Unser Sonntag begann wie die letzten Tage um 7:30Uhr mit dem Wecker *gaehn* Um 9Uhr holte uns dann wieder der Fahrer+Reiseleiterin ab und wir sind zum Tia’anmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens) gefahren – dem groessten Platz der Welt. Auf diesen Platz sollen 1 Mio. menschen passen, falls das nicht reicht, gibt es noch Tribuenen am Rand… WAHNSINN!
Vom Platz ging es direkt in die verbotene Stadt – dem Kaiserpalast. Wie man auf den Bildern erkennt, ist die Sicht heute noch schlechter als die letzten Tage – Smog macht sich breit und war teilweise auch riechbar. Wir empfanden es im Kaiserpalast schon sehr voll, doch unser Guide meinte, dass voll sei, wenn man nur noch in der Menschenmasse mitschwimmt 8-o
Im Norden des Palastes sind wir dann den kuenstlichen, 43m hohen Berg im Jingshan Park hochgestiegen und hatten – wie erwartet – kaum Aussicht:
Unser Guide blieb natuerlich schoen unten im Schatten sitzen :schlafen:
Nach einer Staerkung ging es in ein Suesswasserperlengeschaeft. Hier lernten wir zunaecht, wie die Perlen entstehen – in dem Suesswassermuscheln Fremdkoerper eingegeben werden und diese innerhalb einiger Jahre umschlossen und zu einer Perle wachsen. Diese koennen dann ganz einfach „geerntet“ werden.
Nach dem wir dem Geschaeft kein Umsatz bescheren wollten ging es weiter zum Himmelstempel. Dieser wird von einem Park umgeben und besteht aus mehreren Gebaeuden –> Wir hatten 4 mal Eintritt zu zahlen. Parks kosten allgemein Eintritt hier – etwa 2Yuan. Fuer Rentner, die jeden Tag im Park verbringen, gibt es aber auch Jahreskarten. Auf einer kleinen Anhoehe hier zeigte sich, dass die Sicht besser wurde und wir auch ein paar Hochhaeuser in geringer Entfernung sehen konnten.
In einem staatlichen Seidegeschaeft lernten wir dann, wie Seide entsteht und durften selbst beim Aufspannen von Seide zu einer Bettdecke helfen (also doch keine Kinderarbeit, sondern Touristen 😉 ). Unsere Reiseunterlagen hatten uns schon gewarnt, dass es jedem Reisefuehrer vorgeschrieben ist, mindestens eine staatliche Einrichtung zu zeigen. Doch nicht nur hier zeigt sich die Propaganda, eigentlich an allen (touristischen) Einrichtungen werden die Vorzuege und Staerken der Volksrepublik demonstriert – bereits zum Fruehstueck im CCTV (dem chinesischen Staatsfernsehen) wurden die Kindergaerten in den Himmel gelobt, trotz Probleme in den letzten Wochen ;]
Zeitig, weil sehr gefragt und stets ausgebucht ging es zum Abendessen in ein tolles Restaurant – heute gab es Peking-Ente! Anders als man denken mag, wird diese zunaecht komplett an den Tisch gebracht und dort dann „filetiert“, also kleine Stuecke abgeschnitten, die dann mit suesser, dunkler Sosse und Porree in einen duennen Teigfladen gewickelt gegessen werden.
Morgen geht es nun weiter in Richtung Westen – der Zug wird uns nach Datong bringen – eine Kohlestadt.
P.S.: Heute war der wichtigste Tag im Leben vieler jugendlicher Chinesen – die Abschlusspruefung stand an, die bei entsprechender Leistung den Weg auf die Universitaet ebnet.








Na dann wünschen wir euch eine schöne Zugreise nach Datong.
Nicht das die schon auf die nächsten Touris warten, die ihnen beim Abbau von Kohle helfen!?
Gruß
Papa-Roland und Mama-Angela!!
Vielen Dank für die amüsante und interessante Berichterstattung. Waren schon überrascht heute morgen etliche Zeilen und Bilder vorzufinden. Macht aber auch Spaß „mit Euch diese Reise zu erleben“ !! Wir hoffen Ihr berichtet weiterhin so fleißig und müsst nicht, um mit den Worten von Angela und Roland zu sprechen, in die Kohleminen einfahren. Soll ja dort ziemlich gefährlich sein !! Na denn alles Gute für Datong.
M & P
PS. Die Ente sah aber wirklich sehr lecker aus Hmm…