Autor: Laura, Florian, Denise und Mathias (Seite 3 von 10)

Die Kiwi, der Kiwi, die Kiwis

Heute wollen wir uns auch mal ganz nach alter Tradition Land und Leuten widmen – aus unserer Sicht, wie wir das Leben um uns herum so wahrnehmen. In Neuseeland ist „Kiwi“ ein allgegenwärtiger und vielverwendeter Begriff. Also fangen wir vorne an:

Die Kiwi

Die Kiwi, egal ob grün oder gelb schmeckt auch hier nur im reifen Zustand echt lecker. Zu kaufen gibt es sie an allen Ecken und angebaut werden sie sowohl auf der Süd- als auch der Nordinsel. Doch eigentlich ist die Kiwi keine Ur-Neuseeländerin, sondern die chinesische Stachelbeere, welche hier nach der Einfuhr besonders gut wachsen wollte.

Der Kiwi

Der Kiwi ist ein kleiner, scheuer, halb-blinder, flugunfähiger Vogel. Der Nationalvogel Neuseelands. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind in diesem Fall hoffentlich nicht zu sehen 😉 Überall ist sein Piktogramm zu sehen, doch in freier Wildbahn haben wir ihn bisher nur als Warnhinweis gesehen – schade. Ein echter Neuseeländer!

Die Kiwis

Die Kiwis sind die Einwohner Neuseelands. Auch sie sind allesamt keine echten Neuseeländer, nur einige (die Maori) waren schon vor den anderen (den Europäern) hier. Die Maori kommen, wenn man die mündlich überlieferten Heldengeschichten ein wenig interpretiert, aus Polynesien und fanden diese beiden Inseln vor über 1000 Jahren. Die Europäer kamen dann im „modernen“ Weltumsegler Schiff vor etwa 250 Jahren nachhaltig hier an. Im Laufe der Zeit haben sie sich recht gut gemischt und ein Volk mit seinen Eigenheiten entwickelt. Hier wollen wir mal von einigen berichten:

  • Die Kiwis kennen keine Kälte. Selbst jetzt, im Spätherbst laufen die Kiwi-Schüler noch mit kurzen Uniformen und in der Freizeit barfuß durch die Welt.
  • Die Uniform zeigt es schon – Auffallen ist unerwünscht! Hier lebt man eher zurückhaltend und ist dem Markenwahn nur begrenzt verfallen. Dementsprechend fielen uns die „alternativ“ gekleideten Jugendlichen schon gleich in Christchurch auf. Ein Paradies für Backpacker, die besonders gern den ganzen Tag im alternativen Schlabber-Look verbringen. 😉
  • Wenn man nicht auffallen will, braucht man auch kein neues Auto. Diese sind sowie viel zu teuer, also kann die alte Karre gefahren werden, bis sie auseinanderfällt. In den Großstädten sieht man zwar auch aktuelle Autos, ansonsten herrschen eher die Modelle der frühen 90er vor. Leider sind diese dann auch nicht die ökonomischsten, wo die Kiwis seit Kurzem doch eigentlich auf der Öko-Welle surfen
  • Ganz entgegen der Öko-Welle ist auch die Form der Heizung. Im eher milden Erdbebengebiet Neuseeland baut der Kiwi gern aus Holz. Dass es dann irgendwann nach Sonnenuntergang doch mal kühler werden kann, wir scheinbar ignoriert. So rauchen die Schornsteine im Dämmerlicht und hüllen ganze Ortschaften in winterlich duftenden blauen Rauch.
  • Die Öko-Welle beginnt hingegen beim Recycling. Nicht wir Deutschen sind Recyclingweltmeister, nein es müssen die Kiwis sein. Auf dem Campingplatz in Athenree begegneten uns
    • 1 x Plastik-Wasserflaschen-Tonne
    • 1 x Plastik-Milchfalschen-Tonne
    • 1 x Alu-Dosen-Tonne
    • 1 x Blech-Dosen-Tonne
    • 1 x Pappe-Tonne
    • 1 x Papier-Tonne
    • 3 x Glas-Tonne (je nach Farbe)
    • 1 x Restmülltonne

    Respekt! Schade, dass wir nur einen klitze kleinen Mülleimer im Wohnmobil haben, der alles auffängt. Aber da jeder Platz anders recycelt und wir das Konzept noch nicht durchdrungen haben, blieben wir zunächst dabei. Ich wüsste gar nicht, wo ich in Hönow die 10 Mülltonnen hinstellen sollte, geschweige denn die Abholzeiten koordinieren würde. Im Zweifel wird der Müll auch hier nur verbrannt – das haben wir auf einem Campingplatz auch schon gesehen… So wird Öko für alle leicht verständlich und jeder hilft mit 😀

