Siehe unten der Artikel von vor 3 Tagen, der hatte noch gehangen.
Kategorie: Neuseeland / Australien (Seite 3 von 4)
Unterwegs in Neuseeland 2012
Wie geplant sind wir am Donnerstag von Nelson nach Picton gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir in Havelock die dort üblichen greenslip mussels (Muscheln) gegessen. Die gab‘s mit 6 verschiedenen Soßen und waren super lecker. Gut gestärkt ging es dann über den kurvigen Queen Charlotte drive immer entlang dem Fjord. Da es in jeder Kurve schöne Ausblicke gab, brauchten wir für die 30km ewig 😉 Picton selbst war dann – wie so viele andere – eine kleine ruhige Ortschaft. Unsere Fähre sollte am Freitag um 13Uhr abfahren und da man rechtzeitig einchecken sollte, waren wir so pünktlich dort, dass wir sogar gerade noch so auf die vorherige Fähre durften. Dort standen wir dann neben vielen anderen PKWs, erstaunlich wenigen Wohnmobilen aber auch Lastern mit Kühen und Containern. Die 3 stündige Fahrt durch den Fjord, über den Cook Strait und dann in die Bucht von Wellington, war landschaftlich schön anzusehen. Leider wurde es immer windiger, je weiter wir aufs Meer raus kamen und so konnten wir nicht im Freien bleiben. Florian spielte dann auf einer der Sitzecken. Denise war ein wenig seekrank, als das Schiff dann über die größeren Wellen schaukelte. In Wellington angekommen, suchten wir erstmal einen Parkplatz in der Innenstadt – was mit unserem kleinen LKW gar nicht so leicht war. Dann war endlich einer für 4 Dollar die Stunde gefunden und wir spazierten zur i-site (der Touristeninformation) und dann zum CableCar. Das ist eine alte kleine Zugbahn die über 4 Stationen einen Hügel mit schönem Ausblick hochfährt. Zurück liefen wir den Hügel hinunter und konnten einmal miterleben wie schnell sich das Wetter in Neuseeland ändert. Unten auf dem Parkplatz war es noch sonnig bei gefühlten 18Grad, eine halbe Stunde später auf dem Hügel war es kühl, windig und kurz vorm Regnen. Dank unseres Eiltempos waren wir dann auch genau zu den ersten Tropfen wieder im Campervan – und erleichtert diesem Gewusel und der Hektik wieder entkommen zu können. Wir haben uns in den letzten Wochen schon so an die weitläufige Natur ohne Menschen und den wenigen Verkehr gewöhnt, dass wir erstmal nur wieder zurück in unser kleines mobiles Zuhause wollten 😉 Heute sind wir nun schon 200km nördlich von Wellington aber es ist immer noch viel mehr besiedelt als der Süden und wir haben schon ein bisschen „Südinselweh“. Aber es gibt auch gute Seiten – da man hier flächendeckend guten Handyempfang hat und auch die freien Stellplätze nicht weit von Zivilisation sind, haben wir gleich ohne ein mulmiges Gefühl die erste Nacht an einer Bucht frei gecampt. Dafür stehen wir heute aber auf dem bisher teuersten Campingplatz :/
Morgen geht’s über die Whanganui River Road in den Tongariro National Park.
- Leckere Greenslip Mussels
- Queen Charlotte Sound vom Auto
- Tschüß Südinsel
- Spielspaß auf der Fähre
- Queen Charlotte Sound vom Boot
- CableCar in Wellington
- Wellington von oben
- Whanganui von oben
- Campingstellplatz am Whanganui River
Kia Ora aus Wellington. Sind gut mit der Fähre übergesetzt und haben einen kleinen Stadtbummel inkl Cablecar fahren gemacht. Ein Kulturschock nach der Einsamkeit bisher.
