Kategorie: Westküste USA (Seite 2 von 4)

Unterwegs an der Westküste der USA 2014

Von Malibu nach Santa Barbara

Weiter ging es über Mailbu, wo wir einen längeren Stopp direkt(!) am Zuma Beach einlegten. Neben einem Picknick am Strand mit vorbeifliegenden Pelikanen, bauten wir eine Sandburg und Mama und Papa testeten mal die Pazifikwellen. Und die haben es ganz schön in sich.
Das Meer begleitet uns nun auch weiterhin täglich, da der Highway No1 fast immer direkt am Meer verläuft.
Über Nacht standen wir dann auch mit Meerblick in Carpinteria (nein das ist keine Pizzeria 😉 ) und konnten die Ölplattformen am Horizont wie Weihnachtsbäume leuchten sehen.
Nach einer weiteren Sandburg am Morgen fuhren wir nach Santa Barbara. Dort bezahlten wir erstmal 16$ für 4 Stunden parken. Dafür war alles in der Nähe: Spielplatz, Karussell, Strandpromenade, Stearns Wharf und der Hafen. Nach dem Mittag hatten wir das einmalige Glück einen echten freilebenden Grauwal aus nächster Nähe zu sehen. Er war unter der Seebrücke durchgetaucht und schwomm dann zwischen den Holzwegen einige Runden. Unglaublich und einfach toll! Im Visitor Center erfragten wir anhand der Fotos um welchen Wal es sich handelte und erfuhren, dass wir tatsächlich Glückspilze sind. Ca einmal in 10 Jahren kommt ein Wal so nah an/in den Hafen! Sonst muss man Wale Watching Touren unternehmen, um welche zu sehen. Die Dame wollte es erst gar nicht glauben, bis wir unsere Fotos und Video zeigten. Das wäre wohl morgen in der lokalen Zeitung meinte sie.

Los Angeles zwischen Strand und Sternchen

Gesagt, getan, nahmen wir uns einen Mietwagen um uns mit ins Verkehrsgetümmel von Los Angeles zu wagen. Wirklich erstaunlich was sich hier für Blech bewegt. Ein Beispiel: die Autobahnen mit 6 Spuren pro Richtung sind immer gut gefüllt.
Los Angeles besteht ähnlich wie Sydney aus vielen vielen Vorstädten und besitzt keinen Stadtkern. So hatten wir uns schon vorher überlegt nur Hollywood und Venice Beach zu besuchen. Auf dem Hollywood Boulevard flanierten wir dann auf dem Walk of Fame und fuhren danach mit dem Auto näher ans Hollywod-Zeichen auf dem Berg. Da die Kinder beide friedlich schliefen, entschieden wir uns zur Weiterfahrt zum Rodeo Drive. Dort wo schon „Pretty Woman“ teuer einkaufte…
Stars haben wir in Hollywood und Beverly Hills aber nur in Form der Sternchen auf dem Walk of Fame gesehen.
Den heutigen Sonntag verbrachten wir dann ausschließlich am Venice Beach. Entspannt am Pazifikstrand sitzen und den Kindern beim Buddeln zuschauen – das war Kontrastprogramm zu den letzten Tagen. Beim Muschelsuchen habe ich dann tatsächlich einen Sanddoller gefunden – ein tolles Erinnerungsstück.
Da es Wochenende war, war auch ordentlich was los. Die Sportlichen waren Skater, Fahrrad Fahrer, Jogger, Surfer und Gewichtheber am Muscle Beach. Der Rest war eher Sonntagsspaziergänger wie wir.
Da der Sonnenuntergang hier derzeit auch recht früh ist, konnten wir den Tag am Venice Beach beim Sonnenuntergang ausklingen lassen.

