Kategorie: China (Seite 2 von 3)

Untewegs in China 2010

Heute gibts leider keine Fotos und auch keinen Bericht. Uns wurde gerade die Digitalkamera geklaut. Um die Kamera ist es nicht sooo schlimm, aber um die bisher 750Erinnerungsbilder unserer Flitterwochen *heul* Mit der Spiegelreflex haben wir leider nur Landschaftsbilder und im Blog sind nur wenige Fotos und die sind auch nicht mehr in Originalgroesse 🙁
So ne Scheisse!
Uns selbst ist nichts passiert und gehts ansonsten gut.

Zugfahren in China

Das Zugfahren beginnt auch hier mit der Ankunft am Bahnhof, wo zunaechst das gesamte Gepaeck durchleuchtet wird (wir Langnasen wurden hier noch nie
zurueckgepfiffen 😉 ). Der Chinese ist immer sehr zeitig am Bahnhof, mind. eine Stunde vor Abfahrt – das sichert einen Platz im Wartesaal, der bereits nach Ziel unterteilt ist. Bevor der Zug ankommt geht es dann durch die Fahrkartenkontrolle auf den Bahnsteig. Wo der Wagen steht, in den man einzusteigen hat, erfaehrt man durch fragen – gut, wenn der Guide das uebernehmen kann 😉 Dann stellt man sich schoen in eine Schlange, die beim Softsleeper jedoch meist kuerzer als bei den Sitzwagen ist. Beim Einsteigen tauscht man seine Fahrkarte gegen eine Sitzkarte. Damit weiss der Schaffner genau, wer wo aussteigen muss und auch wir, da kurz vor Ankunft am Ziel die Karte wieder gegen die Zugtickets getauscht wird. Denn das Zugticket muss man am Ausgang des Bahnhofs zeigen, dass man auch ja nicht weiter als bezahlt gefahren ist.
Um alle Passagiere mitzunehmen ueberwachen Schaffner und Bahnhofspersonal den Zug. Wenn es losgehen soll hupt die Lok, klingelt es im Zug, winkt das Personal mit gruenen Fahnen und faehrt der Zug letztendlich mit Hupe los.
Im Zug scheint es drei Klassen zu geben:
– Softsleeper, vier Liegen in einem Abteil mit verschliessbarer Tuer, nur ein Wagen
– Hardsleeper, drei Liegen uebereinander in mehreren Reihen, also jeder hoert das Schnarchen des Passagiers am anderen Ende des Wagens :schnarchen:, ca. 4
Wagen
– Seater (wir haben in den Nachbarwagen bisher nur eine Art von Sitzen gesehen, weiter trauten wir uns bisher nicht 😉 ) mit 5-6 Sitzen nebeneinander in
mehreren Reihen – Huehner in den Reihen haben wir bisher nicht gesichtet, aber Unmengen an Gepaeck… ca. 10 Wagen
Fuer Verpflegung waehrend der Reise gibt es einen Speisewagen, einen mobilen Verkaeufer oder heisses Wasser fuer Tee oder Fertiggerichte, wie wir sie mithaben 🙂
Zur Hygiene nach dem Essen gibt es bei uns im Wagen eine westliche Toilette, eine Lochtoilette und ein Waschabteil.
Auch fuer Hilfe waehrend der Fahrt ist gesorgt – jeder Wagen hat seinen eigenen, nur chinesisch sprechenden Schaffner.
In Bahnhoefen werden waehrend des Halts die Fahrgestelle mit Hammerschlaegen ueberprueft. Schliesslich rast der Zug mit hoechstens 120km/h und ca. 17 Wagen
durch die Provinzen Chinas 😉
Natuerlich gibt es auch ein China mittlerweile Hochgeschwindigkeitszuege, doch die beschraenken sich noch auf Metropolregionen wie Beijing oder Shanghai, also nicht unser laendliches Reisegebiet, wo die Toilette direkt auf die Gleise geht und die Schienen mit Stoessen zusammengehalten werden 😉

Ein Tag im chinesischen Mittelalter

Heute Vormittag haben wir mit unserem Guide ein bisschen die Stadt erkundet und sind in die erste Privatbank Chinas. Nach dem Mittagessen hatten wir dann Freizeit und haben uns Fahrraeder (1Eur pro Rad)  ausgeliehen. Damit sind wir raus aus der Altstadt und dem Stadtgebiet zu einem Tempel, entlang der Landstrasse, vorbei an neu gepflanzten Pappeln, Feldern und rauchenden Schloten. Im Supermarkt haben wir uns wieder ein Lunchpaket fuer die morgige Zugfahrt (nach Xi’An) zusammengestellt. Zurueck im Hotel hat sich Denise dann erst einmal eine Fussmassage gegoennt – fuer unschlagbare 5Eur! Hier nun ein paar Impressionen des heutigen Tages (auch die letzten beiden Artikel haben nun Fotos!)

