Autor: Laura, Florian, Denise und Mathias (Seite 1 von 10)

Big Island – Markt und Tide Pools

Da sind wir wieder – jetzt von Hawaii… DEM Hawaii oder um nicht durcheinander zukommen auch Big Island genannt. Da diese Insel fast zweimal so groß wie alle anderen Hawaii Inseln zusammen ist, werden wir sie von zwei Unterkünften her erkunden. Wir starten auf der Ostseite.

Aber erstmal von vorne. Da unser Flug von Maui hierher gestern erst gegen halb 4 nachmittags ging, hatten wir etwas Zeit und hielten auf dem Weg zum Flughafen am Kamaole Beach III. Dieser war ebenso schön wie viele andere und gut besucht. Leider waren die Badesachen tief im Koffer verstaut, so hielten wir nur kurz die Füße zur Abkühlung rein. Mittags schafften wir es dann doch noch zum South Paia Fish Market. Hier gibt es “günstig” (nicht im europäischen Vergleich) und lecker Fischgerichte. Da dies auch in jedem Reiseführer steht, war uns die Schlange bisher immer zu lang gewesen. Aber 11:30Uhr ging es noch und wir waren mit unser Wahl sehr zufrieden. Ich hatte gegrillten Moonfish, Mathias Shrimpcocktail, Flori Shrimps&Chips und Laura Nudeln mit Käse.

Gestärkt ging es dann zur Abgabe des Mietwagens und mal wieder durch die Flughafenprozedur. Diesmal hatten wir unsere Koffer gut gepackt und sie lagen noch im erlaubten Gewicht von 23kg (50lbs), somit mussten wir nur 30$ statt 100$ bezahlen. Dafür hatten wir die ganzen schweren Sachen entsprechend im Handgepäck. Dies darf eigentlich auch nur 25lbs wiegen – hieß: so tun, als ob die Rucksäcke nicht so schwer sind, wie sie tatsächlich waren. Unser Anblick schien auch so sehr lustig und erheiterte bei der Security („bye bye homeless people“). Naja kein Wunder bei an dem Rucksack drangehängten Schuhen, Decke und Jacken, sowie unserem Kampf mit 4 Liquids Beuteln, iPad und Laptop, Schuhe & Gürtel ausziehen und dann noch unsere 7 Handgepäckstücke PLUS 2 Kinderautositzerhöhungen. Ich bin ja dafür, das nächste mal einfach mehr zu bezahlen 😉

Der eigentliche Flug ging dann noch schneller als der letzte. Nach netten Ausblicken auf Maui von oben und gerademal 25min in der Luft waren wir auf Big Island. Mietwagen holen und Einkauf (etwas größer, da für’s Hinterland) dauerten ihre Zeit und so war es leider auf unserer 45min Fahrt zu unserem Ferienhaus schon dunkel. Man sah im Dunkeln nicht viel außer Straße und Grün und Autos um uns herum wurden immer weniger. Dank Navi fanden wir es aber recht schnell und Code für Lockbox (da war der Schlüssel drin) funktionierte auch.

Wir bemerkten schnell, dass wir uns nun wieder im Dschungel befanden, denn Licht zieht unglaublich viele Insekten an. Zum Glück haben nicht nur alle Fenster Fliegengitter, auch unsere riesige Veranda ist komplett damit versehen. Das hätte ich manchmal auch gern in Hönow bei Wespen und Mückenalarm 🙂 Da es aber immernoch genug Getier ins Haus schafft, sind wir über unsere giftgrünen Haus-Geckos froh. Die Nacht ist hier insbesondere dank den invasierten Coqui Fröschen sehr laut. Die sind kaum größer als ein 10 Pfennig Stück, aber quaken bis zu 100 Dezibel laut. Bei der Schwüle schlafen wir aber lieber mit Fenster offen.

Das Haus an sich ist sehr schön. Etwas gewohnungsbedürftig – es steht auf Stelzen, denn wie wir heute bemerkten liegen wir nicht mal 100m vom Meer entfernt. Innen Küche, Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer und 2 Bäder – alles hell eingerichtet und mit viel Deko.

Es gibt direkt hinterm Haus einen Naturpool mit Salzwasser und Gezeiten. Dort drin sind auch Fische, die, wenn man ruhig ist, ankommen und an den Füßen knabbern – sehr kitzelig. Bezahlt man nicht woanders extra dafür?

