Kategorie: Hawaii (Seite 2 von 5)

Unterwegs an der US-Westküste, auf Hawaii und in New Jersey 2018

Manta #2

Nun habe ich das Video erhalten. Hier könnt ihr es euch bis ca. 22:10 Minuten ansehen. Danach sind noch andere Tauchgänge ohne mich aufgenommen. Ich selbst bin nicht mit im Video, weil wir aus Platzgründen nicht direkt neben dieser Gruppe von unseren Boot saßen.

Tauchen mit Mantarochen

Ich, Mathias, war also am Montagnachmittag mal wieder unterwegs zum Tauchen. Da zwei Tauchgänge geplant waren, ging es für mich schon 3/4 2 bei nettem Wetter los, um kurz darauf durch starken Regen zu fahren. Gegen vier haben wir bei halbwegs trockenen Verhältnissen den Hafen verlassen und sind über die Wellen in eine Bucht gefahren. Der erste Tauchgang erkundete die lokalen Gegebenheiten, damit wir nachher im Dunklen besser zurechtkamen. Wieder aus dem Wasser kommend, waren plötzlich viele andere Boote vor Ort – vielleicht insgesamt 10. Der Sonnenuntergang war eher dramatisch und dann ging es nach ein paar Snacks und warmen Getränken wieder ins Wasser. Draußen schwammen schon viele Schnorchler und andere Taucher im Wasser rum und wir sahen große Schatten vom Boot – es waren also Mantas da 🙂 Bei guten Verhältnissen spült die Meeresströmung Plankton in die Bucht. Die Taucher stellen dann Leuchten am Boden auf und jeder Taucher hat noch seine eigene Lampe dabei … und Plankton liebt Licht. Naja, so kommt es dann also, dass die Mantas nicht weit weg sind, wenn sie pro Tag dutzende Kilogramm Plankton fressen wollen. Spült sie Strömung den Plankton auch gleich wieder aus der Bucht raus, fällt sie Show buchstäblich ins Wasser. Wir sollten also heute Glück haben und sprangen als letztes Boot ins Wasser. Am Boden in 10m Tiefe angekommen, setzten wir uns zu den anderen ca. 40-50 Tauchern an’s „Camp Fire“ (Lagerfeuer) – ein zentraler Leuchtpunkt. Von oben leuchteten die Schnorchler kräftig mit. Mein Guide kennt die Mantarochen schon beim Namen und hat insgesamt 19 verschiedene gezählt! Ich habe einmal 6 Mantas gleichzeitig gesehen, wie sie durchs Wasser flogen, mit weit geöffneten Maul zum Filtern des Planktons.

Die Mantas hier – Riffmantas „Mobula Alfredi“ – leben recht stationär in Küstennähe und hatten bis zu 10 Fuß (3m) Spannweite. Pro Fuß muss man wohl 100lbs rechnen, also zarte 450kg Gesamtgewicht. Sie filtern nur den Plankton aus dem Wasser und haben daher keine Zähne und einen Stachel haben sie auch nicht – also komplett ungefährlich. Nur auf Konfrontationskurs sollte man nicht gehen 😉 Und das ist nicht ganz abwegig – manche Mantas schwammen in wenigen Zentimetern über unsere Köpfe hinweg – Wahnsinn! Da wir die letzten waren, die ins Wasser stiegen, waren wir also auch die letzten verblieben im Wasser und damit die letzte verbliebende Lichtquelle. Plötzlich war das Wasser um uns herum voller kleiner weißer Punkte – Plankton. Also kamen die Mantas zum Essen vorbei – noch näher und beeindruckender als zuvor – nochmal Wahnsinn!

Letztendlich kamen wir alle mit einem breiten Grinsen zurück an Board – das ging uns dann allerdings während des Wellengangs auf der Heimfahrt vorübergehend verloren 🤢. Letztendlich kamen wir aber heil wieder im Hafen an – Reisetablette sei Dank. Und kurz vor 23 Uhr war ich auch „schon wieder“ zu Hause.

