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Es geht wieder los

Dieses Jahr geht es für gut 6 Wochen um die Welt: 3 Wochen Japan, knapp 3 Wochen Australien und auf dem Heimweg noch kurz ein Stop-over in Singapur.

Heute geht es nun los. Der Check-in, die Sicherheits- und Passkontrolle am BER haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Oma und Opa verabschiedeten uns mit Nudeln & Würstchen am Flughafen – es soll ja keiner verhungern 😉
In Berlin scheint die Sonne, laut Bildschirm am Gate erwarten uns in Doha 40°C (aber wir werden hoffentlich nur innerhalb des Terminals sein). Am Ende der heutigen (und morgigen) Reise werden wir in Osaka in Japan ankommen – auch da wird es warm werden. Wir werden berichten!

Nun heißt es erst einmal 6 und 10 Stunden Flug gut hinter uns zubringen.

Adeus Portugal!

Am letzten Urlaubstag klingelte morgens der Wecker – wir wollten das WoMo möglichst zeitig zurückbringen, nachdem wir beim Abholen so lange warten mussten. Die Koffer wurden also fertig gepackt und geschlossen, die Rücksäcke gefüllt, unzählige Brote geschmiert (es muss ja alles alle werden 😉 ) und dann das Abwasser und die Toilette geleert. Kurz vor 9 Uhr ging es los in Richtung Sintra. Unterwegs noch schnell tanken und dann waren wir kurz vor halb Zehn beim WoMo-Verleiher. Nach 1063 km und durchschnittlich 10,5 Liter Diesel auf 100km gaben wir das Wohnmobil problemlos ab. Es war uns ein treuer Gefährte durch den Süden Portugals und ein tolles Wohnmobil. Eine halbe Stunde später saßen wir im Taxi in Richtung Flughafen.
Unser Flieger war für 13:50 Uhr geplant, doch in der heutigen Zeit wollten wir lieber zu früh als zu spät am Flughafen sein. Wir mussten noch ein wenig auf den Check-in warten, standen dafür aber fast ganz vorne in der Reihe. Die Zeit bis zum Abflug verging dann doch ganz gut und wir kamen auch halbwegs pünktlich los, gutem Wetter und einem pünktlich eintreffenden Flugzeug sei dank.
In Barcelona wechselten wir im gleichen Terminal nur den Flugsteig und mussten auch gar nicht lange bis zum Einsteigen warten. Im Flieger sitzend konnten wir dann sogar unserem Gepäck beim Einladen zusehen, sodass auch diese Sorge des fehlenden Gepäcks gebannt war. Am BER kamen wir pünktlich Dreiviertel Neun an. Vor dem Terminal warteten wir wenige Sekunden, bis wir eingewiesen wurden und auch die Koffer ließen nicht allzu lange auf sich warten. So schafften wir es in 40 Minuten von der Landung bis zum Verlassen des Terminals, wo Mathias Papa auf uns wartet und bequem nach Hause brachte. Hier warteten noch weitere Geburtstagsgeschenke für Florian, die natürlich gleich ausgepackt werden mussten. Am Ende dieses langen Tages waren alle froh, wieder in ihren eigenen Bettchen zu schlafen 🙂

Damit schließt sich die Berichterstattung von einem tollen Urlaub. Die Kinder hatten schon lange wieder einen MoMo-Urlaub eingefordert. Und so genossen sie die Fahrten mit Hörspielen oder Hörbüchern auf den Ohren und die Strände und Bademöglichkeiten. Die Altstädte und der leckere Fisch gefielen besonders Mama und Papa sehr gut. Alles in allem hatten wir einen tollen Urlaub mit vielen neuen Eindrücken und tollem Wetter. Die Zeit verging schnell und langsam zugleich. Die Ankunft und ersten Tage in Lissabon kommen uns schon wieder wie eine Ewigkeit weit weg vor.

