Die vermutlich längste Sackgasse der Welt

Heute stehen wir wieder in einer kleineren Ortschaft auf einem Campingplatz mit Internet – daher hier die neuesten Meldungen.

Queenstown wollten wir uns nun am …äh.. Dienstag morgen (man vergisst hier sehr schnell welcher Tag ist) anschauen, aber leider hat es geregnet und so haben wir unseren Stadtrundgang auf 30min beschränkt und sind gleich weitergefahren. Dadurch haben wir aber über 250km an diesem Tag geschafft und standen am Abend schon auf dem letzten Campingplatz vorm Milford Sound. Die Strecke zum Milford Sound soll eine der schönsten Bergstraßen der Welt sein und auch wir konnten uns nicht satt sehen. Nach den etwas kargen Weide-und Hügellandschaften der letzten Tage, kamen wir nun in üppige Wälder dieses Nationalparks. Wie für Nationalparks hier üblich gibt es dort nur DOC Campingplätze – also einfache Stellplätze mit Toiletten bei denen man sich per Geldeinwurf selbst registriert. Diese Campingplätze liegen meist sehr idyllisch (andere sagen einsam 😉 ) und die einzelnen Stellplätze sind über ein weites Gebiet mitten in  der Natur verteilt. Naja, was soll ich euch sagen – Denise war über jeden Camper der eingerollt kam froh – letztendlich 3 plus uns. Zumal es so abgelegen nicht mal Handyempfang gibt. Da direkt an unserem Platz ein kleiner Rundwanderweg startete, machten wir uns nach Ankunft noch auf einen kleinen Spaziergang. Der Weg führte durch einen Wald, der original aus der Herr der Ringe stammen könnte – überall wuchs Moos (sogar oben auf den Bäumen) und verpackte alles in ein samtiges, weiches Grün. Da es aber langsam dämmerte und Denise zu viele Gruselfilme in der Vergangenheit geguckt hat, schafften wir den Rundgang in 20min statt der angegebenen 45min *hihi*

Wie nicht anders zu erwarten verlief die Nacht ereignislos und wir wurden vom gestellten Wecker um 6:30Uhr geweckt, damit wir vor den ganzen Reisebussen am Milford Sound ankommen. Das letzte Stück dorthin führte u.a. auch durch einen 1 km langen Bergtunnel, der nur spärlich beleuchtet und dessen Wände noch aus dem rohen Granit bestehen – es fühlt sich an wie durch ein Bergwerk zu fahren. Obwohl es immernoch nieselte, entschieden wir uns für eine Bootstour durch den Fjord. Und diese Entscheidung war goldrichtig. Zum Einen hörte es auf zu regnen sobald wir losfuhren und zum anderen hatten wir tolle Ausblicke auf die Berge und die Wasserfälle. Denn durch den Regen kamen erst viele der Wasserfälle wieder zum Vorschein. Hier ist ja Herbst und daher ist die Gletscherschmelze schon lange vorbei. Der Kapitän des Ausflugsbootes fuhr dann auch 2 mal so nah an die Wasserfälle heran, dass das Wasser aufs Deck klatschte. Beim ersten Mal ließen sie dabei Gläser mit dem Wasserfallwasser füllen und wir durften dann von dem kühlen reinen Nass probieren – Prost!  Außerdem hatten wir Glück und sahen auch 2 Robben 🙂 Florian machte wie immer super im Tragesack mit.

Auf unserem Rückweg ( die 120km Sackgasse zurück) trafen wir mit Franzi & Stephan zusammen. Franzi ist die besagte Bekannte, die auch gerade in Neuseeland unterwegs ist und wir haben sie heute überholt. Denn leider haben wir ja „nur“ 4,5 Wochen und keine 10 :p

Morgen geht’s dann in Richtung Norden, um dann in den nächsten Tagen an der Westküste der Südinsel langzufahren. Achja nicht unerwähnt sollte ein Bewohner der  Westseite der Südinsel bleiben, mit dem wir seit gestern öfter Bekanntschaft machen – der Sandfly. Diese kleinen Biester sind nicht viel größer als unsere Obstfliegen, aber ihre Bisse werden größer als Mückenstiche und jucken tagelang. Da sie so klein sind, helfen auch Fliegengitter nicht viel :-/ Na wenigstens surren sie nicht so wie unsere Mücken.

4 Kommentare

  1. Roland Böhme

    Hallo ihr drei
    haben heute mal reingeschaut. Schön dass es euch gut geht.
    OOVM

  2. Christian

    Hey ihr Globetrotter,

    nachdem ich endlich mal den Link zu eurem Blog bekommen habe (großes Dankeschön an Mum), bin ich auch mal in der Lage euer zweimonatiges Abenteuer mit zu verfolgen. Als erstes war ich echt erstaunt wie ruhig Florian den gesamten Trip mitmacht und seinen Eltern auch mal ein paar ruhige Momente gönnt. Außerdem find ich wirklich krass wieviel ihr in der kurzen Zeit schon gesehen und erlebt hat (dank eurer wahrscheinlich jetzt schon den vierstelligen Bereich überschreitenden Foto und Videoanzahl hat Flori auch später was davon, es sei denn die Eindrücke sind so prägend, dass sein Langzeitgedächtnis jetzt schon auf Hochtouren arbeitet 😉 ). Tja…mir bleibt nur zu sagen: „Niemand hat die Absicht einen Flughafen zu bauen“, wie Dad schon vorher berichtet hat, hinkt mein Arbeitgeber stark hinterher, so dass Ihr höchstwahrscheinlich Tegel nochmal in Betrieb seht (neuer angepeilter Eröffnungstermin Ende August, Tendenz später)!!!

    Ich wünsche euch weiterhin die Reise eures Lebens!

    Passt auf euch auf und kommt heil zurück!;-)

    Euer euch beneidender

    Christian

  3. Rico

    Hallo ihr drei,

    das sind ja wieder sehr süße Fotos… Toll 🙂
    Habt ihr Franzi und Stephan durch Zufall getroffen oder war das geplant? Hatte schon überlegt, ob ich euch sagen sollte, dass die da auch irgendwo „rumgeistern“, aber wusste nicht, ob ihr sie überhaupt richtig kennt 🙂 Und die Insel ist ja groß 😉

    Viel Spaß weiterhin!

    Gruß, Rico

  4. Martin

    Hoi ihr drei,

    wirklich schicke Bilder… schaut aber irgend wie nen bissel kalt aus 😉
    Schöne Fotos und der Kleine schaut ja voll glücklich aus! 🙂

    euch noch viel Spaß auf der Insel!

    Tschö Martin