Fotos unter Wasser gab’s leider keine professionellen – ich habe einen Mittaucher um seine Aufnahmen gebeten. Mal schauen, was er mir schicken wird. Ansonsten kann man sich hier in dem Video einen ganz guten Eindruck verschaffen, wie es da unter Wasser zugeht: https://bigislanddivers.com/charters/kona-manta-ray-night-scuba-dive/

Westküste bei Regen und Sonnenschein

Samstag setzte sich der Dauerregen fort und wir fuhren an der Küste nach Norden vorbei an Kailua-Kona und wunderschönen Stränden, die im Regen aber nur halb so schön anzuschauen waren und das Schnorchel und Schwimmzubehör blieb dann auch im Kofferraum. Wir aßen lecker Mittag im Harbour House in Honokohau und trösteten uns mit leckerem Eis über das Wetter. Wir brachen die Tour dann ab und fuhren zurück. Alles nördlich vom Kona Flughafen werden wir daher nicht mehr sehen. Aber wir haben auch schon seeehr viele tolle Strände, Dschungel und Kleinstädte gesehen.

Der nächste Tag begann dann wolkig aber ohne Regen und wurde dann richtig schön. Gerade rechtzeitig bevor die Stimmung kippte, denn alle waren muffelig wegen des Dauerregens und der wenigen Bewegung.
So aber konnten wir endlich mal an der Westküste in der Honaunau Bay schnorcheln und den dazugehörigen historischen Nationalpark anschauen. Beides waren kleine Highlights unserer Reise. Unser Flori überraschte mit einem mutigem Sprung vom Felsen ins 5m tiefe wellige Wasser und sofortigem Losschnorcheln – wird ein kleiner Profi 🙂
Mittags gab es für uns Hungrige dann Fish N Chips und dann noch einen Abstecher an den sonnigen Hookena Beach, der sich für Laura als Sandstrand schon besser anbot. Abschluss des Tages war Grillen auf unserem tollen Balkon mit Blick auf den Sonnenuntergang. Wunderbar.

Auch heute blieb uns die Sonne treu und wir waren am Kahaluu Beach – einem SEHR beliebten Schnorchel Ort. Obwohl es viele Fische gab, sind wir nicht sicher ob wir mehr Schnorchler gesehen haben als Fische 😉 Flori war wieder fleißig dabei und Laura plantschte im flachen Wasser.
Am Nachmittag ging es für Mathias los zum Tauchen – diesmal inkl. Nachttauchen und der Hoffnung auf Mantas. Wir backten mal wieder – Banana bread und Eierkuchen und spielten eine lange Partie Monopoly.

Besuch und Umzug

Schon länger war geplant, dass wir uns auf Big Island mit meiner Kollegin und ihrem Freund treffen. Sie machen gerade eine 3 monatige Weltreise und es überschnitt sich gerade. Das Wetter spielte endlich mit und wir hatten einen super Schnorchelvormittag in den Tide Pools. Wir Erwachsenen haben sogar alle eine Schildkröte in unmittelbarer Nähe erleben dürfen. Und da Kirsten’s Freund eine Unterwasser Kamera dabei hatte, haben wir endlich auch mal Bilder von dem, was wir unter Wasser sehen. Fische gab es an diesem Tag etwas weniger zu sehen.
Mittags gab’s noch gemeinsam und dann ging es für uns in unser neues Ferienhaus an der Westküste. Wir fuhren über den Süden durch viele alte Lavaströme, besuchten die Lava Trees und machten Pause am Pu‘ulani Black Sand Beach. Der Süden ist sehr dünn besiedelt und so verwundert es nicht, dass unser kleiner Einkauf in einem kleinen Supermarkt mal eben 50$ kostet. Naja 1,5l Milch kosten ja schon 8$. Die Anfahrt zu unserem Ferienhaus kostete Mathias dann einige Schweißperlen, denn es liegt am Hang und die Straßen sind eng und steil. Dann war unser Auto voll bepackt und es regnete und auf dem steilsten Stück drehten die Räder durch… aber alles heil angekommen. Das neue Haus ist nett, roch bei dem Dauerregen aber feucht und den tollen Ausblick haben wir erst 2 Tage später erleben dürfen, als es nicht mehr regnete.