Rückfahrt nach Lissabon

Heute am letzten Tag im Wohnmobil ging es direkt 2 Stunden zurück bis Lissabon und sogar etwas darüber hinaus. Der Regen hatte sich zum Glück verzogen und so fuhren wir bei schönem Wetter wieder an Korkeichen vorbei und durch grüne Landschaften. Unterwegs stoppten wir kurz an einem Ausblick runter auf Setúbal, wo wir die ersten beiden Tage verbrachten. In Sintra, nordwestlich von Lissabon, wollten wir eigentlich das Schloss besichtigen, aber fanden keinen Parkplatz. So fuhren wir gleich weiter zum Campingplatz südwestlich ans Meer und entschieden uns, lieber noch einmal ans Wasser zu gehen, statt noch das Schloss per Taxi anschauen zu fahren. Die Koffer für die Rückreise morgen mussten ja schließlich auch noch gepackt werden. Der Atlantik hier an der Westküste ist wieder wild und kühl, aber für die Füße war das gut genug. Zum Abschluss ging es nochmal in ein kleines, lokales Restaurant zum Fisch essen und Pastéis de Nata gab es auch noch ein letztes Mal.
Morgen früh heißt es dann zeitig aufstehen, das Wohnmobil zurückbringen und ab zum Flughafen. Der Rückflug wird über Barcelona gehen, da TAP unseren eigentlichen Direkt-Rückflug auf Montag verschoben hatte und wir dann wieder auf Samstag umbuchten.

Auf den Straßen Portugals

In guter alter Manier gibt es hier mal einen Einblick in den Straßenverkehr Portugals. Mit dem Wohnmobil kamen wir bisher eigentlich ganz gut voran. Die Straßen waren meist breit genug, um mit dem etwas breiteren WoMo nicht ins Schwitzen zu geraten. In den Städten selbst konnte es natürlich schon mal enger werden. Damals haben sie beim Errichten der Altstädte einfach noch nicht an uns WoMo-Urlauber gedacht 😉
Das Parken war nicht immer ganz einfach. Da Portugal in der Hauptsaison im Sommer von Wohnmobilen geflutet zu werden scheint, ist das Parken auf den normalen Parkplätzen mit großen WoMos oft untersagt. Doch bisher hatten wir Glück und fanden immer einen Parkplatz oder eine lange Lücke entlang des Straßenrands, um dann die Städte zu Fuß zu erkunden.
Der Straßenplaner Portugals scheint ein Freund von Kreisverkehren zu sein. So viele Kreisverkehre wie hier haben wir noch nirgendwo gesehen. Entlang der Algarve kamen sie teils im 1-2km Abstand. Das erspart dann zwar die Ampeln, aber ein zügiges, konstantes Vorankommen wird halt doch erschwert.
Beim Blinken sind die Portugiesen eher faul, oder zumindest abhängig von der individuellen Tagesform. Teils blinken sie beim Einfahren in den Kreisverkehr vorsorglich nach Links, damit man erkennt, dass sie länger kreisen – das ist sinnvoll und hilfreich. Andere blinken dann gar nicht, selbst nicht an der Ausfahrt, sodass man selbst nicht zügig in den Kreisverkehr einfahren kann.
Dörfer haben oft eine Ampel am Ortseingang, die registriert, wenn Autos ankommen und schaltet zur Beruhigung des Verkehrs auf Rot. Kommt man dann angeschlichen, schaltet sie rechtzeitig vor dem Stillstand wieder auf Grün.
Allgemein sind Ortseingangsschilder eher dezent – ein weißes Schild mit dem Ortsnamen in Schwarz – mehr nicht. Das sieht man sogar meist noch. Den Ortsausgang haben wir dann aber doch das ein oder andere Mal verpasst, sodass wir dann zu langsam fuhren. Innerhalb von Ortschaften sind eigentlich 50 km/h vorgeschrieben, doch manchmal auf größeren Straßen „bremsten“ uns die Schilder innerorts vor Kreisverkehren erst auf 70 und dann auf 50 km/h runter. Oder hatten wir wieder verpasst, dass wir gar nicht mehr im Ort war waren?!
Die Autobahnen sind mautpflichtig. Wir haben dafür extra einen kleinen Sender im WoMo, der mit der Mautbrücke elektronisch kommuniziert. So brauchen wir nicht mit Kleingeld am Schalter hantieren und können einfach über spezielle grüne Spuren durch die Mautstellen fahren.
Bedingt durch den Herbst und damit kälteren Temperaturen in Nordeuropa sahen wir sehr viele Autos mit anderen europäischen Kennzeichen. Das reichte von Spanien, über ganz viele Franzosen, natürlich Deutsche und Niederländer aber auch bis hoch nach Schweden und Finnland oder gar Irland. Da ist die Anreise dann ganz schön lang!
Gehwege sahen wir eher weniger – meist nur in den größeren Orten. Außerorts oder in kleineren Dörfern musste der sandige Seitenstreifen reichen. Der allgemeine Zustand der Straßen scheint auch hier abhängig von den lokalen Geldmitteln zu sein. Teils wurde unser WoMo ordentlich durchgeschüttelt, aber wir fuhren auch tolle, ausgebaute Straßen.

