Autor: Laura, Florian, Denise und Mathias (Seite 6 von 14)

Im Norden wird‘s feuchter

Nach einer kühlen und absolut leisen Nacht im afrikanisch angehauchten Shamwari Hilltop Retreat ging es wieder auf die Landstraße nach Norden. Viel gab es auf der Strecke nicht zu entdecken, doch auf Anraten der Campingplatzbesitzerin stoppten wir in Mértola. Hier ging es durch eine kleine Altstadt, deren Gassen so eng waren, dass man sich wunderte, wie die Einwohner mit den Autos überhaupt zu ihren Häusern kamen.
Beim nächsten Stopp in Beja gab es wieder eine nette Altstadt zu sehen und Sushi zum Mittag.

Weiter ging es die Landstraßen bis Évora, vorbei an unzähligen Olivenbäumen und Korkeichen. Die Korkeichen standen eher vereinzelt und waren „unten rum schon nackig“ – die Stämme waren bis etwa 2m Höhe geschält und ganz dunkel, die Äste hingegen noch eher hell. Von nahem konnten wir jedoch keine Korkeiche sehen. Die Olivenbäume standen alle in Reih und Glied in unterschiedlichsten Altersgraden für den professionellen Anbau. Am Parkplatz in Évora konnten wir einen voll-behangenen Olivenbaum begutachten. Das Probieren der Oliven war dann jedoch nur von kurzer Dauer, da sie roh sehr starke Bitterstoffe enthalten. Hier braucht es also die Salzlake beim Einlegen, um diese Bitterstoffe zu entkräften.
Évora hatte auch wieder eine tolle Altstadt, die aber ganz anders aussah als die bisherigen, unzähligen Altstädte. Hier war der römische Einfluss deutlich sichtbar und erinnerte uns stark an unsere süddeutschen Altstädte. Leider kam etwas Nieselregen auf, doch der sollte unserem Rundgang keinen Abbruch tun. Die Nacht verbringen wir nun auf einem Campingplatz am Rande Évoras, bevor es morgen zurück nach Sintra bei Lissabon geht.

Reiten am Strand zum Abschied von der Algarve

Heute Morgen ging es nach Faro rein. Hier gab es eine alte Altstadt innerhalb der Stadtmauer und drum herum noch mehr Altstadt zu besichtigen. Vergangenheit haben sie hier in Portugal. Innerhalb der Stadtmauer besuchten wir die Kathedrale von Faro mit einem Glockenturm, den man für eine gute Aussicht besteigen konnte. Anschließend ging es zu einer anderen Kirche am Rande der Altstadt mit dem prächtigen Namen Igreja da Ordem Terceira de Nossa Senhora do Monte do Carmo, die eine „Knochenkapelle“ zu bieten hatte. Hier wurden im Jahr 1816 über 1000 Gebeine verstorbener Mönche exhumiert und verbaut, um Platz auf dem Friedhof zu schaffen.

Von Faro war es nur eine kurze Fahrt bis Olhão, wo wir den Fisch- und den Gemüsemarkt besuchten. Zum Mittag gab es Toast an der Promenade mit Blick auf‘s Wasser.

Zum Highlight als Abschluss an der Algarve-Küste gab es heute für Laura und Denise einen Reitausflug an den Strand von Manta Rota. Florian und Mathias machten Fotos und wurden künstlerisch am Strand aktiv.

Nach dem Reiten warfen vom hoch gelegenen Dorf Cacela Velha nochmal einem Blick auf den Strand und die Lagune, wo die Mädels reiten waren. Das Ende des Strands markiert dann auch das Ende von Portugal. Nach der Flussmündung beginnt Spanien. Für uns war das auch der Abschied vom Atlantik und der Algarve, da wir uns nun im Inland zurück gen Norden orientieren werden.