Ein letztes Mal richtig Wilder Westen

Das schöne an einer selbstorganisierten Rundreise und viel Zeit ist, dass wir auch spontan Unternehmungen einschieben können, wenn sie sich ergeben…
Uns war klar, dass wir auf den über 480km von Las Vegas nach Los Angeles einen Übernachtungsstopp einlegen müssen. Zum einen natürlich wegen der Kinder und entsprechendem „Auslauf“( 😉 ), zum anderen klingeln uns auch nach 2 Stunden mit 100km/h die Ohren. Zudem entpuppte sich die Strecke als Autobahn durch die Wüste mit Sandstürmen und wir wurden ganz schön durchgeschüttelt. Auf der Recherche nach dem Zwischenstopp stießen wir wieder mal auf eine Geisterstadt mit angrenzendem Campingplatz. Diesmal bestand die Geisterstadt sehr touristisch aus diversen Wild West Holzhäusern mit Shops und Restaurants, kleiner Eisenbahn, begehbarer Silber-Mine, Goldschürfer-Stand, Haus mit Sinnestäuschungen etc. Heute Vormittag hatten wir unseren Spaß dort. Da es ein Wochentag und im Herbst ist, war es schön leer und die angestellten Cowboys hatten viel Zeit für uns.
Die 2,5 Stunden Fahrt nach Los Angeles schliefen die Kinder dann komplett.
Nun stehen wir möglichst nah an Hollywood und dennoch meilenweitweg. Es war gar nicht so einfach einen Campingplatz bzw. Wohnmobil-Park zu finden, von dem wir morgen unser Sightseeing starten. Dem Rat des sehr netten Campingplatzbesitzers entsprechend, werden wir uns ein Auto leihen, da die Entfernungen in dieser 17Mio. Einwohner-Stadt einfach mal wieder riesig sind und das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel zu wünschen übrig lässt.
Wir sind gespannt auf die Stadt der Stars und Sternchen!

Las Vegas die Zweite

Und weiter ging es durch karge Landschaft nach Las Vegas. Den auf dem Weg liegenden Hoover Dam – den größten Staudamm der USA- besuchten wir natürlich auch. Wir konnten sogar mit unserem Wohnmobil über den Damm fahren. Und wir stiegen auf die relativ neu gebaute Highway-Brücke um den Damm von oben zu bestaunen. Die riesige Betonbrücke war selbst auch schon beeindruckend.
In Las Vegas checkten wir dann wieder in Sams Town auf dem Camping-Platz ein und nahmen den Shuttle Bus zum Strip. Neben einem Besuch im Disney-Laden, einem kleinen Snack und einmal der Vulkanshow, guckten die Männer die Fontänenshow des Bellagios ganze 6(!) Mal. Es war wieder sehr schön und Flori war selig. Die letzten zweimal schauten die Männer allein, da der Weg von der Vulkanshow zum Bellagio mit Kinderwagen über die diversen Fußgängerbrücken immer mühsam und langwierig war. Fahrstuhl hoch, Fahrstuhl runter, viele Leute….
In der Zeit wollte ich, Denise, dann doch endlich mal ein paar Cents an den Automaten spielen. Aber Pustekuchen. Ich durfte wegen Laura nicht, obwohl sie schlief. Naja richtig ist es ja und komisch kam ich mir ja sowieso wieder vor mit KiWa zwischen den Pokertischen. Aber es führt ja auch kein Weg daran vorbei, wenn man so wie wir den Shuttlebus auf der Rückseite des Hotels nehmen muss. Dennoch wieder ein toller Ausflug und die Atmosphäre der Stadt hatte uns wieder in ihrem Bann.

Es steht schon fest, dass Mathias und ich irgendwann wieder kommen, um das Las Vegas Nachtleben mal wirklich leben zu können. 😉

PS: Schon komisch wenn man in kurzer Kleidung durch eine Shopping Mall läuft in der Weihnachtsmusik gespielt wird…

Route 66

Wir verließen den Grand Canyon National Park im Süden und Mittag gab’s in Williams am städtischen Spielplatz und danach machten wir einen kleinen Umweg zu einem Streichelzoo. Diesmal trauten wir uns die gierigen Rehschnuten zu füttern. Auch wenn die Rehe für Florian Riesen sind und ihm etwas suspekt waren.
Weiter ging’s nach Westen auf die alte einsame Route 66. Im nostalgischen Seligman bummelten wir dann über die Hauptstraße, machten mit Westernkulisse lustige Fotos, kauften ein paar Souvenirs und aßen klassisch Steak und Rippchen im Roadkill Café. Wir standen auch über Nacht dort auf einem netten Campingplatz und während Florian mit Papa den Spielplatz nutzte konnte Mama mal wieder Großwäsche machen.
Dann nutzte ich, Denise, die Gelegenheit einer einsamen, weiten Straße und fuhr unser großes Schiff auch mal ein paar Meilen – und das auf der legendären Route 66 😀
Nun findet man auf der Route 66 bis auf Seligman und den Tankstellenstopp Hackberry nichts „aus der guten alten Zeit“. Klar dass wir letzteren dann auch noch für Erinnerungsfotos mitnahmen.
In Kingman bogen wir wieder nach Norden auf die Zielgerade nach Las Vegas. Unserem Reiseführer folgend nahmen wir eine Ausfahrt mit dem Historic Marker „Chloride“ und landeten in einem kleinen Ort der früher mal an einer Silber-Mine war. Laut Buch eine „Geisterstadt“. Dabei war sie durchaus bewohnt, hatte aber neben etwas skurrilen Häusern auch eine „Geisterstadt“ in Form einer verlassenen Westernkulisse zu bieten. Alles da von Saloon, Gefängnis, Theater, Schule bis hin zu rPferdetränke 🙂 Die Restaurants und Souvenirläden drumrum waren allerdings genauso verlassen und wir waren nicht so sicher ob nur für die Saison oder schon einige Jahre.
Im modernen Teil des Ortes gab es auch einen Wohnwagenplatz der neben diversen Dauerbewohnern auch einige Kurzzeitplätze hatte. Dort blieben wir die Nacht und nutzten am Morgen das WLAN um endlich mal wieder mit der Familie zu skypen.

