Unser Sonntag startete wieder um 7:30 Uhr mit Frühstück im Ryokan. Dann jedoch konnten wir uns etwas Zeit lassen. Wir mussten bis 10 Uhr aus dem Zimmer und hatten mit 2 Stunden eine überschaubare Fahrt vor uns. Von Magome ging es nach Takayama, die ganze Zeit über Land und ohne Autobahnen.
Bevor wir jedoch ins Hotel fuhren, machten wir Stopp an einem kleinen Zoo für Eichhörnchen und Streifenhörnchen. Mit Futter und einem Handschuh ausgestattet ging es ins Gehege. Hier war ordentlich Betrieb – Streifenhörnchen flitzten überall durch die Gegend und sammelten Futter in ihre Bäckchen und sausten damit dann in ihre Verstecke. Einige verbuddelten die Körner gleich an Ort und Stelle und schlossen die Buddelstelle anschließend wieder feinsäuberlich mit Sand und kleinen Steinchen – hoffentlich merken sie sich, wo das war, sonst wachsen bald Sonnenblumen im ganzen Gehege 😉 Die Eichhörnchen hingegen waren faul – Mittagszeit scheint nicht ihre aktive Zeit zu sein. Sie lagen im Schatten und schlummerten vor sich hin, trotz vorbeiflitzender Streifenhörnchen.
Das war eine tolle und zugleich niedliche Erfahrung. Das Gehege war in einem guten Zustand, recht groß und hatte auch komplett abgeschirmte Bereiche für die Streifenhörnchen, falls die Menschen doch mal nerven sollten. Hier konnten wir guten Gewissens die kleinen Flitze-Hörnchen mit Körnern versorgen.











Da nicht nur die Streifenhörnchen hungrig waren, kehrten wir in Takayama bei einem kleinen Italiener ein. Der japanische Eigentümer/Kellner/Koch hatte in Mailand gelernt und uns ganz leckere Pasta und Pizza serviert.
Hier in Takayama haben wir wieder ein Ryokan gebucht. Dieses Mal etwas moderner und größer. Laut TripAdvisor eines der besten 1% Hotels der Welt.
Nach dem Check-in ging es erst zur Waschmaschine und dann nochmal eine Runde durch die Nachbarschaft spazieren, inkl. Eis bei einem Schweizer Müsli-Verkäufer. Im örtlichen Miyagawa Fluss entdeckten wir Kois. Nun fragen wir uns, wie da wohl reingekommen sind. (Auf einer Website der Region hier steht zumindest geschrieben, dass die Kois im Nachbarort Ende November von Hand rausgefischt werden, um in einem speziellen Becken zu überwintern.)
Takayama ist in der Edo-Zeit entstanden und seit langem von großen Feuern verschont geblieben. Somit gibt es noch tolle alte Holz-Kaufmannshäuser in der Innenstadt. Die ganzen kleinen Gassen werden auch heute noch von kleinen Bachläufen gesäumt, sodass es in der ganzen Innenstadt gurgelt.




















Das Abendessen hatten wir heute im Ryokan bestellt – ein traditionelles Japanisches Kaiseki Abendessen. In unserem Fall mit 15 Gängen. Anschließend spazierten Denise und Mathias noch einmal durch die dunklen Gassen zur speziell beleuchteten Nakabashi Brücke (nur wenige Tage im Jahr), wovor es in den heißen Onsen ging.