Baden im Atlantik

Heute Morgen konnten die Kinder dem Pool auf dem Grundstück von Denises Chef einfach nicht widerstehen. Auch wenn er nur etwa 20°C warm war und die Außentemperatur noch leicht darunter lag, mussten sie einfach reinhüpfen…

Unser erster Stopp führte uns zu einem “Schmuggler-Pfad“ am nahe gelegenen Praia do Carvalho. Der Strand liegt in einer Steilküsten-Bucht und ist daher nur über eine in den Stein gehauene Treppe durch einen Tunnel zu erreichen.
Weiter ging es zum nächsten spektakulären Strand in Porches mit dem umfangreichen Namen Praia de Nossa Senhora da Rocha. Hier thront eine Kirche auf einer Klippe, die auch schon merklich kürzer geworden ist. Zum Strand ging es dieses Mal über eine steile Treppe in einer Felsspalte. Mittag gab es dann im Wohnmobil noch auf dem Parklatz in Porches.

Nächster Halt war der dritte Strand des Tages: Praia da Falésia in Albufeira. Mittlerweile hatten die Temperaturen angenehme Werte erreicht und in der Sonne war es angenehm warm, sodass Denise nochmal zum WoMo zurückging und die Badesachen holte. Und es hatte sich gelohnt. Die Wassertemperatur war merklich angenehmer als beim letzten Wasserkontakt an der Westküste in Carrapateira. Der Strand fiel flach ab und bot seichte Wellen. Alles in Allem hatten wir unseren Spaß im Wasser und nun können die Kinder mit Stolz berichten, im Atlantik baden gewesen zu sein (nach dem Indischen Ozean und dem Pazifik nun schon der dritte Ozean).

Unser heutiger Stellplatz ist eher praktischer Natur kurz vor Faro. Zum Glück hören wir den nahen Flughafen nicht. Viel gibt es drumherum nicht, außer Wohngebiet und dem Flughafenzubringer. Auf Grund von Allerheiligen hatte auch das nahegelegene portugiesische Restaurant geschlossen, sodass es Abendessen im WoMo gab. Dafür können wir dann morgen mit kurzer Anfahrt Faro erkunden.

Regen an der Algarve

Der heutige Montag begann mit grauem Himmel und Regen. Dementsprechend konnte unsere Wäsche über Nacht nicht trocknen und musste ins Wohnmobil umziehen. Die Ausflugsziele in der Umgebung waren auch nicht sehr Regen-freundlich, sodass wir den Vormittag erst einmal mit Spielen im WoMo begannen. Als der Regen dann weniger wurde, fuhren wir los in Richtung Tal der Störche. Dieses war nett anzusehen, doch Störche zeigten sich heute nur sehr wenige. In Silves gingen wir zunächst noch kurz die Vorräte wieder aufstocken. Nach einen Snack und kleinen Mittagsschläfchen war das Wetter auch schon wieder auf dem Weg der Besserung. So bestiegen wir die Burg – das Castello de Silves und staunten über Ausgrabungsstücke im Archäologischen Museum. In Silves bekamen wir dann auch noch so einige Störche zu sehen.

Nach dem Burgbesuch ging es zurück an die Küste zu einem Boardwalk in Carvoeiro, wo wir die Steilküste und den Sonnenuntergang bestaunen konnten. Von hier waren es nur wenige Minuten bis zum Ferienhaus von Denises Chef. Den trafen wir da und stehen nun auch auf seinem Grundstück. Mit ihm fuhren wir zum Abendessen noch einmal runter nach Carvoeiro – es gab wieder lecker Fisch.

Sommerurlaubsstimmung

Die Zeitumstellung fand heute natürlich auch in Portugal statt, sodass wir heute nicht ganz so lange wie sonst schliefen. Die ersten (vermutlich Spanier) liefen schon gegen 5 über den Platz zu den Toiletten, gefühlt war es für sie ja schon 7 Uhr morgens (andere Zeitzone + Winterzeit = 2h Unterschied) 😉
In den frühen Morgenstunden regnete es ordentlich und gewitterte sogar auch kurz, doch als die Sonne aufging, war der Himmel wieder klar und ein wunderschöner Tag erwachte. Wir konnten schön draußen Frühstück essen und noch einmal ins Schwimmbad gehen. Denise buchte sich eine Massage und so rollten wir heute erst kurz vor 12 Uhr vom Campingplatz. Der Weg war nicht weit und so kamen wir im nahen Lagos schon wieder zum Stehen. Lagos hat eine wunderschöne Altstadt, in der wir zunächst leckeren Fisch zum Mittag aßen und dann durch die Gassen schlenderten.

