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Yosemite die Zweite und die Dritte

Am Montag fuhren wir dann endlich ins Zentrum vom National Park ins Yosemite Valley. Erstaunt hat uns gleich bei der Einfahrt diese anscheinend unberührte Natur vereint mit einem gut strukturierten Touristensystem. So kann man den National Park auf diversen vorgegebenen Wegen erkunden und überall sind nette Picknickplätze, Parkplätze und Ausblicke eingerichtet. Es ist allerdings untersagt die Wege zu verlassen, Tiere zu füttern, Straßen werden gesperrt wenn der kommende Parkplatz schon voll ist etc.
Unsere erste Wanderung sollte zum Bridalveil Fall (Brautschleier Wasserfall) gehen. Die Wanderung war dann aber eher ein 10minütiger Spaziergang und der Wasserfall hatte nur sehr wenig Wasser. Naja ist halt auch Herbst und nicht Frühling…
Bei der weiteren Fahrt durch das Tal ergaben sich immer wieder wunderschöne Bilder.
Am Ende des Valleys befinden sich die drei Campingplätze. Obwohl diese angeblich immer schon 5Monate im Voraus alle komplett reserviert sind, fuhren wir auf gut Glück mal vorbei. Wir bekamen den Tipp uns auf die Warteliste für evtl Absagen schreiben zu lassen. In der Wartezeit waren wir dann auf unserer zweiten „Wanderung“ zu den Lower Yosemite Falls. Der Weg durch den Wald war toll und ein Hirsch zum greifen nah. Nur Wasser hatte der Wasserfall gar keines. :[ Und auch die vielen Brücken wären mit Bächen schöner gewesen.
Es war auch das erste Mal auf unserer Reise dass es schade war mit so kleinen Kindern zu reisen, weil es hier soviele reizvolle Wanderungen über einige Stunden gab.
Um 15Uhr hatten wir dann einen tollen Campingstellplatz in der Nähe des Flusses ergattert. Wir haben uns total gefreut, weil die Atmosphäre im Valley ganz besonders ist und weil wir sonst mindestens 40km wieder zurückfahren hätten müssen um dann heute wieder reinzukommen.
Zur Feier des Tages kauften wir uns Feuerholz und machten ein „Barbecue“. Florian freute sich riesig, da er schon oft auf den bisherigen Campingplätzen das Feuer der anderen bewundert hatte. Hier ist es nämlich Standard dass zu jedem Stellplatz eine Feuerstelle gehört.
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von diversen Aussichtspunkten und der Fahrt zum südlichen Ausgang des Yosemite National Parks.