Pünktlich 9:30Uhr fuhren wir heute mit dem Boot zum Strand – ja ihr habt richtig gelesen, wir wurden nämlich erstmal im Boot auf einem Traktor ins Wasser gefahren, damit unsere Füße nicht nass werden 😉 Das wurden sie dann erst als wir 30min später in einer der einsamen Buchten abgesetzt wurden. Doch vorher ging es in dem kleinen Boot mit 10 weiteren Passagieren über kleine Wellenhüpfer vorbei an kleinen einsamen hellen Buchten und Felsen mit Robben. Flori sah in seiner Schwimmweste echt super witzig aus – auch wenn die ihm nicht so gut gefallen hat. In der Bark Bay angekommen, genossen wir noch kurz das – zugegeben recht kalte – Meerwasser zwischen den Zehen und machten uns dann auf die 2 stündige Wanderung zur Torrent Bay. Der Weg führte malerisch im Wechsel durch Regenwald und mit Blick auf die Buchten. Leider war gerade Ebbe und die Buchten zeigten recht wenig vom türkisen Wasser. Trotzdem ein sehr schönes Erlebnis bei einem Sonne Wolken Mix. Florian hat wie so oft erst mal ein Nickerchen beim Papa auf dem Bauch gemacht und dann brabbelnd in die Baum-/Palmenkronen geguckt. Es hat alles gestimmt. Vielleicht sieht man auf den Fotos besser was wir nicht beschreiben können 😉
Jetzt sind wir gerade in Nelson – der sonnenreichsten Stadt Neuseelands –über der man gerade aber keine Sonne sondern nur einen wunderschön klaren Sternenhimmel sieht. Morgen geht es dann nach Picton, wo wir am Freitag mit der Fähre (schon gebucht) von der Süd- auf die Nordinsel übersetzen werden. Unser mobiles Zuhause nehmen wir natürlich mit 😉
- Boot auf Traktor
- Floris erste Schwimmweste
- Babyrobbe in freier Natur
- Ganz schön kaltes Wasser
- Blick auf Bark Bay
- Paradiesisch
- Wandersleut
- Falls River swing brigde
- Rast mit Ausblick
- Ebbe in der Torrent Bay
- Boot entern (1)
- Boot entern (2)
- Ein perfekter Tag
Heute morgen regnete es immernoch aber wir fuhren trotzdem in aller Hoffnung zu den Robben. Und wir hatten Glück. Beim loslaufen regnete es nicht mehr und 10 min später bei den Robben kam die Sonne raus. So konnten wir in aller Ruhe die kleine Robbenkolonie beim Sonnenbad beobachten. Naja „in aller Ruhe“ wurde nur von Flori gestoert, der sehr müde und quengelig war. Dafür schlief er später im Auto dann gleich mal 3 Std am Stueck. So schafften wir heute 300km und sind nun am Rande des Abel TasmanPark im Nordosten der Südinsel. Morgen lassen wir uns per Wassertaxi in eine der Buchten bringen, um dann dort an der Küste zu wandern und an einer anderen Bucht abgeholt zu werden. We are looking forward!
Heute soll es mal um das Fahren auf der linken Seite gehen. Nach nunmehr knapp 2.500km auf Neuseelands Straßen, geht das Fahren auf der linken Seite fast wie im Schlaf. Im Auto selbst ist fast alles verkehrt herum – der Blinker ist rechts, der Scheibenwischer links, dafür die Gangschaltung in der Mitte, aber mit links zu bedienen. Wir haben 5 Gänge und einen Rückwärtsgang. Da wir allerdings im 2. Gang anfahren, haben wir Netto nur 4 Gänge – bei maximal erlaubten 100km/h auch völlig ausreichend. Alles was man im Straßenverkehr wissen muss, steht direkt auf der Straße oder auf den diversen Schildern. Was die Vorfahrt angeht, hat sich erst kürzlich im März etwas geändert, doch gleichberechtigte Straßen sehen wir als Touristen eher seltener 😉 Ansonsten finden alle Verkehrsregeln bei diesem geringen Verkehrsaufkommen sowieso kaum Anwendung. Oft fahren wir viele Kilometer ohne jeglichen Verkehr. Letztens aus dem Milford Sound heraus haben wir 120km kein Auto auf unserer Spur gesehen, nur wenige auf der Gegenspur. Das wichtigste für Mathias als Fahrer ist ansonsten der Rückspiegel am Berg, um als Hindernis die (seltenen) Fahrzeuge hinter uns passieren zu lassen – nicht das hinten jemand am Steuer einschläft 😉 Aber auch dafür ist hier gesorgt – es gibt hin und wieder „Passing Lanes“ oder „Passing Bays“ an den Steigungen. Breit genug sind die Straßen auch für unser großes Wohnmobil, nur bei den Brücken wird es hin-und-wieder eng: viele Brücken sind nur „One Lane Bridges“, also einspurige Brücken, welche mit einem Vorfahrtsschild ausgestattet sind und dann heißt es Augen auf. Die längste einspurige Brücke Neuseelands haben wir in Haast überfahren: ca. 960m – hier gab es allerdings zwei Ausweichstellen, welche wir ohne Gegenverkehr natürlich nicht brauchten. Auch bei den Kurven haben die Kiwis gespart. In der Nähe von Christchurch fuhren wir eine Straße 20km gerade aus – ohne Kurve! Hier im Westen an der Küste geht es dagegen meist Serpentinen-mäßig voran.
