If you’re going to San Francisco…

Ja wir leben noch!

Nun haben wir uns schon etwas eingelebt und vor allem den Flug und die Zeitverschiebung verkraftet, deshalb gibt’s endlich was zu lesen 🙂
Unsere Hinreise fing schon mal gut an mit einem weinenden Florian “ Ich will nicht nach Amerika“. Ich hatte ihm erklärt, er soll im Fall, dass er verloren geht, auf sein Armband hinweisen auf dem unsere Handynummer steht. Zum Glück ließ er sich schnell beruhigen und unser Abenteuer begann pünktlich am Mittwoch um 11Uhr in Tegel mit 2Koffern, 1Reiserucksack, 1Reisstasche, 1Kinderwagen und Handgepäck. Das Umsteigen in London klappte gut und war kurzweilig. Florian war vom Flughafen und allem drum und dran stark begeistert. Im Flugzeug fand er als erstes den Knopf die Stewardess zu rufen und benutzte ihn ausgiebig 😉 Die 11Stunden Flug verbrachten wir mit Essen, IPad, diversem Spielzeug und zum Glück auch Schlaf. Laura konnte schön im angebrachten Bett schlafen. Florian als Bauchschläfer tat sich schwer mit dem Sitz und schlief dann auf dem Fußboden – zumindest 2-3Stunden bis es der Steward bemerkte und wegen Sicherheit wieder in den Sitz verbannte. Gut dass Laura überhaupt nicht im Bett gesichert werden konnte…
Der Einflug über San Francisco war toll und zeigte uns erst den „wilden Westen“ mit seiner rauen Wüstenlandschaft und den vielen Buchten im Pazifik.
Am Flugzeug warteten wir erst vergeblich auf unseren Kinderwagen und waren dann die letzten in der ellenlange Warteschlange der Immigration. Mit Frechheit und einem Lächeln konnten wir auf die sehr kurze Wheelchair Line. Dann kam die Ernüchterung – unser Kinderwagen ist in London hängen geblieben. Nachdem dann alles beim Baggage Claim geklärt war und man uns sagte er wäre sicherlich innerhalb der nächsten 3 Tage da, holten wir unseren Mietwagen. Dort verbrachten wir nochmal mühselige 30min mit dem Einbau der geliehenen Kindersitze. Florian war ziemlich aufgedreht, Laura schlief zum Glück in der Trage und wir waren müde und fertig. Im Abendglitzern der Stadt ging’s dann in 45min zu Freddy und Familie. Es war sehr schön dort nett willkommen geheißen zu werden inkl schönem Zimmer mit tollem Ausblick und bezogenem Bett und leckerem Abendbrot. Florian freundete sich schnell mit Lea an, räumte ihr Spielzimmer erstmal auf (war das wirklich unser Sohn?) und flitzte dann wie angestochen mit ihr durchs Haus 😀 Lea wiederum hat ein Narren an Laura gefressen und ist ständig um sie herum.
Die Nacht war dann wider erwarten erst 4:30 zu Ende und wir frohen Mutes die Zeitumstellung schnell mitzumachen. Florian schlief super auf seiner riesigen Luftmatratze.
Zum Frühstück am Donnerstag sahen wir alle gleich mal einen Kolibri. Den tollen Ausblick konnten wir aufgrund des Nebels erst am Nachmittag genießen.
Am vormittag besorgten wir uns dann gleich mal diverse Karten vom amerikanischen ADAC und eine lokale SIM Karte zum Telefonieren und Internet. Nach einem langen Mittagsschlaf fuhren wir zur Berkeley Marina ein paar Segelboote angucken. Nicht spektakulär aber schön zum Laufradfahren. Den Einstieg in die amerikanische Küche machten wir klassisch mit Burger in Denny’s Diner (lieben Gruß an die Urgroßeltern Fiedler 😉 )
In der Nacht zum Freitag wurde unser Buggy geliefert, sodass einer San Francisco Sightseeing Tour nichts mehr im Wege stand. Das Auto ließen wir an einer Bahnstation in Berkeley und fuhren mit der BART ins Zentrum. Florian war hellauf begeistert und Laura schlief im Kinderwagen. An der Market street wollten wir dann mit dem berühmten Cable Car fahren, was wir aber wegen der langen Schlange verwarfen und auf die historische Straßenbahn auswichen. Da uns diese auch erstmal wegen Überfüllung stehen ließ, machten wir erstmal Puller-, Still- und Essenspause. Und probierten es 2 Stunden später wieder. So kommt es dann dass wir um 13:30Uhr nur die Market Street als Sehenswürdigkeit abhaken konnten – aber so ist’s nunmal mit den Kindern und wir lassen es entspannt angehen.
So lohnte es sich auch nochmal zwei Straßenbahnen fahren zu lassen um dann einen schönen Sitzplatz zu bekommen. Florian bestaunte aus dem Fenster dann die vorbeiziehenden Piers und stieg freudestrahlend mit uns bei Pier 39 aus. Hier gab es soviel zu sehen: Flugschow, Seelöwen, Segelboote, Karussell… Und auch ein Eis durfte nicht fehlen. Ganz wie in seiner Eiscafe-Spiele- App bestellte Flori ein Strawberry Eis mit Rainbow Sprinkles. Mathias bezahlte dann die 7$ und fragte mich erstaunt wo denn unser Eis wäre. Ich hatte aber gar keins bestellt… Die teuerste Kugel Eis die wir bzw Flori je gegessen hatten. Dafür sorgte es für viele Schmunzler wie Florian mit Sonnenbrille wie ein König vorne im Kinderwagen saß und sein Eis mampfte.
Unser Weg führte uns dann durch Touristenmassen zur Fisherman’s Wharf und dann den Berg hoch zur steilen, kurvigen Lombardstreet – eine sportliche Meisterleistung mit Kinderwagen.
Laura schlief schon seit Stunden ihren Nachtschlaf und auf dem langen Rückweg zur Bahn durch Chinatown nickte auch Florian ein. Chinatown selbst hätte auch irgendwo in Peking sein können und erinnerte uns an unsere Asienreisen – enger, schäbiger und bunter.
Ziemlich k.o. kamen wir dann wieder in Berkeley an und machten noch vor dem Abendbrot einen Abstecher zum Supermarkt. Wir wurden zwar schon vor den hohen Preisen vorgewarnt, aber 4-5$ für ein Toastbrot schockte uns dennoch. Naja man muss ja was essen… Im Vergleich dazu ist FastFood hier echt günstig. Für einen großen Burger zahlt mal so 8-9$.
Heute (Samstag) haben wir mit Freddy&Family einen schönen Ausflug gemacht. Der Jetlag zieht uns nun aber erstmal ins Bett, sodass es den Bericht dann vielleicht morgen gibt. Morgen treffen wir uns mit einer Kollegin, die Mathias bei Bayer kennengelernt hat und die auch hier wohnt. Wir sind gespannt 🙂

