Wie geplant sind wir am Donnerstag von Nelson nach Picton gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir in Havelock die dort üblichen greenslip mussels (Muscheln) gegessen. Die gab‘s mit 6 verschiedenen Soßen und waren super lecker. Gut gestärkt ging es dann über den kurvigen Queen Charlotte drive immer entlang dem Fjord. Da es in jeder Kurve schöne Ausblicke gab, brauchten wir für die 30km ewig 😉 Picton selbst war dann – wie so viele andere – eine kleine ruhige Ortschaft. Unsere Fähre sollte am Freitag um 13Uhr abfahren und da man rechtzeitig einchecken sollte, waren wir so pünktlich dort, dass wir sogar gerade noch so auf die vorherige Fähre durften. Dort standen wir dann neben vielen anderen PKWs, erstaunlich wenigen Wohnmobilen aber auch Lastern mit Kühen und Containern. Die 3 stündige Fahrt durch den Fjord, über den Cook Strait und dann in die Bucht von Wellington, war landschaftlich schön anzusehen. Leider wurde es immer windiger, je weiter wir aufs Meer raus kamen und so konnten wir nicht im Freien bleiben. Florian spielte dann auf einer der Sitzecken. Denise war ein wenig seekrank, als das Schiff dann über die größeren Wellen schaukelte. In Wellington angekommen, suchten wir erstmal einen Parkplatz in der Innenstadt – was mit unserem kleinen LKW gar nicht so leicht war. Dann war endlich einer für 4 Dollar die Stunde gefunden und wir spazierten zur i-site (der Touristeninformation) und dann zum CableCar. Das ist eine alte kleine Zugbahn die über 4 Stationen einen Hügel mit schönem Ausblick hochfährt. Zurück liefen wir den Hügel hinunter und konnten einmal miterleben wie schnell sich das Wetter in Neuseeland ändert. Unten auf dem Parkplatz war es noch sonnig bei gefühlten 18Grad, eine halbe Stunde später auf dem Hügel war es kühl, windig und kurz vorm Regnen. Dank unseres Eiltempos waren wir dann auch genau zu den ersten Tropfen wieder im Campervan – und erleichtert diesem Gewusel und der Hektik wieder entkommen zu können. Wir haben uns in den letzten Wochen schon so an die weitläufige Natur ohne Menschen und den wenigen Verkehr gewöhnt, dass wir erstmal nur wieder zurück in unser kleines mobiles Zuhause wollten 😉 Heute sind wir nun schon 200km nördlich von Wellington aber es ist immer noch viel mehr besiedelt als der Süden und wir haben schon ein bisschen „Südinselweh“.  Aber es gibt auch gute Seiten – da man hier flächendeckend guten Handyempfang hat und auch die freien Stellplätze nicht weit von Zivilisation sind, haben wir gleich ohne ein mulmiges Gefühl die erste Nacht an einer Bucht frei gecampt. Dafür stehen wir heute aber auf dem bisher teuersten Campingplatz :/

Morgen geht’s über die Whanganui River Road in den Tongariro National Park.