Unser Stellplatz für die Nacht ist dieses Mal wieder auf einem kleinen, privaten Platz unweit von Lagos. Hier warfen wir die Waschmaschine an und genossen noch etwas die Abendsonne, bevor uns die Mücken zum Reingehen aufforderten.

Immer weiter gen Süden

Am Freitagmorgen bzw. späten Vormittag ging es wieder los, zunächst nach Milfontes. Hier fuhren wir mangels WoMo-Parkplätzen jedoch nur eine Runde durch den Ort und dann weiter zum Leuchturm Farol do Cabo Sardão. Hier fanden wir einen Parkplatz und konnten das tosende Meer am Fuße der Steilküste beobachten. Schon auf der Fahrt hierher und auch an den Klippen sahen wir Störche, die in ihren Nester standen. Hierhin zieht es sie also im nordeuropäischen Winter. Auch für uns war es heute angenehm warm und es ging zunächst ein laues Lüftchen – im WoMo zeigte es zwischenzeitlich 29°C an.
Weiter ging es nach Odemira, wo zunächst ein Besuch bei Lidl auf dem Plan stand, um die Vorräte wieder etwas aufzufüllen. Den Mittagssnack gab es gleich noch auf dem Lidl-Parkplatz. Odemira selbst konnte mit kleinen Gassen beeindrucken, durch die unser WoMo gerade so noch durch passte, sowie einer alten Windmühle, von denen wir dann aber im Laufe des Tages noch mehrere sehen sollten.

Weiter südlich zwischen Odemira und Aljezur begann die Algarve, die wir nun für einige Tage durchqueren werden. Im Örtchen Aljezur gaben wir die Parkplatzsuche schon fast auf, als direkt vor dem Ortsausgang doch noch ein „wilder“ Parkplatz für uns frei war. Die Chance nutzten wir und erklommen daraufhin die Burgruine, die schon im 10. Jahrhundert von den Arabern erbaut wurde und heute nur noch mit niedrigen Mauerstümpfen zu erkennen ist. 
In Carrapateira standen wir auf dem Grundstück eines Restaurants. Da durfte man kostenfrei über Nacht bleiben, wenn man im Restaurant aß. Eigentlich hatten uns andere Reisende von leckerem Fisch berichtet, doch nach der Saison (oder mit einem neuen Eigentümer?!) gab es „nur noch“ Tappas und Hamburger. Der nahe Strand konnte dagegen mit seiner wahnsinns Breite und tosenden Wellen beeindrucken. Zum Glück wehte der nun etwas stärkere Wind ablandig, sonst wären wir von der Gischt gebadet worden.

Am Samstag parkten wir unser Wohnmobil nur etwas näher in Richtung Strand und machten uns auf eine kleine, etwa 5km lange Wanderung an der Steilküste entlang.

Zum Mittagessen fuhren wir erst noch ein kleines Stück zum “Ende der Welt“, dem südwestlichsten Punkt Europas, dem Leuchtturm am Kap von Sao Vicente: Farol do Cabo de São Vicente. Hier brieten wir uns ein paar Fleischklopse von Lidl zu einer leckere Stulle dunklen Brots von Lidl … nicht sehr portugiesisch ;-). Schon beim Essen hatten wir tolle Sicht auf Meer vor und hinter dem WoMo. Der Leuchtturm selbst war leider eingerüstet und hatte bis auf spektakuläre Steilküsten nicht viel mehr zu bieten.
In Sagres fuhren wir zur Burg Fortaleza de Sagres, sparten uns aber einen Besuch des Inneren. Stattdessen gönnten wir uns in Sagres noch ein Eis und ein Pastel de Nata, bevor es weiter zu unserem heutigen Campingplatz-Ferienresort ging.

