Nun sind wieder einige Tage vergangen und wir wollen eure Neugier natürlich stillen 🙂
Von TeAnau sind wir dann am Donnerstag Richtung Wanaka gefahren. Dort waren wir in der Puzzling World – in verschiedenen „Illusion Rooms“ konnten wir unserer Wahrnehmung nicht trauen. War sehr lustig. Da es aber sonst – wie immer – nichts soo spannendes in Wanaka gab, sind wir gleich weitergefahren. Wir haben wieder einen Campingplatz in einem Naturreservoir angepeilt und standen pünktlich zum Sonnenuntergang an einem malerischen See… Allerdings komplett einsam und abgeschieden ohne Handyempfang (!). Der Mama war das dann wieder nichts und so haben wir 10km weiter auf einem Hof mit Stellplätzen übernachtet – zwar auch als einzige Camper aber wenigstens waren noch die Besitzer da. Irgendwie ist diese unendliche menschenleere Natur wunderschön und beängstigend zugleich – naja so sind wir, wir Stadtmenschen. Am nächsten Tag ging es dann über den Haast Pass an die Westküste ans Meer. Leider hat es geregnet – das ist wohl typisch für die Westküste. Trotzdem sind wir auf dem Weg dorthin, noch zu den „Blue Pools“ und 2 Wasserfällen gewandert. Auch Haast ist ein kleines verschlafenes Nest, indem es im kleinen Laden nicht mal Brot gab. Dafür haben wir gleich bei unserem ersten Abstecher ans Meer Delfine gesehen – sogar beim Saltosprung. Wir 3 Rastlosen sind dann gleich noch weiter zum Fox Gletscher. Dies ist einer von 2 Gletschern die hier an der Westküste bis fast ins Tal reichen. Gletscher mitten im Regenwald? Das gibt’s nur in Neuseeland 🙂 Und dann gings sogar noch weiter zum Franz Josef Dorf – dem Dorf zum zweiten Gletscher. Dieses Dorf ist sehr touristisch, und so haben wir auf einem tollen, modernen Campingplatz stehen können und konnten unsere Vorräte auffüllen. Apropos Vorräte und Versorgung – Lebensmittel kaufen wir alle paar Tage in größeren Ortschaften, Tankstellen gibt es fast überall und wir tanken immer auf Sicherheit etwas zeitiger als nötig, Kleidung gewaschen haben wir nun auch schon 3 mal auf den Campingplätzen. Gestern morgen sind wir dann gleich nach dem Frühstück zum Franz-Josef Gletscher gewandert, an dem man bis auf 500m herankam. Schon beeindruckend diese riesige Eismenge. Nach dem Mittag starteten wir weiter Richtung Norden und machten in Harihari einen Abstecher zum Meer zu einem Küstenwanderweg. Leider kamen wir gerade zur Flut und konnten daher nur die Hälfte des Weges begehen. Was wiederum aber nicht so unpassend kam, da Florian gerade unruhig wurde und wir den ganzen Rückweg Kinderlieder gesungen haben, damit er nicht weint. Mehr als 30min Kinderlieder wären uns dann wohl doch nicht eingefallen 😉 Die Nacht haben wir dann auf einem DOC Campingplatz am See Mahinapua gestanden – zwar auch ohne Handyempfang aber dafür mit unglaublichen 6 anderen Wohnmobilen (der Platzist für 100 Camper aufgelegt!). Die ganze Nacht hat der Regen auf unser Wohnmobil geprasselt und auch am Morgen sah es nicht besser aus. So ließen wir die empfohlene Wanderung aus und folgten der Fahrtroute aus unserem Reiseführer. Der Reiseführer ist übrigens extra fürs Reisen mit dem Wohnmobil in Neuseeland und beschreibt sehr schöne Touren durchs Land mit dazugehörigen Campingplätzen und Tipps fürs Wandern. Diesmal machten wir einen Umweg auf den Arthur’s Pass – die Ost-West-Verbindung durch die Südalpen von Christchurch nach Greymouth. Auch diemal regnete es und auch diesmal ließen wir uns nicht abschrecken und machten uns gut ausgerüstet auf eine kleine Wanderung – wieder einmal zu einem Wasserfall. Wir können uns einfach immer wieder dafür begeistern wie das Wasser mitten im Regenwald über Felskanten stürzt und rauschend und sprudelnd 100e Meter unten ankommt. Auf der Fahrtstrecke überfuhren wir auch ein Viadukt, das man dann von einem Aussichtpunkt nochmal bestaunen konnte. Hier lernten wir endlich den Kea kennen – einen frechen Papagei. Wir hatten schon oft Schilder gesehen, die verbieten die Kea zu füttern, aber den Vogel selbst nie gesehen. Nun hatten wir gleich mit 6 auf einmal das Vergnügen. Die anfängliche Freude und Fotosession endete dann mit einer kleinen Flucht, als die kleinen Biester immer näher rückten und an unserem Wohnmobil rumknabberten.
Nun sind wir in Greymouth angekommen und sind von unserem Campingplatz direkt hinter der Düne schon zum Sonnenuntergang am Strand gewesen. Selbst wenn es wärmer wäre, könnte man hier nicht in der tasmanischen See baden – die Wellen sind zu groß aber für Fotos optimal 🙂
Nun gibt es übrigens Rindfleischbouletten mit Rosenkohl – alles „proudly made in New Zealand“ *hihi*
Übrigens wollen wir allen fleißigen Kommentarschreibern mal danken. Wir freuen uns über jede Meldung aus der Heimat.
PS: Achja, da es an der Westküste nicht nur regnet sondern auch ab und zu die Sonne dazu scheint, haben wir schon sehr viele schöne Regenbögen gesehen und ihnen den heutigen Titel des Blogeintrages gewidmet.
- Puzzling World (1)
- Puzzling World (2)
- Lake Wanaka
- Wir und Lake Wanaka
- Blue Pools
- Westküste bei Haast
- Bloß nicht das Spielzeug loslassen
- Fox Gletscher (das Weiße da in der Mitte)
- Franz Josef Gletscher
- Vollständiger Regenbogen
- Küstenwanderung in Harihari
- Flieger am Mahinapua See
- Punchbowl Falls
- Kea
- Viadukt auf dem Arthur’s Pass
- Wir 3 heute Abend am Strand in Greymouth

















Hallo ihr drei,
habe gleich mal Greymouth gegoogelt. Gibt es ganz viele Bilder und sogar eine Webcam, die uns den 13.05. vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und Nacht zeigt. Waren Wolken und Sonne im Wechsel zu sehen.
O & O sagten übrigens, dass euch eure Nachbarn ganz lieb grüßen lassen. Bei uns nieselt es gerade und wir hoffen immer, dass es auch in Hönow regnet, erspart dann das Gießen. 😉
Eine gute Weiterfahrt wünschen euch
Vati-Roland und Mutti-Angela!!