Autor: Laura, Florian, Denise und Mathias (Seite 3 von 13)

Superlative in Tokio

Zum Frühstück buchten wir uns heute im Hotel das Kontinentale-Indische Büffet. Die Kinder waren begeistert und satt, was einen guten Start in den Tag ermöglichte.
Bevor es auf unsere Stadttour ging, statteten wir dem lokalen Postamt einen Besuch ab. Wir hatten in Yokohama am Strand etwas Sand mitgenommen, den wir nicht mit nach Australien einführen wollen (und wahrscheinlich auch nicht dürfen). Also packten wir ihn mit einigen Souvenirs und den Japan-Reiseführern in ein Paket und sendeten es auf die Reise um Welt. Ganz nebenbei sparen wir so ein wenig Gewicht im Rucksack 🙂

Allgemein ging es heute eher in den Westen der Stadt (also vermutlich der Innenstadt). Unser erster Stopp war der Shinjuku Bahnhof – der geschäftigste Bahnhof der Welt, mit bis zu 3,5 Millionen Reisenden pro Tag. Hier verkehrten vier U-Bahn-Linien und dann noch Nah- und Fernverkehr auf insgesamt 53 Gleisen. Im Umfeld gab es außerdem viele hohe Bürogebäude.
Da das Bahnhofsgeflecht hinreichend groß war, fanden wir keine besonders auffällige Halle oder ähnliches. Aber um auf Gleise zu kommen, muss man in Japan auch schon immer mit einem gültigen Ticket durch eine Schranke gegangen sein. Also verließen wir den Bahnhof „irgendwo“ und stießen zuerst gleich mal auf ein Katzen-Café. Die Chance nutzten wir natürlich und buchten uns für 10 Minuten mit einem Snack für die Katzen ein (Drinks inklusive, gut 18 € für uns 4).

Zu Fuß ging es durch das Viertel um den Bahnhof – hier lagen Gleise auf allen Ebenen – unterirdisch, ebenerdig, auf Brücken link und rechts. Selbst Bahnübergänge gab es noch einige, was natürlich beim Tokio Minutentakt ein zeitintensives Unterfangen war. Zusätzlich kam dann noch eine Autobahnbrüke über den Eisenbahnbrücken hinzu. Wahnsinn! Doch eine Unterführung später änderte sich die Szenerie um 180° – plötzlich standen wir in einem Wald um den Meiji-Schrein herum – eine Oase der Ruhe, wenn da nicht die finale Einflugschneise der zwei parallelen Landebahnen vom Tokyo-Haneda Flughafen gewesen wären 😉

Nach Ruhe und innerer Orientierung im Shintō-Schrein wandelte dahinter der Fokus gleich wieder auf Konsum und Unterhaltung. Im Harajuku-Viertel war es bunt, es gab verlockende süße und herzhafte Speisen an jeder Ecke sowie allerhand skurrile Sachen. Und wiederum gleich eine Ecke weiter fanden wir die Nobel-Einkaufsstraße im Omotesando Hills-Viertel.

Mit dem Bus ging es 3 Stationen zur nächsten Superlative: Shibuya Crossing – die geschäftigste Kreuzung der Welt. Hier wechseln zu Höchstzeiten bis zu 3.500 Menschen gleichzeitig kreuz und quer die Straße. Heute waren wir mittendrin. Allgemein schien, als wenn 80% der Kreuzenden Touristen waren. Ein beeindruckendes Schauspiel! Nach einer kleinen Sushi-Train-Stärkung ging es nochmal in der Dämmerung zurück an die Kreuzung und dann fix-und-fertig mit der Metro zurück ins Hotel.

Zeitraffer
Etwas Zeitraffer

Im Hotel ging es noch kurz hoch auf die Dachterrasse. Diese bot nochmal einen tollen Ausblick auf die unmittelbare Umgebung. Den Tag beendeten wir dann abends mit einer Gaming Session mit einer ausgeliehenen VR Brille (VR = Virtuelle Realität). Die Kinder lagen uns damit schon den ganzen Tag im Ohr und es war eine wirklich unterhaltsame Erfahrung – sowohl für den „Brillenträger“ als auch die Zuschauer 🙂

Fahrt nach Tokio und Tokyo Sky Tree

Am Sonntag ging es für uns nach Tokio – unsere letzte Station auf dieser tollen Japan-Rundreise. Da wir mit dem Edo Wonderland gestern sehr wenig Zeit für Nikkō selbst hatten, entschieden wir uns, nicht gleich morgens den Zug zu nehmen, sondern erst noch einen Tempel und die Kaiserliche Sommerresidenz anzusehen. Unsere Gastgeber fuhren uns wieder großzügig den Berg hinunter zum Bahnhof, wo wir unsere Koffer einschlossen und anschließend sogar noch bis zum Kanmangafuchi Abyss – Jiunji Hondo Tempel. Hier standen ganz viele kleine Buddha-Figuren, die mit roten Kleidern und Mützen ausgestattet waren. Der Weg ging entlang eines Baches und war angenehm beschattet.
Auf dem Weg zum Bus machten wir einen kleinen Umweg zur Nikko Tamozawa Imperial Villa. Und da wir schon mal da waren, schauten wir uns die 106 Zimmer der Kaiserlichen Sommerresidenz auch noch von innen an (naja, vielleicht nicht alle 106 Zimmer…). Auch der Park drum herum war mit altem Baumbestand hübsch anzusehen, aber eher nicht so prachtvoll wie Sanssouci.