Unser MoWo ist übrigens 6,6m lang und 3,3m hoch. Das Gewicht kennen wir gar nicht so genau. Der Dieselmotor ist kräftig im Bedarfsfall und allgemein recht sparsam. Zum Rückwärtsfahren haben wir eine Kamera und Denise auf dem Beifahrersitz zum Einweisen in enge Campingplatz-Lücken 😉

Im Norden wird‘s feuchter

Nach einer kühlen und absolut leisen Nacht im afrikanisch angehauchten Shamwari Hilltop Retreat ging es wieder auf die Landstraße nach Norden. Viel gab es auf der Strecke nicht zu entdecken, doch auf Anraten der Campingplatzbesitzerin stoppten wir in Mértola. Hier ging es durch eine kleine Altstadt, deren Gassen so eng waren, dass man sich wunderte, wie die Einwohner mit den Autos überhaupt zu ihren Häusern kamen.
Beim nächsten Stopp in Beja gab es wieder eine nette Altstadt zu sehen und Sushi zum Mittag.

Weiter ging es die Landstraßen bis Évora, vorbei an unzähligen Olivenbäumen und Korkeichen. Die Korkeichen standen eher vereinzelt und waren „unten rum schon nackig“ – die Stämme waren bis etwa 2m Höhe geschält und ganz dunkel, die Äste hingegen noch eher hell. Von nahem konnten wir jedoch keine Korkeiche sehen. Die Olivenbäume standen alle in Reih und Glied in unterschiedlichsten Altersgraden für den professionellen Anbau. Am Parkplatz in Évora konnten wir einen voll-behangenen Olivenbaum begutachten. Das Probieren der Oliven war dann jedoch nur von kurzer Dauer, da sie roh sehr starke Bitterstoffe enthalten. Hier braucht es also die Salzlake beim Einlegen, um diese Bitterstoffe zu entkräften.
Évora hatte auch wieder eine tolle Altstadt, die aber ganz anders aussah als die bisherigen, unzähligen Altstädte. Hier war der römische Einfluss deutlich sichtbar und erinnerte uns stark an unsere süddeutschen Altstädte. Leider kam etwas Nieselregen auf, doch der sollte unserem Rundgang keinen Abbruch tun. Die Nacht verbringen wir nun auf einem Campingplatz am Rande Évoras, bevor es morgen zurück nach Sintra bei Lissabon geht.

Reiten am Strand zum Abschied von der Algarve

Heute Morgen ging es nach Faro rein. Hier gab es eine alte Altstadt innerhalb der Stadtmauer und drum herum noch mehr Altstadt zu besichtigen. Vergangenheit haben sie hier in Portugal. Innerhalb der Stadtmauer besuchten wir die Kathedrale von Faro mit einem Glockenturm, den man für eine gute Aussicht besteigen konnte. Anschließend ging es zu einer anderen Kirche am Rande der Altstadt mit dem prächtigen Namen Igreja da Ordem Terceira de Nossa Senhora do Monte do Carmo, die eine „Knochenkapelle“ zu bieten hatte. Hier wurden im Jahr 1816 über 1000 Gebeine verstorbener Mönche exhumiert und verbaut, um Platz auf dem Friedhof zu schaffen.

Von Faro war es nur eine kurze Fahrt bis Olhão, wo wir den Fisch- und den Gemüsemarkt besuchten. Zum Mittag gab es Toast an der Promenade mit Blick auf‘s Wasser.

Zum Highlight als Abschluss an der Algarve-Küste gab es heute für Laura und Denise einen Reitausflug an den Strand von Manta Rota. Florian und Mathias machten Fotos und wurden künstlerisch am Strand aktiv.

Nach dem Reiten warfen vom hoch gelegenen Dorf Cacela Velha nochmal einem Blick auf den Strand und die Lagune, wo die Mädels reiten waren. Das Ende des Strands markiert dann auch das Ende von Portugal. Nach der Flussmündung beginnt Spanien. Für uns war das auch der Abschied vom Atlantik und der Algarve, da wir uns nun im Inland zurück gen Norden orientieren werden.