Yosemite die Erste

Unser nächstes Ziel war der Mono Lake. Ein stark salzhaltiger schöner Kratersee in dem Tuffsteine wie Türme aus dem Wasser schauen. Im Mono Lake County Park gab es sogar einen schönen Spielplatz und man konnte über einen Holzweg nah ans Ufer. Florian interessierten allerdings mehr die Pflanzen am Rand, die ihre Samen verstreuten, wenn er mit seinen Stock ( zurzeit „Hexenbesen“) dagegen drosch. Dort am Parkplatz konnten wir auch schön eine Mittagspause inkl. Mittagsschlaf einlegen – sehr praktisch so ein Wohnmobil. Auf Florians ständiges „Wo fahren wir jetzt hin“ sagten wir diesmal „An einen anderen See“, denn unser Nachtlager, bevor wir in den Yosemite Nationalpark fahren, war am June Lake – ein Postkartenmotiv wie man auf den Fotos sehen kann. Wir fuhren dann am Sonntag noch den June Lake Loop, ca 13km um einige weitere Seen, bevor wir auf den Tioga Pass einbogen. Dieser brachte uns recht schnell auf 9945Fuß, was stolze 3031m sind. Wir sollten aber dazu sagen, dass wir davor nicht bei Null angefangen haben, sondern auch der Mono Lake sich schon auf einer Hochebene befindet 😉
Auf der Tioga Road folgten die Sehenswürdigkeiten dann so schnell, dass wir Mühe hatten nicht vorbei zufahren, weil wir noch über die vorhergehende staunten.
Eine sehr idyllische Mittagspause machten wir am Tenaya Lake, der wunderschön in der Sonne glitzerte. Flori buddelte dann mit unserem Putzeimer am Strand und verputzte eine riesige Schüssel Nudeln mit Käsesauce danach – im Freien isst er am liebsten. Nach einem kurzen Mittagsschlaf (ich, Denise, hatte nämlich keine Ruhe da unser Nachtcampingplatz noch nicht feststand) fuhren wir weiter. Am Olmstedt Point hatte man einen tollen Ausblick und konnte auf den riesigen glatten Felsen klettern. So richtige genießen konnten wir es aber nicht, da diverse Versuche Campingplätze des Nationalparks zu erreichen aufgrund des fehlenden Handynetz nichts brachten. Angeblich bekäme man ohne Reservierung nämlich eher keinen Platz mehr. Zudem entpuppten sich selbst die Campingplätze als geschlossen, die in unserem Campingführer noch bis Mitte/Ende Oktober als offen vermerkt sind.
An einem Parkplatz fragten wir einen Ranger, der uns an den westlichen Rand des Nationalparks verwies. Dort sind wir auch gut angekommen und hatten gleich mal die Diskussion ob wir unsere Lebensmittel nun in die bärensicheren Food locker einschließen oder nicht. Leider war der Campingplatz mit Self Registration (allein bezahlen) und andere Camper im Wohnmobil waren sich auch nicht sicher ob die ganzen Warnschilder auch für uns oder nur die Zelter gelten. Wir hofften nun einfach, dass unser Essen und vor allem wir im Wohnmobil sicher seien. Die Nacht davor am June Lake hatte der Platzwart gesagt es wäre ok.
Und am Morgen war alles wie bisher und wir haben immernoch keinen Bären gesehen. 🙂

American Breakfast

Heute morgen nutzten wir die Gunst der Stunde an einem Campingplatz mit Restaurant zu stehen und gönnten uns ein typisch amerikanisches Frühstück.
Buck’s Special mit Kartoffelpuffer inkl Käse und Bacon plus Spiegeleier und Toast. Big Bear mit 2 Eierkuchen, Bacon, Rührei , salzige Sahne und Ahornsirup. Und Tagesangebot Kartoffelpuffer mit Käse und Rührei.
Unser Kalorienbedarf für heut ist bereits um 10 Uhr gedeckt 🙂

In die Berge zum Lake Tahoe

Auf dem Weg zum Lake Tahoe passierten wir kleine Goldgräberstädtchen und eine Landschaft die mich ständig an „Unsere kleine Farm“ erinnerte. Zwischenstopp mit Fast Food im Pappauto und Beine vertreten gab es in Placerville bevor es wieder weiter ging.
Nach der Ankunft und einem kurzen Spaziergang durch den Wald lag er dann vor uns: Lake Tahoe, glasklar und riesig. Wir kamen auch gerade wieder rechtzeitig fürs Abendlicht. 🙂
Nun sind wir im Land der Bären angekommen. Doch gesehen haben wir bisher keinen. Sie sind wohl sehr ängstlich und kommen nur zu allein gelassenem Essen. Der Apfel für Florian darf also weiterhin im Handgepäck bleiben und unser Essen (und wir) ist im Wohnmobil sicher. Und wenn man dann doch Meister Pelz antrifft soll ihn wohl Händeklatschen vertreiben. Mal sehen ob wir das noch ausprobieren müssen 😉
Gestern morgen machten wir dann noch einen Fotostop an der Emerald Bay im Osten. Bevor es nun ins Hinterland ging stockten wir nochmal unsere Vorräte auf.
Wieder einmal führte uns der Highway vorbei an den verschiedensten Eindrücken. Hier im Castro Valley sieht man nun schön den Herbst. Unsere Nacht verbrachten wir an den Füßen einer Felsklippe.

