinnerungen aus die Anfangszeit – zum Glück haben wir alles im Blog ausführlich dokumentiert (in 41 Beiträgen, um genau zu sein). Nun bräuchten wir eigentlich erst einmal Urlaub um die 6 Wochen gedanklich zu verdauen 😉
Damit endet die Berichterstattung aus Fernost. Es war uns eine Freude, euch virtuell mitzunehmen und von unseren Abenteuern zu berichten. Vielen Dank an alle Mitlesenden und bis zum nächsten Abenteuer!
Der Mittwoch, der erste Morgen in Singapur, startete erwartungsgemäß zeitig. Im gewohnten Muster wachten die Kinder halb sechs auf, was in Darwin noch das normale 7 Uhr war. Zum Glück gab es ab 6:30 Uhr Frühstück, wobei wir am Ende gar nicht so zeitig unten waren. Das gab uns nach dem Frühstück genug Zeit um schon mal eine Runde in den Pool zu hüpfen, bzw. Denise noch mal eine Runde zu schlafen. Erfrischt und ausgeschlafen machten wir uns auf den Weg ins grüne Herz von Singapur. Hier wanderten wir über ca. 7km zum und über den Tree Top Walk – ein Baumwipfelpfad. Im tropischen Regenwald war das eine ganz andere Erfahrung für Singapur und gleichzeitig aber auch ein wenig Schweiß treibend.
Frühstück im MorgengrauenHotelpool anschauenUnd darin badenUnser Hotel Mi RochorRunter in die U-BahnEinsteigenFahrerlosZweite MRT – gleich vorne einsteigenWieder fahrerlosSushiro-Werbung im U-BahnhofEin Obstsaft zur MotivationEin BlumstraßautomatPassion fruit, Wassermelone und AnanasIm Nationalpark ist so gut wie alles verbotenLos geht‘sEin WaranMakakenWeg zum Tree Top Walk unter BeobachtungGroße BlätterGroße Bäume
Da wir schon auf dem Hinweg beim Verlassen der MRT (U-Bahn) eine große Sushiro-Werbung sahen, führte nun kein Weg daran vorbei. Zum Glück war Mittagszeit und der Hunger groß. So hatten wir nach 3 Wochen „Abstinenz“ ein erfreuliches Wiedersehen, nur dieses Mal in Singapur. Das Sushi war genauso lecker, nur um einiges teurer als in Japan. Mathias damaliger Kollege Colin meinte, dass Sushiro hier eher etwas preis-intensiver ist als lokale Sushi-Ketten. In Japan war es eher andersherum – interessant! Vollgefuttert und müde fuhren wir uns Hotel und legten uns für ein Mittagsschläfchen hin.
Mango-Passionsfrucht-SaftDurian stinkt etwasFrische AnanasMittagsschlaf mit Aussicht
Ausgeruht stiegen wir wieder in die MRT und fuhren nach Chinatown. Hier war schon alles für das „Mid-Autumn Festival“ geschmückt. Interessant nur, dass es 1. gar keinen Herbst in Singapur gibt und 2. wenn dann, der Herbst im deutschen Sinne ja noch ein paar Tage hin ist, geschweige denn die Mitte dessen gefeiert werden könnte. Nett und kitschig anzusehen war es trotzdem. In Chinatown gab es viele kleine Läden, in niedlichen, kleinen, alten Shop Houses. Abendessen gab es im Maxwell Food Centre, einem klassischen Hawker Centre mit vielen kleinen Garküchen und fest-verschraubten Sitzplätzen. Nach einer gemeinsamen Runde durch das Angebot entschied sich jeder für ein anderes Gericht. Das wurde dann jeweils bestellt und so aßen wir mal mehr und mal weniger zusammen. Durch Chinatown und den Central Business District (CBD) ging es zum Merlion mit Blick auf das Marina Bay Sands. Da die Müdigkeit wieder anstieg, fuhren wir dann auf schnellstem Wege zurück ins Hotel und ins Bettchen.