Kurz vor 12 Uhr fuhr unser Zug von Nikko non-stop bis nach Tokio. Wie deckten uns noch mit einigen Snacks ein und saßen dann ganz kaiserlich im neuen „SPACIA X Limited Express“. Der Zug war erst ein Jahr alt und bot sehr viel Platz.
Nach knapp 2 Stunden kamen wir pünktlich in Tokia Asakusa (ohne u gesprochen: „Asackßa“). Als wir den stark-klimatisierten Zug und den Bahnhof verließen, trafen uns die 36°C wie ein Schlag. So nahmen wir lieber die U-Bahn für eine Station zu unserem Hotel.

Da wir noch zu zeitig für den Check-in ankamen, stellten wir unsere Koffer im Hotel ab und gingen nach einem Eis gleich noch den Asakusa Schrein besuchen. Der scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein, den Besuchermengen nach zu urteilen. Rund um den Schrein und auch darin standen Schränke mit kleinen Fächern und die Leute rüttelten Dosen davor. Bei genauem Hinsehen entpuppte es sich als Glück-Vorhersage. Man spendete 100 ¥ (ca. 0,62 €), schüttelte die Dose und bekam ein Stäbchen mit einer Nummer heraus. Aus den entsprechend nummerierten Fach nahm man dann die Glücksbotschaft. Sollte es jedoch eine Unglücksbotschaft sein, konnte man diese gleich vor Ort anbinden, um das Unglück abzuwenden.

Zurück im Hotel hieß es nur kurz einchecken und gleich wieder loslaufen. Wir hatten für 17 Uhr Tickets für den Tokyo Sky Tree gebucht. Der Sky Tree ist mit 634m Höhe das dritthöchste Gebäude der Welt und wurde erst 2012 eröffnet. Es gab zwei Aussichtsbereiche: einen auf 350m Höhe und einen weiteren auf 450m. Nach einigem Anstehen brachte uns der Aufzug in Nullkommanix auf die 350m hoch. Der Ausblick war sehr beeindruckend – Häuser und Stadt soweit das Auge reicht. Tokio ist die größte Stadt der Welt mit 37 Millionen Einwohnern, da braucht es einiges an Wohnraum! Allerdings war die Sicht auch nicht die beste. An guten Tagen kann man bis zum Fuji schauen. Das war uns heute verwehrt. Somit waren wir dem 3.776 m hohen Fuji mehrmals zum Erblicken nahe und haben ihn doch nie gesehen. Dann müssen wir wohl mal wieder zurückkommen für eine zweite Chance 😉


Nach nochmaligem Anstehen ging es noch einmal 100m höher auf 450m (ein extra Ticket wurde benötigt).
Auf Grund des diesigen Wetters sahen wir die Sonne nicht direkt untergehen, aber die Dunkelheit förderte in der Stadt zu unseren Füßen unzählige Lichter zu Tage. Zurück auf der 350m hohen Aussichtsebene (bzw. 345m und 340m), zeigten sich mache Ecken hell und lebendig, andere recht dunkel mit gerade mal zarten Straßenleuchten. Auch wenn wir Tokio bis auf den Schrein noch nicht kannten, war die Aussicht doch spannend – sowohl bei Tag, als auch am Abend. Wie das Hamburger Miniaturwunderland – nur in echt.

Nach einigen (die Kinder würden sagen zu vielen) Tagen Abstinenz suchten wir für‘s Abendessen wieder einen Sushiro auf – unsere bevorzugte Sushi-Train-Kette. Die Tisch-Wartezeit war gut auszuhalten und schon bald flitzten die ersten Teller über das Express-Förderband zu uns.
Als wir dann gegen viertel Zehn wieder im Hotel waren, mussten wir noch dringend um eine freie Waschmaschine kämpfen, um für morgen noch frische Kleidung zur Verfügung zu haben. Somit wurde das am Ende wieder ein langer Tag, obwohl grob geplant nur die Fahrt nach Tokio und der Sky Tree angedacht waren.

Edo Wonderland

In Nikko ging es heute ins Edo Wonderland – eine Zeitreise zurück in die Edo-Zeit, die so etwas wie das Japanische Mittelalter war.
Unsere Gastgeberin brachte uns mit dem Auto zum Bahnhof. Von dort fuhr dann ein kostenloser Bus direkt zum Parkeingang. Im Park liefen die Angestellten in tollen, zeitgemäßen Kostümen umher, es gab Theater-Vorführungen und verschiedene Bereiche, z.B. für Ninja-Herausforderungen, Handwerk oder kleine Museen.

