Auf, auf zur großen Fahrt

Am Donnerstag hatten wir nun unseren Camper abgeholt. Wir werden nun einen Monat mit einem 6 Bett Mitsubishi Canter unterwegs sein. Wir sind begeistert. Er hat alles was man zum bequemen Reisen braucht – Bett, Sitzecke, Toilette mit Dusche, Herd ( mit Grill& Ofen), Kuehlschrank, Mikrowelle, Heizung (mit Diesel, aber Motor ist nicht dabei an). Besonders gefreut hat uns, dass Flori bei uns vorne sitzen darf. Trotz Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung kann er uns gut sehen und wir können ihn während der Fahrt bespaßen. Florian wird sich ganz schön umgucken, wenn er zu Hause dann nicht mehr uns beide ständig um sich hat, nicht mehr in unserem Bett schlafen darf uns im Auto wieder allein hinten sitzen muss 😉 Aber dafür geniessen wir es alle jetzt umso mehr und der Kleine lacht sehr viel. Nach der ganzen Einweisung ging es erstmal zum Supermarkt. Das Links-Fahren ist schon anders aber man gewöhnt sich daran. Da es ausserhalb der wenigen grossen Ortschaften sowieso nur ab und zu Kreuzungen gibt und der Verkehr nur minimal ist, geht das schon. Nachdem wir dann alles Essbare verstaut haben, ging es los Richtung Banks Peninsula – der Halbinsel Süd-Östlich von Christchurch. Da wir uns ohne Navi ( braucht man ja eigentlich nicht, siehe oben) Verfahren hatten, haben wir nur zum Abend einen Stellplatz aber keinen Campingplatz erreicht. Man stelle sich also eine Wiese an einer Landstraße an einem See mit Bergen vor an dem nichts ist außer Schwäne und Enten. Ein bisschen mulmig war uns schon, aber wir waren so müde, dass die Nacht schnell verging. Morgens wurden wir dann von einem Hahn geweckt der ums Wohnmobil lief 🙂

Vom Lake Forsyth ging es dann nach Akaroa. Da es mit dem Radioempfang hier immer etwas schlecht ist, freuen wir uns über unser
TourismRadio. Das ist ein kleines Gerät von der Vermietung, dass ganz viel Autofahrmusik drauf hat und alle paar km etwas über die Gegend erzählt (per GPS-Ortung). Der Weg nach Akaroa verlief über eine Hügelkette, von der aus man wunderschöne Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser der Bucht von Akaroa hatte. Wir staunten auch nicht schlecht als plötzlich eine Herde Kühe mitten auf der Strasse auftauchte und von einem Ranger im Auto den Berg hinunter (und um uns herum) getrieben wurde.
das Wetter ist mittlerweile etwas besser und bei 14Grad und Sonne/Wolken Mix machten wir einen Stadtrundgang. Nun darf man sich Städte hier nicht wie unsere Städte vorstellen. (Fast) Alle Häuser sind nicht höher als 2 Stockwerke, aus weißem/ hellen Holz und (ich nenne es mal) kitschiger (viktorianischer) Bauweise gebaut – man erwartet nur noch, das eine Kutsche mit Frauen in langen schweren Kleidern und Hauben auf den Köpfen um die Ecke kommt. Städte sehen daher eher wie langgestreckte Dörfer aus. Da wir für die zweite Nacht einen bestimmten Campingplatz wollten, fuhren wir sprichwörtlich bis in den Sonnenuntergang.
Mit einigen Wohnmobilen um uns rum und einem Stromanschluss fühlten wir uns schon wohler – nur die Duschen ohne Fenster sparten wir uns. 😐 Wie schon erwähnt scheint man hier nur von Sommer auszugehen. Auch wenn es eigenartig ist, dass jetzt hier Herbst ist, freuen wir uns über die bunten Blätter und das nicht allzuviele Toursten unterwegs sind. Wobei wir natürlich schon gern ein Bad im Fluss direkt am Campingplatz genommen hätten.
Heute nahmen wir uns vor am Abend am Lake Tekapo zu sein. Einem türkisfarbenen See inmitten von eher kargen Bergen in der Mitte der Südhalbinsel Neuseelands. Da Flori sich jetzt an die Zeitumstellung gewöhnt hat, waren wir auch schon sehr früh auf den Beinen. Wir machten einen Zwischenstpp für eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall und waren dann um 15Uhr schon an der Kirche des guten Hirten in Tekapo.
Morgen wollen wir eine längere Wanderung hier in der Nähe zu einem Aussichtspunkt machen. Wir werden berichten 🙂

