Die Wanderung zu noch flüssiger Lava war ein, wenn nicht das Highlight unserer Reise!
Wir wussten schon vorher, dass es eine anstrengende Wanderung wird (zu anstrengend und weit für Kinder oder um es allein zu machen), und so buchten wir jeweils einzeln eine geführte Wanderung in Kleingruppe für zwei aufeinanderfolgende Tage. Das erlebte ähnelte sich sehr. Los ging es 16Uhr in einem kleinen Van ca. 2mi auf einer Schotterstraße, dann ca. 1mi laufen auf Schotterstraße und von da an nur noch querfeldein (ohne Weg) über erkaltete Lava. Das Gestein war rissig, bröckelte und war erstaunlich scharfkantig (meine Schuhe sind hin). Es gab Hügel und Schluchten zu umgehen. Zum Glück hörte es auf zu regnen. Es war auch dort nicht wärmer als sonst, erst direkt neben der aktiven Lava (gelb = 1200°C, rot = 800°C). Diese sah man nach ca. 1 Std. laufen, schon in der Entfernung am Berg hinab fließen. Wir orientierten uns daran ebenso, wie am Schwefeldampf und den zurücklaufenden vereinzelten Wanderern. Nach 2 Std. durch schwarzes Niemandsland war es dann geschafft. Ein unbeschreibliches Naturschauspiel. Wie das heiße gelbrote Gestein sirupartig fließt und dann sofort zu grauem Fels wird. Immer wieder, stetig weiter und in immer anderen Formen. Wir hätten ewig zuschauen können. Wir blieben ca. eine (sehr kurzweilige) Stunde bis zur Dunkelheit. Der Rückweg mit Taschenlampen war dann wirklich anstrengend, aber das Glühen der Lava war es wert.
Die vielen schönen Fotos lasse ich mal unkommentiert. Nur soviel – 1m neben der roten Lava hielt man es nur einige Sekunden aus.