Nach einem schönen Frühstück auf der Veranda und einem wochenendlichen Telefonat mit Oma & Opa machten wir uns auf zum Makuu Farmers Market. Neben diversen Essenständen, wird auch viel selbstgemachtes, Textil oder Obst angeboten. Zumindest ich genoss das Bummeln sehr und war etwas erfolgreich – einen neuen Bikini und hübsche Muschelohrringe. Nach dem Mittagsschlaf zog es uns dann endlich ans Meer. Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe der Kapoho Tide Pools. Diese aus Lava entstandenen Becken werden geothermisch geheizt und beherbergen eine Vielzahl an Fischen. Dort zu Schnorcheln gibt sehr außergewöhnliche Einblicke. Fischschwärme und bunte Fische befinden sich ganz nah unter der flachen Wasseroberfläche. Als Schnorchler muss man ganz schön aufpassen nicht an Steinen hängen zu bleiben, bzw. muss immer etwas klettern, um in den nächsten Pool zu gelangen. Ausgestattet mit Badeschuhen (endlich ihre wahre Bestimmung) kraxelten auch die Kinder als Abenteurer über die Steine und durchs Wasser. Ein wirklich besonderer Ort. Mathias schnorchelte dann auch gleich noch mit einer Schildkröte.

Zurück im Ferienhaus wärmte uns die Aussendusche (was für ein Traum) von außen und Gegrilltes von innen.

Morgen gehts Richtung Vulkan Kīlauea.

Strolling through San Francisco

Die letzten 2 Tage haben wir gemütlich San Francisco (wieder)entdeckt. Von Schiffstour über Cable Car und Straßenbahn fahren.

In Chinatown haben wir gestern die New Years Parade angesehen und waren heute in der steilen Lombardstreet mit anschließendem Spielplatzbesuch.

Morgen gehts nach Hawaii – ins Warme 🙂

On the road

Nachdem wir wieder alles verstaut hatten, ging es zum Wohnmobilverleiher Roadbear. Das Personal dort war sehr freundlich und das fast einstündige Einchecken bzw. die Einweisung war sogar auf Deutsch. Unser Wohnmobil ist ein 8,50m langes, recht neues Schiff mit allem was man braucht: von Markise, TV, Ofen, Heizung, Tief-/Kühler, WC/Dusche, Sofa, Aussenradio bis zum Steakmesser ist alles da.

Uns packte sofort das Reisefieber und wir waren fast enttäuscht, dass wir damit nur eine Woche unterwegs sein werden. 🙂

Wir genossen auch den anschließenden Großeinkauf bei Walmart und ließen uns hier und da „verführen“. Diese unglaubliche Auswahl und die riesigen Packungen! Die Kinder staunten über die ganze Wand an Käsestangen – und die PawPatrol-Variante musste dann mit. Ich kam nicht an den M&Ms mit weißer Schokolade vorbei 🙂

Mit einer lokalen SIM Karte im Gepäck ging es dann durch die Mojave Wüste nach Calico. Hier stehen wir verkehrsgünstig an der Interstate, aber es gibt einen netten Spielplatz für die Kinder. Und die Sonnenuntergänge in der Wüste kreieren immer eine besondere Atmosphäre…

In der Nähe ist eine schöne Ghost Town, die wir letztes Mal schon besucht haben. An diesem „Presidents Birthday“ Wochenende ist hier Civil War Festival, an dem Schauspieler das Spektakel nachstellen. Das wollen wir uns heute anschauen. Mal sehen wielange wir durchhalten – die Nacht war wieder mal zu früh zu Ende. Und bei 1°C in der Nacht lief die Heizung durchgängig- und nicht gerade leise. Aber wir hatten es schön gemütlich und konnten heute den Sonnenaufgang bewundern.

Und es geht schon wieder los…

Ihr Lieben, nun ist es wieder soweit – die nächste große Reise beginnt morgen. Schon seit einem Jahr steht die nachträgliche Elternzeit, weil wir unbedingt vor Floris Schulbeginn nochmal so eine einmalige Zeit als Familie verbringen wollen.