Zugfahrt zum chinesischen Rothenburg ob der Tauber

Hier nur eine kurze Meldung, dass wir die 7Std Zugfahrt nach Pingyao gut ueberstanden haben. Direkt vom Bahnhof gings dann gleich einen „alten“ Hof + Museum besichtigen. Ich schreibe „alt“, da wir langsam an der Authentizitaet von Sehenswuerdigkeiten zweifeln. Die Chinesen ersetzen und erneuern anscheinend schnell mal etwas und verkaufen es als das Original. Fuer sie ist das allerdings voellig normal und ist keineswegs boesartig gemeint. Den Touristen soll einfach etwas schoenes geboten werden – und da das neu gemachte hier aufgrund geringer Qualitaet schon wieder antik aussieht, merkt der Tourist es eher nicht. Trotzdem konnte man sich im Hof gut vorstellen wie dort einmal gelebt wurde.
Besonders gestaunt haben wir wieder, dass die Chinesen fuer Glueck hunderte verschiedene Symbole, Zeichen, Tiere etc. haben. Der Hof sah von oben sogar aus wie eines der Schriftzeichen fuer Glueck 😉
Danach wurden wir in unser Hotel in der Altstadt gebracht. Pingyao ist das chinesische Gegenstueck zu Rothenburg ob der Tauber. Mit den kleinen Gaesschen, den huebschen Haeusern, der Stadtmauer und dem Autoverbot wirkt es sehr romantisch. Morgen bei Tageslicht schauen wir es uns genauer an. Jetzt machen wir es uns auf der buchstaeblichen Liegewiese in unserem sehr romantisch-rustikalem Zimmer gemuetlich. Gute Nacht!