Baden im Atlantik

Heute Morgen konnten die Kinder dem Pool auf dem Grundstück von Denises Chef einfach nicht widerstehen. Auch wenn er nur etwa 20°C warm war und die Außentemperatur noch leicht darunter lag, mussten sie einfach reinhüpfen…

Unser erster Stopp führte uns zu einem “Schmuggler-Pfad“ am nahe gelegenen Praia do Carvalho. Der Strand liegt in einer Steilküsten-Bucht und ist daher nur über eine in den Stein gehauene Treppe durch einen Tunnel zu erreichen.
Weiter ging es zum nächsten spektakulären Strand in Porches mit dem umfangreichen Namen Praia de Nossa Senhora da Rocha. Hier thront eine Kirche auf einer Klippe, die auch schon merklich kürzer geworden ist. Zum Strand ging es dieses Mal über eine steile Treppe in einer Felsspalte. Mittag gab es dann im Wohnmobil noch auf dem Parklatz in Porches.

Nächster Halt war der dritte Strand des Tages: Praia da Falésia in Albufeira. Mittlerweile hatten die Temperaturen angenehme Werte erreicht und in der Sonne war es angenehm warm, sodass Denise nochmal zum WoMo zurückging und die Badesachen holte. Und es hatte sich gelohnt. Die Wassertemperatur war merklich angenehmer als beim letzten Wasserkontakt an der Westküste in Carrapateira. Der Strand fiel flach ab und bot seichte Wellen. Alles in Allem hatten wir unseren Spaß im Wasser und nun können die Kinder mit Stolz berichten, im Atlantik baden gewesen zu sein (nach dem Indischen Ozean und dem Pazifik nun schon der dritte Ozean).

Unser heutiger Stellplatz ist eher praktischer Natur kurz vor Faro. Zum Glück hören wir den nahen Flughafen nicht. Viel gibt es drumherum nicht, außer Wohngebiet und dem Flughafenzubringer. Auf Grund von Allerheiligen hatte auch das nahegelegene portugiesische Restaurant geschlossen, sodass es Abendessen im WoMo gab. Dafür können wir dann morgen mit kurzer Anfahrt Faro erkunden.

Regen an der Algarve

Der heutige Montag begann mit grauem Himmel und Regen. Dementsprechend konnte unsere Wäsche über Nacht nicht trocknen und musste ins Wohnmobil umziehen. Die Ausflugsziele in der Umgebung waren auch nicht sehr Regen-freundlich, sodass wir den Vormittag erst einmal mit Spielen im WoMo begannen. Als der Regen dann weniger wurde, fuhren wir los in Richtung Tal der Störche. Dieses war nett anzusehen, doch Störche zeigten sich heute nur sehr wenige. In Silves gingen wir zunächst noch kurz die Vorräte wieder aufstocken. Nach einen Snack und kleinen Mittagsschläfchen war das Wetter auch schon wieder auf dem Weg der Besserung. So bestiegen wir die Burg – das Castello de Silves und staunten über Ausgrabungsstücke im Archäologischen Museum. In Silves bekamen wir dann auch noch so einige Störche zu sehen.

Nach dem Burgbesuch ging es zurück an die Küste zu einem Boardwalk in Carvoeiro, wo wir die Steilküste und den Sonnenuntergang bestaunen konnten. Von hier waren es nur wenige Minuten bis zum Ferienhaus von Denises Chef. Den trafen wir da und stehen nun auch auf seinem Grundstück. Mit ihm fuhren wir zum Abendessen noch einmal runter nach Carvoeiro – es gab wieder lecker Fisch.

Sommerurlaubsstimmung

Die Zeitumstellung fand heute natürlich auch in Portugal statt, sodass wir heute nicht ganz so lange wie sonst schliefen. Die ersten (vermutlich Spanier) liefen schon gegen 5 über den Platz zu den Toiletten, gefühlt war es für sie ja schon 7 Uhr morgens (andere Zeitzone + Winterzeit = 2h Unterschied) 😉
In den frühen Morgenstunden regnete es ordentlich und gewitterte sogar auch kurz, doch als die Sonne aufging, war der Himmel wieder klar und ein wunderschöner Tag erwachte. Wir konnten schön draußen Frühstück essen und noch einmal ins Schwimmbad gehen. Denise buchte sich eine Massage und so rollten wir heute erst kurz vor 12 Uhr vom Campingplatz. Der Weg war nicht weit und so kamen wir im nahen Lagos schon wieder zum Stehen. Lagos hat eine wunderschöne Altstadt, in der wir zunächst leckeren Fisch zum Mittag aßen und dann durch die Gassen schlenderten.

Unser Stellplatz für die Nacht ist dieses Mal wieder auf einem kleinen, privaten Platz unweit von Lagos. Hier warfen wir die Waschmaschine an und genossen noch etwas die Abendsonne, bevor uns die Mücken zum Reingehen aufforderten.