Für die Navigation ist Denise zuständig. Sie lotet uns mit meist sehr groben Karten, ohne GPS-Navigation sicher ans Ziel. Zu Beginn im Bereich Christchurch war dies etwas komplizierter und wir mussten das ein oder andere Mal umdrehen, um den korrekten Abzweig zu bekommen. Danach wurde es deutlich einfacher, da das Straßennetz auf eine Hauptstraße begrenzt ist und diese uns um die ganze Insel führt. Die Abzweige sind dann immer gut ausgeschildert. Angesichts der Größe der Ortschaften schon recht skurril – heute sind wir von Greymouth nach Westport etwa 100km gefahren und konnten die ganze Zeit der Ausschildung nach Westport folgen. An sich nicht verwunderlich, allerdings hat Westport nur geschätzte 10.000 Einwohner. Das ist, als wenn Hönow bereits in Potsdam ausgeschildert wäre 😉
Noch kurz zum heutigen Tag: Auf dem Weg nach Westport standen die Pancake Rocks auf dem Plan, oder vielmehr im Meer neben der Straßen und haben die großen Wellen aufgebraust. Ein tolles Schauspiel! In der Nähe von Westport wollten wir dann noch eine Robben-Kolonie besuchen, doch der Weltungangs-ähnliche Regen ließ uns dann nicht das Wohnmobil verlassen und wir fuhren weiter. Doch wir stehen nun wenige Kilometer entfernt auf einem Campingplatz am Strand und hoffen auf besseres Wetter morgen früh. Dann werden wir hoffentlich die Robben besuchen können. Bis dahin lauschen wir wieder der starken, rauschenden Brandung zu.
- Im Cockpit
- Der Fahrer
- Die beiden Beifahrer
- Beifahrerausrüstung
- Denise als fahrender Fotograf
- Flori als Touristenführer
- Immer geradeaus
- Unbefestigt durch den Regenwald
- Baustellenampel
- Pancake Rocks
- Abendstimmung in Westport
Nun sind wieder einige Tage vergangen und wir wollen eure Neugier natürlich stillen 🙂
Von TeAnau sind wir dann am Donnerstag Richtung Wanaka gefahren. Dort waren wir in der Puzzling World – in verschiedenen „Illusion Rooms“ konnten wir unserer Wahrnehmung nicht trauen. War sehr lustig. Da es aber sonst – wie immer – nichts soo spannendes in Wanaka gab, sind wir gleich weitergefahren. Wir haben wieder einen Campingplatz in einem Naturreservoir angepeilt und standen pünktlich zum Sonnenuntergang an einem malerischen See… Allerdings komplett einsam und abgeschieden ohne Handyempfang (!). Der Mama war das dann wieder nichts und so haben wir 10km weiter auf einem Hof mit Stellplätzen übernachtet – zwar auch als einzige Camper aber wenigstens waren noch die Besitzer da. Irgendwie ist diese unendliche menschenleere Natur wunderschön und beängstigend zugleich – naja so sind wir, wir Stadtmenschen. Am nächsten Tag ging es dann über den Haast Pass an die Westküste ans Meer. Leider hat es geregnet – das ist wohl typisch für die Westküste. Trotzdem sind wir auf dem Weg dorthin, noch zu den „Blue Pools“ und 2 Wasserfällen gewandert. Auch Haast ist ein kleines verschlafenes Nest, indem es im kleinen Laden nicht mal Brot gab. Dafür haben wir gleich bei unserem ersten Abstecher ans Meer Delfine gesehen – sogar beim Saltosprung. Wir 3 Rastlosen sind dann gleich noch weiter zum Fox Gletscher. Dies ist einer von 2 Gletschern die hier an der Westküste bis fast ins Tal reichen. Gletscher mitten im Regenwald? Das