Mid-Autum Festival kommt Anfang SeptemberBacon in verschiedensten Formen und GeschmäckernFried Hokkien Prawn MeeLau Pa Sat Festival CentreDonut-Muffin-Mischung zum NachtischFrüher lag es direkt am Meer, heute im Häuser-JungleFrischer Orangensaft
Donnerstagmorgen begann schon etwas besser – zwischen 6 und 6.30 Uhr wachten wir auf und waren wieder eher zeitig beim Frühstück, noch bevor der große Ansturm der „Langschläfer“ zu erwarten war. Da wir erst 11 Uhr aufschrecken mussten, sprangen wir noch einmal in den Pool, bevor die Koffer geschlossen wurden. Beim Abgeben der Koffer zur Aufbewahrung versprach uns der Aufseher, dass wir beim Abholen gern auch noch einmal in den Pool zur Erfrischung springen könnten Heute ging es dann zu „Gardens by the Bay“, den berühmten Stahlgerüst-Bäumen an der Marina Bay. Wir schauten uns ein wenig in den schönen Grünanlagen um, bestaunten die „Bäume“ von nahem und spazierten den Skywalk in luftiger Höhe entlang.
Lecker Obst vom Markt in BugisDa oben beginnt der Sky WalkDas wird ein großer Blumenteppich zum Mid-Autumn FestivalGolden Garden
Zum Mittag ging es heute in einen Food Court. Das ist die moderne Variante des Hawker Centres, nur innen, klimatisiert und weniger Auswahl, weil größere/moderne Stände. Wieder fanden alle etwas zu essen und einen Sugarcane-Juice mit Zitronen dazu. Gut gesättigt liefen wir zur Arab Street – einem Viertel im arabischen Stil mit der Sultan Moschee. Hier war ordentlich was los gewesen, obwohl das Leben hier eigentlich abends in den zahlreichen Restaurants aufblüht. Vielleicht waren es tagsüber die Touristen und abends kommen dann die Singapurianer. Zurück im Hotel sprangen wir also noch einmal ausführlich in den Pool. Das war eine willkommene Erfrischung nach dem Tag. Wobei die Temperaturen recht angenehm waren, auch weil es eher bedeckt als zu sonnig war und die Luftfeuchtigkeit nicht zu schlimm.
Dienstagmorgen krochen wir also ein letztes Mal aus den Dachzelten. Gerade die Matratze im Ausklappzelt über der Fahrerkabine war kaum noch existent, sodass der Abschied in dieser Hinsicht nicht schwer fiel. Wir freuten uns auf ein richtiges Bett. Dann hieß es Koffer und Rucksäcke packen und die letzten Lebensmittel essen, als Sandwiches für unterwegs schmieren oder in die Camp Kitchen für andere Reisende stellen/verschenken. Pünktlich um 10 Uhr rollten vom Platz. Auf dem Weg in Richtung Darwin hielten wir noch an einer Art Gallery, doch viel Auswahl hatte sie leider nicht. Und da wir noch genügend Zeit hatten, fuhren wir noch einmal nach Darwin rein und gingen dort ein wenig shoppen – das hatten wir zu Beginn nicht geschafft. Nach einem Eis ging es zum Tanken und in die SB-Waschanlage. Wir sollten das Auto vor dem Abgeben einmal Waschen und aussaugen, was bei all dem roten Staub durchaus nötig war. Mit dem Taxi ging es dann zum Flughafen und da Darwin so klein ist, war sehr wenig los und unsere Koffer schnell abgegeben. Vor der Sicherheitskontrolle genossen wir noch die Sandwiches.
Blick aus dem DachfensterEs kann los gehenLange gerade Straßen gen Darwin21 Achsen Road Train24 Achsen Road TrainDarwin Innenstadt„Just looking“Wir wollten etwas Kunst mitnehmenDarwinErst einweichenDann Druck-einseifenDann Druck-Abspülen
Unser Flieger war sehr gut gefüllt und brachte uns in ca. 4h 40min nach Singapur, zurück auf die Nordhalbkugel. Wir landeten auf die Minute pünktlich kurz nach Sonnenuntergang. Das Ausfüllen der elektronischen Einreisekarte dauerte so lange, dass wir allein an der Einreise waren und unsere Koffer schon längst auf uns warteten. Da wir nun wieder 1,5 Stunden Zeitverschiebung hatten, war es gefühlt schon viel später als auf der Uhr und wir gönnten uns ein Taxi in die Stadt zum Hotel statt der U-Bahn. Im Hotelzimmer fielen Denise, Florian und Laura dann auch müde in die bequemen Betten und schliefen ganz schnell ein. Mathias hingegen wollte noch ein wenig Singapur bei Nacht genießen und lief noch eine große Runde durch die Innenstadt. Es war ordentlich was los – Touristen und Singapurer zugleich genossen die angenehmen Temperaturen am Abend. Mit der U-Bahn, welche wir hier ganz bequem mit der VISA-Karte nuten können, ging es zurück zum Hotel und dann auch ganz schnell ins Bett.