Und dann gibts auch noch Einblicke in den Wohnmobilalltag, das Wohnmobilfahren und was Flori eigentlich zum neuseeländischen Babybrei sagt 😀

4 Kommentare

  1. Dany

    Jetzt muss ich aber auch mal meinen Senf dazu geben 😉

    Ich bin ja echt ein bisschen neidisch auf eure wirklich tolle Reise und schau mir sehr gern die Fotos an – dann sieht man wenigstens auf dem Wege ein bissel was von der Welt^^ Am meisten beeindruckt bin ich aber tatsächlich, dass der Kleine alles so brav und friedlich meistert, vor allem das viele und lange Fliegen und die Zeitumstellungen. Da habt ihr wohl echt Glück. Aber er sieht ja auch auf allen Bildern wie ein kleiner Sonnenschein aus 🙂

    Nun denn, ich wünsche euch noch ganz viel Spaß, macht weiter fleißig Fotos für die Daheimgebliebenen und kommt am Ende heil zurück (also vielleicht doch nicht so viele Nächte an einsamen Seen verbringen 😉 ).

    (Kann man Postkartenwünsche anmelden oder waren die schon in der Frage nach der neuen Adresse inklusive?^^)

  2. Mama-Sylvia & Papa-Rony

    Schönen guten Morgen Ihr Drei,

    na, wie habt Ihr geschlafen ? Wir hoffen doch sehr gut, und dass ihr euch alle an die 10 h Zeitverschiebung langsam gewöhnt habt.
    War schon sehr überraschend als uns heute Morgen kurz nach Rechnerstart ein „incoming call“ von euch erreichte. Die Verständigung war super und Mama stellte fest, dass sie fast täglich mit Denise Kontakt hat ! Was die Technik heute so alles leistet 😉
    Auch die Idee mit dem Blog muß man immer wieder loben !!! So können wir immer „ein bischen bei euch sein“.
    Nun wünschen wir euch einen schönen Tag mit neuen Entdeckungen und Eindrücken.
    Wir gehen jetzt ins Bett und werden wahrscheinlich morgen (Sonntag) mal wieder richtig laaaaange ausschlafen. Vom Wetter her verpasst man im Moment sowieso nichts. Regen bei 6 Grad Celsius. Brr. Wir haben sogar die Heizung wieder angestellt und den Kamin heute abend richtig eingeheizt. Na die Eisheiligen eben….die lassen grüßen.
    Apropos, seid alle drei lieb gegrüßt vom Mama-Sylvia und Papa-Rony

  3. Oma und Opa aus Schenkenhorst

    Hallo ihr Drei Neuseeland-Camper.

    Das Wohnmobil sieht sehr geräumig aus,für 2 Erwachsene und klein Florian sicher ausreichend Platz.Da ihr das vier ****Hotel jetzt immer bei euch habt,fehlt nur noch das 4
    **** Menü ,mit der voll ausgerüsteten Küche dürfte es euch nicht schwer fallen es zu zaubern.).:
    O&O

  4. Kerstin und Lutz

    Hallo ihr drei Weltenbummler,
    auch wir wünschen euch eine super Zeit am anderen Ende. Es ist ja ganz toll auf diesem Wege von euch über die Reise zu erfahren. Da ihr doch manchmal dickere Jacken tragt, ist wohl kein Sommer mehr? Weiterhin eine gute Reise auf der linken Seite, gibt es viele Strassen. Wir kennen dies von Schottland, da reichte die „Strasse“ manchmal kaum für einen PKW. Dort hatten die Womo’s zumindest das Glück, dass ich dann zurück gefahren bin. Weiterhin eine tolle Reise, gutes Wetter und einen glücklichen Florian wünschen euch Kerstin und Lutz!