Der große Grand Canyon

Nach dem Abstecher zum Monument Valley ging es nun endlich zum Grand Canyon. Wir durchfuhren weiterhin Indianer Land und verbrachten die Mittagspause in Tuba City – der „Hauptstadt“. Auch hier war alles etwas heruntergekommen, aber es gab einen netten City-Park mit tollem Spielplatz. Wir wollten die Fahrtstrecke zum South Rim des Grand Canyon nicht an einem Tag durchziehen, da wir dann eine Hälfte des Nationalparks in Eile durchfahren hätten müssen. Also übernachteten wir irgendwo am Highway hinter einer Tankstelle, die einige Hookup Plätze hatte. Außer viel Wüstenstaub- und Dreck gab’s da nix. Der Dauercamper von dort, kam gleich mal rüber und fragte ob wir denn übers Wochenende bleiben. 😀 In seinen Augen sicher eine normale Frage, aber für uns undenkbar. Aber sicherer als irgendwo allein zu stehen.
Und am Samstag war es dann soweit. Wir waren echt gespannt auf den Grand Canyon, zum einen natürlich generell und zum anderen, da wir hier schon gehört hatten, der Bryce NP wäre schöner. Der erste Ausblick ließ dann auch nicht so das Herz höher schlagen wie beim Bryce, ließ uns aber doch staunen. Überrascht waren wir, dass der Grand Canyon gar nicht so steil ist, sondern in mehreren Etappen bei seinem tiefsten Punkt, dem Colorado River, ankommt. Er sieht damit eher aus wie ein großes Tal aus den verschiedensten Steinarten.
Wir fuhren die angegeben Ausgucke im Osten des South Rim an und sahen uns dann den Sonnenuntergang am Mather Point beim Visitor Center im Grand Canyon Village an. Obwohl es fast Saisonende (aber Wochenende) hier im National Park ist, war es doch recht voll. Zum Glück hatten wir unseren Campingplatz den Tag vorher schon reserviert. Den Westen des South Rim kann man nur mit Shuttle Bus und nicht mit dem eigenen Auto erkunden. Dies kam uns aber sehr entgegen, denn Florian war mal wieder Feuer und Flamme Bus zu fahren. So waren wir den ganzen Sonntag unterwegs im Wechsel mit Bus und per pedes auf dem Rim Trail. Immer wieder gab es schöne Perspektiven ins Tal. Leider ist es wohl meist, so auch bei uns, recht dunstig, sodass es auf den Fotos gar nicht so beeindruckend wirkt.
Den angedachten Überflug sparten wir uns, da wir schon viel von oben gesehen hatten und uns nicht vorstellen konnten, dass es im Hubschrauber sehr viel anders gewesen wäre. Hinzu kommt natürlich auch, dass wir wegen der Kinder nicht gemeinsam hätten fliegen können.
Nach mehr als 8 Stunden auf Achse gab’s dann noch ein hauseigenes Lagerfeuer neben dem Wohnmobil. Und trotz der nur ca 15°C aßen wir draußen.

Sehr interessant sind übrigens auch die immer wieder anzutreffenden Elche. Manchmal sieht man sie aufgrund ihrer tarnenden Fellfarbe erst recht spät und ist dann erstmal erschrocken über ihre Größe. Auch einen Kojoten haben wir heute gesehen.