Wir überzeugten die Kinder, an einer Samurai-Experience teilzunehmen. So lernten sie nach japanischer Anleitung, wie der Samurai sein Schwert zieht und hält, schwingt und angreift.

In einem Haus konnte Holzstempeldruck ausprobiert werden – so entstand ein hübsches Bild in drei Stempelschritten.

Mittags gab es eine Art Prozession. Eine Box wurde durch die Handelsstraße getragen und von uns Besuchern mit Wasser bespritzt – inklusive Trägern, die angesichts der Hitze sicherlich nichts dagegen hatten. Am Nachmittag gab es nochmal eine kleine Parade der Theater-Darsteller.
Zwischendurch warfen die Kinder Wurfsterne, genossen wir ein Eis, schauten eine Ninja-Vorführung, Wasser-Magie-Unterhaltung, sowie eine „Kurtisanen-Show“, bestaunten die kleinen Ninja-Kids und genossen Wasser in allen Lebenslagen.

Nach 6 Stunden nahmen wir wieder den Bus zurück und unsere freundliche Gastgeberin holte uns sogar wieder vom Bahnhof ab. Dann gingen wir heute zu viert in den Onsen, bevor wir mit großem Hunger in einem chinesischen Restaurant in der Nachbarschaft einkehrten. Die Kinder konnten sich mit Teigtaschen in verschiedenen Formen sowie Shanghai-Nudeln satt essen. Wir Eltern aßen Garnelen in Chili-Öl-Sauce, gebratenes Beef mit Gemüse, Knoblauch-Brokkoli und eine Sauer-Scharf-Suppe. Alles recht ähnlich zum Chinarestaurant in Deutschland.

Endlich Shinkansen fahren

Von Hakone ging es heute wieder mit dem Zug den Berg hinunter. In Hakone-Yutowa hatten wir direkten Anschluss an einen Verbindungszug nach Odawara, wo wir kürzlich das Auto zurückgaben. Heute kauften wir uns Tickets für den Tokaido-Sanyo Shinkansen nach Tokio. Zum ersten Testen buchten wir die bessere Klasse „Green Car“ – hier sind links und rechts jeweils zwei Sitze. In gut 30 Minuten war die Fahrt schon wieder vorbei und für fast 100€ für uns vier gar nicht mal so günstig…

In Tokio kauften wir Tickets für den weiterführenden Tohoku Shinkansen, da heute erstmal das Ziel Nikkō auf dem Plan stand. Ohne Sitzplatzreservierung und für die normale Klasse kostete uns die 52 minütige Fahrt etwas über 80€. Der Bahnhof und Bahnsteig in Tokio waren ordentlich voll. Freitagmittag hätten wir das so nicht erwartet. Im Shinkansen gab es Wagen für reservierte Sitzplätze und Wagen ohne Reservierung. Da wir so kurzfristig die Tickets kauften, waren schon alle Plätze reserviert, also suchten wir uns einen Wagen ohne Reservierung. Bevor wir den Zug, der in Tokio startete, betreten durften, wurde noch schnell einmal durchgewischt und alle Sitzbänke umgedreht, damit jeder in Fahrtrichtung sitzen kann. Dank cleverer Positionierung auf dem Bahnsteig bekamen wir zweier-Sitzplätze (statt dreier-Sitzplätze) und hatten Platz für unsere Koffer in der Gepäckablage. Andere Fahrgäste mussten stehen – die freuten sich dann über unsere freiwerden Plätze in Utsunomiya, wo wir wiederum in einen Regionalzug umsteigen mussten. Dieser letzte Abschnitt brachte uns letztendlich in einer Dreiviertel Stunde nach Nikkō.

In Nikkō ließen wir zunächst unsere Koffer in einem Schließfach am Bahnhof und fuhren mit dem Bus zum Tōshō-gū Schrein. Der hat das am reichsten verzierte Tor Japans und ist das Zuhause der drei berühmten Affen 🙉 🙊 🙈 (hör nichts Böses, sprich nichts Böses, sieh nichts Böses,). Das gesamte Areal war sehr groß. Es gab ein großes Torii am Eingang, eine hohe Pagode, reichlich Gebäude, das verzierte Tor, den Haupt-Schrein und noch einen kleineren Schrein, den man über 160 Treppenstufen erreichen konnte und dessen Zugang von einer schlafenden Katze bewacht wurde. Die Japaner waren also auch vor vielen hundert Jahren schon etwas kitschig 😉

Nach einen Eis fuhren wir zurück zum Bahnhof und weiter mit Sack und Pack per Taxi zur Unterkunft (in der Art eines Ryokans). Dort begrüßte uns wider Erwarten eine Kanadierin, welche die Pension mit ihrem japanischen Mann betreibt, der mal einige Jahre in Darmstadt arbeitete.
Zum Abendessen bekamen wir lecker Hähnchen mit Kartoffelbrei und Gemüse serviert – eine willkommene, westliche Abwechslung.

