Heute ging es zu einem der „7 neuen Weltwunder“ – der chinesischen Mauer.

Nach einem fuer Europaeer eher ungewoehnlichen Fruehstueck

Unser Fruehstueck

Unser Fruehstueck

fuhren wir wieder mit unserem Fahrer und unserer Reiseleiterin los, zum ueber 100km entfernten Mauerabschnitt Jingshanling. Von dort wollten wir dann 10km auf der Mauer entlang nach Simatei laufen – und haben es trotz nochmaligen besorgten Nachfragen unseres Guides auch durchgezogen. Zum Glueck!! Wir hatten uns schon zu Hause fuer diese beiden Abschnitte entschieden, weil sie als weniger Touristen ueberlaufen und urspruenglicher gelten. So sind wir in voelliger Ruhe und Einklang mit der Natur und diesen alten Gemaeuern ganze 3 Stunden gewandert, geklettert und gekrochen. Uns beruhigte allerdings auch dass wir nicht ganz einsam und allein waren und man zumindest immer in der Ferne Touristen auf der Mauer rumkrackseln gesehen hat. Aber es gab ja auch noch die Einheimischen die an jedem zweiten Turm Wasser, Bier und Cola anboten, wenn man oben angeschnauft kam. Eine von ihnen machte es ganz schlau und lief 30min neben uns her und gab vereinzelte Informationen von sich – sie bekam dann auch ihre 10Yuan  (1Euro) fuer eine Dose Cola 😉 . Im Nachhinein waren wir im Hinblick auf unseren Engergiehaushalt allerdings sehr froh, die Cola getrunken zu haben. Denn nach stundenlangem Bergauf und Bergab und nur 2 Schokoriegeln  zitterten uns schon die Beine. Essen (und auch Toiletten!) gab es in der Abgeschiedenheit nicht. Aber die Aussicht hat fuer alles entschaedigt – aber schaut selbst:

Am Abend gings dann mit hungrigem Magen in das „Szene“-Viertel, dass uns Ute gestern gezeigt hatte. Nach einigem Suchen fanden wir auch ein annehmbares, nicht ueberfuelltes Restaurant mit Karte mit Bildern + engl. Text. Da wir Ute allerdings heute nicht dabei hatten, konnten wir leider nicht fragen ob denn die Gerichte die wir ausgesucht hatten sehr scharf sind..tja das haben wir dann gemerkt *feuerspei* Aber lecker war es trotzdem:

Abendessen

Abendessen

Ansonsten haben wir natuerlich weiter unsere Augen und Ohren fuer die Eigenarten der Chinesen offen gehalten:

Ute, als Expertin, erzaehlte uns gestern, dass die Jugendlichen hier sehr kindisch und unselbststaendig sind (wohnen aber auch bis zur Hochzeit bei den Eltern); ein Abend in der Bar wird mit dem Argument “ Ich habe gehoert in Bars schuetten sie einem Drogen ins Glas“ oder  „man kann eine Heroinspritze verabreicht bekommen“ ausgeschlagen. (Die Bars sind hier allerdings so normal und eigentlich „unschuldiger“ als bei uns.)

Ein anderes Beispiel: Gruende warum Jugendliche in China Deutsch studieren, sind dann auch „weil die anderen Studiengaenge voll waren“, „weil ich deutschen Fussball mag“ oder „weil ein Laut meines Namens einem Laut fuer das chin. Wort fuer „deutsch“ gleicht“. 🙂

Wir hatten gestern ja schon die obligatorischen Schlafanzugtraeger vermisst – hoerten dann aber heute dass wohl in Peking seit den olympischen Spielen 2008 nicht mehr im Pyjama auf die Strasse gegangen werden darf.

Besonders amuesant war zu sehen, dass Ute damit recht behalten hat, dass Touristen hier besonders behandelt werden, um China im besten Licht darzustellen. So wurden wir auf unserer Fahrt zur grossen Mauer an einer Polizeistation angehalten und unser Fahrer musste die Papiere vorzeigen. Als der Polizist dann aufforderte den Kofferraum zu oeffnen fiel sein Blick auf uns auf der Rueckbank – noch bevor unser Fahrer ausgestiegen war, hatte er ganz schnell seine Papiere wieder und wurde durchgewunken. Fazit: Willst du heimlich etwas im Auto in China transportieren, dann habe Auslaender dabei 🙂

Apropos geheim – wir schreiben ja vom PC in unserem Hotelzimmer und durften schon feststellen, dass Facebook und Youtube tatsaechlich geblockt sind.

Soo, na dann fallen wir jetzt in unser hartes Bett um morgen wieder fit fuer unsere  „per pedes“-Tour zu den Pekinger Sehenswuerdigkeiten zu sein.

PS: Im Artikel von gestern gibts jetzt auch noch 3 Fotos.