Unser Flieger kommt anTschüss AustralienSonnenuntergang über Singapur Einreise – voll elektronischObststand abends nach 21 UhrVolle Action in einer klimatisierten UnterführungGetanzt wurde auchEsplanade – TheaterMarina Bay SandsMerlion mit Central Business District (CBD)Clarke Quay (ehemalige Fischerhäuser, heute Restaurants) vor dem CBD
Am Sonntag ging es auf dem Stuart Highway, dem Highway #1, mit Road Trains und einigen anderen Wohnwagen-Campern in Richtung Darwin. Die Dörfer unterwegs hatten meist ihre besten Jahre lange hinter sich gelassen, da sie mit Hilfe von Mienen groß wurden, die schon lange wieder geschlossen wurden. In Batchelor suchten wir den General Store auf – nach über 230km der erste geöffnete Supermarkt seit Katherine. Leider war Toastbrot ausverkauft, was unser einziges Anliegen war. Dafür stellte die Telefonzelle kostenloses WLAN zur Verfügung (neben kostenlosen nationalen Telefonaten, doch anrufen können wir auch per Handy, wenn wir Empfang haben) – das ist mal ein Service im Nirgendwo! Das Toast bekamen wir dann noch zum Wucherpreis an einem Campingplatz, der eigentlich gar kein Toastbrot verkauft, aber uns Deutsche auch nicht ohne Brot von dannen ziehen lassen wollte 😉
Road Train vor unsJetzt überholenSieht nicht so aus, aber tatsächlich geöffnetHandy-JunkiesWLAN von der Telefonzelle
Kurz darauf fuhren wir in den dritten und letzten Nationalpark auf unserer Reise durch das Top End: Litchfield. Der erste Stopp war an Termitenhügeln. Von denen hatten wir ja eigentlich schon viele gesehen. Doch an den „Magnetic Termite Mound“ gab es dann doch etwas besonderes. Diese Termitenart baut ihre Hügel sehr schmal und genau in Nord-Süd-Ausrichtung, um die schlimmste Mittagssonne am besten zu vermeiden. Das Feld sah etwas aus wie ein Friedhof. Die „klassischen“ Termiten-Kathedrale gab es auch noch – meterhoch und sehr stabil beim Berühren.
Unseren Campingplatz für die Nacht hatten wir an den Florence Falls gebucht. Wieder ein Nationalpark-Campingplatz, allerdings dieses Mal mit Dusche und WC. In dieser Dunkelheit ohne Laternen gab es immer einen wahnsinnigen Sternenhimmel samt Milchstraße zu bestaunen. Vom Campingplatz aus ging es nur einen kurzen Fußweg zu einem Aussichtspunkt auf die noch fließenden Florence Wasserfälle und gute 135 Stufen runter zum See unterhalb des Wasserfalls. Auch hier hatten die Ranger die Krokodile vor der Saison relokalisiert, sodass wir nun sorgenfrei im See baden konnten. Auf einen Sonntag, etwa eine Stunde von Darwin entfernt waren wir allerdings nicht die einzigen mit diesem Wunsch bei 37°C. Doch es leerte sich stetig und so konnten wir entspannt im erfrischenden See schwimmen.
Treppen runter zum WasserfallseeGut besucht Florence FallsPanoramaAusblick von oben auf die Florence Falls
Die Wärme wich auch abends nicht all zu schnell, sodass das Einschlafen bei 26°C um 21 Uhr alles andere als leicht fiel. Und so recht wollte es auch die Nacht über nicht abkühlen – morgens zum Aufwachen waren es noch immer 22°C. Wir genossen unser teuer erstandenes Toastbrot zum Frühstück und fuhren nur ein ganz kurzes Stück zum Buley Rockhole. Diese natürlichen Pools liegen etwas oberhalb des Florence Wasserfalls und sind ebenfalls zum Schwimmen geeignet. Hier war trotz der noch recht frühen Stund schon einiges los gewesen, doch wir hatten unseren großen Spaß.