P.S.: Als ersten Resümé lasst sich verschiedenes über das Bahnfahren in Japan sagen. An sich kamen wir bisher überall hin und meist auch in einer guten Zeit. Wenn wir erst einmal im Zug waren, war es halbwegs bequem, wir fanden Platz für unsere Koffer und Rücksäcke und waren pünktlich auf die Sekunde am Ziel. Was jedoch ein bisschen nervt, ist die Zerstückelung der Bahnunternehmen. Schon die Japanische Bahn (JR) ist in verschiedene Gebiete unterteilt. Daneben gibt es noch unzählige private Bahnunternehmen, die wiederum eigene Bahnhöfe oder zumindest abgetrennte Bereiche haben, sowie eigene Zugverbindungen und Tickets anbieten. Von Hakone nach Nikkō brauchten wir also für 4 Zugunternehmen auch 4 verschiedene Tickets, wobei wir hier und da auch einfach mit unseren elektronischen Fahrkarten einsteigen können. Wenn jeder seinen eigenen Bahnhof hat und verschiedene Strecken bedient, wird die Verbindungssuche hinreichend komplex – je nach Zielsuche (spezieller Bahnhof oder allgemein nur den Ort, kann es schon mal mehrere Verbindungen geben, die zu verschiedenen Uhrzeit vor- und nachteilig sind und natürlich auch unterschiedlich kosten. Manche Verbindungen sind sehr schnell, weil nur wenige Stationen angefahren werden „Limited Express“, aber ein zusätzliches Express-Ticket benötigen. Express, Rapid und Local kostet oft das gleiche (nicht immer), sind aber auch noch unterschiedlich schnell, weil unterschiedliche Stationen angefahren oder ausgelassen werden. Also einfach ein 2 Stunden Ticket kaufen und so weit fahren wie man mag, ist hier leider nicht vorgesehen. Dafür können wir unser elektronisches Ticket aus Osaka („ICOCA“) auch in Tokio und Nikkō für Bus und Bahn nutzen, obwohl hier andere elektronische Tickets ausgegeben werden („Suica“ und „Pasmo“) – das ist sehr komfortabel!

Hakone mit 5+1 Verkehrsmitteln

Heute Morgen schien die Sonne über Hakone – ein perfekter Tag für eine kleine Rundreise in/um Hakone. Nach dem Büffet-Frühstück im Hotel (welches schon ab 8:30 Uhr niemanden mehr reinlässt – hier steht man auch im Urlaub zeitig auf) liefen wir zur Bahnstation Gora und kauften uns einen 2-Tagespass für die öffentlichen Verkehrsmittel hier. Den nutzten wir dann auch gleich, um mit der Standseilbahn auf den Berg zu fahren (also noch höher, denn unser Hotel in Hakone liegt schon auf über 500m Höhe).

Von der Standseilbahn-Bergstation gab es schon einen tollen Blick, doch eine Seilbahn brachte uns noch höher. Als Highlight dieses Abschnitts schwebten wir über das Vulkan-Tal Owakudani, ein Teil des Hakone-Vulkans. Hier strömten überall Gase aus und es roch nach faulen Eiern. Florian wollte an der Bergstation gar nicht nach draußen treten. Runter ging es auf der anderen Seite des Berges auch wieder mit der Seilbahn. Da die Gondeln nicht klimatisiert waren, kann es darin ganz schön warm werden. Wir hatten Glück, dass die Wolkendecke die Temperatur in akzeptablen Bereichen hielt. Trotzdem gab es an der Zwischenstation ordentlich frische Luft reingepustet.

Unten am Kratersee Ashi angekommen, waren wir immernoch auf 724m Höhe. Hier bestiegen wir nun ein Piratenschiff für eine etwa halbstündige Überfahrt. Die Luft auf dem Ashi-See war herrlich und so verbrachten wir die ganze Zeit an Deck. Nur einer fehlte – der ehrenwerte Fuji kleidete sich auch heute wieder in dichte Wolken. Werbefotos zeigten, wie dominant er sonst eigentlich vom See aus zu sehen wäre. So langsam scheint es uns, als wäre die Besonderheit und Faszination des Fuji darauf basiert, dass es eine Seltenheit ist, ihn zu Gesicht zu bekommen, obwohl er mit seinen 3.776 m Höhe eigentlich nicht zu übersehen wäre… So bestaunten wir, wie um uns herum die dunkelgrüne Vegetation nahtlos ins Wasser überging.
Kurz vor unserem Zielhafen Motohakone passierten wir noch ein schönes, rotes, im Wasser stehendes Torii.