Hier in Portugal und im benachbarten Spanien ist der 1. November ein Feiertag. Somit steht hier mit Brücketag nun ein langes Wochenende bevor und das scheint dem großen Campingplatz Algarve Turiscampo in Luz ordentlich Besucher zu bescheren. Hier stehen unzählige Wohnwagen und -mobile aus Spanien, Portugal, aber auch Deutschland, Frankreich und den Niederlanden (und sicherlich noch weitere). Wir kamen gegen halb Vier hier an und konnten uns noch einen Platz sichern. Die Kinder freuten sich riesig, als sie vom Schwimmbad erfuhren und wollten natürlich gleich rein. Zum Glück gab es auch ein beheiztes Becken, sonst wäre es bei 23°C Außentemperatur etwas frisch geworden. Wie der ganze Platz war auch das Schwimmbad gut besucht und abends halb Elf ist noch immer ordentlich Gewusel draußen zu hören.

Erster Kontakt mit dem Atlantik

Der Donnerstag begann mit angenehmen Temperaturen, sodass wir draußen Frühstück essen konnten. Nach dem alles wieder an Ort und Stelle verstaut war – im Wohnmobil darf ja beim Fahren nichts herumliegen – gab es noch frisches Wasser und eine Toilettenleerung. Frisch ausgestattet fuhren wir nach Setúbal rein. Hier konnten wir eine Markthalle besuchen, in der Obst und Gemüse, frischer Fisch, Fleisch und ein klein wenig Kunsthandwerk verkauft wurde. Während eines kleinen Spaziergangs schauten wir uns noch die Innenstadt an, bevor wir mit einer kleinen Fähre 30 Minuten nach Tróia übersetzten.

Nun wurde die Landschaft karger. Der Boden scheint hier in der Nähe der Küste noch sehr sandig zu sein, sodass nichts Großes oder Stabiles darauf wächst. Die Bevölkerungsdichte nahm auch deutlich ab, sodass die Fahrten jetzt nochmal deutlich ruhiger wurden.
In Comporta bogen wir zum Strand Praia da Comporta ab und steckten die Füße in den recht kalten Atlantik. Die Wellen und der weite Strand erinnerten uns unweigerlich an Australien.
In Sines schauten wir uns die Altstadt an. Doch hier war nun nach der Saison nicht mehr viel los. Dafür gab es Ausblicke auf Ölraffinerien, -tanks und -rohre, denn in Sines ist die Ölverarbeitung zu Hause, was zu gutem Einkommen in der Stadt sorgt und damit auch das Erscheinungsbild positiv beeinflusst.
Nun stehen wir irgendwo im Nirgendwo auf einem kleinen, privaten Campingplatz mit wenigen anderen WoMos und genossen heute erstmals ein selbstgekochtes Essen, wieder unter freiem Himmel.

Los geht‘s mit dem Wohnmobil

Da wir am Dienstag das Wohnmobil erst nachmittags in Empfang nehmen konnten, verbachten wir den Vormittag noch einmal in Lissabon. Nach einem leckeren Frühstück in einem Café um die Ecke ging es ein wenig shoppen. Unsere Spazierrunde führte uns noch zum Platz Praça Dom Pedro IV, den bisher nur Mathias bei Nacht gesehen hatte, bzw. wir alle vom Aussichtsturm. Weiter ging es in die historische Altstadt mit ihren engen, verwinkelten Gassen. Die Altstadt, in der unsere Ferienwohnung lag, war schon nicht mehr ganz so alt und deutlich strukturierter mit langen geraden Straßen. Nach einem etwas kleineren Mittagessen ging es dann mit dem Taxi zum Wohnmobilverleiher.