Es liegen lange Abende der Flugbuchungen, Unterkunftssuche, Mietwagenbuchungen und des Packens (schon mal versucht 8 Wochen für 4 Personen in 2 Koffer zu quetschen?) hinter uns. Unsere Reiseroute steht zumindest grob – alles andere werden wir Vorort sehen. Da ich, Denise, diesmal keine Elternzeit vorab hatte, ist die Vorbereitung etwas schwächer als bei den beiden anderen Reisen. Dies tut unserer Vorfreude jedoch keinen Abbruch. Wir sind gespannt was uns erwartet und freuen uns auf die Sonne, die wir hier in Berlin in den letzten Monaten vermisst haben. Wir werden versuchen euch hier immer regelmäßig an unseren Abenteuern teil haben zu lassen.

Sooo und nu gehts am Valentinstag nach Las Vegas 🙂

Zum Abschluss…

Wer hätte im Februar gedacht, dass wir in kurzer Zeit am anderen Ende der Welt zu dritt mit unserem kleinen Florian auf die Oper Sydneys schauen? Wir jedenfalls nicht.

Viele sagten, diese Weltreise sei mutig mit einem halbjährigen Kind. Und sicherlich war sie das auch. Doch mit der richtigen Vorbereitung und etwas Vorsicht während der Reise, hatten wir nie das Gefühl, dass Florian oder wir diese Reise nicht genießen könnten. Es hat sich wirklich gelohnt und war alles weniger dramatisch als befürchtet.

Besonders wertvoll wurde diese Reise überhaupt auch erst durch unseren Flori. Auch wenn wir langsamer unterwegs waren als andere, weniger Schlaf hatten und abends nicht viel machen konnten. Wir werden die vielen schönen Momente mit ihm nie vergessen. Wie er morgens brabbelnd neben uns auf der WoMo Liegewiese aufwacht; wie er quietsch vergnügt zwischen uns  im Autositz spielt und die Broschüren mitliest; wie er beim Mittag im Freien sein Mündchen für Brei aufreißt; wie er aus dem Tragetuch mit großen Augen die Welt anschaut oder vor sich hin schnarcht; wie er bei (fast) jedem Foto den braunen Apparat anlacht.

Es ist wirklich sehr schade, dass er selbst keine Erinnerung an diese wunderschönen Wochen haben wird. Aber dafür haben Mama und Papa ja 4.500 Fotos geschossen 😉

Erstaunlicher Weise ist die Zeit auch nicht wie im Flug vergangen. 8 Wochen gaben uns einfach viel Zeit soo viel zu sehen. Und nach so langer Zeit kann man sich auch wieder auf zu Hause freuen. Und das tun wir auch!

Bis zum nächsten Mal,

eure 3 Abenteurer

PS: Ob wir nach Neuseeland oder Australien auswandern würden? Eher nicht. Wir sind glücklich, dass es uns möglich war diese schöne Fleckchen Erde live zu erleben. Aber zu Hause ist es eben doch am schönsten! 😀

Das war Australien

Australien war anders als wir es erwartet hatten: Aus den Medien und Filmen kennt man die kargen roten Trockengebiete und unendlichen Weiten des Outbacks. Doch im Südosten Australiens beeinflusst der Pazifik noch das Klima und formt Regenwälder und tolle Küsten – ähnlicher zu Neuseeland als wir dachten. Nur das die Landschaftlich sehr viel flacher ist. Und trotz der Ähnlichkeit war es doch anders und auch interessant. An den Küsten wechseln sich Steilküsten und weiße Strände ab und im Hinterland gibt es Regenwälder und Steppe.

Das Wetter war wider erwarten nicht besser als in Neuseeland. Zwar war es meist etwas wärmer, aber dafür (auch für Australische Verhältnisse) recht regnerisch. Naja, Herbst eben – doch wir wären keine Deutschen, wenn wir nicht das Beste daraus gemacht und die Natur trotzdem genossen hätten. An manchen Stränden konnte man erahnen, was dort im Sommer los sein muss. Doch bei über 30°C hätten wir auch nicht rumreisen wollen 😉

Vor der Reise war uns ja wegen der giftigen Tiere, die es in Australien gibt, schon etwas mulmig. Und auch während der Reise haben wir auf den Campingplätze immer die Toiletten & Duschen gecheckt, geschlossene Schuhe auf dem Weg zur Dusche getragen und beim Wandern den Blick öfter Richtung Boden gerichtet. Doch im Endeffekt haben wir nur 3 kleine Spinnen gesehen (á-la Altweibersommer bei uns) 😉 Spannender waren da schon die Kängurus, Koala, Wale und bunten Vögel.