Eigentlich wollten wir nach dem Landgang zum Torii hinlaufen, doch die Schwan-Tretboote hatten es uns angetan und führten uns nach einem kleinen Snack ganz nah ans Torii heran. Beziehungsweise wir führten den Schwan. Mit etwas Anstrengung. Die Dimensionen im Boot waren scheinbar eher für kleine Japaner gedacht – wir hatten die Knie fast am Ohr und Ausblick mehr nach unten. Spaß hat es trotzdem gemacht 🙂

Am Busbahnhof stand auch noch ein extragroßes Torii, dieses Mal mit Zebrastreifen statt Wasser an der Basis. Weiter ging es von hier mit dem Bus nach Hakone-Yumoto. Deutlich niedriger gelegen und von der Sonne etwas mehr verwöhnt, begrüßten uns warme 31°C beim Aussteigen. Grund genug, auf die Suche nach einem Eis zu gehen. Das war jedoch gar nicht so einfach. Ein toller Gelato-Stand hatte nur außergewöhnliche Sorten für die Eltern parat. Doch unweit später fanden auch die Kinder ihr Vesper – geraspelte, gefrorene Erdbeeren für Florian und ein Churro für Laura. Erst danach fanden wir die lokale Spezialität – Mont Blanc „Eis“: Softeis mit zu Spaghetti gequetschtem Maronenpüree. Lecker!

Zurück zum Hotel auf den Berg in Hakone führte uns schlussendlich ein Zug. Dieser hatte ganz schön mit der Steigung zu kämpfen, ohne Seil oder Zahnrad ist diese Bahn eine der steilsten Adhäsionbahnen der Welt mit 80‰ Steigung im steilsten Abschnitt. Drei mal wechselten wir die Richtung und der Lokführer den Führerstand.
Zurück in Hakone versuchte Denise noch ihr Glück in der Handwerksscheune, doch die war dann schon geschlossen. So gesellte sie sich zu den anderen dreien, die im Hotel die Füße im warmen Becken (Thermalwasser) entspannten und kleine Hotelsnacks/ -getränke genossen.
Zum Abendessen ging es nochmal steil den Berg hoch in einen Pub für eine Pizza und danach wieder steil bergab.

Burg, Berge und Strand

Um 8 Uhr gab es wieder ein eher traditionelles, einfaches Frühstück mit Reis, Ei, Lachs und Miso-Suppe. Dann verfrachteten wir unser Gepäck ins Auto und holten den Besuch der Matsumoto Burg nach – heute bei bestem Wetter und morgentlichen 26°C. Da Denises Schuhe von gestern noch feucht waren (Straßenschuhe im geschlossenen Schrank im Eingangsbereich zu lagern ist für Trockenheit und guten Duft eher kontraproduktiv…), lief sie anfangs barfuß – ein Beweis für die Sauberkeit auf Japans Straßen und Gehwegen.
In der Burg konnten wir alle 5 Etagen anschauen – ohne Schuhe versteht sich, die nahmen wir im Plastiktütchen mit. Die Etagen waren zwar meist leer, nur unten gab es Vitrinen mit Gewehren, Pistolen und einer Rüstung, aber Info-Tafeln lieferten interessante Einblicke in die Verwendung der Etagen für die Verteidigung – gewohnt wurde hinter dem Verteidigungsturm. Von den Wohngefilden gibt es heute nur noch Grundrisse im Rasen.
Florian suchte auch 2 Geocaches, konnte aber nur einen um die Burg herum finden.

Mit dem Auto ging es dann auf die lange, finale Etappe. Mehrere Stunden Autofahrt in Richtung Südosten standen auf dem Programm: raus aus den japanischen Alpen und hin zum Fuji (im deutschen auch Fujiyama oder Fudschijama, japanisch Fuji-san) – Japans höchsten (Vulkan-) Berg.
Zum Mittag gab es heute einen bunten Snack aus dem Supermarkt. Der Markt war dieses Mal noch etwas größer als gestern und hatte auch gleich eine Mikrowelle zum Aufwärmen. Gegessen hatten wir dann im Auto mit Klimaanlage. Kurze Zeit später erreichten die Außentemperaturen 38°C auf der Autobahn.

An einem Fuji-See erhofften wir uns ein schönes Foto, aber der ehrenwerte Berg hüllte sich heute lieber in Regenwolken, von denen wir auch noch ein paar Tropfen abbekommen sollten. In Odawara gaben wir das Mietauto wieder zurück, aber erst nach dem wir die Koffer schon im Hotel in Hakone abstellten und noch einen Abstecher an den Pazifik machten. Der Strand war vulkanisch dunkel und die Autobahn verlief direkt am Strand, vermutlich als kombinierter Deich zum Hochwasser-/ Tsunami-Schutz. Das ganze lud also maximal zum Angeln und Rumgammeln statt zum Schwimmen ein.
Mit dem Bus ging es dann wieder von Odawara zurück nach Hakone. Unser Abendessen bestand zum einen noch aus Resten des Mittagessens und zum andern aus neuen Snacks des hiesigen Minimarkts, die wir dann im Hotelzimmer aßen.
Zum Abschluss stiegen wir noch in den (laut Thermometer) 42°C warmen Onsen (er fühlte sich zwar sehr warm, aber nicht so heiß an) und schauten ein wenig Olympia im Fernsehen: es spielte und gewann Japan im Volleyball gegen Argentinien und kommentiert wurde natürlich auch auf japanisch.