Der nächste Stopp war an einem Ausguck, der sowohl über die Weite des eher flachen Landes ging als auch auf einen langen Wasserfall. Hier gab es jedoch schützenswerte Tiere, sodass Baden dieses Mal keine Option war. Eigentlich wollten wir dann weiter zu einem verlassenen Dorf über eine Off-Road-Strecke. Doch schon nach kurzer Zeit führte die Straße durch einen Bachlauf und der Indikator zeigte eine maximale Tiefe von 60 cm an, was uns dann doch etwas zu tief war und wie schnurstracks wieder zur Hauptstraße zurückfuhren. Immerhin noch ein klein wenig 4WD-Spaß 😉
Tolmer Falls (im Schatten)Denise durfte off-road auch nochmal ranZu tief für uns
An den Wangi Falls wurde es dann verhältnismäßig voll. Zwar war der riesige Parkplatz nicht ausgelastet, doch 3 Busse luden auch ordentlich badende Touristen ab. Zum Glück war der See unter den beiden Wasserfällen recht groß, sodass es sich ein wenig verlief, beziehungsweise „verschwomm“. Neben dem See gab es noch einen kleinen Wanderweg zu einem Baumkronen-Aussichtspunkt. Rund um den See und den Wanderweg fanden wir zahlreiche Spinnen (Golden Orb Weaver), 1 oder 2 Warane sowie Flughunde in den Bäumen hängend. Das Nahrungsangebot an den Wasserfällen schein gut zu sein. Am abfließenden Bach sahen wir eine Krokodils-„Falle“. Eine Boje schwamm im Wasser. Die Salzwasserkrokodile sind so neugierig, dass sie testweise in die Boje beißen würden, sie dann aber wieder loslassen, da sie nicht essbar ist. Diese Boje wird dann ständig auf Bissspuren untersucht und hilft damit bei der Sicherstellung, dass in der Trockenzeit keine neuen Salzwasserkrokodile unter den Wasserfällen schwimmen.
Erstmal MittagessenWrapsGut besuchtBeim Gang ins Wasser besser nicht nach oben schauenUnd auch Vorsicht am BodenMutig unter den Spinnen durchSpazierganz zum Baumkronen-AusguckFlughunde in den BäumenGolden Orb Weaver SpinneDer AusguckDer Krokodil-Köder
Mit einer Limo bzw. einem Eis verließen wir die Wangi Falls und dann auch bald wieder den Litchfield Nationalpark. Unsere letzte Nacht verbrachten wir wieder auf einem normalen Campingplatz. Dieser hatte auch wieder einen Pool, der jedoch recht warm und voll war. So langsam hieß es Reste aufbrauchen. So gab es zum Abendessen Eierkuchen, Basmati-Milchreis und Nudel-Reste vom Vortag.
Süßwasserkrokodil-GehegeAußer Schildkröten nicht zu sehen
Im Nitmiluk Nationalpark Campingplatz ist die Nacht nicht lang. Direkt nebenan starteten Touren per Boot in die Nitmiluk (Katherine) Gorges schon von früh morgens an. Dementsprechend packten alle zeitig ihre sieben Sachen und fuhren los – mit entsprechenden Geräuchen. Auch wir wollten rechtzeitig aufstehen, doch waren schon vor dem 7 Uhr Wecker wach. Wir hatten eine Bootstour durch 2 der ingesamt 13 Schluchten mit Start um 9 Uhr gebucht. Ursprünglich wollten wir nur die erste Schlucht mit dem Boot fahren und dann die nächsten zwei per Kanu erkunden. Doch die Kinder waren bei unseren Buschwanderungen so ängstlich und die Schluchten beherbergen (nicht so gefährliche) Süßwasserkrokodile, dass wir kniffen und auf eine reine Bootstour umbuchten. Die Salzwasserkrokodile werden wie schon in Kakadu vor der Saison von den Rangern gefangen und versetzt, doch was, wenn uns im Kanu ein Krokodil begegnet wäre? Die Bootstour war auch schön und hatte obendrein den Vorteil, dass sie erst eine Stunde später startete und nicht ganz so lang ging. Durch unser zeitiges aufstehen hatten wir sogar noch ein wenig Zeit im Café am Campingplatz einen Muffin zum Frühstück zu essen. Dazu gab es Sandwiches, die wir schon am Abend vorher geschmiert hatten, um die Frühstückszeit zu sparen. So fuhr also unser Boot mit