Nun sind es noch 2,5 Wochen (Florian fragt nun schon manchmal wann es nach Hause geht) und unser nächstes Ziel heißt Route 66. Von da aus soll es nochmal einen Abend nach Las Vegas gehen. Die männlichen Mitglieder unserer Reisegruppe möchte unbedingt nochmal die Wasserfontänenshow vorm Bellagio sehen. Da wir San Diego von unserer Route gestrichen haben, bedeutet dies auf dem Weg nach Los Angeles aber einen nicht allzu langen Umweg.

Indianer, Antelopen und großer Staudamm

Nachdem wir uns noch mit Äpfeln von der Ranch auf der wir übernachtet hattet eindeckten, ging’s weiter. Auf unserem Weg zum Grand Canyon wollten wir noch am Glen Canyon Dam – dem zweitgrößten Staudamm der USA vorbeifahren. Wahnsinn was der Mensch da in die Enge des Colorado Rivers gebaut hat. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag übernachteten wir dann am Lake Powell. Wunderschön fiel der (fast) Vollmond auf die Wasseroberfläche.
Ein weiteres Lichtspektakel konnten wir dann im Upper Antelope Canyon bewundern. Doch vorher hieß es erst auf der Ladefläche eines Pickups 10min durch die Wüste holpern. Dann tauchte vor uns der Schlitz in der Felswand auf. Wieder einmal unglaublich, dass wir durch einen manchmal nicht mal einen Meter breiten Canyon liefen. Die Fotos sind diesmal noch schöner als das Original 😉
Leider konnte man das ganze nicht so wirklich auf sich wirken lassen, da es ganz schöne Massenabfertigung war. Wenigstens sind einige Bilder von uns ohne weitere Touristen entstanden 🙂
Nach dem Mittag dort auf dem Parkplatz entschieden wir uns doch noch einen Abstecher nach Monument Valley zu machen – dem Inbegriff für die Weiten des Wilden Westens. Somit fuhren wir tiefer hinein ins Land der Navajo Indianer – und damit auch ins Dauer-Handy-Funkloch. Die Landschaft und Vegetation entspricht den Erwartungen, wenn man an Indianer denkt. Tipi Zelte findet man hier allerdings keine. Eher verloderte Bruchbuden. Es wirkt alles ein bisschen lieblos erbaut und instand gehalten. Dafür sind die Preise für Touristen richtig happig. Schon beim Upper Antelope Canyon ließen wir für die Tour über 90$. Der Eintritt ins Monument Valley erschien mit 20$ recht günstig. Allerdings kann man bis auf die wirklich tollen Fotos vom Visitor Center aus, nicht viel mehr machen. Wanderwege gibt es nicht und der Scenic View ist eine Schotterpiste für die wir eine überteuerte Offroad Tour hätten buchen müssen. Nichtsdestotrotz hat sich die lange Anfahrt für den Anblick dieses Wunders der Natur gelohnt.

Vom Zion zum Bryce

Kurz vor der Ausfahrt aus dem Zion Nationalpark machten wir noch die Wanderung zum Overlook. Der Aufstieg war recht anstrengend, hat sich aber gelohnt. Der Ausblick auf das Zion Tal war traumhaft – und nichts für Höhenängstliche, denn dahinter ging’s steil abwärts. Mittagessen gab’s dann mit Blick auf die Desert Bighorn Sheeps (ähnlich Widder!?).

Nächster Stopp war eine Tankstelle, an der wir unser Propangas auffüllen ließen. Diese entpuppte sich als DER Souvenierladen der Gegend. Was auch an den ständig anhaltenden, asiatischen Reisebussen erkennbar war. Wir ergatterten dort endlich die langgesuchten Cowboy-Hüte 😀

Die 70 Meilen zum Bryce Canyon verbrachten wir dann überwiegend mit der Frage, wo wir schlafen sollten. Denn da es schon sehr kalt am Bryce Canyon ist, haben viele Campingplätze geschlossen. Und wir waren uns nicht sicher, ob das Wohnmobil -7 °C nachts übersteht. Also wollten wir soweit wie möglich ran an den Nationalpark, aber ohne Frost in der Nacht. Schlussendlich standen wir doch kurz vor den Eingangstoren zum Bryce und haben die Nacht mit laufender Heizung gut überstanden. Als Goodie gab es ein Innenschwimmbad im anliegenden Hotel.
Der Bryce Canyon selbst zeigte uns wieder einmal eine völlig andere Form und Farbzusammensetzung von Felsen. Obwohl wir nun schon so viele Steine angeschaut haben, sind wir derer noch nicht müde. (Auch wenn uns Flori manchmal schon leid tut, wenn wir auf seine Frage „wo fahren wir jetzt hin?“ Antworten „wir gucken uns tolle Steine an“. Aber „sein Eisladen“ kann ja zum Glück überall eröffnet werden und er und wir sind erfinderisch 😉 )