Durch die Berge nach Matsumoto

Eigentlich hatten wir heute nur wenige Punkte auf dem Plan und schafften trotzdem „nur“ die Reise nach Matsumoto. Der Rest kam spontan hinzu und sorgte für gute Unterhaltung entlang des Weges. Doch eins nach dem anderen…
Zum Frühstück gab es wieder japanisch für uns Eltern und „westlich“ für die Kinder. Da wir heute den zweiten Tag Frühstück im Ryokan aßen, gab es auch das Menü für den zweiten Tag – Abwechslung mittenmang der Abwechslung. Anschließend packten wir unsere Koffer und füllten das Auto. Doch vor der Abfahrt liefen wir noch kurz zu einer Pagode in der unmittelbaren Nachbarschaft, die wir die vergangenen Tage immer nur aus dem Auto sahen.
Es hatte die Nacht schon geregnet und auf der Fahrt wurde es auch bald wieder feucht. Dadurch hielten sich die Temperaturen heute bei angenehmen 25°C.

Unser erster spontaner Stopp führte uns in einen Supermarkt. Wir wollten doch endlich mal sehen, wie die Japaner einkaufen. Die Regale waren nicht sehr hoch und auch nicht mit Großpackungen bestückt, außer beim Reis. Es macht also den Eindruck, als wenn sie entweder nicht selbst kochen oder eher täglich statt wöchentlich einkaufen. Eine spannende Erfahrung!

Im Supermarkt erblickten wir beim Rausgehen noch ein Werbeplakat von Takayama, welches unter anderem eine Tropfsteinhöhle zeigte. Verwundert suchten wir diese bei Google und fanden sie in kurzer Entfernung direkt entlang unserer Route. Also machten wir an dieser Kalksandstein-Tropfsteinhöhle halt und erkundeten die Berge von unten. Dank des Regens hatten wir unsere Regenjacken an, sonst wären die 11,7°C im T-Shirt etwas frisch geworden…
Nach der Höhle gab es noch etwas lokale Spezialitäten zum Mittag.

Langsam wurde unser Plan, die Burg in Matsumoto anzusehen knapp. Und dann kamen noch ein toller Wasserfall und eine beeindruckende Talsperre entlang des Weges spontan hinzu. Angesichts der spannenden Wegpunkte und des Regens reduzierten wir also unseren Tagesplan auf „Ankunft in Matsumoto“ und schauten begeistert zum Hirayu-Wasserfall hoch und die Nagawado-Talsperre hinunter. Hier konnten wir anfangs gar nicht glauben, dass der Pegelstand tatsächlich 979m zeigte – hatte sich ein Kommafehler eingeschlichen, beziehungsweise ausgeblichen? Der Blick auf die andere Seite zeigte eine beeindruckend hohe Staumauer! Etwas Recherche ergab, dass die Mauer 155m hoch ist und auf 985m über N.N. endet. Daher der „hohe“ Pegel. Ansonsten führte der Weg nach Matsumoto nicht nur über die Staumauer, sondern auch durch zahlreiche Tunnel und stetig bergab.

In Matsumoto haben wir eine kleine Unterkunft in der Stadt. Mit dem Regenschirm ging es noch ein wenig spazieren, eine neue Wasserflasche kaufen und schließlich Abendessen Heute fanden wir spontan ein Koreanisches Grillrestaurant (Korean BBQ). Hier konnten wir uns unser Fleisch und Gemüse selbst über einem im Tisch eingelassenen Gasgrill braten. Der Tisch war übrigens niedrig, aber der Boden unter dem Tisch noch viel niedriger, sodass wir relativ normal sitzen konnten und nicht klassisch japanisch auf dem Boden saßen. Bestellt wurde über ein Tablet, was die Kommunikation ungemein vereinfachte.

Markt und Museumsdorf in Takayama

Unser Ryokan in Takayama ist etwas großzügiger, was die Frühstückszeiten angeht. So konnten wir zwischen 7:00, 7:30 und 8:00 Uhr wählen und entschieden uns für die letzte Zeit. Wir Erwachsenen hatten uns ein japanisches und den Kindern ein westliches Frühstück bestellt. Das hieß für uns große wieder Reis, Miso und Eingelegtes, aber auch spezielles Miso-Hida-Rindfleisch, Ei, Gemüse, Obst, Lachs und Hähnchen. Dazu einen grünen Tee.
Anschließend ging es auf einen Markt am Miyagawa Fluss. Dieser findet jeden Tag von 7 bis 12 Uhr statt und bietet sowohl Handwerkliches als auch Obst und Gemüse an. Das war in sofern mal spannend, weil wir noch keinen so richtigen Supermarkt gesehen haben (wo kaufen die Japaner für ihr eigenes üppiges Essen ein?!) und in den Kiosken wenn denn überhaupt nur abgepacktes Snack-Obst zu bekommen ist.