  • Aber das nehmen die Kiwis vermutlich auch wieder ganz relaxed. Das ist nämlich ihre Grundeinstellung. Oder doch nicht? Als wir in Lake Taupo an der Touristeninfo parkten und wie gewöhnlich quer gleich 4 Lücken blockierten, kam eine Kiwi-Ordnungshüterin und drohte uns mit einem 60$ Strafzettel, wenn wir nicht sofort wegfahren und maximal eine Lücke füllen würden. So viel war nun auch nicht los auf dem Parkplatz…!
  • Vielleicht kommt man nur so an das Geld, um hinter jeder zweiten Kurve eine Baustelle auf der Straße zu haben, um diese entweder zu erneuern und überhaupt erstmal zu versiegeln. Wahnsinn – so viele Baustellen. Wo kommen nur die ganzen Bauarbeiter her? Und was machen die alle, wenn die Straßen dann mal in Ordnung sind?
  • Expertenüberfluss scheint allerdings nicht zu drohen, denn Neuseeland sucht kräftig nach Studierten, die selbst zum Kiwi werden wollen. Die ganzen einheimischen Kiwis wollen nämlich lieber im Ausland ihr Geld verdienen, als im teuren, schlecht bezahlten Neuseeland. Also wer Lust und Wissen hat, bekommt bestimmt ganz einfach ein Visum 😉
  • Wer ein echter Kiwi werden will, muss dann aber auch am Wochenende zeitig raus aus den Federn und ab in die freie Natur – Sport! Wir stehen ja – Flori sei dank – eher zeitig auf. Doch an den Wochenenden dürfen wir dann die Kiwis vom Frühstückstisch aus bestaunen, wie sie bereits mit dem Kajak unterwegs sind oder die Kinder zum Rugby bringen. Respekt!
  • Auch die Jagd scheint kein unbeliebter Sport zu sein, besonders wenn es um die eingeschleppten „Seuchen“ wie Opossum oder Hirsch und Reh geht. Hier braucht keine Rücksicht genommen werden – weder im Wald noch auf der Straße. Hirsche und Rehe auf der Weide sind hingegen zum Exportschlager geworden. Wird haben uns unseren Weihnachtsbraten schon mal ausgesucht 😉
  • Ob Experte, Sportler oder Jäger – irgendetwas gibt es immer zu tun. Die sicherheitsbewussten Kiwis haben unzählige Schilder am Straßenrand, welche vor jedweden Gefahren im Straßenverkehr warnen oder die nicht enden wollenden Bächlein unter der Straße benennen. Und diese Schilder müssen ja auch geputzt werden, erst kürzlich auf der Rückfahrt vom Cape Reinga beobachtet – von Hand versteht sich, muss ja ordentlich gemacht werden!
  • Für die Sicherheit zu Hause sorgt gern der Hund oder die Ziege, welche dann am Straßenrand am „Ziegenhaus“ festgebunden das Anwesen bewacht. In einem Reiseführer haben wir gelesen, dass die Kiwis wohl erst seit einigen Jahren ihre Häuser und Autos abschließen. Die steigende Kriminalitätsrate hat wohl ein Umdenken gefordert und die Ziege vor neue Aufgaben gestellt. Ob diese auch dem Postboten hinterherjagt?
  • Postbote muss allgemein ein sehr abwechslungsreicher Beruf sein. Die Kiwis wollen zwar in ihrer Erscheinung nicht auffallen, doch beim Briefkasten darf es schon mal außergewöhnlich werden. Neben dem 0815-Standardbriefkasten stellen sich ganz viele Kiwis selbstgebaute „Briefhäuser“, Mikrowellen, Benzinkanister oder aber auch verrostete Tonnen vors Anwesen. In letzterem werden die Rechnungen vermutlich gleich Vorort verbrannt 😉 Leider fliegen die Briefkästen bei 80 km/h auf dem State Highway immer so schnell vorbei, dass wir bisher keinen vor die Linse bekamen. Aber wir werden weiter Ausschau halten!
  • Und zu guter letzt noch der Klassiker eines jeden Deutschen im Ausland – das Brot. Auch die Kiwis können kein ordentliches Brot backen. Zwar bieten sie Brot in aller Variation bis hin zum „Deutschen Roggenbrot“ an, doch fluffig sind sie alle und müssen vor dem Genuss in den Toaster. Eine Besonderheit haben wir gefunden und fotografisch festgehalten. Dazu ein kleines Quiz: Welches Brot ist hier zu sehen?

    • Deutsches Pumpernickel,
    • Französisches Baguette oder
    • Belgische Waffeln?