Als wir den ersten Blick auf das „Amphitheater“ werfen konnten, stockte uns der Atem. Einfach überwältigend, was die Natur und die Zeit gemeinsam erschaffen können. Die Fotos geben es leider gar nicht so richtig her. Wir spazierten am Rim oben entlang und etwas ins Tal hinein.
Danach fuhren wir noch zu weiteren Aussichtspunkten im Park und sahen dann zu, dass wir in wärmere Gegenden kommen. Heute Nacht erwarten uns „nur“ 2Grad.

Abkühlung im Zion National Park

Utah ist der zweit trockenste Staat der USA und wir haben ausgerechnet 2 Regentage erwischt…
Ein wenig Abkühlung zu den bisher sehr trockenen, heißen Tagen war uns zwar willkommen, aber bei den heutigen 11Grad und Regen fühlten wir uns sehr an das deutsche Herbstwetter erinnert.
Bis gestern morgen hatte ich gedacht, die dicken Jacken für die Kinder und Floris Gummistiefel hätten wir umsonst in den Urlaub mitgenommen – nur gut dass wir die doch dabei hatten!

Nichtsdestotrotz haben wir gestern und heute Wanderungen im schönen Zion National Park unternommen. Der Park überraschte uns nicht nur mit seiner schönen herbstlichen Vegetation, sondern auch guten Wanderwegen für Rollstuhlfahrer. So konnten wir neben einer sehr kurzen, steileren Wanderung ohne Kinderwagen noch 3 weitere längere Wanderungen bzw. Spaziergänge mit dem Kinderwagen machen. Angenehm war auch, dass wir mit dem Shuttlebus direkt zu den Wanderwege gefahren und abgeholt wurden. Für Florian war das jedes mal ein Highlight.
Trotz Kinderwagen lief er heute super mit, denn es gab ja jede Menge Pfützen zum reinhüpfen und den Fluss neben dem Weg.

Selbst hier scheint man den Regen nicht gewohnt zu sein, denn auf unsere Mittagspause in der Zion Lodge (einziges Restaurant im Park) mussten wir etwas warten, da ein Stromausfall alles lahm gelegt hatte.

Morgen geht es zum Bryce Canyon. Dort soll es noch kälter sein und vielleicht Schnee in den höheren Lagen geben. Wir sind gespannt und ziehen uns warm an 🙂

In einer neuen Zeitzone

Am Freitag haben wir übrigens die Grenze zwischen Pacific Time (u.a. Californien und Nevada) und Mountain Time (u.a. Utah und Arizona) überschritten. Nun mag man meinen, das wäre mit dem reinen Umstellen der Uhr getan, der irrt wie wir bis kürzlich. Zunächst ist festzustellen, dass in Deutschland seit letzter Woche Sonntag die Winterzeit gilt. Die Amerikaner sind da etwas hinterher, sie stellen erst morgen um. Somit hat die Pacifc Time statt der bisher 9 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland dann kurzzeitig bis morgen nur 8 Std. ABER, nicht alle amerikanischen Staaten haben „Daylight saving Time“‚. Californien, Nevada und Utah stellen um, Arizona nicht. Die Interstate vom Valley of Fire nach St. George führte uns zwischenzeitlich durch Arizona. Hier wechselten wir die Zeitzone, ohne die Uhren umzustellen. Erst in Utah hieß es dann eine Stunde weiterdrehen (Zeitunterschied 7 Stunden). Doch mit der Zeitumstellung morgen geht’s gleich die Stunde wieder zurück … Also haben wir trotz allem Wechsel und hin und her einfach alle Uhren und den Tagesablauf so belassen, wie sie sind. Erst wenn wir später auf unser Reise zurück nach Californien kommen, werden wir die Uhren umstellen. Bis dahin trennen uns (ab Morgen früh wieder) 8h.
Und da sage noch einer die Umstellung in Deutschland zur Winterzeit sei kompliziert 😛

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