Das Abholen gestaltete sich mal wieder als etwas langwieriger – nach ca. 2,5h konnten wir endlich vom Hof fahren. Nun wohnen wir in einem 6-Bett-Wohnmobil. Die Kinder haben sich wieder den Alkoven ausgesucht und wir Eltern schlafen hinten. Somit bleibt der Esstisch immer frei für sonstige Aktivitäten.
Unsere erste Fahrt führte uns gleich zu ALDI in der Nachbarschaft, da der Verkehr um halb Sechs ordentlich im ganze Gange war und wir die Zeit besser nutzen wollten. Mit dem Nötigsten ausgetattet ging es dann eine gute Stunde gen Süden. Über die Autobahnen Lissabons kamen wir teils im Stau zur großen Brücke Ponte 25 de Abril, die uns über den Tajo führte. Im Dunkeln, nach 20 Uhr, kam wir bei unser ersten Unterkunft an: Ein Stellplatz auf dem privaten Grundstück von Paulo. Er hatte noch eine Ferienwohnung und zwei weitere WoMo-Stellplätze. Nach einem schnellen Abendessen ging es dann k.o. ins Bett.

Der Mittwoch fing regnerisch an, doch zur Abfahrt riss der Himmel langsam auf. So konnten wir nun die Umgebung im Hellen begutachten. Alles sieht ein bisschen heruntergekommener aus. Hier und da bröckelt der Putz oder sind die Flächen nicht sehr gepflegt. Gehwege gibt es hier auf dem Land auch deutlich weniger und die Straßen sind recht holprig.
Unser erster Ausflug heute führte uns in eine nahegelegene Fliesenmanufaktur. Hier zeigte uns ein freundlichen Mitarbeiter, wie der Ton zunächst gerollt und dann die Fliese ausgeschnitten wird. Nach dem Trocknen und Brennen kann sie bemalt bzw. glasiert werden. Hier in Portugal nutzen sie dafür eine spezielle Glasur, die auch feine Malereien ermöglicht, ohne dass die Farbe beim Brennen zerläuft.

Weiter ging es in Richtung Sesimbra. Zunächst hielten wir an der Burg hoch oben über dem Dorf und spazierten eine Runde auf der Burgmauer. In Sesimbra gab es leckeren Fisch zum Mittag und einen Strand. Nach einem Eis stiegen wir wieder in unser WoMo und kürzten erst einmal die Hosen. Es war mit etwa 23°C angenehm warm.

Weiter ging die Fahrt in Richtung Setúbal. Nach einem kurzen Schwenk über einen Supermarkt, wo wir uns noch einen Toaster kauften, fuhren wir durch den Naturpark Parque Natural da Arrábida, wo uns neben einer Schotterstraße schöne Ausblicke und Sandstrände am Wegesrand begleiteten.
Den Campingplatz erreichten wir gegen 16 Uhr im Hellen, sodass wir es uns draußen gemütlich machen konnten und die Kinder noch ein bisschen Zeit zum Spielen auf dem Areal hatten. Zum Abendessen mit Meerblick kam dann gleich der neue Toaster zum Einsatz.

Mit den Öffentlichen durch enge Gassen

Unser zweiter Tag in Lissabon stand ganz im Zeichen der öffentlichen Verkehrsmittel. Nach dem Frühstück in einem kleinen Café holten wir uns eine Tageskarte und fuhren gleich mit der Metro los. Ziel war die Starthaltestelle Martim Moniz der beliebten Straßenbahn 28E. Erwartungsgemäß war die Schlange sehr lang. Da jede Bahn aber nur mit besetzen Sitzplätzen startete, liefen wir einfach zur nächsten Haltestelle vor und stiegen dort ganz ohne Warten zu. So hatten wir zwar keinen Sitzplatz, aber auch keine Langeweile. Die 28E fährt durch die historische Altstadt, enge Gassen, bergauf und bergab – ein wahres Abenteuer!

Video: Mit der 28E durch Lissabon

An der Basilica da Estrela stiegen wir aus, schauten uns die Basilika von innen an und fuhren mit der 25E zurück zum Marktplatz. Da die Bahn anders fuhr als erwartet, kamen wir an unser Ferienwohnung vorbei und stiegen aus. Hier machten wir kurz Pause, bevor wir dann vom Marktplatz mit der 15E in Richtung Belém gen Westen fuhren.