Vom Pekinger Hutong zur Industriestadt Datong

Gestern haben wir ein wenig ausgeschlafen, haben gepackt und sind noch durch die Hutongs (kleine niedrige aermere Wohnviertel) gelaufen. Mittags haben wir mit unserer Reiseleiterin noch einen Trommelturm bestiegen, sind Rikscha (Fahrradtaxi) in der Altstadt gefahren und waren bei einer chin. Familie essen. Dann wurden wir relativ zeitig am Bahnhof abgesetzt und sassen zwischen hunderter Chinesen auf unseren Taschen. Durchs Zuschauen aufs Getuemmel verging die Zeit dann recht schnell und ausserdem waren wir auch ein wenig froh unsere Reiseleiterin loszusein. Sie war so demotiviert und staendig von allem genervt, dass es uns schwer fiel alles der letzten Tage zu geniessen. Dementsprechend zuversichtlich auf einen neuen Guide stiegen wir in den Zug nach Datong. Die 6stuendige Fahrt in einem 4er Softsleeper Abteil war schnell rum und hungern mussten wir auch nicht, da wir ja mittlerweile Profis im Zugfahrtvorbereiten sind und natuerlich wie immer unsere Instantnudelbecher dabei hatten. 😉
Um 21:45Uhr kamen wir in Datong an, wurden angenehmerweise auch wie erwartet abgeholt und ins Hotel gebracht. Wie schon beschrieben handelt es sich bei Datong um eine Stadt inmitten von Kohlegebieten. Deshalb wollten wir natuerlich nicht unbedingt dahin (obwohl es jetzt doch auch interessant ist so eine chin. Industriestadt zu sehen) – sondern wegen den Sehenswuerdigkeiten in der Umgebung. Die haben wir heute besichtigt. Und trotz eines weniger guten Starts in den Tag: sehr chin. Fruehstueck in einem verqualmten Raum voller schluerfender, ruelpsender Chinesen; war es ein sehr schoener Tag. Unser jetziger Reiseguide spricht zwar nicht so gut deutsch aber erzaehlt von sich aus interessante Dinge und ist witzig. Wie wir ja erlebt haben, ist das mehr als wichtig fuer schoene Erlebnisse. Die erste teilweise sehr aufregende 2 std. Autofahrt fuehrte uns nach Hengshan zum haengenden Kloster. Dieses klebt in 50m Hoehe an einem Berg und ist wirklich beeindruckend. Ein wenig mulmig war mir, Denise, aber dann doch zumute, wenn ich auf einer kleinen Huehnerleiter mit einem Gelaender, dass mir bis zum Knie geht, hoch oder runter steige und es neben mir 50m runter geht :S Habe auch erst als wir wieder unten waren, nachgefragt ob schon mal jemand abgestuerzt ist. Angeblich nicht. Aber wir sind ja hier was Informationen angeht doch immer ein wenig skeptisch 😉
Nach einem leckren Mittag in einem, ich nenne es mal, Ausflugslokal, ging es nochmalige 2std in die andere Richtung zu den Yungang Grotten. Die Fahrt war wie gesagt abschnittsweise abenteuerlich, da hier in Datong und Umgebung unglaublich viel gebaut wird und Strassen einfach gesperrt werden und die Autos und LKWs ( soooo viele Kohle LKWs!!) dann daneben durch Sand und Geroell ausweichen. Im Gebiet nahe der Grotten war es besonders schlimm, da dort ein grosses kommerzielles Touristengebiet zu entstehen scheint. Es werden Tempelanlagen nachgebaut, Hotels hochgezogen, Strassen und Bruecken gebaut und Parks angelegt. Fast alle Baueme die dort standen waren neu eingepflanzt. Das ist wohl Teil eines Projekts der chin. Regierung zur Aufforstung Chinas. Es waren wohl nur noch 12Prozent der Landesflaeche mit Wald bedeckt – Ziel sind 20Prozent. Man stelle sich mal die Millionen Baeume vor, die neu gepflanzt werden. Wenigstens ein Gegenstueck zur Umweltverschmutzung die China sonst in allem betreibt.
Die Grotten bzw. eher Hoehlen, die inklusive verschiedenster riesiger und kleinerer Figuren in die Felsen gehauen sind, waren atemberaubend und waeren sicher ein Paradies fuer Opa Gerhard 🙂 Wir haben heute viele sehr schoene Fotos von uns mit den Sehenswuerdigkeiten machen koennen, da unser Reiseleiter anscheinend ein Hobbyfotograf ist und uns immer platzierte. Leider koennen wir diese erst spaeter ins Netz stellen, da wir im jetzigen Hotelzimmer keinen PC haben.
Apropos Fotos – wir haben uns heute zeitweise wie Stars gefuehlt. Mehrmals wurden wir gebeten uns zu Fotos von Chinesen zu stellen und bei einem Spaziergang am Abend waren wir die Attraktion schlechthin. Obwohl Datong eine 1,5 Mio Einwohner Stadt ist, scheint man uns Langnasen hier eher kaum bis gar nicht zu Gesicht zu bekommen 😉
Waren dann noch ganz kulturfremd bei Walmart fuer die morgige Zugfahrt einkaufen und dann bei McDonalds essen. Nach all dem chin. Essen waren Burger und Pommes himmlisch 😀 Vor allem weil man dieses Essen einfach reinschieben und runterschlucken kann. Viele lokale Gerichte muss man im Mund erst noch auseinander nehmen – bei mir besonders „beliebt“ ist Huehnchen, dass samt aller Knochen vor dem Kochen kleingehaeckselt wird und dann so mit Gemuese gemischt wird.

Nun sind wir wieder am packen und geniessen nebenbei eine seeehr leckere Mango. Morgen muessen wir um 6 los zum Bahnhof. Unser Guide aus Datong wird uns mit nach Pingyao, der urspruenglichsten Kulturstadt, begleiten. Wir freuen uns auf den naechsten Abschnitt unserer Reise!

Kaiserpalast im Smog

Unser Sonntag begann wie die letzten Tage um 7:30Uhr mit dem Wecker *gaehn* Um 9Uhr holte uns dann wieder der Fahrer+Reiseleiterin ab und wir sind zum Tia’anmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens) gefahren – dem groessten Platz der Welt. Auf diesen Platz sollen 1 Mio. menschen passen, falls das nicht reicht, gibt es noch Tribuenen am Rand… WAHNSINN!