    Zu gewinnen gibt es das fluffige Brot leider nicht, denn 1.) haben wir es längst aufgegessen und 2.) war die Haltbarkeit bereits mit dem Kauf schon fast abgelaufen 😉

Täler, Vulkane und Mondlandschaft

Inzwischen sind wir schon durch die Mitte der Nordinsel durch und haben wieder viele tolle Eindrücke gewonnen. Wie immer haben wir versucht alles per Foto festzuhalten, doch oft kommt es gar nicht so wunderschön rüber wie wir es in der Realität erleben. So müssen wir hoffen, dass wir alles so lange wie möglich in Erinnerung behalten. Deshalb folgt hier auch wie gewohnt ein Reisebericht – an dieser Stelle sei uns erlaubt zuzugeben, dass wir uns schon ganz schön disziplinieren müssen um immer am Ball zu bleiben 😉

Am Sonntag fuhren wir die Whanganui River Road entlang dem namensgebenden Fluss. Die schmale, kurvige Straße war teilweise sogar unbefestigt, aber relativ wenig befahren und bot immer wieder tolle Ausblicke auf den Fluss und die Umgebung. Zwischendrinn schnallten wir uns wieder unsere Boots an und machten uns auf den Athens Skyline Track. Dieser führte stetig bergauf an Schafwiesen vorbei. Ein wenig erinnerte diese kleine Wanderung an Südtirol. Nach 30min entschieden wir, dass es uns genügt – immerhin wussten wir dass wir alles weitere ebenfalls zurücklaufen müssten. Als wir dann die River Road hinter uns gelassen hatten und durch die Berge Richtung Westen fuhren, öffnete sich plötzlich die Sicht und wir hatten einen atemberaubenden Blick über die Hügel hinweg auf die 3 schneebedeckten Vulkane des Tongariro National Parks. Da unser Tagesziel der Mt Ruhapehu einer dieser Vulkane ist, fuhren wir die nächsten 30min immer darauf zu. Wir standen dann über Nacht am Bergfuße auf einem DOC Campingplatz – wieder ziemlich einsam mitten im Wald aber mit Handyempfang.  Am nächsten Tag sollte es auf eine Wanderung durch Vulkangelände gehen. Da die hierfür berühmte Wanderung „Tongariro Crossing“ 8 Stunden dauert und wir Flori und uns das nicht zumuten wollten, entschieden wir uns für eine 2 stündige Wanderung zu den Taranaki Falls, die im Bergdorf Whakapapa startet. Die Vegetation wechselte  mehrmals von Büschelsteppe, über Regenwald zu Geröllwüste und immer wieder hatten wir bei Sonnenschein eine klare Sicht auf die Vulkane. Besonders der Ngauruhue, mit seiner kegeligen Form erinnerte uns immer daran, dass wir hier nicht in den deutschen Alpen unterwegs sind. Dieser Vulkan war wohl übrigens auch der „Schicksalsberg“ in den Herr der Ringe Filmen – wir müssen diese Filme nach unserer Rückkehr unbedingt schauen!

Um es noch ein wenig vulkanischer zu haben, fuhren wir noch eine Bergstrasse hinauf, landeten aber in einem Skigebiet, das sich gerade auf die nächste Saison vorbereitet. Naja, so haben wir auch mal neuseeländischen Schnee berührt. Gegen 16Uhr waren wir dann am Lake Taupo – einem rieisigen Kratersee. Da die Sonne hier zeitig untergeht und ab 15:30 wunderschön warmes Licht wirft, hatten wir auch wieder sehr romantische Ausblicke auf den See. Gestern ging es dann weiter Richtung Norden vorbei an den HukaFalls ins Thermalgebiet um Wai-O-Tapu. Die Region ist geothermisch aktiv und an vielen Stellen tritt heißes, mineralisches Wasser aus der Erde. Überall auf den Wiesen, aus den Bächen und in den Wäldern sieht man weiße Rauchwolken aufsteigen und es hängt Schwefelgeruch in der Luft. Das wollten wir uns mal genauer anschauen und die größte, kochende Quelle Neuseelands anschauen. Nur dampft die bei 15Grad Außentemperatur so sehr, dass man eigentlich gar nichts sieht und es nur blubbern hört 😉 Den Nachmittag wollten wir in der Gegend bleiben, weil wir heute um 10:15Uhr den Geysir Lady Knox ausbrechen sehen wollten. Da bot es sich an, gleich in die von der Quelle gespeisten „Hot Pools“ im Waikiti Valley zu springen. Hot Pools sind kleine Schwimmbecken, die mit dem originalen (aber auf 35-40Grad abgekühlten) Thermalwasser gefüllt sind. Diese gibt es hier in der Gegend fast überall – meist an Hotels o.ä. angeschlossen und gegen Bezahlung. Da diese aber meist im Freien liegen, nahmen wir Florian lieber nicht mit rein. Der schlief dann zum Glück im Buggy neben den Pools. Schön entspannt und nach einer Nacht an einem ruhigen See (mit wahnsinnigem Sternenhimmel) waren wir dann also heute pünktlich am Geysir – und ziemlich enttäuscht. Wir hatten schon gehört, dass die Eruption mit Seifenflocken forciert wird. Im Reiseführer stand dass er dann 20m hoch Wasser spuckt. Bei der Ankündigung kurz davor waren es dann noch 10-15m. Ob die dann wirklich erreicht wurden ist schwer zu sagen, aber wir hatten uns irgendwie mehr erwartet – ich glaube die 50Touristen um uns herum auch 🙂 Dafür war das angeschlossene Wai-O-Tapu Thermal Wonderland wirklich beindruckend. In dieser bizarren Mondlandschaft mit Kratern und Felsen blubberte und gurgelte es überall und Wasser und Felsen leuchteten in den verschiedensten Farben. Witzig waren vor allem auch die MudPools – schon komisch wenn mitten im Wald ein riesiges Matschloch schmatzend vor sich hin blubbert. Zur Krönung des heutigen Tages hatten wir einen tollen Blick auf die Bay of Plenty in der Abendsonne.