gibt’s nur in Neuseeland 🙂 Und dann gings sogar noch weiter zum Franz Josef Dorf – dem Dorf zum zweiten Gletscher. Dieses Dorf ist sehr touristisch, und so haben wir auf einem tollen, modernen Campingplatz stehen können und konnten unsere Vorräte auffüllen. Apropos Vorräte und Versorgung – Lebensmittel kaufen wir alle paar Tage in größeren Ortschaften, Tankstellen gibt es fast überall und wir tanken immer auf Sicherheit etwas zeitiger als nötig, Kleidung gewaschen haben wir nun auch schon 3 mal auf den Campingplätzen. Gestern morgen sind wir dann gleich nach dem Frühstück zum Franz-Josef Gletscher gewandert, an dem man bis auf 500m herankam. Schon beeindruckend diese riesige Eismenge. Nach dem Mittag starteten wir weiter Richtung Norden und machten in Harihari einen Abstecher zum Meer zu einem Küstenwanderweg. Leider kamen wir gerade zur Flut und konnten daher nur die Hälfte des Weges begehen. Was wiederum aber nicht so unpassend kam, da Florian gerade unruhig wurde und wir den ganzen Rückweg Kinderlieder gesungen haben, damit er nicht weint. Mehr als 30min Kinderlieder wären uns dann wohl doch nicht eingefallen 😉 Die Nacht haben wir dann auf einem DOC Campingplatz am See Mahinapua gestanden – zwar auch ohne Handyempfang aber dafür mit unglaublichen 6 anderen Wohnmobilen (der Platzist für 100 Camper aufgelegt!). Die ganze Nacht hat der Regen auf unser Wohnmobil geprasselt und auch am Morgen sah es nicht besser aus. So ließen wir die empfohlene Wanderung aus und folgten der Fahrtroute aus unserem Reiseführer. Der Reiseführer ist übrigens extra fürs Reisen mit dem Wohnmobil in Neuseeland und beschreibt sehr schöne Touren durchs Land mit dazugehörigen Campingplätzen und Tipps fürs Wandern. Diesmal machten wir einen Umweg auf den Arthur’s Pass – die Ost-West-Verbindung durch die Südalpen von Christchurch nach Greymouth. Auch diemal regnete es und auch diesmal ließen wir uns nicht abschrecken und machten uns gut ausgerüstet auf eine kleine Wanderung – wieder einmal zu einem Wasserfall. Wir können uns einfach immer wieder dafür begeistern wie das Wasser mitten im Regenwald über Felskanten stürzt und rauschend und sprudelnd 100e Meter unten ankommt. Auf der Fahrtstrecke überfuhren wir auch ein Viadukt, das man dann von einem Aussichtpunkt nochmal bestaunen konnte. Hier lernten wir endlich den Kea kennen – einen frechen Papagei. Wir hatten schon oft Schilder gesehen, die verbieten die Kea zu füttern, aber den Vogel selbst nie gesehen. Nun hatten wir gleich mit 6 auf einmal das Vergnügen. Die anfängliche Freude und Fotosession endete dann mit einer kleinen Flucht, als die kleinen Biester immer näher rückten und an unserem Wohnmobil rumknabberten.
Nun sind wir in Greymouth angekommen und sind von unserem Campingplatz direkt hinter der Düne schon zum Sonnenuntergang am Strand gewesen. Selbst wenn es wärmer wäre, könnte man hier nicht in der tasmanischen See baden – die Wellen sind zu groß aber für Fotos optimal 🙂
Nun gibt es übrigens Rindfleischbouletten mit Rosenkohl – alles „proudly made in New Zealand“ *hihi*
Übrigens wollen wir allen fleißigen Kommentarschreibern mal danken. Wir freuen uns über jede Meldung aus der Heimat.