Immer weiter gen Süden

Am Freitagmorgen bzw. späten Vormittag ging es wieder los, zunächst nach Milfontes. Hier fuhren wir mangels WoMo-Parkplätzen jedoch nur eine Runde durch den Ort und dann weiter zum Leuchturm Farol do Cabo Sardão. Hier fanden wir einen Parkplatz und konnten das tosende Meer am Fuße der Steilküste beobachten. Schon auf der Fahrt hierher und auch an den Klippen sahen wir Störche, die in ihren Nester standen. Hierhin zieht es sie also im nordeuropäischen Winter. Auch für uns war es heute angenehm warm und es ging zunächst ein laues Lüftchen – im WoMo zeigte es zwischenzeitlich 29°C an.
Weiter ging es nach Odemira, wo zunächst ein Besuch bei Lidl auf dem Plan stand, um die Vorräte wieder etwas aufzufüllen. Den Mittagssnack gab es gleich noch auf dem Lidl-Parkplatz. Odemira selbst konnte mit kleinen Gassen beeindrucken, durch die unser WoMo gerade so noch durch passte, sowie einer alten Windmühle, von denen wir dann aber im Laufe des Tages noch mehrere sehen sollten.

Weiter südlich zwischen Odemira und Aljezur begann die Algarve, die wir nun für einige Tage durchqueren werden. Im Örtchen Aljezur gaben wir die Parkplatzsuche schon fast auf, als direkt vor dem Ortsausgang doch noch ein „wilder“ Parkplatz für uns frei war. Die Chance nutzten wir und erklommen daraufhin die Burgruine, die schon im 10. Jahrhundert von den Arabern erbaut wurde und heute nur noch mit niedrigen Mauerstümpfen zu erkennen ist. 
In Carrapateira standen wir auf dem Grundstück eines Restaurants. Da durfte man kostenfrei über Nacht bleiben, wenn man im Restaurant aß. Eigentlich hatten uns andere Reisende von leckerem Fisch berichtet, doch nach der Saison (oder mit einem neuen Eigentümer?!) gab es „nur noch“ Tappas und Hamburger. Der nahe Strand konnte dagegen mit seiner wahnsinns Breite und tosenden Wellen beeindrucken. Zum Glück wehte der nun etwas stärkere Wind ablandig, sonst wären wir von der Gischt gebadet worden.

Am Samstag parkten wir unser Wohnmobil nur etwas näher in Richtung Strand und machten uns auf eine kleine, etwa 5km lange Wanderung an der Steilküste entlang.

Zum Mittagessen fuhren wir erst noch ein kleines Stück zum “Ende der Welt“, dem südwestlichsten Punkt Europas, dem Leuchtturm am Kap von Sao Vicente: Farol do Cabo de São Vicente. Hier brieten wir uns ein paar Fleischklopse von Lidl zu einer leckere Stulle dunklen Brots von Lidl … nicht sehr portugiesisch ;-). Schon beim Essen hatten wir tolle Sicht auf Meer vor und hinter dem WoMo. Der Leuchtturm selbst war leider eingerüstet und hatte bis auf spektakuläre Steilküsten nicht viel mehr zu bieten.
In Sagres fuhren wir zur Burg Fortaleza de Sagres, sparten uns aber einen Besuch des Inneren. Stattdessen gönnten wir uns in Sagres noch ein Eis und ein Pastel de Nata, bevor es weiter zu unserem heutigen Campingplatz-Ferienresort ging.

Hier in Portugal und im benachbarten Spanien ist der 1. November ein Feiertag. Somit steht hier mit Brücketag nun ein langes Wochenende bevor und das scheint dem großen Campingplatz Algarve Turiscampo in Luz ordentlich Besucher zu bescheren. Hier stehen unzählige Wohnwagen und -mobile aus Spanien, Portugal, aber auch Deutschland, Frankreich und den Niederlanden (und sicherlich noch weitere). Wir kamen gegen halb Vier hier an und konnten uns noch einen Platz sichern. Die Kinder freuten sich riesig, als sie vom Schwimmbad erfuhren und wollten natürlich gleich rein. Zum Glück gab es auch ein beheiztes Becken, sonst wäre es bei 23°C Außentemperatur etwas frisch geworden. Wie der ganze Platz war auch das Schwimmbad gut besucht und abends halb Elf ist noch immer ordentlich Gewusel draußen zu hören.

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