 

PS: Heute ist Halbzeit unserer großen Reise 😐

Guck mal wer da spricht

Hallo, hier meldet sich heute mal Florian – anlässlich meines 7 Monate-Geburtstages. Mama und Papa haben sich ja schon ausreichend zu Wort gemeldet, nun bin ich mal dran. Ich wollte auch mal schildern, wie ein Tag bei uns so aussieht.
Für mich beginnt der Tag im Land der Träume. Dann wache ich manchmal auf, wenn es noch dunkel ist und erzähle Mama und Papa von meinem Traum. Aber die schlafen einfach weiter – ihr gleichmäßiges atmen lässt auch mich dann immer ganz schnell wieder einschlafen. Aber spätestens wenn es langsam hell draußen wird ist Schluss mit Schlafen! Wenn ich dann den Vorhang hin und her schiebe, sehen das auch bald Mama und Papa ein und kuscheln und spielen mit mir. Mama steht dann bald auf und holt mir eine neue Windel – vor kurzem gab’s endlich wieder Pampers zu kaufen, die lokalen Huggies sind ganz schön dick und unbequem. Leider hat Mama immernoch keine Kleidung gekauft, die nicht über den Kopf zu ziehen ist – ich erinnere sie doch jeden Tag daran! Nach so viel rumtollen brauche ich meist nur noch ein bisschen zu trinken und dann ist es Zeit für das Nach-Dem-Aufstehen-Schläfchen. In der Zeit können dann auch Mama und Papa in Ruhe Frühstückessen oder losfahren, wenn es mal wieder etwas später mit dem Nickerchen wird. Ganz oft fahren wir gar nicht weit und dann steht eine Wanderung an. Dann packt mich Mama immer viel zu dick ein und schnallt mich beim Papa auf den Bauch (letztens sogar mal bei sich selbst). Das ist zwar immer ganz schön eng, aber eigentlich gar nicht so schlecht. Ich kann dann schön die Bäume beobachten und Papas Herzschlag hören. Der wird immer ganz schön schnell, wenn es den Berg hochgeht. Dann schlaf ich immer lieber schnell ein, damit Papa nicht mitbekommt, dass ich es bin, der hier so schwer an ihm hängt 😉 Doch Mama und Papa wandern gern länger als mein kurzes Nickerchen, sodass ich bald wieder die Welt um uns herum beobachten kann. Wird dies langweilig, brauch ich mich nur kurz beschweren und schon singen die beiden ein Lied nach dem anderen. Ach toll! Zurück zu Hause spricht Papa immer von „seinem kleinen Backofen“. Ich weiß gar nicht was er hat, wenn hier einer ganz warm ist, dann er! Nach so einer anstrengenden Wanderung knurrt mir immer ganz schön der Magen, gut das Mama ganz viele Sorten Breichen gekauft hat. Da gibt es immer mal was Neues – das ist auch gut so, denn meistens schmecken die nicht so gut 🙁 Den mit Rind und den mit Reis mag ich am liebsten – da darf mir Papa auch schon mal ein 3/4 Gläschen warm machen. Anschließend darf ich dann wieder hinten ein bisschen die Welt der Bewegung erkunden, während es großes Mittagessen gibt. Wenn es dann mit unserem Zuhause weitergeht, bin ich voll dabei. Ich darf vorne bei Mama und Papa mit sitzen und zeige Mama immer auf der Karte wo es hingeht. Leider hört Mama nicht immer auf mich, sodass Papa hin und wieder umdrehen muss. Wenn es gerade nichts zu lesen gibt, hat die Mama ganz viel Spielzeug für mich parat. Am liebsten mag ich die Spiegel – entweder