Am Freitagmorgen bzw. späten Vormittag ging es wieder los, zunächst nach Milfontes. Hier fuhren wir mangels WoMo-Parkplätzen jedoch nur eine Runde durch den Ort und dann weiter zum Leuchturm Farol do Cabo Sardão. Hier fanden wir einen Parkplatz und konnten das tosende Meer am Fuße der Steilküste beobachten. Schon auf der Fahrt hierher und auch an den Klippen sahen wir Störche, die in ihren Nester standen. Hierhin zieht es sie also im nordeuropäischen Winter. Auch für uns war es heute angenehm warm und es ging zunächst ein laues Lüftchen – im WoMo zeigte es zwischenzeitlich 29°C an.
Weiter ging es nach Odemira, wo zunächst ein Besuch bei Lidl auf dem Plan stand, um die Vorräte wieder etwas aufzufüllen. Den Mittagssnack gab es gleich noch auf dem Lidl-Parkplatz. Odemira selbst konnte mit kleinen Gassen beeindrucken, durch die unser WoMo gerade so noch durch passte, sowie einer alten Windmühle, von denen wir dann aber im Laufe des Tages noch mehrere sehen sollten.










Weiter südlich zwischen Odemira und Aljezur begann die Algarve, die wir nun für einige Tage durchqueren werden. Im Örtchen Aljezur gaben wir die Parkplatzsuche schon fast auf, als direkt vor dem Ortsausgang doch noch ein „wilder“ Parkplatz für uns frei war. Die Chance nutzten wir und erklommen daraufhin die Burgruine, die schon im 10. Jahrhundert von den Arabern erbaut wurde und heute nur noch mit niedrigen Mauerstümpfen zu erkennen ist.
In Carrapateira standen wir auf dem Grundstück eines Restaurants. Da durfte man kostenfrei über Nacht bleiben, wenn man im Restaurant aß. Eigentlich hatten uns andere Reisende von leckerem Fisch berichtet, doch nach der Saison (oder mit einem neuen Eigentümer?!) gab es „nur noch“ Tappas und Hamburger. Der nahe Strand konnte dagegen mit seiner wahnsinns Breite und tosenden Wellen beeindrucken. Zum Glück wehte der nun etwas stärkere Wind ablandig, sonst wären wir von der Gischt gebadet worden.





















Am Samstag parkten wir unser Wohnmobil nur etwas näher in Richtung Strand und machten uns auf eine kleine, etwa 5km lange Wanderung an der Steilküste entlang.














Zum Mittagessen fuhren wir erst noch ein kleines Stück zum “Ende der Welt“, dem südwestlichsten Punkt Europas, dem Leuchtturm am Kap von Sao Vicente: Farol do Cabo de São Vicente. Hier brieten wir uns ein paar Fleischklopse von Lidl zu einer leckere Stulle dunklen Brots von Lidl … nicht sehr portugiesisch ;-). Schon beim Essen hatten wir tolle Sicht auf Meer vor und hinter dem WoMo. Der Leuchtturm selbst war leider eingerüstet und hatte bis auf spektakuläre Steilküsten nicht viel mehr zu bieten.
In Sagres fuhren wir zur Burg Fortaleza de Sagres, sparten uns aber einen Besuch des Inneren. Stattdessen gönnten wir uns in Sagres noch ein Eis und ein Pastel de Nata, bevor es weiter zu unserem heutigen Campingplatz-Ferienresort ging.






Hier in Portugal und im benachbarten Spanien ist der 1. November ein Feiertag. Somit steht hier mit Brücketag nun ein langes Wochenende bevor und das scheint dem großen Campingplatz Algarve Turiscampo in Luz ordentlich Besucher zu bescheren. Hier stehen unzählige Wohnwagen und -mobile aus Spanien, Portugal, aber auch Deutschland, Frankreich und den Niederlanden (und sicherlich noch weitere). Wir kamen gegen halb Vier hier an und konnten uns noch einen Platz sichern. Die Kinder freuten sich riesig, als sie vom Schwimmbad erfuhren und wollten natürlich gleich rein. Zum Glück gab es auch ein beheiztes Becken, sonst wäre es bei 23°C Außentemperatur etwas frisch geworden. Wie der ganze Platz war auch das Schwimmbad gut besucht und abends halb Elf ist noch immer ordentlich Gewusel draußen zu hören.




Das sind übrigens Klippenstörche, die zum nisten dort hinkommen. Ein Nest mit schönster Aussicht, aber auch gefährlich für die Jungen. Zum Winter verlassen sie ihr Nest auch wieder. Haben in einer Doku darüber berichtet.
Es macht wieder Spass euren Blog zu lesen!
Euch weiterhin eine schöne Zeit!