PS: Achja, da es an der Westküste nicht nur regnet sondern auch ab und zu die Sonne dazu scheint, haben wir schon sehr viele schöne Regenbögen gesehen und ihnen den heutigen Titel des Blogeintrages gewidmet.
- Puzzling World (1)
- Puzzling World (2)
- Lake Wanaka
- Wir und Lake Wanaka
- Blue Pools
- Westküste bei Haast
- Bloß nicht das Spielzeug loslassen
- Fox Gletscher (das Weiße da in der Mitte)
- Franz Josef Gletscher
- Vollständiger Regenbogen
- Küstenwanderung in Harihari
- Flieger am Mahinapua See
- Punchbowl Falls
- Kea
- Viadukt auf dem Arthur’s Pass
- Wir 3 heute Abend am Strand in Greymouth
Heute stehen wir wieder in einer kleineren Ortschaft auf einem Campingplatz mit Internet – daher hier die neuesten Meldungen.
Queenstown wollten wir uns nun am …äh.. Dienstag morgen (man vergisst hier sehr schnell welcher Tag ist) anschauen, aber leider hat es geregnet und so haben wir unseren Stadtrundgang auf 30min beschränkt und sind gleich weitergefahren. Dadurch haben wir aber über 250km an diesem Tag geschafft und standen am Abend schon auf dem letzten Campingplatz vorm Milford Sound. Die Strecke zum Milford Sound soll eine der schönsten Bergstraßen der Welt sein und auch wir konnten uns nicht satt sehen. Nach den etwas kargen Weide-und Hügellandschaften der letzten Tage, kamen wir nun in üppige Wälder dieses Nationalparks. Wie für Nationalparks hier üblich gibt es dort nur DOC Campingplätze – also einfache Stellplätze mit Toiletten bei denen man sich per Geldeinwurf selbst registriert. Diese Campingplätze liegen meist sehr idyllisch (andere sagen einsam 😉 ) und die einzelnen Stellplätze sind über ein weites Gebiet mitten in der Natur verteilt. Naja, was soll ich euch sagen – Denise war über jeden Camper der eingerollt kam froh – letztendlich 3 plus uns. Zumal es so abgelegen nicht mal Handyempfang gibt. Da direkt an unserem Platz ein kleiner Rundwanderweg startete, machten wir uns nach Ankunft noch auf einen kleinen Spaziergang. Der Weg führte durch einen Wald, der original aus der Herr der Ringe stammen könnte – überall wuchs Moos (sogar oben auf den Bäumen) und verpackte alles in ein samtiges, weiches Grün. Da es aber langsam dämmerte und Denise zu viele Gruselfilme in der Vergangenheit geguckt hat, schafften wir den Rundgang in 20min statt der angegebenen 45min *hihi*
Wie nicht anders zu erwarten verlief die Nacht ereignislos und wir wurden vom gestellten Wecker um 6:30Uhr geweckt, damit wir vor den ganzen Reisebussen am Milford Sound ankommen. Das letzte Stück dorthin führte u.a. auch durch einen 1 km langen Bergtunnel, der nur spärlich beleuchtet und dessen Wände noch aus dem rohen Granit bestehen – es fühlt sich an wie durch ein Bergwerk zu fahren. Obwohl es immernoch nieselte, entschieden wir uns für eine Bootstour durch den Fjord. Und diese Entscheidung war goldrichtig. Zum Einen hörte es auf zu regnen sobald wir losfuhren und zum anderen hatten wir tolle Ausblicke auf die Berge und die Wasserfälle. Denn durch den Regen kamen erst viele der Wasserfälle wieder zum Vorschein. Hier ist ja Herbst und daher ist die Gletscherschmelze schon lange vorbei. Der Kapitän des Ausflugsbootes fuhr dann auch 2 mal so nah an die Wasserfälle heran, dass das Wasser aufs Deck klatschte. Beim ersten Mal ließen sie dabei Gläser mit dem Wasserfallwasser füllen und wir durften dann von dem kühlen reinen Nass probieren – Prost! Außerdem hatten wir Glück und sahen auch 2 Robben 🙂 Florian machte wie immer super im Tragesack mit.