um das andere Baby zu bestaunen oder die Sonnenreflexion am Dach zu verfolgen. Was so ein Spiegel alles Tolles kann! Wenn wir mal wieder länger unterwegs sind hat die Mama Obst da. Da darf ich dann auch immer mal dran rumlecken. Apfel ist mir ja viel zu sauer, aber Birne ist gar nicht schlecht und Weintrauben total lecker süß. Da kann ich dann auch endlich mal meine Zähnchen einsetzen. Seit neustem erzählen ja Mama und Papa was von oberen Zähnen – wozu auch immer man die noch gebrauchen kann. Spüren kann ich jedenfalls noch nichts. Nur lustig knirschen tut’s, wenn ich die Lippen zusammenpresse – und wie lustig die Mama dann immer dreinschaut! 😉
Wenn wir denn dann irgendwann mal ankommen, sagt Papa immer „wir sind zu Hause“. Eigenartiger weise stimmt das auch – egal wie lange wir fahren, ich darf dann erstmal auf immer dem gleichen großen Bett mit dem tollen Ausblick mit der Mama und dem Papa spielen. Die beiden brubbeln dann immer in meinen Bauch, was ganz doll kitzelt. Doch sobald ich dann ihre Haare fest im Griff habe, bin ich derjenige, der zu letzt lacht 😀
Doch leider ist solch ein Tag ganz schön anstrengend. Seit neustem gibt es vor dem Schlafen gehen einen anderen Brei. Der schmeckt süßer als der Mittagsbrei, also werde ich mal fleißig den Mund öffnen, damit diese neue Quelle nicht wieder versiegt. Danach rubbelt Papa noch mit irgendwas in meinem Mund rum und singt ein Lied vom Zähne putzen. Naja, hauptsache etwas im Mund, worauf man beißen kann! Und wenn mir Mama dann die Windel abgenommen hat, kommen auch meine Füße noch zu ihrem wohlverdienten Spielspaß. Wozu man diese Füße wohl noch so nutzen kann? Ich werde mal ein bisschen rumprobieren – ob ich sie mal in den Mund nehmen soll? Hin-und-wieder steht dann noch ein Bad an. Naja, eher eine Dusche bei uns zu Hause bei Papa auf dem Schoß. Mama passt dann schon nicht mehr ins Bad und sprüht mich von draußen ab. Nur letztens durfte ich richtig baden. Doch Papa hat so wenig Wasser eingelassen, dass ich gar nicht richtig plantschen konnte… Sobald ich also fertig geduscht oder wenigstens gewaschen wurde, holt Mama dann meinen Schlafanzug auf dem Schrank und steckt mich in einen riesengroßen Sack. Da bekommt Papa immer Angst, dass die Mama den Reißverschluss mal zu hoch macht und ich darin verschwinde 😉 Je nachdem, wo wir gerade sind, wollen die Mama und der Papa Strom und Wärme sparen oder nicht. Wenn wir von allem reichlich haben, schlafe ich erst mal in alle Ruhe im Alkoven vor. Da bin ich vor Licht und Wärme gut geschützt. Wenn jedoch das Licht erlischt, darf ich bei Mama und Papa mit ins Bettchen. Mama hat wohl bedenken, dass sie mich in der Dunkelheit hier oben im Alkoven nicht wiederfindet… Wenn Stromsparen angesagt ist, darf ich gleich bei Mama und Papa im Bettchen einschlafen – da ist es dann auch dunkel und kühl, weil der Heizlüfter und das große Licht nicht funktionieren.
Ja ich sag euch, so ein Tag hier ist ganz schön anstrengend. Aber seid euch sicher, ich werde morgen gleich als erstes wieder von meinen Träumen erzählen, bis Mama und Papa wach werden 🙂

