Guck mal, der Mount Cook!

Hallo, diesmal viele Grüße aus Queenstown. Was wir in den letzten Tagen so gemacht haben und wie wir nach Queenstown gekommen sind, davon wollen wir gleich berichten. Vorab jedoch ein kurzer Einblick in unseren Wohnmobilalltag.

Da Florian sich jetzt wie gesagt auch an die Zeitumstellung gewöhnt hat, beginnt unser Tag zwischen 6 bis 7 Uhr damit, dass er zwischen uns liegend anfängt zu quatschen. Dann ziehen wir die Vorhänge um unserer Liegewiese auf und schauen wie die Sonne aufgeht. Ob nun mit Blick auf einen See oder wie letzte Nacht auf die südlichen schneebedeckten Alpen. Während  Denise Flori fertig macht, bereitet Mathias das Frühstück vor. Dafür wird zuerst Wasser für unsere Tees gekocht – entweder wird dafür erst der Gashahn aufgedreht (wenn wir nicht auf einem Platz mit Strom stehen) oder einfach der Wasserkocher angemacht. Zum Frühstück gibt’s Kornflakes mit Milch oder Weißbrot (in allen Variationen) mit Belag.  Während Florian dann auch „abgefrühstückt“ wird, wäscht der Papa ab. Beim Abwaschen und Zähneputzen versuchen wir so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen, da wir ja nur einen begrenzten Tank haben. Auch unsere Toilette „darf“ nur zum Pipi machen benutzt werden, da wir sie ja selbst leeren müssen 😉 Zum Schluss wird wieder alles an seinen geordneten Platz verstaut, damit beim Fahren nichts umherfliegt. Wenn wir an einem Campingplatz sind, folgt noch Wasser auffüllen und Abwasser ablassen. Wenn wir gut sind ist es dann 9Uhr. In den letzten 2 Tagen waren wir dann vormittags 2-3Stunden wandern und sind nachmittags nach einem kleinen Mittag & Florians Brei weiter gefahren. Die Babybrei Auswahl ist hier übrigens recht begrenzt und besteht  aus Gemüsemixen wie z.B. Karotte, Kürbis und Süßkartoffel.  Flori schlägt zwar nicht so zu wie bei den deutschen Breien aber ein halbes Gläschen schafft er immer.

Während der Weiterfahrt hören wir dann unser Tourism-Radio, schauen uns die wechselnde Landschaft an und halten kurz an wo es uns gefällt. Heute zum Beispiel an einem Farmverkauf für frisches Obst und Gemüse. Wir sehen immer zu, dass wir vor Sonnenuntergang (gegen 18Uhr) auf unserem Nachtplatz stehen. Dann ist auch schon Schlafenszeit für Florian. Anschließend kochen wir was Schönes auf unserem Gasherd. Mal gibt’s Tortellini mit Blattspinat, Lammbouletten mit Brokkoli oder Lammwürstchen mit Maiskolben. Lamm ist hier das Standardfleisch. Kein Wunder wenn überall auf den Wiesen Schafe stehen und es mehr Schafe als Einwohner in Neuseeland gibt. Wenn wir dann gemeinsam wieder alles abgewaschen haben, schreiben wir fleißig in den Blog, Planen den nächsten Tag, sichern die Fotos (noch einmal passiert es uns nicht, dass all unsere schönen Fotos abhanden kommen – siehe China) und gehen früh schlafen.

Am Sonntag sind wir dann wie geplant beim Lake Tekapo auf den Berg Mount John gestiegen. Der Aufstieg war recht steil aber hat sich voll gelohnt – siehe Fotos. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen (schon schön wenn man einfach auf dem Parkplatz die Vorhänge zuzieht 😉 ) fuhren wir dann Richtung Westen. Eigentlich wollten wir den Mount Cook, bzw das Dorf dazu, erst nicht besuchen, da er in einer 60km langen Sackkasse liegt. Aber man kann dort schön wandern und das Wetter ist nachwievor sonnig und um die 14Grad. Außerdem ist uns aufgefallen, dass wir mit den einzelnen kleinen Ortschaften die sonst so an der Strecke liegen und als sehenswert angepriesen werden, nicht soviel anfangen können. Die ganzen Aktivitäten (Bungee Jumping, Rafting etc) können wir eh nicht machen. Und die Orte sind zwar süß aber meist klein, um diese Jahreszeit sehr ruhig und sie sind sich ähnlich. Nun sind wir also doch zum Mount Cook gefahren und standen die Nacht über mitten im Nationalpark. Zwar auf einem einfachen Campingplatz (mit Selbstregistrierung, ohne Strom aber mit Toiletten) aber nur mit 5 anderen Campern, die über den großen Platz verteilt waren. Dafür hatten wir einen tollen Blick auf die Berge und der Mond schien so stark, dass es richtig hell war. Heute morgen konnten wir dann an den Berggipfeln den Sonnenaufgang verfolgen (Danke Florian, dass du uns soo früh geweckt hast  :p ) und sind dann ins Hooker Valley losmarschiert. Florian kommt dann immer in den Tragesack und schaut artig und neugierig nach links oder rechts raus. Der Wanderweg führte über 2 Hängebrücken, die Denise schon einige Überwindung  gekostet haben. Aber auch diesmal hat es sich gelohnt, denn hinter der nächsten Kurve erwartete uns die Fototapete mit dem Mount Cook – seht selbst auf den Bildern.

Nachdem wir gestern kurz überschlagen haben, was wir alles schaffen bzw nicht schaffen können bis zu unserem Abflug, entschieden wir uns kurzer Hand noch weiter nach Westen Richtung Milford Sound  (ein Fjord) zu fahren und den Süden der Südinsel  nicht zu besuchen. So sind wir heute schon in Queenstown.  Morgen wollen wir in dieser etwas größeren Stadt (immerhin 13.000 Einwohner) einen Rundgang machen und dann wieder Kilometer schrubben.

Wir grüßen alle Daheimgebliebenen an den Empfangsgeräten, die kleine Familie Böhme

1 Kommentar

  1. S&R

    Danke für die schönen Bilder per Web. Haben uns sehr gefreut, wieder was Neues von Euch zu hören. Euere Berichterstattung ist sehr ausführlich und hat uns immer wieder mitgenommen in Eurer schönes Urlaubsfeeling. Das sind schon beeinruckende Bilder, die Ihr uns übermittelt, und wir sind uns sicher , dass ihr bei den Campern zu den Übrlebenden zählen werdet. 😉 Was gab es denn heute zu Essen ? Wie geht es Flori mittlerweile ? Rony ist gerade „im tiefsten Bayern“ in Hallbergmoos nahe Flughafen München zur Schulung und hat teilweise kein Netz 🙁 Typisch“Ausland“, aber manchmal geht es mit gut zureden 😉
    Top-News heute: BER wird verschoben auf Ende August, Ihr werdet wohl doch wieder in Tegel landen ;-), doch bis dahin fließen noch einige m³ Wasser die Spree bzw. den Waikato oder auch Darling River hinunter. Wir sind gespannt, wie eure Reise weiter geht !
    Mama-Sylvi & Papa-Rony