3 Kommentare

  1. Kathy

    Dear Globetrotter,
    Greetings from Steven and Kathy.
    Schön, dass es Euch gut geht.
    Ja da ist ein Aufenthalt in Prag etwas preiswerter (vielleicht Osteuropa beim nächsten Mal?), dort geht allergings auch nur alles im Strom der Touristenmassen.
    Aber dafür sah Floris Eis auch sehr lecker aus, hat sich also doch wenigstens gelohnt.
    Habt eine schöne Zeit.
    Best wishes
    Kathi

  2. Kathy

    Hallo Ihr lieben,

    vielen herzlichen Dank für Eure netten Geburtstagsgrüße.
    Wir hatten einen schönen Tag, haben die Musik ganz laut gedreht und getanzt. 🙂
    Viele Grüße
    Stephan

    Die Böhme-Großeltern und die Fiedler-Urgroßeltern sind gestern übrigens gut in Juliusruh angekommen.
    Heute um 10 Uhr waren sie Strand, die webcam hat das belegt.
    Viele Grüße
    Kathi

  3. Heike

    Hallo Ihr lieben vier Reisenden,

    schön, daß Ihr die Anreise gut überstanden habt – insbesondere die Stahnsdorfer Großeltern waren schon ein wenig besorgt. Ich selbst habe eben erst Zeit gehabt, mir Eure ersten Eindrücke zu Gemüte zu führen. Danke fürs Teilhabenlassen 🙂

    Glücklicherweise hatte ich den link zu Eurem blog noch gespeichert, mußte also nicht groß suchen.

    Wie ich an Eurem Reiseplan gesehen habe, seid Ihr jetzt schon mit dem Wohnmobil unterwegs. Hoffentlich habt Ihr schöneres Wetter als wir im Augenblick – aber Meckern hilft ja nicht, es wird von Minute zu Minute besser und am Sonntag soll es noch mal richtig warm werden. Da werde ich dann die Canna ausbuddeln, denn danach gehts bergab mit den Temperaturen und ich hab wahrscheinlich genau dann wenn es sein müßte keine Zeit dazu. Gibt es an der Westküste eigentlich auch sowas wie den Indian Summer?

    Ich wünsche Euch jedenfalls viele schöne Erlebnisse und gute Erholung, daß die beiden Kleinen alles gut verdauen, daß Euch keine Bären Euer Futter klauen, daß Ihr nicht im Schnee stecken bleibt (keine Ahnung wie das Klima am Grand Canyon ist), und daß Ihr allesamt wieder heil hier landet.

    LG H