Ich, Mathias, war also am Montagnachmittag mal wieder unterwegs zum Tauchen. Da zwei Tauchgänge geplant waren, ging es für mich schon 3/4 2 bei nettem Wetter los, um kurz darauf durch starken Regen zu fahren. Gegen vier haben wir bei halbwegs trockenen Verhältnissen den Hafen verlassen und sind über die Wellen in eine Bucht gefahren. Der erste Tauchgang erkundete die lokalen Gegebenheiten, damit wir nachher im Dunklen besser zurechtkamen. Wieder aus dem Wasser kommend, waren plötzlich viele andere Boote vor Ort – vielleicht insgesamt 10. Der Sonnenuntergang war eher dramatisch und dann ging es nach ein paar Snacks und warmen Getränken wieder ins Wasser. Draußen schwammen schon viele Schnorchler und andere Taucher im Wasser rum und wir sahen große Schatten vom Boot – es waren also Mantas da 🙂 Bei guten Verhältnissen spült die Meeresströmung Plankton in die Bucht. Die Taucher stellen dann Leuchten am Boden auf und jeder Taucher hat noch seine eigene Lampe dabei … und Plankton liebt Licht. Naja, so kommt es dann also, dass die Mantas nicht weit weg sind, wenn sie pro Tag dutzende Kilogramm Plankton fressen wollen. Spült sie Strömung den Plankton auch gleich wieder aus der Bucht raus, fällt sie Show buchstäblich ins Wasser. Wir sollten also heute Glück haben und sprangen als letztes Boot ins Wasser. Am Boden in 10m Tiefe angekommen, setzten wir uns zu den anderen ca. 40-50 Tauchern an’s „Camp Fire“ (Lagerfeuer) – ein zentraler Leuchtpunkt. Von oben leuchteten die Schnorchler kräftig mit. Mein Guide kennt die Mantarochen schon beim Namen und hat insgesamt 19 verschiedene gezählt! Ich habe einmal 6 Mantas gleichzeitig gesehen, wie sie durchs Wasser flogen, mit weit geöffneten Maul zum Filtern des Planktons.
Die Mantas hier – Riffmantas „Mobula Alfredi“ – leben recht stationär in Küstennähe und hatten bis zu 10 Fuß (3m) Spannweite. Pro Fuß muss man wohl 100lbs rechnen, also zarte 450kg Gesamtgewicht. Sie filtern nur den Plankton aus dem Wasser und haben daher keine Zähne und einen Stachel haben sie auch nicht – also komplett ungefährlich. Nur auf Konfrontationskurs sollte man nicht gehen 😉 Und das ist nicht ganz abwegig – manche Mantas schwammen in wenigen Zentimetern über unsere Köpfe hinweg – Wahnsinn! Da wir die letzten waren, die ins Wasser stiegen, waren wir also auch die letzten verblieben im Wasser und damit die letzte verbliebende Lichtquelle. Plötzlich war das Wasser um uns herum voller kleiner weißer Punkte – Plankton. Also kamen die Mantas zum Essen vorbei – noch näher und beeindruckender als zuvor – nochmal Wahnsinn!
Letztendlich kamen wir alle mit einem breiten Grinsen zurück an Board – das ging uns dann allerdings während des Wellengangs auf der Heimfahrt vorübergehend verloren 🤢. Letztendlich kamen wir aber heil wieder im Hafen an – Reisetablette sei Dank. Und kurz vor 23 Uhr war ich auch „schon wieder“ zu Hause.
Fotos unter Wasser gab’s leider keine professionellen – ich habe einen Mittaucher um seine Aufnahmen gebeten. Mal schauen, was er mir schicken wird. Ansonsten kann man sich hier in dem Video einen ganz guten Eindruck verschaffen, wie es da unter Wasser zugeht: https://bigislanddivers.com/charters/kona-manta-ray-night-scuba-dive/
- Dramatischer Sonnenuntergang auf dem Wasser
- Schnorchler auf der Suche nach Mantas (sie halten sich an einem „Floß“ mit Lichtquelle fest)



Lieber Mathi, liebe Denise, liebe Kinder, Eure Unternehmungen sind atemberaubend schön, das, was Ihr uns schreibt und in Bildern zeigt ebenfalls. Wie Ihr das alles meistert, hat auch unsere Bewunderung.
Gestern kam Euer Kartengruß mit Foto von Euch, sensationell, Danke dafür.
Danke auch für Eure Berichte, seid ganz lieb umarmt und herzlichst gegrüßt von Ur-opa Gerhard und Ur-Oma Christa.
Weiterhin viel Freude und viele schöne Erlebnisse!