Aufregung pur

Wir verabschiedeten uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge von Freddy, Anika und Lea und holten unser Wohnmobil ab. Und obwohl hier die Schlange nicht sehr lang war, verbrachten wir dort 4 Stunden. Unser Wohnmobil entschädigte dann aber für alles. Ebenso dass der langsame Mitarbeiter am Ende über 300$ für Kindersitze, Wäsche, Campingtisch etc vergaß 😉
Nachdem ich zufrieden feststellte dass das Wohnmobil genau dem entsprach was ich reserviert hatte und wir auch die Kindersitze gut installieren konnten, fiel die erste Anspannung ab und die Euphorie stieg. Auch Florian, der vorher ganz brav gewartet hatte, wollte dann unbedingt gleich mitfahren. Zweiter Stressfaktor wurde dann auch bewältigt und ich (Denise) fuhr unseren Mietwagen heil zurück zum Vermieter. Und das wo ich noch nie Automatik bzw. in San Francisco gefahren bin. Zugegeben ich musste nur dem großen weißen Wohnmobil hinterherfahren 🙂
Danach folgte der obligatorische erste grosse Einkauf und gegen 21Uhr erreichten wir den vorgebuchten Campingplatz. Dieser liegt erhöht in einem Regional Park in mitten von Eukalyptusbäumen.
Völlig k.o. verschoben wir das Wohnmobil einräumen auf den nächsten Vormittag. Doch auch daze sollte es nicht kommen, da Florian nach dem Frühstück kopfüber über sein Laufrad fiel und die Oberlippe aufplatzte. Das ganze sah ziemlich schrecklich aus und so fuhren wir gleich ins nächste Kinderkrankenhaus. Wir waren ja noch nicht weit von San Francisco weg. Zum Glück sah es schlimmer aus als befürchtet und außer einer Salbe und viel Eis muss da nix gemacht werden. Die Untersuchung hat stolze 800$ gekostet – zum Glück haben wir eine Auslandskrankenversicherung!

Die Wunden werden uns wohl noch auf einigen Reisefotos begleiten, aber wenigstens ist die Entenschnabel- Schwellung mittlerweile weg und Florian hatte schon am Mittwoch keine Schmerzen mehr. Er macht jetzt gern ein wichtiges Gesicht und sagt: „Wenn man ‚putte Lippe hat muss man Eis essen“ 😀

Nach der Aufregung sind wir wieder zum gleichen Campingplatz gefahren um am nächsten Tag noch die Krankenhausrechnung abzuholen. Beim Pizza-Mittagessen planten wir unsere Reiseroute und hielten am Lake Tahoe fest, obwohl dies einen langen Umweg bedeutet. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch unterschiedlichste Landschaft und übernachteten am Lake Pardee Marina. Dort überraschte uns das rege Wildlife (Enten, Gänse, Rehe, Adler, Präriehunde – und von allem immer viel) trotz eher karger Vegetation.

Achja Laura ist übrigens überwiegend so lieb, dass sie kaum auffällt. Bereitwillig lässt sie sich in den Autositz, Kinderwagen oder Manduca setzen. Mittlerweile gucken ihre zwei unteren Schneidezähne schon raus und beim Brei wird der Mund aufgemacht (wenn’s ihr schmeckt).

