Kategorie: Hawaii (Seite 4 von 5)

Unterwegs an der US-Westküste, auf Hawaii und in New Jersey 2018

Geburtstag in der Hanauma Bay

Für meinen Geburtstag hatten wir die Schnorchelbucht Hanauma Bay geplant. Obwohl diese nur begrenzte Parkplätze hat und begrenzt Besucher pro Tag zulässt und angeblich schon um halb 8 morgens dicht sein kann, haben wir noch schön gefrühstückt inkl. Apple Pie mit Sahne. Als wir dann gegen halb 9 dort waren (ja die Kinder wachen immernoch recht zeitig auf 😉 ), bekamen wir aber noch einen der letzten Parkplätze. Man muss auch mal Glück haben. Und Glück hatten wir auch mit dem Wetter. Wo es anfangs noch grau war und tröpfelte (deshalb wahrscheinlich noch den Parkplatz bekommen), genossen wir 6 Stunden puren Sonnenschein.
Hanauma Bay ist eine Bucht, die aus einem Vulkankrater entstanden ist. Dadurch, dass quasi nur an einer Stelle das Meer “reinschwappt”, ist sie von der rauen See abgeschirmt und mit ihrem Riff ideal fürs Schnorcheln. Zur abgelegenen Bucht gelangt man nur über eine Zufahrtstraße. Da tagtäglich tausende Touristen kommen und das Riff schon gelitten hat, bzw. noch leidet, wurde die tägliche Besucherzahl auf 2000 beschränkt, jeder muss ein Belehrungsvideo vorm Einlass anschauen und Dienstag ist immer “Ruhetag” (=Zufahrtsstraße gesperrt).
Und wieder war es, als wäre die Umgebung aus einem Hochglanzreisemagazin – nur eben wieder mit vielen Touristen. Die Fische schien das nicht sehr zu stören. Schon im Spülsaum waren sie unterwegs. Mathias und ich wechselten uns im Schnorchel/Kinderdienst ab. Beim Blick unter Wasser (an den richtigen Stellen) dachte man tatsächlich, man wäre mittendrin in einem Aquarium. Teilweise tummelten sich bis zu ca. 30 Fische verschiedenster bunter Sorten in greifbarer Nähe. Und da es am Vormittag im vorderen Teil wellentechnisch recht ruhig war und zum großen Teil flach, konnte sogar Flori dies miterschnorcheln. Er war total begeistert und sagte da wären ja alle Monterey Aquarien zusammengeschüttet worden und wir mittendrin. 🙂 (Ich habe mal von den Schautafeln einige von den gesehenen abfotografiert.)
Laura blieb lieber an Land und steckte ab und an mal die Füße ins Wasser.

Dreiviertel zwölf hörten wir den Not-Probealarm, welcher immer am ersten Werktag eines Monats getestet wird. Zum Glück hatten wir dies vorher gelesen und schauten nicht so verwundert wie viele andere.

Wir konnten uns kaum lösen von diesem wunderbaren Fleckchen Erde. Aber wir wollten die kostenlose Hula-Show am Waikiki Beach anschauen. Leider fiel diese dann nach 5 Minuten ins Wasser bzw. den einsetzenden Regen. Da diese aber dreimal die Woche kommt, werden wir Samstag nochmal unser Glück auf Hawaiinische Kultur versuchen.

In Summe ein fantastischer Geburtstag – einziger Wermutstropfen: leider ohne Familie und Freunde. Ich bedanke mich herzlich bei allen Gratulanten und den lieben Worten. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass wir gesundheitlich, beruflich und finanziell die Möglichkeit zu dieser Reise haben.

PS: wer sich fragt, was Mathias da auf der Stirn hat… kleines Aua vom Strand mit der Schildkröte und einem Kampf mit Ast auf Augenhöhe 🤕

Kein Surf, dafür Turf

Gestern beschlossen wir spontan den Sonnenaufgang mit einem Frühstück am Meer zu beobachten. Das funktionierte dann leider weniger idyllisch als gedacht. Zum einen waren wir einige Minuten zu spät, zum anderen ging die Sonne in der Kailua Bucht nicht überm Wasser auf (sondern seitlich an Land und sowieso hinter Wolken) und letztens war so starker Wind, dass wir lange suchen mussten, um einen Platz zu finden, wo unser Essen nicht gleich eingesandet wurde. Trotzdem ein Erlebnis.