Im Stadteil Belém schlenderten wir etwas am Ufer des Tajo entlang bis zu einer Burg im Wasser. Diese stand wohl mal in der Mitte des Flusses, bis ein Erdbeben den Flusslauf veränderte und sie an den Rand “drängte“. Im Kloster Mosteiro dos Jerónimos buken Mönche zuerst die kleinen typischen Törtchen. Als das Kloster schloss, verkauften sie ihr Rezept und noch heute bäckt und verkauft die Konditorei Pastéis de Belém die kleinen Puddingtörtchen in Massen. Natürlich mussten auch wir die Pastéis de Nata (oder hier eben Pastéis de Belém) probieren. Mit der Straßenbahn ging es wieder zurück zum Marktplatz und zu einer Ruhepause in die Ferienwohnung.

Zum Abendessen gab es heute Sushi, bzw. andere lokale Fischspezialitäten. Mit noch etwas Restenergie im Gepäck hüpften wir noch einmal in die 28E, dieses Mal in die andere Richtung, und fuhren im Dunkeln zu einem uns bekannten Ausblick. Die historische Altstadt sah toll aus von oben in der Dunkelheit (abgesehen von den großen Kreuzfahrtschiffen). Mit der Straßenbahn 12E ging es dann wieder zurück, allerdings mit einer extra Runde. Die 12E fährt nur in eine Richtung und ist relativ schnell den Kreis rumgefahren, trotz steiler Berge. Danach ging es dann aber doch für die Kinder schnell ins Bett.
Mathias lief noch einmal kurz los ein paar andere Bauten bei Nacht fotografieren – aus der fahrenden Straßenbahn ist das immer nicht ganz einfach.

Geburtstag in Lissabon

Wir kamen gestern mit mächtig Verspätung in Lissabon an und waren halb 12 Mitternacht in unserem Apartment in der Altstadt. Aber heute morgen konnten wir ja ausschlafen. Dieses Mal hatte Florian das Glück, im Urlaub Geburtstag zu haben, sodass es heute Morgen erst einmal Geschenke gab. Auf einen Kuchen oder Kerzen wurde angesichts der großen Geschenk-Vorfreude verzichtet.
Für das Frühstück suchten wir uns ein Café in der Umgebung und blieben schon auf dem Weg dahin an einer kleinen Bäckerei hängen, die uns unsere ersten Pastéis de Nata verkaufen wollte.

Gut gestärkt ging es zur Sé de Lisboa, einer tollen, alten Kathedrale. Hier stiegen wir spontan in ein Elektro-TukTuk und ließen uns 1,5 Stunden durch die bergige, historische Altstadt fahren. An den Sehenswürdigkeiten konnten wir Aussteigen und in Ruhe schauen. Wir kamen vorbei am Schloss Castelo de S. Jorge (ohne reingehen), am Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia, am Aussichtspunkt Miradouro da Graça, und an der Kirche Igreja de São Vicente de Fora, in der die ehemaligen Monarchen begraben liegen.

Nach so viel Sitzen hieß es dann erst einmal etwas spazieren gehen. Am Wasser lagen große Kreuzfahrtschiffe und tolle Plätze. Hier gab es dann einen Snack zum Mittag. Anschließend ging es wieder bergauf, ins Szeneviertel Bairro Alto zu weiteren tollen Ausblicken, unter anderem dem Miradouro de São Pedro de Alcântara. Am Nachmittag wurde es etwas windiger und tröpfelte auch mal, aber alles in allem hatten wir einen tollen ersten Tag in Lissabon mit ganz viel Sonnenschein und guten 20°C.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Apartment ging es zum Abendessen noch einmal in die Umgebung zu einem kleinen, portugiesischen Restaurant. Wir hatten Glück und bekamen gerade so einen Tisch. Hier genossen wir Paella (auch hier typisch), gegrillten Tintenfisch, Lachs und Garnelen – alles war sehr lecker. Dann fielen die Kinder aber auch wie Steine ins Bett… (und Mama auch 😉 ).

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