Highlight – Wanderung zu aktiver Lava

Die Wanderung zu noch flüssiger Lava war ein, wenn nicht das Highlight unserer Reise!
Wir wussten schon vorher, dass es eine anstrengende Wanderung wird (zu anstrengend und weit für Kinder oder um es allein zu machen), und so buchten wir jeweils einzeln eine geführte Wanderung in Kleingruppe für zwei aufeinanderfolgende Tage. Das erlebte ähnelte sich sehr. Los ging es 16Uhr in einem kleinen Van ca. 2mi auf einer Schotterstraße, dann ca. 1mi laufen auf Schotterstraße und von da an nur noch querfeldein (ohne Weg) über erkaltete Lava. Das Gestein war rissig, bröckelte und war erstaunlich scharfkantig (meine Schuhe sind hin). Es gab Hügel und Schluchten zu umgehen. Zum Glück hörte es auf zu regnen. Es war auch dort nicht wärmer als sonst, erst direkt neben der aktiven Lava (gelb = 1200°C, rot = 800°C). Diese sah man nach ca. 1 Std. laufen, schon in der Entfernung am Berg hinab fließen. Wir orientierten uns daran ebenso, wie am Schwefeldampf und den zurücklaufenden vereinzelten Wanderern. Nach 2 Std. durch schwarzes Niemandsland war es dann geschafft. Ein unbeschreibliches Naturschauspiel. Wie das heiße gelbrote Gestein sirupartig fließt und dann sofort zu grauem Fels wird. Immer wieder, stetig weiter und in immer anderen Formen. Wir hätten ewig zuschauen können. Wir blieben ca. eine (sehr kurzweilige) Stunde bis zur Dunkelheit. Der Rückweg mit Taschenlampen war dann wirklich anstrengend, aber das Glühen der Lava war es wert.
Die vielen schönen Fotos lasse ich mal unkommentiert. Nur soviel – 1m neben der roten Lava hielt man es nur einige Sekunden aus.

Hot Pool im Regen

Soooo wir leben noch … auch wenn wir Dienstag Abend einen Schreck bekamen: im Radio kam regelmäßig die Warnung vor „High Surf“ (sehr hohen Wellen) die bis Mittwochabend anhalten können und die genau an der Ostküste (wo wir waren) gefährlich für Leben und Besitz sein könnten. Da unser Haus ja weniger als 100m und ungeschützt vom Wasser entfernt lag, war uns ziemlich mulmig. Wir versuchten den Vermieter zu erreichen und ich ging trotz fortgeschrittener Stunde zum Nachbarhaus (wurde zum Glück ohne Waffe empfangen), um Einwohner zu befragen, wieviele Sorgen wir uns machen sollten. Beide winkten ab und wir waren beruhigt.

Wir sind also nur nicht mit dem Schreiben nachgekommen – auch weil wir an die Westküste umgezogen sind und hunderte Lava Bilder gemacht haben. Aber immer der Reihe nach und den Lava Wanderungen widme ich einen separaten Eintrag.

Mittwoch fuhren wir am Wasser Richtung Süden und Richtung Kalapana, wo das Lavafeld und meine (Denise) Wanderung am Nachmittag starten sollte. Die Südostküste bot einen Hot Pool (mit Meerwasser aber geothermisch auf über 30°C gewärmt), Dschungel und Lava Strand bzw Steilküste.
Dann wurde ich auf dem Lavafeld abgesetzt und der Rest fuhr zurück zum Ferienhaus, machte Eierkuchen, kletterte bei den Tide Pools und besuchte den Night Market in Kalapana, bevor Sie mich wieder einsammelten.
Am Donnerstag setzte sich der Dauerregen fort, aber wir wollten gern noch Hilo, die Hauptstadt Big Islands, anschauen. Wir bummelten dann etwas durch die Einkaufsstraße und fanden endlich die passenden kleinen Erinnerungen für unsere Reisesammlung – kleine Figuren von dem was wir viel gesehen haben: den Fisch mit dem langen komische Namen (Humuhumunukunukuapua’a), Schildkröte und Hibiskusblüte. Dann noch schnell auf dem Rückweg einkaufen (immerhin lag das Ferienhaus 45min vom größeren Supermarkt entfernt) inkl. neuer Schuhe für mich und Flori, Mittagessen und dann ging es für Mathias ab zum wandern. Da Laura beim „Conni lernt backen“ hören, immer wieder fragt, wann wir backen können, war mal eben Weihnachten und wir machten Plätzchen.