Südinsel adé

Wie geplant sind wir am Donnerstag von Nelson nach Picton gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir in Havelock die dort üblichen greenslip mussels (Muscheln) gegessen. Die gab‘s mit 6 verschiedenen Soßen und waren super lecker. Gut gestärkt ging es dann über den kurvigen Queen Charlotte drive immer entlang dem Fjord. Da es in jeder Kurve schöne Ausblicke gab, brauchten wir für die 30km ewig 😉 Picton selbst war dann – wie so viele andere – eine kleine ruhige Ortschaft. Unsere Fähre sollte am Freitag um 13Uhr abfahren und da man rechtzeitig einchecken sollte, waren wir so pünktlich dort, dass wir sogar gerade noch so auf die vorherige Fähre durften. Dort standen wir dann neben vielen anderen PKWs, erstaunlich wenigen Wohnmobilen aber auch Lastern mit Kühen und Containern. Die 3 stündige Fahrt durch den Fjord, über den Cook Strait und dann in die Bucht von Wellington, war landschaftlich schön anzusehen. Leider wurde es immer windiger, je weiter wir aufs Meer raus kamen und so konnten wir nicht im Freien bleiben. Florian spielte dann auf einer der Sitzecken. Denise war ein wenig seekrank, als das Schiff dann über die größeren Wellen schaukelte. In Wellington angekommen, suchten wir erstmal einen Parkplatz in der Innenstadt – was mit unserem kleinen LKW gar nicht so leicht war. Dann war endlich einer für 4 Dollar die Stunde gefunden und wir spazierten zur i-site (der Touristeninformation) und dann zum CableCar. Das ist eine alte kleine Zugbahn die über 4 Stationen einen Hügel mit schönem Ausblick hochfährt. Zurück liefen wir den Hügel hinunter und konnten einmal miterleben wie schnell sich das Wetter in Neuseeland ändert. Unten auf dem Parkplatz war es noch sonnig bei gefühlten 18Grad, eine halbe Stunde später auf dem Hügel war es kühl, windig und kurz vorm Regnen. Dank unseres Eiltempos waren wir dann auch genau zu den ersten Tropfen wieder im Campervan – und erleichtert diesem Gewusel und der Hektik wieder entkommen zu können. Wir haben uns in den letzten Wochen schon so an die weitläufige Natur ohne Menschen und den wenigen Verkehr gewöhnt, dass wir erstmal nur wieder zurück in unser kleines mobiles Zuhause wollten 😉 Heute sind wir nun schon 200km nördlich von Wellington aber es ist immer noch viel mehr besiedelt als der Süden und wir haben schon ein bisschen „Südinselweh“.  Aber es gibt auch gute Seiten – da man hier flächendeckend guten Handyempfang hat und auch die freien Stellplätze nicht weit von Zivilisation sind, haben wir gleich ohne ein mulmiges Gefühl die erste Nacht an einer Bucht frei gecampt. Dafür stehen wir heute aber auf dem bisher teuersten Campingplatz :/

Morgen geht’s über die Whanganui River Road in den Tongariro National Park.

„Lagoons and swing bridge“ im Abel Tasman Park

Pünktlich 9:30Uhr fuhren wir heute mit dem Boot zum Strand – ja ihr habt richtig gelesen, wir wurden nämlich erstmal im Boot auf einem Traktor ins Wasser gefahren, damit unsere Füße nicht nass werden 😉 Das wurden sie dann erst als wir 30min später in einer der einsamen Buchten abgesetzt wurden. Doch vorher ging es in dem kleinen Boot mit 10 weiteren Passagieren über kleine Wellenhüpfer vorbei an kleinen einsamen hellen Buchten und Felsen mit Robben. Flori sah in seiner Schwimmweste echt super witzig aus – auch wenn die ihm nicht so gut gefallen hat. In der Bark Bay angekommen, genossen wir noch kurz das – zugegeben recht kalte – Meerwasser zwischen den Zehen und machten uns dann auf die 2 stündige Wanderung zur Torrent Bay. Der Weg führte malerisch im Wechsel durch Regenwald und mit Blick auf die Buchten. Leider war gerade Ebbe und die Buchten zeigten recht wenig vom türkisen Wasser. Trotzdem ein sehr schönes Erlebnis bei einem Sonne Wolken Mix. Florian hat wie so oft erst mal ein Nickerchen beim Papa auf dem Bauch gemacht und dann brabbelnd in die Baum-/Palmenkronen geguckt. Es hat alles gestimmt.  Vielleicht sieht man auf den Fotos besser was wir nicht beschreiben können 😉

Jetzt sind wir gerade in Nelson – der sonnenreichsten Stadt Neuseelands –über der man gerade aber keine Sonne sondern nur einen wunderschön klaren Sternenhimmel sieht. Morgen geht es dann nach Picton, wo wir am Freitag mit der Fähre (schon gebucht) von der Süd- auf die Nordinsel übersetzen werden. Unser mobiles Zuhause nehmen wir natürlich mit 😉

Robben – diesmal doch

Heute morgen regnete es immernoch aber wir fuhren trotzdem in aller Hoffnung zu den Robben. Und wir hatten Glück. Beim loslaufen regnete es nicht mehr und 10 min später bei den Robben kam die Sonne raus. So konnten wir in aller Ruhe die kleine Robbenkolonie beim Sonnenbad beobachten. Naja „in aller Ruhe“ wurde nur von Flori gestoert, der sehr müde und quengelig war. Dafür schlief er später im Auto dann gleich mal 3 Std am Stueck. So schafften wir heute 300km und sind nun am Rande des Abel TasmanPark im Nordosten der Südinsel. Morgen lassen wir uns per Wassertaxi in eine der Buchten bringen, um dann dort an der Küste zu wandern und an einer anderen Bucht abgeholt zu werden. We are looking forward!