Oh, Golden Gate

Sonntag ging es dann endlich zur Golden Gate Bridge. Die Tage davor verschwand sie immer im Nebel oder Dunst. Am Sonntag aber war es wunderbar sonnig und klar. Das warten hatte sich gelohnt…
Netterweise durfte auch Mathias sich an diesem Tag kutschieren lassen, da wir von einer Kollegin Judy mit ihrem Minivan herumgefahren wurden.
Nach einem kleinen Abstecher übers Berkeley Bayer Gelände überfuhren wir die Golden Gate Bridge, legten einen kurzen Fotostop ein und ab ging’s zum Küstenort Sausalito. Unglaublicherweise fanden wir dort keinen Parkplatz und endeten dann noch viel weiter nördlich am Stinson Beach. Auch hier fuhren wir erst mehrmals im Kreis für einen Parkplatz. Aber es wurde ein sehr schöner Nachmittag mit leckerem Essen, Spielplatz und Strandbesichtigung. Florian verstand sich gut mit Judy und ihrem Mann – trotz Sprachbarriere.
Mathias brauchte dann für den kurvigen Rückweg eine Reisetablette – der Nachteil wenn man nicht selbst fährt. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann an den besten Fotopoints für die Golden Gate Bridge. Die Aussichtsparkplätze waren mehr als voll und Judy tat ihr bestes um uns immer wieder raus und rein zu lassen, weil wir bei jeder neuen Perspektive wieder raus wollten und nicht genug bekommen konnten. So wanderten wir zum berühmtesten Ausblick sogar den Berg wieder hoch weil wir dort – na was wohl – keinen Parkplatz bekommen hatten. Zum Glück konnten wir die schlafenden Kinder bei Judy im Auto lassen.
Obwohl sie nur eine rote Brücke ist, hat uns die Golden Gate Bridge verzaubert.
Florian muss das gemerkt und übernommen haben, denn erzählt jetzt immer stolz dass er schon bei der großen roten Brücke war.

Anstehen muss gelernt sein

Und da sind wir wieder…
Ich weiß die Regelmäßigkeit schleift ein bisschen aber wir sind abends immer so k.o. und dann gabs auch noch einen Zwischenfall. Aber dazu nachher mehr. Für die besorgten Großeltern: Uns geht’s (jetzt) allen sehr gut.
Am Samstag wollten wir also einen schönen Ausflug mit Freddy, Anika und Lea machen und mit der Fähre von Oakland nach San Francisco fahren. Am Wasser angekommen sah dies dann weniger gut aus, da nur ein Teil der riesigen Schlange auf das Boot passte. Wir waren leider nicht dieser Teil. So warteten wir nochmal 45min. Zum Glück hatten Lea und Florian einander zum spielen und es kam alle paar Minuten der an jedem Bahnübergang hupende Zug vorbei. Den hört man überall in Oakland und Berkeley.
Auch das zweite Schiff war rappelvoll aber diesmal kamen wir mit. Unglaublicherweise blieb ein Teil der verbliebenen Wartenden stehen um dann die Fähre nochmal 90min später zu nehmen. Die Amis scheinen sich wirklich gern anzustellen… Egal wie aussichtslos.
Auf der Fähre gab es dann die nächste Schlange zum Ticket kaufen. Die ersparten wir uns und kamen zum Glück kostenlos mit, weil wir sagten wir hätten uns die ganzen 30min vergeblich angestellt. Das war wahrscheinlich sogar die Wahrheit.
Aber die Anfahrt und Aussicht auch am Ferry Building in San Francisco war aufgrund der Fleet Week mit Flugshow und Militärschiffen die Hölle los. An ein Mittagessen im Sitzen war nicht zu denken.
Nach ein paar Dumplings auf der Hand liefen bzw. kämpften wir uns zum Pier 39.
Unser kleiner ausgekochter Sohnemann erkannte das anscheinend schon von weitem wieder und brubbelte: „Möchte heute kein Eis, Karussell fahren“ Da er das letzte Mal das Karussell wegen seines Eis nicht mitmachen konnte. Da wir aber sowieso so langsam voran kamen, gabs diesmal beides. Doch statt auf den hüpfenden Pferden wollte er lieber auf der Bank sitzen.
Bei unserem Pier für die Rückfahrt schockte uns dann erneut eine ellenlange Warteschlange. Aber diesmal stellten wir uns vorne dazu – soll mal einer was zu 3kleinen Kindern und einer Schwangeren sagen. 😛

If you’re going to San Francisco…

Ja wir leben noch!