Vom Markt ging es weiter zu einer Reis-Cracker-Manufaktur, wo wir selbst Hand anlegen konnten. Der Eigentümer erklärte uns brav in japanisch, wie wir die festen Reiskeksrohlinge in knusprig-luftige Reis-Cracker verwandeln können. Zum Glück hatte er eine englische Übersetzung auf einem Zettel, sodass wir trotzdem folgen konnten was zu tun war:

  1. Den Rohling auf die Zange schieben und 10 mal über Hitze hin und her drehen
  2. Den Rohling einmal um 90° in der Zange drehen und noch einmal 10 mal über der Hitze hin und her drehen
  3. Den Rohling abermals um 90° in der Zange drehen und nun so lange über der Hitze rösten, bis kleine Blasen entstehen.
  4. Diese Blasen mit dem Handschuh platt drücken und den werdenden Cracker neu an der Zange befestigen
  5. Nun nicht mehr nur drehen, sondern auch langsam hin und her schwenken, bis er seine finale Form erhalten hat und möglichst nicht verbrannt ist.

Am Ende wurden wir von der Chefin bewertet – die Kinder erhielten jeweils eine 2+, bei uns größeren war es etwas durchmischter: von 1 bis 3 war alles dabei 😉

Dem Mittagshunger begegneten wir mit ein paar Snacks in der Innenstadt – immer vor Ort gegessen versteht sich. Dann holten wir uns noch einen Stempel in der Touristeninformation ab und liefen zurück ins Hotel.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Auto an den Stadtrand in ein Museumsdorf. Hier wurden verschiedene Arten von Häusern aus der ganzen Region wieder aufgebaut und ausgestellt. (Teils gerettet vor Stauseen) Das war spannend zu erkunden. Man muss bedenken, dass wir immer noch in den japanischen Alpen auf fast 600m Höhe sind. Hier fallen über den ganzen Winter im Durchschnitt über 5m Schnee. Die Wände waren jedoch nicht immer ganz dicht und die Papierfenster sicherlich keine gute Isolation. Dafür gab es in jedem Haus mindestens eine Feuerstelle zum Wärmen und Kochen. Der Rauch hat dann auch gleich die Insekten ferngehalten und die Holzwände und Strohdächer konserviert. Gesund kann es für die Bewohner jedoch auch nicht gewesen sein. Zumindest roch man dann nicht den modrig-feuchten Geruch von alten Häusern…

Zum Abendessen gab es dann endlich mal wieder Sushi. Das erste Mal in Japan nicht vom Förderband, sondern nach Bestellung. Wir hatten zum Glück einen Tisch reserviert (dank der netten Hotelrezeptionistin) und uns ein Kartenspiel mitgebracht, da der Personalmangel auch hier zuschlägt und alles etwas länger dauerte, trotz kleinem Restaurant. Nach dem überschaubaren Mittag stürzten sich die Kinder dann auf jedes Stück Sushi wie die Karpfen auf das Fischfutter 😉
Während Denise dann für eine Massage ins Hotel zurück ging, liefen die Kinder mit Mathias noch durch die Altstadt auf der Suche nach einem Nachtisch. Doch um 20 Uhr ist da nicht mehr viel zu bekommen, sodass wir letztendlich bei McDonald‘s landeten und Eis und Milchshake zum Schnäppchenpreis genossen.

Streifenhörnchen in Takayama

Unser Sonntag startete wieder um 7:30 Uhr mit Frühstück im Ryokan. Dann jedoch konnten wir uns etwas Zeit lassen. Wir mussten bis 10 Uhr aus dem Zimmer und hatten mit 2 Stunden eine überschaubare Fahrt vor uns. Von Magome ging es nach Takayama, die ganze Zeit über Land und ohne Autobahnen.
Bevor wir jedoch ins Hotel fuhren, machten wir Stopp an einem kleinen Zoo für Eichhörnchen und Streifenhörnchen. Mit Futter und einem Handschuh ausgestattet ging es ins Gehege. Hier war ordentlich Betrieb – Streifenhörnchen flitzten überall durch die Gegend und sammelten Futter in ihre Bäckchen und sausten damit dann in ihre Verstecke. Einige verbuddelten die Körner gleich an Ort und Stelle und schlossen die Buddelstelle anschließend wieder feinsäuberlich mit Sand und kleinen Steinchen – hoffentlich merken sie sich, wo das war, sonst wachsen bald Sonnenblumen im ganzen Gehege 😉 Die Eichhörnchen hingegen waren faul – Mittagszeit scheint nicht ihre aktive Zeit zu sein. Sie lagen im Schatten und schlummerten vor sich hin, trotz vorbeiflitzender Streifenhörnchen.
Das war eine tolle und zugleich niedliche Erfahrung. Das Gehege war in einem guten Zustand, recht groß und hatte auch komplett abgeschirmte Bereiche für die Streifenhörnchen, falls die Menschen doch mal nerven sollten. Hier konnten wir guten Gewissens die kleinen Flitze-Hörnchen mit Körnern versorgen.