Auf der linken Seite

Heute soll es mal um das Fahren auf der linken Seite gehen. Nach nunmehr knapp 2.500km auf Neuseelands Straßen, geht das Fahren auf der linken Seite fast wie im Schlaf. Im Auto selbst ist fast alles verkehrt herum – der Blinker ist rechts, der Scheibenwischer links, dafür die Gangschaltung in der Mitte, aber mit links zu bedienen. Wir haben 5 Gänge und einen Rückwärtsgang. Da wir allerdings im 2. Gang anfahren, haben wir Netto nur 4 Gänge – bei maximal erlaubten 100km/h auch völlig ausreichend. Alles was man im Straßenverkehr wissen muss, steht direkt auf der Straße oder auf den diversen Schildern. Was die Vorfahrt angeht, hat sich erst kürzlich im März etwas geändert, doch gleichberechtigte Straßen sehen wir als Touristen eher seltener 😉 Ansonsten finden alle Verkehrsregeln bei diesem geringen Verkehrsaufkommen sowieso kaum Anwendung. Oft fahren wir viele Kilometer ohne jeglichen Verkehr. Letztens aus dem Milford Sound heraus haben wir 120km kein Auto auf unserer Spur gesehen, nur wenige auf der Gegenspur. Das wichtigste für Mathias als Fahrer ist ansonsten der Rückspiegel am Berg, um als Hindernis die (seltenen) Fahrzeuge hinter uns passieren zu lassen – nicht das hinten jemand am Steuer einschläft 😉 Aber auch dafür ist hier gesorgt – es gibt hin und wieder „Passing Lanes“ oder „Passing Bays“ an den Steigungen. Breit genug sind die Straßen auch für unser großes Wohnmobil, nur bei den Brücken wird es hin-und-wieder eng: viele Brücken sind nur „One Lane Bridges“, also einspurige Brücken, welche mit einem Vorfahrtsschild ausgestattet sind und dann heißt es Augen auf. Die längste einspurige Brücke Neuseelands haben wir in Haast überfahren:  ca. 960m – hier gab es allerdings zwei Ausweichstellen, welche wir ohne Gegenverkehr natürlich nicht brauchten. Auch bei den Kurven haben die Kiwis gespart. In der Nähe von Christchurch fuhren wir eine Straße 20km gerade aus – ohne Kurve! Hier im Westen an der Küste geht es dagegen meist Serpentinen-mäßig voran.

Für die Navigation ist Denise zuständig. Sie lotet uns mit meist sehr groben Karten, ohne GPS-Navigation sicher ans Ziel. Zu Beginn im Bereich Christchurch war dies etwas komplizierter und wir mussten das ein oder andere Mal umdrehen, um den korrekten Abzweig zu bekommen. Danach wurde es deutlich einfacher, da das Straßennetz auf eine Hauptstraße begrenzt ist und diese uns um die ganze Insel führt. Die Abzweige sind dann immer gut ausgeschildert. Angesichts der Größe der Ortschaften schon recht skurril – heute sind wir von Greymouth nach Westport etwa 100km gefahren und konnten die ganze Zeit der Ausschildung nach Westport folgen. An sich nicht verwunderlich, allerdings hat Westport nur geschätzte 10.000 Einwohner. Das ist, als wenn Hönow bereits in Potsdam ausgeschildert wäre 😉

Noch kurz zum heutigen Tag: Auf dem Weg nach Westport standen die Pancake Rocks auf dem Plan, oder vielmehr im Meer neben der Straßen und haben die großen Wellen aufgebraust. Ein tolles Schauspiel! In der Nähe von Westport wollten wir dann noch eine Robben-Kolonie besuchen, doch der Weltungangs-ähnliche Regen ließ uns dann nicht das Wohnmobil verlassen und wir fuhren weiter. Doch wir stehen nun wenige Kilometer entfernt auf einem Campingplatz am Strand und hoffen auf besseres Wetter morgen früh. Dann werden wir hoffentlich die Robben besuchen können. Bis dahin lauschen wir wieder der starken, rauschenden Brandung zu.

Somewhere over the rainbow

Nun sind wieder einige Tage vergangen und wir wollen eure Neugier natürlich stillen 🙂