Nun haben wir uns schon etwas eingelebt und vor allem den Flug und die Zeitverschiebung verkraftet, deshalb gibt’s endlich was zu lesen 🙂
Unsere Hinreise fing schon mal gut an mit einem weinenden Florian “ Ich will nicht nach Amerika“. Ich hatte ihm erklärt, er soll im Fall, dass er verloren geht, auf sein Armband hinweisen auf dem unsere Handynummer steht. Zum Glück ließ er sich schnell beruhigen und unser Abenteuer begann pünktlich am Mittwoch um 11Uhr in Tegel mit 2Koffern, 1Reiserucksack, 1Reisstasche, 1Kinderwagen und Handgepäck. Das Umsteigen in London klappte gut und war kurzweilig. Florian war vom Flughafen und allem drum und dran stark begeistert. Im Flugzeug fand er als erstes den Knopf die Stewardess zu rufen und benutzte ihn ausgiebig 😉 Die 11Stunden Flug verbrachten wir mit Essen, IPad, diversem Spielzeug und zum Glück auch Schlaf. Laura konnte schön im angebrachten Bett schlafen. Florian als Bauchschläfer tat sich schwer mit dem Sitz und schlief dann auf dem Fußboden – zumindest 2-3Stunden bis es der Steward bemerkte und wegen Sicherheit wieder in den Sitz verbannte. Gut dass Laura überhaupt nicht im Bett gesichert werden konnte…
Der Einflug über San Francisco war toll und zeigte uns erst den „wilden Westen“ mit seiner rauen Wüstenlandschaft und den vielen Buchten im Pazifik.
Am Flugzeug warteten wir erst vergeblich auf unseren Kinderwagen und waren dann die letzten in der ellenlange Warteschlange der Immigration. Mit Frechheit und einem Lächeln konnten wir auf die sehr kurze Wheelchair Line. Dann kam die Ernüchterung – unser Kinderwagen ist in London hängen geblieben. Nachdem dann alles beim Baggage Claim geklärt war und man uns sagte er wäre sicherlich innerhalb der nächsten 3 Tage da, holten wir unseren Mietwagen. Dort verbrachten wir nochmal mühselige 30min mit dem Einbau der geliehenen Kindersitze. Florian war ziemlich aufgedreht, Laura schlief zum Glück in der Trage und wir waren müde und fertig. Im Abendglitzern der Stadt ging’s dann in 45min zu Freddy und Familie. Es war sehr schön dort nett willkommen geheißen zu werden inkl schönem Zimmer mit tollem Ausblick und bezogenem Bett und leckerem Abendbrot. Florian freundete sich schnell mit Lea an, räumte ihr Spielzimmer erstmal auf (war das wirklich unser Sohn?) und flitzte dann wie angestochen mit ihr durchs Haus 😀 Lea wiederum hat ein Narren an Laura gefressen und ist ständig um sie herum.
Die Nacht war dann wider erwarten erst 4:30 zu Ende und wir frohen Mutes die Zeitumstellung schnell mitzumachen. Florian schlief super auf seiner riesigen Luftmatratze.
Zum Frühstück am Donnerstag sahen wir alle gleich mal einen Kolibri. Den tollen Ausblick konnten wir aufgrund des Nebels erst am Nachmittag genießen.
Am vormittag besorgten wir uns dann gleich mal diverse Karten vom amerikanischen ADAC und eine lokale SIM Karte zum Telefonieren und Internet. Nach einem langen Mittagsschlaf fuhren wir zur Berkeley Marina ein paar Segelboote angucken. Nicht spektakulär aber schön zum Laufradfahren. Den Einstieg in die amerikanische Küche machten wir klassisch mit Burger in Denny’s Diner (lieben Gruß an die Urgroßeltern Fiedler 😉 )
In der Nacht zum Freitag wurde unser Buggy geliefert, sodass einer San Francisco Sightseeing Tour nichts mehr im Wege stand. Das Auto ließen wir an einer Bahnstation in Berkeley und fuhren mit der BART ins Zentrum. Florian war hellauf begeistert und Laura schlief im Kinderwagen. An der Market street wollten wir dann mit dem berühmten Cable Car fahren, was wir aber wegen der langen Schlange verwarfen und auf die historische Straßenbahn auswichen. Da uns diese auch erstmal wegen Überfüllung stehen ließ, machten wir erstmal Puller-, Still- und Essenspause. Und probierten es 2 Stunden später wieder. So kommt es dann dass wir um 13:30Uhr nur die Market Street als Sehenswürdigkeit abhaken konnten – aber so ist’s nunmal mit den Kindern und wir lassen es entspannt angehen.
So lohnte es sich auch nochmal zwei Straßenbahnen fahren zu lassen um dann einen schönen Sitzplatz zu bekommen. Florian bestaunte aus dem Fenster dann die vorbeiziehenden Piers und stieg freudestrahlend mit uns bei Pier 39 aus. Hier gab es soviel zu sehen: Flugschow, Seelöwen, Segelboote, Karussell… Und auch ein Eis durfte nicht fehlen. Ganz wie in seiner Eiscafe-Spiele- App bestellte Flori ein Strawberry Eis mit Rainbow Sprinkles. Mathias bezahlte dann die 7$ und fragte mich erstaunt wo denn unser Eis wäre. Ich hatte aber gar keins bestellt… Die teuerste Kugel Eis die wir bzw Flori je gegessen hatten. Dafür sorgte es für viele Schmunzler wie Florian mit Sonnenbrille wie ein König vorne im Kinderwagen saß und sein Eis mampfte.
Unser Weg führte uns dann durch Touristenmassen zur Fisherman’s Wharf und dann den Berg hoch zur steilen, kurvigen Lombardstreet – eine sportliche Meisterleistung mit Kinderwagen.
Laura schlief schon seit Stunden ihren Nachtschlaf und auf dem langen Rückweg zur Bahn durch Chinatown nickte auch Florian ein. Chinatown selbst hätte auch irgendwo in Peking sein können und erinnerte uns an unsere Asienreisen – enger, schäbiger und bunter.
Ziemlich k.o. kamen wir dann wieder in Berkeley an und machten noch vor dem Abendbrot einen Abstecher zum Supermarkt. Wir wurden zwar schon vor den hohen Preisen vorgewarnt, aber 4-5$ für ein Toastbrot schockte uns dennoch. Naja man muss ja was essen… Im Vergleich dazu ist FastFood hier echt günstig. Für einen großen Burger zahlt mal so 8-9$.
Heute (Samstag) haben wir mit Freddy&Family einen schönen Ausflug gemacht. Der Jetlag zieht uns nun aber erstmal ins Bett, sodass es den Bericht dann vielleicht morgen gibt. Morgen treffen wir uns mit einer Kollegin, die Mathias bei Bayer kennengelernt hat und die auch hier wohnt. Wir sind gespannt 🙂

