Nach einer kühlen und absolut leisen Nacht im afrikanisch angehauchten Shamwari Hilltop Retreat ging es wieder auf die Landstraße nach Norden. Viel gab es auf der Strecke nicht zu entdecken, doch auf Anraten der Campingplatzbesitzerin stoppten wir in Mértola. Hier ging es durch eine kleine Altstadt, deren Gassen so eng waren, dass man sich wunderte, wie die Einwohner mit den Autos überhaupt zu ihren Häusern kamen.
Beim nächsten Stopp in Beja gab es wieder eine nette Altstadt zu sehen und Sushi zum Mittag.

Weiter ging es die Landstraßen bis Évora, vorbei an unzähligen Olivenbäumen und Korkeichen. Die Korkeichen standen eher vereinzelt und waren „unten rum schon nackig“ – die Stämme waren bis etwa 2m Höhe geschält und ganz dunkel, die Äste hingegen noch eher hell. Von nahem konnten wir jedoch keine Korkeiche sehen. Die Olivenbäume standen alle in Reih und Glied in unterschiedlichsten Altersgraden für den professionellen Anbau. Am Parkplatz in Évora konnten wir einen voll-behangenen Olivenbaum begutachten. Das Probieren der Oliven war dann jedoch nur von kurzer Dauer, da sie roh sehr starke Bitterstoffe enthalten. Hier braucht es also die Salzlake beim Einlegen, um diese Bitterstoffe zu entkräften.
Évora hatte auch wieder eine tolle Altstadt, die aber ganz anders aussah als die bisherigen, unzähligen Altstädte. Hier war der römische Einfluss deutlich sichtbar und erinnerte uns stark an unsere süddeutschen Altstädte. Leider kam etwas Nieselregen auf, doch der sollte unserem Rundgang keinen Abbruch tun. Die Nacht verbringen wir nun auf einem Campingplatz am Rande Évoras, bevor es morgen zurück nach Sintra bei Lissabon geht.