Vom Jetlag noch beeinflusst machten wir am Sonntag erst nach 10Uhr los nach Manhatten. Erst per Auto, dann per U-Bahn (in der Stadt gibt’s so gut wie keine Parkplätze). Die Stadt ist riesig und so waren wir erst gegen 12Uhr beim One World Trade Center und der Gedenkstätte zum 11.September. Der blaue Himmel spiegelte sich toll im großen Wolkenkratzer. Die zwei großen Löcher sind mit Wasserfällen gefüllt, von den Namen der Verstorbenen gerahmt und machen ehrfürchtig. Von da liefen wir über die Wall Street (New York Stock Exchange) zur Staten Island Ferry. Der längeren Fußwege bewusst, hatten uns Dirk&Sandra für Laura einen Buggy ausgeliehen. Anfangs lief Laura aber super mit (Florian die ganze Zeit), genoss es aber auch mal wieder (und wahrscheinlich ein letztes Mal) geschoben zu werden. Flori hatte auch Spaß am Schieben. Das hielt auch etwas warm. Denn trotz der Sonne war es eisig. Zur Verbildlichung: Am Ende hatte Florian 2 Hosen, 2 Paar Socken, Mütze, Unterhemd, T-Shirt, Sweatshirt, 2 Strickjacken und eine Softshelljacke an (Handschuhe hatten wir leider nicht).
Die kostenlose Fähre nach Staten Island bietet tolle Ausblicke auf die Skyline von Manhatten und die Freiheitsstatue.
Es fühlte sich unwirklich an, dass wir vier nun an diesem bekannten Ort sind. Florian und Laura betrachteten alles von drinnen, da der Wind ganz schön pfiff. Dabei wurden wir neidisch von einem anderen deutschen Pärchen (Manhatten schien voll von Deutschen) mit Kleinkind beäugt, die mit dem jammernden Kind rein mussten. Hachja, unsere sind doch schon so groß. Die Fähre war nicht sehr voll und so kamen wir gleich auf die Rückfahrt. Dann machten wir uns mit hängenden Mägen auf Essenssuche. Da wir rechtzeitig zum Abendbrot und Spielen in Morrostown zurück sein wollten, drückte etwas die Zeit – also nur was auf die Hand. Darum ein letztes Mal überteuertes, olles Sandwich und für die Kinder später Pizza. So ging es dann zum Empire State Building. Da es dort keine Schlange gab, investierten wir die 78$ um in den 86. Stock zu fahren (Flori war dann mal 5 😉 ). Es hat sich gelohnt – wir lieben tolle Ausblicke. Und die hatte man – deshalb hier eine größere Auswahl. Die Kinder fanden den Deckenfernseher im Fahrstuhl und die Ferngläser am spannendsten.
Im Anschluss ging es im schnelleren Schritt den Broadway entlang, an Macy’s vorbei zum Time Square. Dieser erinnerte uns mit seinen riesigen Leuchtreklamen stark an Las Vegas. Von da ging es auf den Rückweg. Es fühlte sich schon sehr gehetzt an, aber wir haben die für uns wichtigen Sights Manhattans gesehen und die Kinder konnten uns begeistert noch ihre einstudierte Zirkusshow vorführen. Die 5 haben so toll gemeinsam gespielt. Wirklich schade, dass wir an anderen Enden der Welt wohnen.
Insgesamt ein starker Kontrast zu Hawaii, aber ein krönender Abschluss unserer großen Reise.
Am nächsten Tag ging es noch kurz shoppen (inklusive neuer Tasche zum aufgeben am Flughafen) und dann in den Flieger. Nach 8 problemlosen Stunden hatte uns das frühlingshafte Berlin wieder – empfangen von der Familie mit Geburtstagstisch, Hühnersuppe, Mischbrot und bestücktem Kühlschrank. Danke! Wir sind sehr glücklich wieder Zuhause zu sein. Home Sweet Home!