Da nicht nur die Streifenhörnchen hungrig waren, kehrten wir in Takayama bei einem kleinen Italiener ein. Der japanische Eigentümer/Kellner/Koch hatte in Mailand gelernt und uns ganz leckere Pasta und Pizza serviert.
Hier in Takayama haben wir wieder ein Ryokan gebucht. Dieses Mal etwas moderner und größer. Laut TripAdvisor eines der besten 1% Hotels der Welt.
Nach dem Check-in ging es erst zur Waschmaschine und dann nochmal eine Runde durch die Nachbarschaft spazieren, inkl. Eis bei einem Schweizer Müsli-Verkäufer. Im örtlichen Miyagawa Fluss entdeckten wir Kois. Nun fragen wir uns, wie da wohl reingekommen sind. (Auf einer Website der Region hier steht zumindest geschrieben, dass die Kois im Nachbarort Ende November von Hand rausgefischt werden, um in einem speziellen Becken zu überwintern.)
Takayama ist in der Edo-Zeit entstanden und seit langem von großen Feuern verschont geblieben. Somit gibt es noch tolle alte Holz-Kaufmannshäuser in der Innenstadt. Die ganzen kleinen Gassen werden auch heute noch von kleinen Bachläufen gesäumt, sodass es in der ganzen Innenstadt gurgelt.

Das Abendessen hatten wir heute im Ryokan bestellt – ein traditionelles Japanisches Kaiseki Abendessen. In unserem Fall mit 15 Gängen. Anschließend spazierten Denise und Mathias noch einmal durch die dunklen Gassen zur speziell beleuchteten Nakabashi Brücke (nur wenige Tage im Jahr), wovor es in den heißen Onsen ging.

Wanderung von Magome von Tsumago

Im Ryokan ist der Zeitplan ähnlich straff wie im Tempel – um 7:30 Uhr steht das Frühstück auf dem Tisch und die Gäste sitzen hoffentlich pünktlich drumherum. Zumindest gibt es hier kein Telefon im Zimmer zum Wecken 😉 Aber wir waren pünktlich und wieder erstaunt, wie vielfältig das Japanische Frühstück sein kann. Und natürlich auch, wie zeitig die Gastgeber aufstehen mussten, um das alles vorzubereiten.
Heute am Samstag stand eine Wanderung auf dem Programm. Von Magome (gesprochen mit starkem e am Ende – Magomé) führt ein sehr beliebter Wanderweg etwa 8km über den Pass ins benachbarte Tsumago. Dieser Weg ist Teil des berühmten „Old Nakasendo Trails“ von Tokio nach Kyoto über verschiedene Post-Dörfer. Unser Abschnitt startete auf 600m Höhe in Magome, ging hoch auf den Pass auf 800m und dann wieder runter auf 450m nach Tsumago.
Dank des zeitigen Frühstücks liefen wir schon um 9 Uhr los, noch bevor es zu warm und voll wurde.
Der Wanderweg führte uns sehr abwechslungsreich durch Wälder aus Zypressen, Laubbäumen oder Bambus, vorbei an Bächen und Wasserfällen, Reisfeldern und kleinen Häusern. In den Wäldern hier sollen auch Bären leben. Also ließen wir die Snacks zu Hause und schlichen nicht allzu leise durch die Gegend. Außerdem gab es regelmäßig Glocken zum Läuten, damit die Bären rechtzeitig das Weite suchen. Einige Wandersleut trugen sogar ihre eigenen Glöckchen am Rucksack und schellten bei jedem Schritt.
Dank der Wälder liefen wir viel im Schatten und die Temperatur blieb erträglich. Sobald es jedoch in bebautes Gebiet mit Straßen und Häuser ging, lief uns das Wasser aus allen Poren. An einem Bach steckten Denise und die Kinder die Beine ins eiskalte Wasser und am Wasserfall erfrischte uns die Gischt ganz herrlich.

In Tsumago angekommen – gegen halb eins – suchten wir uns erst einmal etwas zum Mittag. Es gab Rindfleisch am Spieß, herzhaften Reiskuchen am Holzstäbchen, gefüllte Teigtaschen und Reisbällchen in einer Art Sojasauce. Von der erfrischenden Wassermelone konnten wir gar nicht genug bekommen. Zum Nachtisch noch ein Eis und etwas Souvenirs shoppen. In der Touristeninfo gab es noch einen Stempel und ein Zertifikat für die Wanderung. 14:22 Uhr brachte uns dann der Bus zurück nach Magome.

In Magome schauten wir auch noch etwas durch die Souvenirläden, holten den Mangome-Stempel und ließen dann den Nachmittag in Ruhe im Ryokan ausklingen.
Pünktlich um 18 Uhr stand wieder ein tolles Abendessen auf dem Tisch. Nach einem Gang in den Onsen mit ausführlichem Duschen kehrte dann auch bald Stille auf den Matratzen ein.

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