Der große Grand Canyon

Nach dem Abstecher zum Monument Valley ging es nun endlich zum Grand Canyon. Wir durchfuhren weiterhin Indianer Land und verbrachten die Mittagspause in Tuba City – der „Hauptstadt“. Auch hier war alles etwas heruntergekommen, aber es gab einen netten City-Park mit tollem Spielplatz. Wir wollten die Fahrtstrecke zum South Rim des Grand Canyon nicht an einem Tag durchziehen, da wir dann eine Hälfte des Nationalparks in Eile durchfahren hätten müssen. Also übernachteten wir irgendwo am Highway hinter einer Tankstelle, die einige Hookup Plätze hatte. Außer viel Wüstenstaub- und Dreck gab’s da nix. Der Dauercamper von dort, kam gleich mal rüber und fragte ob wir denn übers Wochenende bleiben. 😀 In seinen Augen sicher eine normale Frage, aber für uns undenkbar. Aber sicherer als irgendwo allein zu stehen.
Und am Samstag war es dann soweit. Wir waren echt gespannt auf den Grand Canyon, zum einen natürlich generell und zum anderen, da wir hier schon gehört hatten, der Bryce NP wäre schöner. Der erste Ausblick ließ dann auch nicht so das Herz höher schlagen wie beim Bryce, ließ uns aber doch staunen. Überrascht waren wir, dass der Grand Canyon gar nicht so steil ist, sondern in mehreren Etappen bei seinem tiefsten Punkt, dem Colorado River, ankommt. Er sieht damit eher aus wie ein großes Tal aus den verschiedensten Steinarten.
Wir fuhren die angegeben Ausgucke im Osten des South Rim an und sahen uns dann den Sonnenuntergang am Mather Point beim Visitor Center im Grand Canyon Village an. Obwohl es fast Saisonende (aber Wochenende) hier im National Park ist, war es doch recht voll. Zum Glück hatten wir unseren Campingplatz den Tag vorher schon reserviert. Den Westen des South Rim kann man nur mit Shuttle Bus und nicht mit dem eigenen Auto erkunden. Dies kam uns aber sehr entgegen, denn Florian war mal wieder Feuer und Flamme Bus zu fahren. So waren wir den ganzen Sonntag unterwegs im Wechsel mit Bus und per pedes auf dem Rim Trail. Immer wieder gab es schöne Perspektiven ins Tal. Leider ist es wohl meist, so auch bei uns, recht dunstig, sodass es auf den Fotos gar nicht so beeindruckend wirkt.
Den angedachten Überflug sparten wir uns, da wir schon viel von oben gesehen hatten und uns nicht vorstellen konnten, dass es im Hubschrauber sehr viel anders gewesen wäre. Hinzu kommt natürlich auch, dass wir wegen der Kinder nicht gemeinsam hätten fliegen können.
Nach mehr als 8 Stunden auf Achse gab’s dann noch ein hauseigenes Lagerfeuer neben dem Wohnmobil. Und trotz der nur ca 15°C aßen wir draußen.

Sehr interessant sind übrigens auch die immer wieder anzutreffenden Elche. Manchmal sieht man sie aufgrund ihrer tarnenden Fellfarbe erst recht spät und ist dann erstmal erschrocken über ihre Größe. Auch einen Kojoten haben wir heute gesehen.

Nun sind es noch 2,5 Wochen (Florian fragt nun schon manchmal wann es nach Hause geht) und unser nächstes Ziel heißt Route 66. Von da aus soll es nochmal einen Abend nach Las Vegas gehen. Die männlichen Mitglieder unserer Reisegruppe möchte unbedingt nochmal die Wasserfontänenshow vorm Bellagio sehen. Da wir San Diego von unserer Route gestrichen haben, bedeutet dies auf dem Weg nach Los Angeles aber einen nicht allzu langen Umweg.

1 Kommentar

  1. Kathy

    Hallo Fussballer,

    na die brasilianischen Fussballstars haben doch auch immer auf solch einfachen Bolzplätzen die große Kunst erlernt.
    Mir schwant da wächst ein neues Talent 😉

    Grüße aus Jogis Heimat
    Kathi