Die Highlights unser zweieinhalb Wochen Australien waren eindeutig die Great Ocean Road mit ihrer schroffen, wilden Steilküste und Sydney, welche wirklich eine der schönsten Großstädte ist, die wir bisher gesehen haben.

Australien bietet noch das ein oder andere zum Entdecken – die zweieinhalb Wochen sollten uns auch nur einen ersten Eindruck vermitteln. Wir werden also sicherlich irgendwann zurückkehren, um auch das Outback und den Uluru bei Sonnenaufgang zu bestaunen. Vielleicht können wir dann auch etwas näher in Kontakt mit den Aborigines treten, denn die haben wir auf dieser Reise leider kaum zu Gesicht bekommen.

Auch wenn Neuseeland unsere Herzen höher schlagen lässt, haben wir auch in Australien tolle Eindrücke sammeln können. Es war ähnlich, anders und interessant sowieso 😉

Wieder daheim!

Gestern Mittag sind wir dann gut wieder in Tegel (!) gelandet, nachdem wir leider in Frankfurt 2,5h zusätzlich warten mussten. Letztendlich waren wir 34h Stunden unterwegs. Puh, da hieß es erstmal Schlaf aufholen.
Fazit Australien folgt noch.

Abschied von Sydney

Am Montag gab es noch einmal Sonne satt und so starteten wir wieder zu Fuß in Richtung – dreimal dürft ihr raten – Oper. Das tolle Opern-Harbour Bridge-Panorama sollte nicht nur bei Regen oder Nacht festgehalten werden. Anschließend ging es viele Treppen hoch auf die Harbour Bridge, die man auch zu Fuß überqueren kann – mit tollem Ausblick über die Bucht und die Oper 😉 Da die Brücke doch recht lang ist, gab es auf der anderen Seite schon Mittag in einem netten Café – draußen! „Zurück in Sydney“ ging es dann zum Darling Harbour, einem Vergnügungsgebiet an einer weiteren Hafen-Bucht. Der Weg zurück ins Hotel war ging dann wieder mitten durch den CBD, wo gerade Schulschluss war – überall Schüler auf dem Weg nach Hause oder zu McDonalds – ein Familien-Restaurant eben.
Heute haben wir nun ein letztes (und siebtes Mal) die Koffer gepackt. Wieder scheint die Sonne, doch wir werden sie nur noch aus dem Taxi und dem Flieger genießen können. Sonnenschein ist wohl auch der Normalzustand in Sydney. Der Reiseführer verriet uns, dass es nur 14 Regentage im Jahr gibt – also auch hier wieder eine Besonderheit am Samstag mitbekommen 😉
Nun sagen wir Auf Wiedersehen Sydney und byebye Down-Under.

Die Aussies

(Die Australier nennen sich selbst gern Aussies , wie sie so vieles gern abkürzen. )

Heute also einen kleinen Einblick in die Welt der „Aussies“:

  • Die Aussies sind sehr auf ihr Australien bedacht und achten sehr genau darauf, dass die Firmen und Produkte im Warenkorb auch aus Australien kommen. Es gibt sogar ein Logo für „Made in Australia“ und viele kleine Geschäfte schreiben an ihr Schaufenster „Australien Made and Owned“ (etwa: „in Australien gefertigt und in Australischem Besitz). Eine der großen Supermarktketten hat gerade am Wochenende erst ihren Slogan angepasst, um die Australischen Besitzverhältnisse hervorzuheben – es soll keiner auf die Idee kommen, hier handelt es sich um ein ausländisches Unternehmen!
  • Viel Sprechen liegt den Aussies im Blut. Jede Möglichkeit auf einen Smalltalk wird genutzt. Da kann man dann nur hoffen, dass der Aussie keinen deutschen kennt oder der Nachbar in Wiesbaden einen Onkel hat und damit der Small- zum BigTalk wird. Und bei der Vergangenheit als Einwanderland, kennt fast jeder jemanden oder wollte zumindest immer schon mal nach Deutschland reisen… 😉
  • Wenn sie auch gern viel sprechen, effizient darf es dennoch sein, sodass sie gerne abkürzen – nicht nur schriftlich. Da wird der Australier zum Aussie oder das Frühstück (Breakfast) zum Brekki.
  • Und wer viel und kurz spricht, verfällt natürlich schnell in eine ganz spezielle Umgangssprache. Der Gebildete Großstädter ist natürlich recht gut zu verstehen, doch auf dem Land braucht man ein gutes Gehört. Beim Tanken hieß es einmal locker beim Bezahlen „Eighty-Three bucks, mate“ … alles klar. Kostet also 83$ 😉 Mehr haben wir erstaunlicherweise nicht miteinander gesprochen!
  • Und wo wir gerade beim Bezahlen sind – die Aussies in Sydney scheinen es nicht so mit der Mathematik zu haben. Der Taxifahrer zum Hotel rundete die Rechnung großzügig von 41$ auf 35$ ab, wo er doch zu Fahrtantritt einen Festpreis von 45$ angeboten hatte. Im Restaurant gab’s statt 15, freundlicherweise 20$ Wechselgeld und in einem Café wurden günstigere Preise als  ausgepriesen in Rechnung gestellt. Da es bisher immer zu unserem Gunsten war, wollen wir uns mal nicht beschweren 😉
  • Eigenartigerweise ist der Wärme-verwöhnte Aussie auch Kälte-unempfindlich. Zwar jammerte in der Watsons-Bay ein Mädchen bei 16°C, dass es kalt sei und ihr Papa antwortete, es sei Winter, doch dick anziehen muss man sich deswegen noch lange nicht. Die Schuluniform sieht weiterhin kurze Hosen und Röcke vor, die bevorzugte Schuhwahl beim Spazieren sind FlipFlops und ein Pullover engt doch eh viel zu sehr ein. Auch die Babys werden gleich von Anfang an dran gewöhnt – Flori war das einzige Baby weit und breit mit Mütze, egal ob die anderen Baby gerade frisch geschlüpft oder gleichalt waren. Zum Glück hat Flori das noch nicht mitbekommen, sonst wären die Proteste beim Aufsetzen noch größer 😉
  • Die FlipFlops beim Wandern zeigen es schon: Australien mag der giftigste Kontinent der Erde sein, die Aussies lassen sich davon nicht einschränken!
  • Wo sie jedoch aufpassen ist beim Sonnenschutz. Jetzt im Winter ist der UV-Index zwar unter 3 und damit laut Zeitung unbedenklich, doch die Kinderspielplätze sind nicht selten überdacht und die Nachwuchswellenreiter auch im Winter Sonnencreme-weiß im Gesicht.
  • Überhaupt sind die Aussies ein Volk von Wellenreitern. Wer am Meer wohnt, scheint das Brett in jungen Jahren unter die Füße zu bekommen, damit im „Mädchen-beindrucken-Alter“ auch die großen Wellen kein Problem mehr sind. Und auch der Nachwuchs weiß: wer viel Sport im Salzwasser macht, muss ordentlich trinken. Also geht es nach getanem Sport samt Surfboard zu McDonald’s an die Theke… cool-sein endet erst hinter der eigenen Haustür 😉
  • Wer nicht mehr so jung und mobil ist, der fährt dann im Zug auch gerne in Fahrtrichtung. Dafür haben die  Züge extra umschwenkbare Rückenlehnen. Da haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir dem älteren Ehepaar Platz machten und diese sich statt uns gegenüber zu setzen einfach umschwenken und selbst in Fahrtrichtung Platz nahmen.
  • Alternativ fährt der Aussie natürlich Auto. Und der Farmbesitzer mit seinem Pick-up nimmt dann natürlich auch seinen besten Freund überall mit hin – den Hund auf der Ladefläche. Da kann der Hund schön die Schnauze in den Wind strecken, ist nicht allein zu Hause und die Sitze bleiben auch noch sauber (ob das im staubigen Outback wirklich der Fall ist?).
  • Und wenn dann die Familie und Freunde und anderen Farmer am Wochenende zusammenkommen steht B.B.Q. (Grillen) hoch im Kurs. Jeder Campingplatz, jeder Aussie-Wohnwagen, jede Stadt hat Barbeque-Plätze im Angebot. Der wahre Aussie grillt sein Fleisch auf einem Gas-Grill. Wir waren da mit unserem Gas-Herd zumindest in einer ähnlichen Kategorie 😉
  • Wenn man dann so schön in der Runde zusammensitzt, kann man sich ja hervorragend über seinen eigenen Stammbaum unterhalten. Der Aussie ist sehr interessiert an seinen Vorfahren. Es gibt sogar Sendungen im Fernsehen, die in der Vergangenheit wühlen. Und wenn dann am Ende ein Sträfling auftaucht, der aus England nach Australien verschifft wurde, ist das keinesfalls ein schlechtes Ende. Der Premier-Minister selbst hat einen Reis-Dieb und eine Taschendiebin in der Familie. Vergleichsweise milde Strafen für solch einen drakonischen Vollzug mit Verschiffung ins unbesiedelte Australien.
  • Auch die Royal-Familie scheint hier ganz hoch im Kurs zu stehen. Jeden Tag gibt’s ein Update in der Zeitung … Frau Merkel muss da leider mit den hinteren Seiten vorlieb nehmen.
  • Und irgendwie muss der Aussie für das teure Leben auch an Geld kommen, also wird gearbeitet. Allerdings sind uns die Arbeitszeiten völlig unklar, da uns zu jedem Tag der Woche (wir waren ja von Freitag bis Montag in Sydney unterwegs) Herrscharen Surfer oder Jogger begegneten. Und macht der Job mal keinen Spaß mehr, wird einfach gewechselt. Caren in Melbourne erzählte uns, dass der Lebenslauf hier keine große Rolle spiele, sondern die Zufriedenheit im Arbeitsalltag im Vordergrund steht. Also einfach den perfekten Job gefunden und dann ab in die Welle – so lässt es sich entspannt leben. 😀