Wasser und Feuer – zwei Naturgewalten

Montag und Dienstag haben wir Meilen (176+146) geschrubbt. Was auch nicht weiter schade war, da sich hier der Dauerregen hartnäckig hält. Und wir waren am Montag doch nicht beim Vulkan, sondern haben dies um einen Tag verschoben. Dafür sind wir die Nordostküste hoch bis zum Waipio Valley – mit der Hoffnung, dass nördlich von Hilo (dem regenreichsten Ort) besseres Wetter ist. Aber der Regen verfolgte uns die gesamte Strecke und verhinderte auch viele schöne Ausblicke. Dafür passte er wieder super zum Dschungelfeeling. Laura ging es am Montag auch nicht gut und sie fieberte den ganzen Tag auf der Rückbank. Wobei diese „erzwungene“ Ruhe anscheinend geholfen hat, denn am nächsten Tag war zum Glück alles wieder gut.
Mittags hielten wir in Honokaa und saßen mit vielen Einheimischen in einem kleinen Restaurant bei leckerem (aber typischem amerikanischen) Essen. Das letzte Stück zum Waipio Valley Outlook zerstörte das letzte bisschen Hoffnung, dass es aufhören könnte zu regnen. Und dort angekommen, standen wir sehr enttäuscht vor einer Nebelwand. Da fährt man hunderte Meilen und dann sowas. Ein bisschen verzog sich dann aber doch die Wolke und wir konnten einige Blicke erhaschen. Auf dem Rückweg nahmen wir dann auch die Wasserfälle mit. Die Akaka Falls mit ihren 422Fuß lagen sehr malerisch im Dschungel. Die 1mi Rundweg dorthin liefen wir getrennt, damit immer einer bei Laura blieb. Danach gab es noch die Rainbow Falls – welche so heißen weil sie morgens bei Sonnenschein einen Regenbogen zeigen. Nachmittags bei Regen waren sie aber auch schön 🙂
Dienstags ging es dann endlich zum aktiven 4000Fuß hohen Vulkan Kīlauea. Im Visitor Center informierten wir uns über die aktuelle Lage und stellten fest, dass wir gar nicht komplett den Crater Rim Drive fahren können, weil der westliche Teil aufgrund von zu hohen Schwefelgasen abgesperrt war (und das seit 10Jahren – stand aber in keinem Reiseführer – wahrscheinlich weil sich die Bedingungen zumindest theoretisch jederzeit ändern können). Das Wetter war immernoch regnerisch, aber die Nebelschwaden kamen aus dem Erdinneren. In eine haben wir uns reingestellt – bisschen so wie vor einem geöffneten Geschirrspüler nach der Trocknung. Die Ausblicke waren auch etwas getrübt aber trotzdem sehr interessant. Nach einem Abstecher in eine Lava Höhle (Thursten Lava Tube) beschlossen wir die Chain of Crater Roads nach Süden zu den Pu u Loa Petroglyphs zu fahren. Die Straße war entgegen unserer Befürchtungen in einem super Zustand und sehr „scenic“. Von Dschungel über Mondlandschaft bis hin zu Blicken aufs Meer. Und immer wieder sehr eindrucksvoll sichtbar wo die großen Lavaströme sich ihren Weg zum Wasser gebahnt haben. Die Wanderung von 1,5mi (hin und zurück) zu den Steinmalereien war sehr schön über erkaltete Lava und die Sonne kam auch etwas raus. Dennoch war sie etwas gehetzt, da wir noch in der Dämmerung wieder am Krater sein wollten. Das lief dann ca. so: „Laura, mach ein bisschen hinne, wir haben es eilig“, „Florian, nicht so schnell, sonst brichst du dir die Beine“. Das Licht war sehr schön und die alten Petroglyphen ließen uns staunen. Mathias nahm dann die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht ganz so ernst und wir waren genau richtig wieder oben. 5min später und wir hätten es nur noch glühen sehen, aber ohne das drumrum. Uns entfuhr schon bei den ersten Blicken auf den Krater in der Dämmerung „wow, Wahnsinn“. Wirklich sehr magisch wie der Lavasee (den wir nicht sahen, da zu tief) die Luft zum leuchten bringt. Trotz Hunderter anderer Schaulustiger schafften wir wunderbare Fotos und auch mal 2min einfach nur bestaunen. Wirklich unglaublich, welche Naturgewalten wir in den letzten zwei Tagen wieder live sehen durften.