Reisefieber

Nun ist es nicht mehr lange hin … Übermorgen startet der Flieger und hier zu Hause steigt die Aufregung. Wenigstens haben wir das erste Chaos in die Koffer verstauen können. Nun bleibt uns ein Tag zu überlegen, was wir vielleicht vergessen haben 😉

 

 

Bald geht es wieder los

Nun ist es schon über 2 Jahre her, dass wir in Neuseeland und Australien waren und wir denken immer noch gern daran zurück. In der Zwischenzeit ist Florian ordentlich größer geworden und seit über 3 Monaten beglückt uns Laura. Daher ist es wieder an der Zeit, über Elternzeit und eine erneute Reise nachzudenken. Und genau das machen wir natürlich seit einigen Wochen. Als Ergebnis haben wir heute Flüge nach San Francisco gebucht. Im Oktober/November wollen wir wieder mit einem Wohnmobil reisen – an der US-Westküste. Dieses Mal wird es „nur“ ein Ziel/Land geben und dafür mehr Zeit am Stück mit dem Wohnmobil. Wir hoffen von San Francisco bis zum Grand Canyon zu kommen und auf dem Rückweg Pazifikstrand und Los Angeles zu sehen. Bis dahin bleibt aber noch einiges zu organisieren, z.B. die Buchung des Wohnmobils 😉

Also langsam heißt es wieder regelmäßig hier vorbei zu schauen. Wir freuen uns schon riesig auf den 8. Oktober und werden hier wieder von unterwegs berichten.

Bis dahin verbleiben wir mit schönen Grüßen,

Laura, Florian, Denise und Mathias

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