Um 8 Uhr gab es wieder ein eher traditionelles, einfaches Frühstück mit Reis, Ei, Lachs und Miso-Suppe. Dann verfrachteten wir unser Gepäck ins Auto und holten den Besuch der Matsumoto Burg nach – heute bei bestem Wetter und morgentlichen 26°C. Da Denises Schuhe von gestern noch feucht waren (Straßenschuhe im geschlossenen Schrank im Eingangsbereich zu lagern ist für Trockenheit und guten Duft eher kontraproduktiv…), lief sie anfangs barfuß – ein Beweis für die Sauberkeit auf Japans Straßen und Gehwegen.
In der Burg konnten wir alle 5 Etagen anschauen – ohne Schuhe versteht sich, die nahmen wir im Plastiktütchen mit. Die Etagen waren zwar meist leer, nur unten gab es Vitrinen mit Gewehren, Pistolen und einer Rüstung, aber Info-Tafeln lieferten interessante Einblicke in die Verwendung der Etagen für die Verteidigung – gewohnt wurde hinter dem Verteidigungsturm. Von den Wohngefilden gibt es heute nur noch Grundrisse im Rasen.
Florian suchte auch 2 Geocaches, konnte aber nur einen um die Burg herum finden.

Mit dem Auto ging es dann auf die lange, finale Etappe. Mehrere Stunden Autofahrt in Richtung Südosten standen auf dem Programm: raus aus den japanischen Alpen und hin zum Fuji (im deutschen auch Fujiyama oder Fudschijama, japanisch Fuji-san) – Japans höchsten (Vulkan-) Berg.
Zum Mittag gab es heute einen bunten Snack aus dem Supermarkt. Der Markt war dieses Mal noch etwas größer als gestern und hatte auch gleich eine Mikrowelle zum Aufwärmen. Gegessen hatten wir dann im Auto mit Klimaanlage. Kurze Zeit später erreichten die Außentemperaturen 38°C auf der Autobahn.

An einem Fuji-See erhofften wir uns ein schönes Foto, aber der ehrenwerte Berg hüllte sich heute lieber in Regenwolken, von denen wir auch noch ein paar Tropfen abbekommen sollten. In Odawara gaben wir das Mietauto wieder zurück, aber erst nach dem wir die Koffer schon im Hotel in Hakone abstellten und noch einen Abstecher an den Pazifik machten. Der Strand war vulkanisch dunkel und die Autobahn verlief direkt am Strand, vermutlich als kombinierter Deich zum Hochwasser-/ Tsunami-Schutz. Das ganze lud also maximal zum Angeln und Rumgammeln statt zum Schwimmen ein.
Mit dem Bus ging es dann wieder von Odawara zurück nach Hakone. Unser Abendessen bestand zum einen noch aus Resten des Mittagessens und zum andern aus neuen Snacks des hiesigen Minimarkts, die wir dann im Hotelzimmer aßen.
Zum Abschluss stiegen wir noch in den (laut Thermometer) 42°C warmen Onsen (er fühlte sich zwar sehr warm, aber nicht so heiß an) und schauten ein wenig Olympia im Fernsehen: es spielte und gewann Japan im Volleyball gegen Argentinien und kommentiert wurde natürlich auch auf japanisch.