Tia'anmen Platz

Tia'anmen Platz

Vom Platz ging es direkt in die verbotene Stadt – dem Kaiserpalast. Wie man auf den Bildern erkennt, ist die Sicht heute noch schlechter als die letzten Tage – Smog macht sich breit und war teilweise auch riechbar. Wir empfanden es im Kaiserpalast schon sehr voll, doch unser Guide meinte, dass voll sei, wenn man nur noch in der Menschenmasse mitschwimmt 8-o
Im Norden des Palastes sind wir dann den kuenstlichen, 43m hohen Berg im Jingshan Park hochgestiegen und hatten – wie erwartet – kaum Aussicht:

Kaiserpalast bzw. Verbotene Stadt

Verbotene Stadt (Kaiserpalast)

Unser Guide blieb natuerlich schoen unten im Schatten sitzen :schlafen:

Nach einer Staerkung ging es in ein Suesswasserperlengeschaeft. Hier lernten wir zunaecht, wie die Perlen entstehen – in dem Suesswassermuscheln Fremdkoerper eingegeben werden und diese innerhalb einiger Jahre umschlossen und  zu einer Perle wachsen. Diese koennen dann ganz einfach „geerntet“ werden.

Perlen aus einer Muschel

Nach dem wir dem Geschaeft kein Umsatz bescheren wollten ging es weiter zum Himmelstempel. Dieser wird von einem Park umgeben und besteht aus mehreren Gebaeuden –> Wir hatten 4 mal Eintritt zu zahlen. Parks kosten allgemein Eintritt hier – etwa 2Yuan. Fuer Rentner, die jeden Tag im Park verbringen, gibt es aber auch Jahreskarten. Auf einer kleinen Anhoehe hier zeigte sich, dass die Sicht besser wurde und wir auch ein paar Hochhaeuser in geringer Entfernung sehen konnten.

Wir im Himmelstempel

Wir im Himmelstempel

In einem staatlichen Seidegeschaeft lernten wir dann, wie Seide entsteht und durften selbst beim Aufspannen von Seide zu einer Bettdecke helfen (also doch keine Kinderarbeit, sondern Touristen 😉 ). Unsere Reiseunterlagen hatten uns schon gewarnt, dass es jedem Reisefuehrer vorgeschrieben ist, mindestens eine staatliche Einrichtung zu zeigen. Doch nicht nur hier zeigt sich die Propaganda, eigentlich an allen (touristischen) Einrichtungen werden die Vorzuege und Staerken der Volksrepublik demonstriert – bereits zum Fruehstueck im CCTV (dem chinesischen Staatsfernsehen) wurden die Kindergaerten in den Himmel gelobt, trotz Probleme in den letzten Wochen ;]

Im staatl. Seidengeschaeft

Im staatl. Seidengeschaeft

Zeitig, weil sehr gefragt und stets ausgebucht ging es zum Abendessen in ein tolles Restaurant – heute gab es Peking-Ente! Anders als man denken mag, wird diese zunaecht komplett an den Tisch gebracht und dort dann „filetiert“, also kleine Stuecke abgeschnitten, die dann mit suesser, dunkler Sosse und Porree in einen duennen Teigfladen gewickelt gegessen werden.

Filetieren der Peking-Ente

Filetieren der Peking-Ente

Geniessen der Peking-Ente

Geniessen der Peking-Ente

Morgen geht es nun weiter in Richtung Westen – der Zug wird uns nach Datong bringen – eine Kohlestadt.

P.S.: Heute war der wichtigste Tag im Leben vieler jugendlicher Chinesen – die Abschlusspruefung stand an, die bei entsprechender Leistung den Weg auf die Universitaet ebnet.

Lamas, Konfuzius und Cixi

Ihr fragt euch was Lamas in Peking machen? Sie gehen in den Lamatempel und verbrennen dutzende Weihrauchstaebchen 🙂 Die Rede ist hier naemlich von den Anhaengern des Lamaismus und wir haben heute morgen den groessten Lamatempel in China besucht. Neben beeindruckend grossen Bhuddas und schoenen Gebaeuden gab es noch die Chinesen beim Beten zu bestaunen. Direkt im Anschluss gings zum Nachbartempel zu Ehren von Konfuzius.

Wir im Konfuzius-Komplex

Wir im Konfuzius-Komplex

Da wir heute den ganzen Tag zu Fuss und per U-Bahn mit unserer Reiseleiterin unterwegs waren und diese offen gesagt etwas faul zu sein scheint (wie scheinbar viele Chinesen) sind wir dann auch gleich dort um die Ecke in ein Lokal zum Mittagessen. Dort bestellte sie typische chinesische Gerichte – die natuerlich wie wir schon selbst festgestellt hatten –  eher weniger mit den chinesischen Gerichten bei uns in Deutschland gemein haben. Aber trotzdem (oder gerade deshalb?) sehr lecker 😉 Dem dennoch etwas gereizten Magen tat dann die kleine Teezeremonie im Anschluss sehr gut. In einem Separee eines netten Teehauses wurden vor unseren Augen verschiedene frische Tees gebrueht und wir durften verkosten. Das ganze hat uns sehr gut gefallen, da es besonders ruhig und harmonisch ablief.