Big Island – Markt und Tide Pools

Da sind wir wieder – jetzt von Hawaii… DEM Hawaii oder um nicht durcheinander zukommen auch Big Island genannt. Da diese Insel fast zweimal so groß wie alle anderen Hawaii Inseln zusammen ist, werden wir sie von zwei Unterkünften her erkunden. Wir starten auf der Ostseite.

Aber erstmal von vorne. Da unser Flug von Maui hierher gestern erst gegen halb 4 nachmittags ging, hatten wir etwas Zeit und hielten auf dem Weg zum Flughafen am Kamaole Beach III. Dieser war ebenso schön wie viele andere und gut besucht. Leider waren die Badesachen tief im Koffer verstaut, so hielten wir nur kurz die Füße zur Abkühlung rein. Mittags schafften wir es dann doch noch zum South Paia Fish Market. Hier gibt es “günstig” (nicht im europäischen Vergleich) und lecker Fischgerichte. Da dies auch in jedem Reiseführer steht, war uns die Schlange bisher immer zu lang gewesen. Aber 11:30Uhr ging es noch und wir waren mit unser Wahl sehr zufrieden. Ich hatte gegrillten Moonfish, Mathias Shrimpcocktail, Flori Shrimps&Chips und Laura Nudeln mit Käse.

Gestärkt ging es dann zur Abgabe des Mietwagens und mal wieder durch die Flughafenprozedur. Diesmal hatten wir unsere Koffer gut gepackt und sie lagen noch im erlaubten Gewicht von 23kg (50lbs), somit mussten wir nur 30$ statt 100$ bezahlen. Dafür hatten wir die ganzen schweren Sachen entsprechend im Handgepäck. Dies darf eigentlich auch nur 25lbs wiegen – hieß: so tun, als ob die Rucksäcke nicht so schwer sind, wie sie tatsächlich waren. Unser Anblick schien auch so sehr lustig und erheiterte bei der Security („bye bye homeless people“). Naja kein Wunder bei an dem Rucksack drangehängten Schuhen, Decke und Jacken, sowie unserem Kampf mit 4 Liquids Beuteln, iPad und Laptop, Schuhe & Gürtel ausziehen und dann noch unsere 7 Handgepäckstücke PLUS 2 Kinderautositzerhöhungen. Ich bin ja dafür, das nächste mal einfach mehr zu bezahlen 😉

Der eigentliche Flug ging dann noch schneller als der letzte. Nach netten Ausblicken auf Maui von oben und gerademal 25min in der Luft waren wir auf Big Island. Mietwagen holen und Einkauf (etwas größer, da für’s Hinterland) dauerten ihre Zeit und so war es leider auf unserer 45min Fahrt zu unserem Ferienhaus schon dunkel. Man sah im Dunkeln nicht viel außer Straße und Grün und Autos um uns herum wurden immer weniger. Dank Navi fanden wir es aber recht schnell und Code für Lockbox (da war der Schlüssel drin) funktionierte auch.

Wir bemerkten schnell, dass wir uns nun wieder im Dschungel befanden, denn Licht zieht unglaublich viele Insekten an. Zum Glück haben nicht nur alle Fenster Fliegengitter, auch unsere riesige Veranda ist komplett damit versehen. Das hätte ich manchmal auch gern in Hönow bei Wespen und Mückenalarm 🙂 Da es aber immernoch genug Getier ins Haus schafft, sind wir über unsere giftgrünen Haus-Geckos froh. Die Nacht ist hier insbesondere dank den invasierten Coqui Fröschen sehr laut. Die sind kaum größer als ein 10 Pfennig Stück, aber quaken bis zu 100 Dezibel laut. Bei der Schwüle schlafen wir aber lieber mit Fenster offen.

Das Haus an sich ist sehr schön. Etwas gewohnungsbedürftig – es steht auf Stelzen, denn wie wir heute bemerkten liegen wir nicht mal 100m vom Meer entfernt. Innen Küche, Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer und 2 Bäder – alles hell eingerichtet und mit viel Deko.