Auf unserem Rückweg ( die 120km Sackgasse zurück) trafen wir mit Franzi & Stephan zusammen. Franzi ist die besagte Bekannte, die auch gerade in Neuseeland unterwegs ist und wir haben sie heute überholt. Denn leider haben wir ja „nur“ 4,5 Wochen und keine 10 :p
Morgen geht’s dann in Richtung Norden, um dann in den nächsten Tagen an der Westküste der Südinsel langzufahren. Achja nicht unerwähnt sollte ein Bewohner der Westseite der Südinsel bleiben, mit dem wir seit gestern öfter Bekanntschaft machen – der Sandfly. Diese kleinen Biester sind nicht viel größer als unsere Obstfliegen, aber ihre Bisse werden größer als Mückenstiche und jucken tagelang. Da sie so klein sind, helfen auch Fliegengitter nicht viel :-/ Na wenigstens surren sie nicht so wie unsere Mücken.
- Mirror Lakes „Spiegelseen“
- Valley auf dem Weg zum Fjord
- Wir mit dem Mitre Peak im Milford Sound
- Frisches Wasserfallwasser
- Kleine Robbe
- Mama & Sohn
- Kuckuck!
Hallo, diesmal viele Grüße aus Queenstown. Was wir in den letzten Tagen so gemacht haben und wie wir nach Queenstown gekommen sind, davon wollen wir gleich berichten. Vorab jedoch ein kurzer Einblick in unseren Wohnmobilalltag.
Da Florian sich jetzt wie gesagt auch an die Zeitumstellung gewöhnt hat, beginnt unser Tag zwischen 6 bis 7 Uhr damit, dass er zwischen uns liegend anfängt zu quatschen. Dann ziehen wir die Vorhänge um unserer Liegewiese auf und schauen wie die Sonne aufgeht. Ob nun mit Blick auf einen See oder wie letzte Nacht auf die südlichen schneebedeckten Alpen. Während Denise Flori fertig macht, bereitet Mathias das Frühstück vor. Dafür wird zuerst Wasser für unsere Tees gekocht – entweder wird dafür erst der Gashahn aufgedreht (wenn wir nicht auf einem Platz mit Strom stehen) oder einfach der Wasserkocher angemacht. Zum Frühstück gibt’s Kornflakes mit Milch oder Weißbrot (in allen Variationen) mit Belag. Während Florian dann auch „abgefrühstückt“ wird, wäscht der Papa ab. Beim Abwaschen und Zähneputzen versuchen wir so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen, da wir ja nur einen begrenzten Tank haben. Auch unsere Toilette „darf“ nur zum Pipi machen benutzt werden, da wir sie ja selbst leeren müssen 😉 Zum Schluss wird wieder alles an seinen geordneten Platz verstaut, damit beim Fahren nichts umherfliegt. Wenn wir an einem Campingplatz sind, folgt noch Wasser auffüllen und Abwasser ablassen. Wenn wir gut sind ist es dann 9Uhr. In den letzten 2 Tagen waren wir dann vormittags 2-3Stunden wandern und sind nachmittags nach einem kleinen Mittag & Florians Brei weiter gefahren. Die Babybrei Auswahl ist hier übrigens recht begrenzt und besteht aus Gemüsemixen wie z.B. Karotte, Kürbis und Süßkartoffel. Flori schlägt zwar nicht so zu wie bei den deutschen Breien aber ein halbes Gläschen schafft er immer.
Während der Weiterfahrt hören wir dann unser Tourism-Radio, schauen uns die wechselnde Landschaft an und halten kurz an wo es uns gefällt. Heute zum Beispiel an einem Farmverkauf für frisches Obst und Gemüse. Wir sehen immer zu, dass wir vor Sonnenuntergang (gegen 18Uhr) auf unserem Nachtplatz stehen. Dann ist auch schon Schlafenszeit für Florian. Anschließend kochen wir was Schönes auf unserem Gasherd. Mal gibt’s Tortellini mit Blattspinat, Lammbouletten mit Brokkoli oder Lammwürstchen mit Maiskolben. Lamm ist hier das Standardfleisch. Kein Wunder wenn überall auf den Wiesen Schafe stehen und es mehr Schafe als Einwohner in Neuseeland gibt. Wenn wir dann gemeinsam wieder alles abgewaschen haben, schreiben wir fleißig in den Blog, Planen den nächsten Tag, sichern die Fotos (noch einmal passiert es uns nicht, dass all unsere schönen Fotos abhanden kommen – siehe China) und gehen früh schlafen.