uns durch die erste Schlucht. Von einem eher flachen Start ging es bald zwischen Felswänden den Katherine River aufwärts. Irgendwann kamen Felsen und wir mussten aussteigen und in die nächste Schlucht laufen. Hier wartete dann wieder das nächste Boot für die Weiterfahrt. Am Ufer sahen wir immer wieder Sandstrände, die Brutstätten für die Süßwasserkrokodile sind. Spuren im Sand verrieten uns die Präsenz der Krokodile, doch zeigen wollte sich keines. Unser Bootsführer berichtete uns noch, dass es einen Baum in der Schlucht gibt, der den Aborigines die Stadien der Krokodilbrut anzeigt, die von gewissen Temperaturen abhängt. Wenn der Baum blüht, paaren sich die Krokodile, wenn die Früchte wachsen, liegen die Krokodileier im warmen Sand und sobald die Früchte platzen, schlüpfen die kleinen Krokodile. Wenn die Aborigines nun also ein Krokodil-Ei zum Frühstück braten möchten, können sie das nur, wenn die Früchte noch in Takt sind. Dann heißt es mit einen Stock im Sand stochern, ähnlich wie wir die Muscheln suchten. Kommt der Stock wieder feucht zu Tage, hat er ein Ei durchbohrt und wo eines ist, sind noch mehr und das Frühstück gesichert. Der Geschmack soll jedoch nicht so gut sein… Nitmiluk kommt übrigens von Zikade, weil die immer „nit nit nit“ macht. Diese leben in den Schluchten und daher der Aborigines-Name.
Guten MorgenMuffin und Sandwiches am Nitmiluk GorgeIn der Trockenzeit geht es ordentlich runter zu den BootenIn der Regenzeit fährt das Boot da oben über den Felsen rüberSpaziergang in die 2. SchluchtKrokodil-StrandDer Indikator-BaumUnd wieder zurück zur 1. Schlucht
Nach der Schifffahrt fuhren wir wieder nach Katherine hinein. An der Touristeninfo sollte es einen lokalen Community Markt geben. Der war jedoch nicht mehr sehr belebt und bot neben Essen nur einige handgemachte Sachen. So fuhren wir direkt weiter zu den Katherine Hot Springs. Eine warme Quelle entspringt hier mitten im Outback und man darf kostenlos darin baden. Erwartungsgemäß waren wir nicht allein und neben Touristen nutzen auch einige Aborigines die (nicht sehr große) Abkühlung.
Sandwiches vom Frühstück zum Mittag knusprig aufwärmenGut besucht Anschließend kurz abduschen
Unsere Nachmittagbeschäftigung fanden wir bei der Katherine Outback Experience – einer Show mit Pferden, Hunden, Gesang und Erklärungen über das Leben und die Tierzucht im Outback bzw. auf den zahlreichen Rinderfarmen hier in der Gegend. Es war sehr beeindruckend, wie der Gastgeber Tom mit dem Pferden und Hunden umgehen konnte. Sie gehorchten zumeist auf‘s Wort und teilweise sogar wortlos. Das hat den beiden Pferdemädchen in der Familie natürlich besonders gut gefallen.
Trainieren ein Kalb auf dem Rücken zur Herde zu tragenZwischendurch gab es kostenloses Eis zur AbkühlungNach der Show noch Hundewelpen knuddeln
Die Nacht verbrachten wir auf einer Farm in Katherine neben Geflügel, Vögel, Pferden, Emus und Ziegen. An der Rezeption begrüßten uns zahlreiche Schlangen, sowie ein Baby-Salzwasser- und ein Baby-Frischwasserkrokodil in diversen Terrarien.
Terrarien an der RezeptionNoch ein paar Möhrenreste gefunden zum VerfütternKurzer Spaziergang zum FlussAbendessen kochenNächtliche Toilettenbesucher
Schon vor dem ersten Morgengrauen begannen (erwartungsgemäß) verschiedenste Tiere lautstark den Tag einzuläuten. Manchen hörten wieder auf, die Hähne liefen zur Höchstleistung auf. Dieser Morgen war ausnahmsweise regelrecht kühl mit erfrischenden 19°C. Doch die ersten Sonnenstrahlen brachten das Quecksilber schnell zum Klettern. Zum Frühstück gab es noch einmal ganz australisch Bacon mit Spiegeleiern, bevor wir einen langen Ritt gen Norden antraten.