Unser zweiter Tag in Lissabon stand ganz im Zeichen der öffentlichen Verkehrsmittel. Nach dem Frühstück in einem kleinen Café holten wir uns eine Tageskarte und fuhren gleich mit der Metro los. Ziel war die Starthaltestelle Martim Moniz der beliebten Straßenbahn 28E. Erwartungsgemäß war die Schlange sehr lang. Da jede Bahn aber nur mit besetzen Sitzplätzen startete, liefen wir einfach zur nächsten Haltestelle vor und stiegen dort ganz ohne Warten zu. So hatten wir zwar keinen Sitzplatz, aber auch keine Langeweile. Die 28E fährt durch die historische Altstadt, enge Gassen, bergauf und bergab – ein wahres Abenteuer!

Video: Mit der 28E durch Lissabon

An der Basilica da Estrela stiegen wir aus, schauten uns die Basilika von innen an und fuhren mit der 25E zurück zum Marktplatz. Da die Bahn anders fuhr als erwartet, kamen wir an unser Ferienwohnung vorbei und stiegen aus. Hier machten wir kurz Pause, bevor wir dann vom Marktplatz mit der 15E in Richtung Belém gen Westen fuhren.

Im Stadteil Belém schlenderten wir etwas am Ufer des Tajo entlang bis zu einer Burg im Wasser. Diese stand wohl mal in der Mitte des Flusses, bis ein Erdbeben den Flusslauf veränderte und sie an den Rand “drängte“. Im Kloster Mosteiro dos Jerónimos buken Mönche zuerst die kleinen typischen Törtchen. Als das Kloster schloss, verkauften sie ihr Rezept und noch heute bäckt und verkauft die Konditorei Pastéis de Belém die kleinen Puddingtörtchen in Massen. Natürlich mussten auch wir die Pastéis de Nata (oder hier eben Pastéis de Belém) probieren. Mit der Straßenbahn ging es wieder zurück zum Marktplatz und zu einer Ruhepause in die Ferienwohnung.

Zum Abendessen gab es heute Sushi, bzw. andere lokale Fischspezialitäten. Mit noch etwas Restenergie im Gepäck hüpften wir noch einmal in die 28E, dieses Mal in die andere Richtung, und fuhren im Dunkeln zu einem uns bekannten Ausblick. Die historische Altstadt sah toll aus von oben in der Dunkelheit (abgesehen von den großen Kreuzfahrtschiffen). Mit der Straßenbahn 12E ging es dann wieder zurück, allerdings mit einer extra Runde. Die 12E fährt nur in eine Richtung und ist relativ schnell den Kreis rumgefahren, trotz steiler Berge. Danach ging es dann aber doch für die Kinder schnell ins Bett.
Mathias lief noch einmal kurz los ein paar andere Bauten bei Nacht fotografieren – aus der fahrenden Straßenbahn ist das immer nicht ganz einfach.