Sydney, Bondi und ganz viel Oper

Freitagmorgen hatten wir noch mal einen letzten schönen Sonnenaufgang im Wohnmobil. Nachdem die letzten Utensilien in den Koffern verstaut waren, sind wir nochmal eine Stunde an den Strand den Wellenreitern zuschauen. Diesmal hatten wir sogar 25 gezählt – und das mitten in der Woche am Vormittag! Am frühen Nachmittag haben wir dann unser zu Hause auf Zeit nach ca. 2400km in der Nähe des Flughafens in Sydney abgegeben und sind mit dem Taxi in unser schönes kleines Hotel in die Innenstadt. Wobei letzteres nicht ganz richtig ist, da Sydney tatsächlich nur aus ein paar Querstraßen besteht und wir selbst mit 10min zum Botanischen Garten noch in einem Vorort (Potts Point) schlafen. Am Samstag hat es mal wieder den gesamten Tag geregnet. Aber wie immer war Familie Böhme trotzdem auf den Beinen und hat schon mal alles was Sydney so hergibt erlaufen: Mrs Macquaries Point mit Blick auf die Oper, die Harbour Bridge und den CBD, Botanischen Garten,  The Rocks Market, Paddys Market, Circular Quay, diverse Einkaufs- und Restaurantstraßen und das Rotlichtviertel. Dies allerdings nur zufällig als wir in der Umgebung nach unserem Abendessen suchten. Dafür war der Sonntag ein richtiger Sonnentag und für uns ging es mit der Fähre nach Watsons Bay. Dann durften auch unsere Wanderschuhe wieder ihrer Berufung nachkommen und trugen uns zum South Head Leuchtturm und zum „The Gap“ (Steilküste). Der Bus brachte uns dann nach Süden zum bekanntesten Strand Sydneys – Bondi Beach. Von dort führt ein schöner Küstenspazierweg nach Bronte Beach. Den konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen und so mischten wir uns unter die vielen anderen Sonntagsspaziergänger. An einem Aussichtspunkt sahen wir dann durch Zufall in der Ferne im Meer eine kleine Fontäne und konnten unser Glück kaum fassen: Wale!!! Zwar soweit weg, dass wir unser Fernglas bemühen und ganz schön suchen mussten, doch sie waren beim Auftauchen deutlich zu sehen.

Zurück in der City waren wir pünktlich zum Sonnenuntergang auf den besten Plätzen mit Blick auf Oper & Harbour Bridge. Dieses Motiv hat uns so gut gefallen, dass ihr es gleich 6 mal in den angehängten Fotos seht. Ratet mal wieviele Bilder wir wirklich davon haben 😉

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