Teezeremonie

Teezeremonie

Gestaerkt machten wir uns dann auf den Weg zum Sommerpalast. Der leider zumindest an Gebaeuden mehr verspricht als er haelt. Denn tatsaechlich wurde der  Name faelschlich uebersetzt und es handelt sich eigentlich um einen weitlaeufigen Garten mit mehreren Seen und Bergen. Die Kaisersmutter Cixi (gesprochen „Sissi“ 😉 )hatte diesen noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erweitern lassen.

Insgesamt ein sehr netter Anblick trotz der 20.000 anderen Touristen. (Nur leider wieder so diesig 🙁 )

Vorm Panorama des Sommerpalastes

Vorm Panorama des Sommerpalastes

Bevor wir uns zurueck in unsere Hotelumgebung machten, fuehrte uns Mathias‘ Interesse noch zum CCTV (staatliches chin. Fernsehen) Gebaeude wegen seiner besonderen Architektur.

CCTV Gebaeude

CCTV Gebaeude

Und zum Abschluss kam beim Abendessen in einem Yunnan/Thailaendischen Restaurant dann zum ersten Mal unser „China-Riegel“  zum Einsatz – um uns einen Loeffel zu bestellen 😉

China-Riegel

China-Riegel

Auf der Grossen Mauer unterwegs

Heute ging es zu einem der „7 neuen Weltwunder“ – der chinesischen Mauer.

Nach einem fuer Europaeer eher ungewoehnlichen Fruehstueck

Unser Fruehstueck

Unser Fruehstueck

fuhren wir wieder mit unserem Fahrer und unserer Reiseleiterin los, zum ueber 100km entfernten Mauerabschnitt Jingshanling. Von dort wollten wir dann 10km auf der Mauer entlang nach Simatei laufen – und haben es trotz nochmaligen besorgten Nachfragen unseres Guides auch durchgezogen. Zum Glueck!! Wir hatten uns schon zu Hause fuer diese beiden Abschnitte entschieden, weil sie als weniger Touristen ueberlaufen und urspruenglicher gelten. So sind wir in voelliger Ruhe und Einklang mit der Natur und diesen alten Gemaeuern ganze 3 Stunden gewandert, geklettert und gekrochen. Uns beruhigte allerdings auch dass wir nicht ganz einsam und allein waren und man zumindest immer in der Ferne Touristen auf der Mauer rumkrackseln gesehen hat. Aber es gab ja auch noch die Einheimischen die an jedem zweiten Turm Wasser, Bier und Cola anboten, wenn man oben angeschnauft kam. Eine von ihnen machte es ganz schlau und lief 30min neben uns her und gab vereinzelte Informationen von sich – sie bekam dann auch ihre 10Yuan  (1Euro) fuer eine Dose Cola 😉 . Im Nachhinein waren wir im Hinblick auf unseren Engergiehaushalt allerdings sehr froh, die Cola getrunken zu haben. Denn nach stundenlangem Bergauf und Bergab und nur 2 Schokoriegeln  zitterten uns schon die Beine. Essen (und auch Toiletten!) gab es in der Abgeschiedenheit nicht. Aber die Aussicht hat fuer alles entschaedigt – aber schaut selbst:

Am Abend gings dann mit hungrigem Magen in das „Szene“-Viertel, dass uns Ute gestern gezeigt hatte. Nach einigem Suchen fanden wir auch ein annehmbares, nicht ueberfuelltes Restaurant mit Karte mit Bildern + engl. Text. Da wir Ute allerdings heute nicht dabei hatten, konnten wir leider nicht fragen ob denn die Gerichte die wir ausgesucht hatten sehr scharf sind..tja das haben wir dann gemerkt *feuerspei* Aber lecker war es trotzdem:

Abendessen

Abendessen

Ansonsten haben wir natuerlich weiter unsere Augen und Ohren fuer die Eigenarten der Chinesen offen gehalten:

Ute, als Expertin, erzaehlte uns gestern, dass die Jugendlichen hier sehr kindisch und unselbststaendig sind (wohnen aber auch bis zur Hochzeit bei den Eltern); ein Abend in der Bar wird mit dem Argument “ Ich habe gehoert in Bars schuetten sie einem Drogen ins Glas“ oder  „man kann eine Heroinspritze verabreicht bekommen“ ausgeschlagen. (Die Bars sind hier allerdings so normal und eigentlich „unschuldiger“ als bei uns.)