Am Sonntag sind wir dann wie geplant beim Lake Tekapo auf den Berg Mount John gestiegen. Der Aufstieg war recht steil aber hat sich voll gelohnt – siehe Fotos. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen (schon schön wenn man einfach auf dem Parkplatz die Vorhänge zuzieht 😉 ) fuhren wir dann Richtung Westen. Eigentlich wollten wir den Mount Cook, bzw das Dorf dazu, erst nicht besuchen, da er in einer 60km langen Sackkasse liegt. Aber man kann dort schön wandern und das Wetter ist nachwievor sonnig und um die 14Grad. Außerdem ist uns aufgefallen, dass wir mit den einzelnen kleinen Ortschaften die sonst so an der Strecke liegen und als sehenswert angepriesen werden, nicht soviel anfangen können. Die ganzen Aktivitäten (Bungee Jumping, Rafting etc) können wir eh nicht machen. Und die Orte sind zwar süß aber meist klein, um diese Jahreszeit sehr ruhig und sie sind sich ähnlich. Nun sind wir also doch zum Mount Cook gefahren und standen die Nacht über mitten im Nationalpark. Zwar auf einem einfachen Campingplatz (mit Selbstregistrierung, ohne Strom aber mit Toiletten) aber nur mit 5 anderen Campern, die über den großen Platz verteilt waren. Dafür hatten wir einen tollen Blick auf die Berge und der Mond schien so stark, dass es richtig hell war. Heute morgen konnten wir dann an den Berggipfeln den Sonnenaufgang verfolgen (Danke Florian, dass du uns soo früh geweckt hast :p ) und sind dann ins Hooker Valley losmarschiert. Florian kommt dann immer in den Tragesack und schaut artig und neugierig nach links oder rechts raus. Der Wanderweg führte über 2 Hängebrücken, die Denise schon einige Überwindung gekostet haben. Aber auch diesmal hat es sich gelohnt, denn hinter der nächsten Kurve erwartete uns die Fototapete mit dem Mount Cook – seht selbst auf den Bildern.
Nachdem wir gestern kurz überschlagen haben, was wir alles schaffen bzw nicht schaffen können bis zu unserem Abflug, entschieden wir uns kurzer Hand noch weiter nach Westen Richtung Milford Sound (ein Fjord) zu fahren und den Süden der Südinsel nicht zu besuchen. So sind wir heute schon in Queenstown. Morgen wollen wir in dieser etwas größeren Stadt (immerhin 13.000 Einwohner) einen Rundgang machen und dann wieder Kilometer schrubben.
Wir grüßen alle Daheimgebliebenen an den Empfangsgeräten, die kleine Familie Böhme
- Morgendämmerung am Lake Tekapo
- Flori mit bestem Platz
- Auf dem Mount John mit Blick auf Lake Tekapo
- Schafe
- Schlafen mit Panorama
- Auf ins Hooker Valley
- Das Wandern ist des Böhmes Lust
- Denise und die Hängebrücke
- Mount Cook Fototapete
- Frisches Obst direkt vom Erzeuger
Am Donnerstag hatten wir nun unseren Camper abgeholt. Wir werden nun einen Monat mit einem 6 Bett Mitsubishi Canter unterwegs sein. Wir sind begeistert. Er hat alles was man zum bequemen Reisen braucht – Bett, Sitzecke, Toilette mit Dusche, Herd ( mit Grill& Ofen), Kuehlschrank, Mikrowelle, Heizung (mit Diesel, aber Motor ist nicht dabei an). Besonders gefreut hat uns, dass Flori bei uns vorne sitzen darf. Trotz Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung kann er uns gut sehen und wir können ihn während der Fahrt bespaßen. Florian wird sich ganz schön umgucken, wenn er zu Hause dann nicht mehr uns beide ständig um sich hat, nicht mehr in unserem Bett schlafen darf uns im Auto wieder allein hinten sitzen muss 😉 Aber dafür geniessen wir es alle jetzt umso mehr und der Kleine lacht sehr viel. Nach der ganzen Einweisung ging es erstmal zum Supermarkt. Das Links-Fahren