Es gibt direkt hinterm Haus einen Naturpool mit Salzwasser und Gezeiten. Dort drin sind auch Fische, die, wenn man ruhig ist, ankommen und an den Füßen knabbern – sehr kitzelig. Bezahlt man nicht woanders extra dafür?

Nach einem schönen Frühstück auf der Veranda und einem wochenendlichen Telefonat mit Oma & Opa machten wir uns auf zum Makuu Farmers Market. Neben diversen Essenständen, wird auch viel selbstgemachtes, Textil oder Obst angeboten. Zumindest ich genoss das Bummeln sehr und war etwas erfolgreich – einen neuen Bikini und hübsche Muschelohrringe. Nach dem Mittagsschlaf zog es uns dann endlich ans Meer. Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe der Kapoho Tide Pools. Diese aus Lava entstandenen Becken werden geothermisch geheizt und beherbergen eine Vielzahl an Fischen. Dort zu Schnorcheln gibt sehr außergewöhnliche Einblicke. Fischschwärme und bunte Fische befinden sich ganz nah unter der flachen Wasseroberfläche. Als Schnorchler muss man ganz schön aufpassen nicht an Steinen hängen zu bleiben, bzw. muss immer etwas klettern, um in den nächsten Pool zu gelangen. Ausgestattet mit Badeschuhen (endlich ihre wahre Bestimmung) kraxelten auch die Kinder als Abenteurer über die Steine und durchs Wasser. Ein wirklich besonderer Ort. Mathias schnorchelte dann auch gleich noch mit einer Schildkröte.

Zurück im Ferienhaus wärmte uns die Aussendusche (was für ein Traum) von außen und Gegrilltes von innen.

Morgen gehts Richtung Vulkan Kīlauea.

Letzter Tag auf Maui

Ein letztes Mal Schnorcheln in Maui waren wir heute am Makena Landing. Ich habe es gerade noch gut abgepasst und konnte schöne Fischis sehen. Dann nahmen die Wellen wieder zu und damit die Sichtweite unter Wasser ab. Nach einem kurzen Intermezzo dort ging es in den Pool der Anlage, bzw. für mich an den PC. Mittags gab’s (mal wieder) Kartoffeln mit Quark. Nachmittags ging es nochmal nach Kihei. Ich wollte unbedingt hier noch in einen Bikiniladen – bei 200$ pro Stück bin ich dann aber gleich wieder raus. Wir müssen ja sowieso unser Gepäck möglichst leicht halten 😉
Abendessen gab es vom beliebten South Maui Fish Co. Food Truck und dann im Kalama Park. Den kennen wir ja mittlerweile ganz gut und den Sonnenuntergang gab es dann dort auch gleich noch.
Unsere Vorräte hatten wir vorm morgigen Flug nach Big Island schon gut aufgebraucht und so mussten wir noch Kleinigkeiten nachkaufen und gönnten uns nochmal die leckeren “handmade Popsicles” von Shaka.
Insgesamt hatten wir nun wirklich viel Zeit auf Maui – was ganz schön war, denn so konnten wir auch mal Zeit vertrödeln ohne den Druck noch alles sehen zu müssen.
Ein wirklich schönes Fleckchen Erde. Und für uns immer wieder erstaunlich, dass hier Dschungel/Paradies mit (amerikanischer) Infrastruktur ausgestattet ist. Tiefer Regenwald und im Radio laufen die aktuellen Charts. Einsame malerische Bucht mit Rettungsschwimmer. Bisschen runtergekommener Imbiss, aber mit iPad und Kreditkartenzahlung. Überall gute Parkmöglichkeiten, Straßen und zivilisierter Verkehr. Sehr angenehm 🙂

Makena Beach die Zweite

Heute gibt es wenig Text und dafür mehr Bilder…
Morgens stellten wir uns um 8 Uhr in die lange Schlange des Kihei Caffe für ein leckeres Frühstück. Danach verbrachten wir einen tollen Strandtag mit 30°C und Sonne am Makena Beach. Man hielt es nur im Schatten aus und wir haben trotzdem alle etwas zuviel Sonne heute abbekommen… Diesmal waren die Wellen deutlich höher als beim letzten Mal und bescherten uns tolle Bilder und viel Spaß.

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