Ein anderes Beispiel: Gruende warum Jugendliche in China Deutsch studieren, sind dann auch „weil die anderen Studiengaenge voll waren“, „weil ich deutschen Fussball mag“ oder „weil ein Laut meines Namens einem Laut fuer das chin. Wort fuer „deutsch“ gleicht“. 🙂

Wir hatten gestern ja schon die obligatorischen Schlafanzugtraeger vermisst – hoerten dann aber heute dass wohl in Peking seit den olympischen Spielen 2008 nicht mehr im Pyjama auf die Strasse gegangen werden darf.

Besonders amuesant war zu sehen, dass Ute damit recht behalten hat, dass Touristen hier besonders behandelt werden, um China im besten Licht darzustellen. So wurden wir auf unserer Fahrt zur grossen Mauer an einer Polizeistation angehalten und unser Fahrer musste die Papiere vorzeigen. Als der Polizist dann aufforderte den Kofferraum zu oeffnen fiel sein Blick auf uns auf der Rueckbank – noch bevor unser Fahrer ausgestiegen war, hatte er ganz schnell seine Papiere wieder und wurde durchgewunken. Fazit: Willst du heimlich etwas im Auto in China transportieren, dann habe Auslaender dabei 🙂

Apropos geheim – wir schreiben ja vom PC in unserem Hotelzimmer und durften schon feststellen, dass Facebook und Youtube tatsaechlich geblockt sind.

Soo, na dann fallen wir jetzt in unser hartes Bett um morgen wieder fit fuer unsere  „per pedes“-Tour zu den Pekinger Sehenswuerdigkeiten zu sein.

PS: Im Artikel von gestern gibts jetzt auch noch 3 Fotos.

Nǐ hǎo

– oder „Hallo“ China, da sind wir.

Nachdem uns ein nettes Abschiedscommittee aus Mathias Eltern, Grosseltern und Verchen  in den Flieger in Tegel setzte, kamen wir nach 9Std Flug gegen 11Uhr in Beijing an – gemeinsam mit den anderen 150 Chinesen 🙂 . Der Flug war ruhig aber wie immer unbequem – schoenen Gruss ans Sitzfleisch…

Standesgemaess wurden wir von einem schwarzen Audi mit getoenten Scheiben abgeholt und schauten uns trotz Uebermuedung bei diesigen 25Grad das Olympiagelaende an. Danach gings fuer ein Nickerchen in unser Hotel, dass mitten in der Altstadt liegt und – wie wir bei einem anschliessenden 3, 5h Spaziergang entdeckten – nicht weit von einem See mit Bars und Einkaufsmoeglichkeiten drumrum. Dort „trauten“ wir uns an unser erstes chinesisches Essen, naemlich 2 Jaouzi (gefuellte Teigtaschen) fuer umgerechnet je 15ct. Waehrend unseres Spazierganges fielen uns wieder die lustigen Kleinkinderhosen mit Schlitz im Schritt auf (koennte feucht aufm Arm werden 😉 ). Ausserdem entdeckten wir den Beruf des „Busanhalters“ an Bushaltestellen und dass es in Peking scheinbar keine Kleinwagen gibt. Wir sind mittlerweile schon wieder voll im „Asia“-Fieber und freuen uns auf die naechsten Tage; vor allem aufs Hinterland zum Ende unserer Reise. Morgen gehts dann allerdings erstmal zur grossen Mauer. Unser Guide fragte uns heute ganz besorgt ob wir denn fit genug fuer die im Programm von uns festgelegte 4Std Wanderung sind -„Klaro“! 😀

Aber natuerlich erst wenn wir uns heute abend so richtig schoen den Bauch voll geschlagen haben. Gleich holt uns Ute, eine „alte“ Mitstudentin, die hier Chinesisch lernt, ab und zeigt uns das beste Restaurant der Stadt 🙂

Abend am Hou Hai See

Abend am Hou Hai See

Kleine Bank am Wou Hai See

Kleine Bank am Hou Hai See

Abendessen mit Ute: Karpfen, Rindfleisch, Brokkoli und Gurke

Abendessen mit Ute: Karpfen, Rindfleisch, Brokkoli und Gurke

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