Von TeAnau sind wir dann am Donnerstag Richtung Wanaka gefahren. Dort waren wir in der Puzzling World – in verschiedenen „Illusion Rooms“ konnten wir unserer Wahrnehmung nicht trauen. War sehr lustig. Da es aber sonst – wie immer – nichts soo spannendes in Wanaka gab, sind wir gleich weitergefahren. Wir haben wieder einen Campingplatz in einem Naturreservoir angepeilt und standen pünktlich zum Sonnenuntergang an einem malerischen See… Allerdings komplett einsam und abgeschieden ohne Handyempfang (!). Der Mama war das dann wieder nichts und so haben wir 10km weiter auf einem Hof mit Stellplätzen übernachtet – zwar auch als einzige Camper aber wenigstens waren noch die Besitzer da. Irgendwie ist diese unendliche menschenleere Natur wunderschön und beängstigend zugleich – naja so sind wir, wir Stadtmenschen. Am nächsten Tag ging es dann über den Haast Pass an die Westküste ans Meer. Leider hat es geregnet – das ist wohl typisch für die Westküste. Trotzdem sind wir auf dem Weg dorthin, noch zu den „Blue Pools“ und 2 Wasserfällen gewandert. Auch Haast ist ein kleines verschlafenes Nest, indem es im kleinen Laden nicht mal Brot gab. Dafür haben wir gleich bei unserem ersten Abstecher ans Meer Delfine gesehen – sogar beim Saltosprung. Wir 3 Rastlosen sind dann gleich noch weiter zum Fox Gletscher. Dies ist einer von 2 Gletschern die hier an der Westküste bis fast ins Tal reichen. Gletscher mitten im Regenwald? Das gibt’s nur in Neuseeland 🙂 Und dann gings sogar noch weiter zum Franz Josef Dorf – dem Dorf zum zweiten Gletscher. Dieses Dorf ist sehr touristisch, und so haben wir auf einem tollen, modernen Campingplatz stehen können und konnten unsere Vorräte auffüllen. Apropos Vorräte und Versorgung – Lebensmittel kaufen wir alle paar Tage in größeren Ortschaften, Tankstellen gibt es fast überall und wir tanken immer auf Sicherheit etwas zeitiger als nötig, Kleidung gewaschen haben wir nun auch schon 3 mal auf den Campingplätzen. Gestern morgen sind wir dann gleich nach dem Frühstück zum Franz-Josef Gletscher gewandert, an dem man bis auf 500m herankam. Schon beeindruckend diese riesige Eismenge. Nach dem Mittag starteten wir weiter Richtung Norden und machten in Harihari einen Abstecher zum Meer zu einem Küstenwanderweg. Leider kamen wir gerade zur Flut und konnten daher nur die Hälfte des Weges begehen. Was wiederum aber nicht so unpassend kam, da Florian gerade unruhig wurde und wir den ganzen Rückweg Kinderlieder gesungen haben, damit er nicht weint. Mehr als 30min Kinderlieder wären uns dann wohl doch nicht eingefallen 😉 Die Nacht haben wir dann auf einem DOC Campingplatz am See Mahinapua gestanden – zwar auch ohne Handyempfang aber dafür mit unglaublichen 6 anderen Wohnmobilen (der Platzist für 100 Camper aufgelegt!). Die ganze Nacht hat der Regen auf unser Wohnmobil geprasselt und auch am Morgen sah es nicht besser aus. So ließen wir die empfohlene Wanderung aus und folgten der Fahrtroute aus unserem Reiseführer. Der Reiseführer ist übrigens extra fürs Reisen mit dem Wohnmobil in Neuseeland und beschreibt sehr schöne Touren durchs Land mit dazugehörigen Campingplätzen und Tipps fürs Wandern. Diesmal machten wir einen Umweg auf den Arthur’s Pass – die Ost-West-Verbindung durch die Südalpen von Christchurch nach Greymouth. Auch diemal regnete es und auch diesmal ließen wir uns nicht abschrecken und machten uns gut ausgerüstet auf eine kleine Wanderung – wieder einmal zu einem Wasserfall. Wir können uns einfach immer wieder dafür begeistern wie das Wasser mitten im Regenwald über Felskanten stürzt und rauschend und sprudelnd 100e Meter unten ankommt. Auf der Fahrtstrecke überfuhren wir auch ein Viadukt, das man dann von einem Aussichtpunkt nochmal bestaunen konnte. Hier lernten wir endlich den Kea kennen – einen frechen Papagei. Wir hatten schon oft Schilder gesehen, die verbieten die Kea zu füttern, aber den Vogel selbst nie gesehen. Nun hatten wir gleich mit 6 auf einmal das Vergnügen. Die anfängliche Freude und Fotosession endete dann mit einer kleinen Flucht, als die kleinen Biester immer näher rückten und an unserem Wohnmobil rumknabberten.

Nun sind wir in Greymouth angekommen und sind von unserem Campingplatz direkt hinter der Düne schon zum Sonnenuntergang am Strand gewesen. Selbst wenn es wärmer wäre, könnte man hier nicht in der tasmanischen See baden – die Wellen sind zu groß aber für Fotos optimal 🙂

Nun gibt es übrigens Rindfleischbouletten mit Rosenkohl – alles „proudly made in New Zealand“ *hihi*

Übrigens wollen wir  allen fleißigen Kommentarschreibern mal danken. Wir freuen uns über jede Meldung aus der Heimat.

 

PS:  Achja, da es an der Westküste nicht nur regnet sondern auch ab und zu die Sonne dazu scheint, haben wir schon sehr viele schöne Regenbögen gesehen und ihnen den heutigen Titel des Blogeintrages gewidmet.

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