Zum Frühstück buchten wir uns heute im Hotel das Kontinentale-Indische Büffet. Die Kinder waren begeistert und satt, was einen guten Start in den Tag ermöglichte.
Bevor es auf unsere Stadttour ging, statteten wir dem lokalen Postamt einen Besuch ab. Wir hatten in Yokohama am Strand etwas Sand mitgenommen, den wir nicht mit nach Australien einführen wollen (und wahrscheinlich auch nicht dürfen). Also packten wir ihn mit einigen Souvenirs und den Japan-Reiseführern in ein Paket und sendeten es auf die Reise um Welt. Ganz nebenbei sparen wir so ein wenig Gewicht im Rucksack 🙂

Allgemein ging es heute eher in den Westen der Stadt (also vermutlich der Innenstadt). Unser erster Stopp war der Shinjuku Bahnhof – der geschäftigste Bahnhof der Welt, mit bis zu 3,5 Millionen Reisenden pro Tag. Hier verkehrten vier U-Bahn-Linien und dann noch Nah- und Fernverkehr auf insgesamt 53 Gleisen. Im Umfeld gab es außerdem viele hohe Bürogebäude.
Da das Bahnhofsgeflecht hinreichend groß war, fanden wir keine besonders auffällige Halle oder ähnliches. Aber um auf Gleise zu kommen, muss man in Japan auch schon immer mit einem gültigen Ticket durch eine Schranke gegangen sein. Also verließen wir den Bahnhof „irgendwo“ und stießen zuerst gleich mal auf ein Katzen-Café. Die Chance nutzten wir natürlich und buchten uns für 10 Minuten mit einem Snack für die Katzen ein (Drinks inklusive, gut 18 € für uns 4).

Zu Fuß ging es durch das Viertel um den Bahnhof – hier lagen Gleise auf allen Ebenen – unterirdisch, ebenerdig, auf Brücken link und rechts. Selbst Bahnübergänge gab es noch einige, was natürlich beim Tokio Minutentakt ein zeitintensives Unterfangen war. Zusätzlich kam dann noch eine Autobahnbrüke über den Eisenbahnbrücken hinzu. Wahnsinn! Doch eine Unterführung später änderte sich die Szenerie um 180° – plötzlich standen wir in einem Wald um den Meiji-Schrein herum – eine Oase der Ruhe, wenn da nicht die finale Einflugschneise der zwei parallelen Landebahnen vom Tokyo-Haneda Flughafen gewesen wären 😉

Nach Ruhe und innerer Orientierung im Shintō-Schrein wandelte dahinter der Fokus gleich wieder auf Konsum und Unterhaltung. Im Harajuku-Viertel war es bunt, es gab verlockende süße und herzhafte Speisen an jeder Ecke sowie allerhand skurrile Sachen. Und wiederum gleich eine Ecke weiter fanden wir die Nobel-Einkaufsstraße im Omotesando Hills-Viertel.

Mit dem Bus ging es 3 Stationen zur nächsten Superlative: Shibuya Crossing – die geschäftigste Kreuzung der Welt. Hier wechseln zu Höchstzeiten bis zu 3.500 Menschen gleichzeitig kreuz und quer die Straße. Heute waren wir mittendrin. Allgemein schien, als wenn 80% der Kreuzenden Touristen waren. Ein beeindruckendes Schauspiel! Nach einer kleinen Sushi-Train-Stärkung ging es nochmal in der Dämmerung zurück an die Kreuzung und dann fix-und-fertig mit der Metro zurück ins Hotel.

Zeitraffer
Etwas Zeitraffer

Im Hotel ging es noch kurz hoch auf die Dachterrasse. Diese bot nochmal einen tollen Ausblick auf die unmittelbare Umgebung. Den Tag beendeten wir dann abends mit einer Gaming Session mit einer ausgeliehenen VR Brille (VR = Virtuelle Realität). Die Kinder lagen uns damit schon den ganzen Tag im Ohr und es war eine wirklich unterhaltsame Erfahrung – sowohl für den „Brillenträger“ als auch die Zuschauer 🙂