ist schon anders aber man gewöhnt sich daran. Da es ausserhalb der wenigen grossen Ortschaften sowieso nur ab und zu Kreuzungen gibt und der Verkehr nur minimal ist, geht das schon. Nachdem wir dann alles Essbare verstaut haben, ging es los Richtung Banks Peninsula – der Halbinsel Süd-Östlich von Christchurch. Da wir uns ohne Navi ( braucht man ja eigentlich nicht, siehe oben) Verfahren hatten, haben wir nur zum Abend einen Stellplatz aber keinen Campingplatz erreicht. Man stelle sich also eine Wiese an einer Landstraße an einem See mit Bergen vor an dem nichts ist außer Schwäne und Enten. Ein bisschen mulmig war uns schon, aber wir waren so müde, dass die Nacht schnell verging. Morgens wurden wir dann von einem Hahn geweckt der ums Wohnmobil lief 🙂
Vom Lake Forsyth ging es dann nach Akaroa. Da es mit dem Radioempfang hier immer etwas schlecht ist, freuen wir uns über unser
TourismRadio. Das ist ein kleines Gerät von der Vermietung, dass ganz viel Autofahrmusik drauf hat und alle paar km etwas über die Gegend erzählt (per GPS-Ortung). Der Weg nach Akaroa verlief über eine Hügelkette, von der aus man wunderschöne Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser der Bucht von Akaroa hatte. Wir staunten auch nicht schlecht als plötzlich eine Herde Kühe mitten auf der Strasse auftauchte und von einem Ranger im Auto den Berg hinunter (und um uns herum) getrieben wurde.
das Wetter ist mittlerweile etwas besser und bei 14Grad und Sonne/Wolken Mix machten wir einen Stadtrundgang. Nun darf man sich Städte hier nicht wie unsere Städte vorstellen. (Fast) Alle Häuser sind nicht höher als 2 Stockwerke, aus weißem/ hellen Holz und (ich nenne es mal) kitschiger (viktorianischer) Bauweise gebaut – man erwartet nur noch, das eine Kutsche mit Frauen in langen schweren Kleidern und Hauben auf den Köpfen um die Ecke kommt. Städte sehen daher eher wie langgestreckte Dörfer aus. Da wir für die zweite Nacht einen bestimmten Campingplatz wollten, fuhren wir sprichwörtlich bis in den Sonnenuntergang.
Mit einigen Wohnmobilen um uns rum und einem Stromanschluss fühlten wir uns schon wohler – nur die Duschen ohne Fenster sparten wir uns. 😐 Wie schon erwähnt scheint man hier nur von Sommer auszugehen. Auch wenn es eigenartig ist, dass jetzt hier Herbst ist, freuen wir uns über die bunten Blätter und das nicht allzuviele Toursten unterwegs sind. Wobei wir natürlich schon gern ein Bad im Fluss direkt am Campingplatz genommen hätten.
Heute nahmen wir uns vor am Abend am Lake Tekapo zu sein. Einem türkisfarbenen See inmitten von eher kargen Bergen in der Mitte der Südhalbinsel Neuseelands. Da Flori sich jetzt an die Zeitumstellung gewöhnt hat, waren wir auch schon sehr früh auf den Beinen. Wir machten einen Zwischenstpp für eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall und waren dann um 15Uhr schon an der Kirche des guten Hirten in Tekapo.
Morgen wollen wir eine längere Wanderung hier in der Nähe zu einem Aussichtspunkt machen. Wir werden berichten 🙂
Und dann gibts auch noch Einblicke in den Wohnmobilalltag, das Wohnmobilfahren und was Flori eigentlich zum neuseeländischen Babybrei sagt 😀
- Unser derzeitiges Zuhause
- Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche
- In der ersten Reihe
- Erste Nacht am einsamen See
- Bucht um Akaroa
- Häuschen in Akaroa
- Wir drei auf Wanderschaft
- Sharplin Falls
- An der Church of the Good Old Shepard
- Lake Tekapo












































