Eigentlich sollte Essen im Paradies kein Problem sein (fliegende gebratene Tauben und so) aber tatsächlich empfinden wir die Nahrungssuche gerade mit Kindern schwierig. Es gibt an Imbissen und in Restaurants mittags meist nur Hamburger/Pommes/Sandwich. Restaurants mit mehr Auswahl muss man erstmal finden – und bezahlen können/wollen. Und so schmieren wir uns entweder selbst (Toast-)Brote und packen andere Kleinigkeiten für Picknick ein. Oder wir machen es so wie gestern und bleiben bis zum frühen Mittag im Haus und fahren erst nach dem Essen los. Diesmal gab es Nudeln mit Würstchen (schönen Gruß nach Marzahn).
Danach ging es mit der schlafenden Rückbank Richtung Nordwestküste – wollten wir doch endlich riesige Wellen und ihre Reiter sehen. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an Zuckerrohr und Ananas Feldern vorbei und staunten nicht schlecht, dass das Wetter auf der anderen Seite des Bergtunnels komplett anders aussehen kann.
Leider herrschte an den diversen berühmt-berüchtigten Surfer Stränden ablandiger Wind (=keine Wellen). Lediglich am Banzai Pipeline konnten wir einige Surfkünste beobachten. Während Flori und Mama Mini-Muscheln suchten, versteckte sich Laura vor dem zwiebelnden Strandwind unter einem Handtuch.
Highlight war eine Schildkröte am Laniakea Beach. Dort hielten wir nur, weil wir viele Leute sahen und dachten, da muss was sein. Tatsächlich kommen wohl fast täglich Schildkröten zum Sonnen an diesen Strand. Deshalb schiebt immer mindestens ein Freiwilliger „Wache“ und grenzt die Tiere sofort per Seil und Schilderwald ab. Ganz im Norden waren wir noch am Turtles Beach – der seinem Namen aber nicht gerecht wurde.

Wir waren insgesamt erstaunt, dass der Küstenabschnitt nur aus einer Hauptstraße und ab und zu einer kleinen Häuser-Ansammlung besteht. Daneben direkt das Meer und Strand und natürlich diverse Parkplätze für die Surfer und Zuschauer.

Zurück in Kailua sind wir dann zum Abendessen noch zum beliebtesten (Steak-)Restaurant gegangen – immerhin war in Deutschland schon mein Geburtstag 😉

Willkommen im Paradies

Am Tag unseres Abfluges von San Francisco gab es noch etwas Aufregung, da unser vorbestelltes Taxi nicht kam bzw. anscheinend 5min vor der Zeit wieder abgefahren ist, weil wir noch nicht in der Lobby waren. Mit etwas Verspätung kamen wir dann aber mit einem anderen Taxi noch rechtzeitig am SFO an. Der 6 stündige
Flug mit Hawaiian Airlines war ok, aber wir waren enttäuscht, dass man fürs TV bezahlen musste und für einen solch langen Flug war das Essen eher nur ein kleiner Snack. In Honolulu angekommen waren wir erleichtert, dass trotz extra auszufüllendem Formular zu importieren Pflanzen/Tieren, unser Apfel im Koffer anscheinend keinen interessierte.
Wir fragten uns zum Mietwagen durch und dann ging es hinein ins recht bewölkte Wetter mit teilweise kurzem Regen. Es war durch die warmen Temperaturen aber sehr tropisch.
Auf dem Weg nach Kailua staunten wir über die grüne und üppige Vegetation – Dschungel durch und durch. Das Wetter hat total dazu gepasst.

Mit dem Ferienhaus – eine Doppelhaushälfte in einem Wohngebiet – hat alles geklappt und da es sehr europäisch eingerichtet ist (Ikea lässt grüßen) fühlen wir uns sehr wohl. Wahrscheinlich auch weil wir jetzt endlich in T-Shirt und Flipflops rumlaufen können. 🙂
Also zogen wir uns gleich mal um und fuhren zu Whole Foods einkaufen. Und obwohl es dann schon recht spät und auch sehr windig war, zog es uns noch an den Kailua Beach. Die Düne hochkommend empfing uns ein atemberaubend schöner Anblick an Wasser, Strand und Bergen. Die Kinder (und wir) wollten gar nicht wieder weg. Zum Glück liegt der nur weniger als 5 Autominuten von unserem Ferienhaus.
Es ist übrigens durch die stetige Brise nachts auch ohne Klimaanlage recht angenehm zu schlafen. Tagsüber sind 26-28°C, nachts ca. 22°C.
Noch etwas planlos habe ich mich heute morgen dann kurz in unseren 3 Reiseführern belesen und wir beschlossen etwas zu wandern. Los ging es mit dem auf dem Weg liegenden Nu’uanu Pali Lookout. Es war etwas diesig aber sehr schön, hinunter bis zum Meer zu schauen. Da es heute in den Bergen im Inland nicht regnete (was sein kann, auch wenn am Strand die Sonne scheint), entschieden wir uns für den Manoa Falls Trail. Dieser geht wunderschön durch den Dschungel zu einem Wasserfall. Wären nicht die anderen vielen Touristen gewesen, wäre es fast ein echtes Abenteuer. Wir fühlten uns teilweise wie in der Serie Lost oder in Jurassic Park. Auch die Kinder waren begeistert und sind die ca 2,5km bergauf und bergab super mitgelaufen – selbst Laura ohne einmal tragen. Dies lag aber nicht daran, dass sie nicht anfangs danach gefragt hätte. Sondern daran dass wir alle sehr schnell sehr matschige Schuhe hatten und wir diesen nicht überall haben wollten. Aber sie ist ohne Maulen mitgelaufen und sogar am Ende noch wie bei Bibi&Tina im Pferdegalopp den Berg runter. Floris Schnabbelschnute stand kaum still – aber durch die vielen anderen Leute war es sowieso nicht so oft total still. Neben dem malerischen Ziel des Wasserfalls der in ein Wasserbecken fiel, waren aber auch der Weg und die Ein-/Ausblicke, die er bot, einmalig.

Da wir nicht weit vom Waikiki Beach waren, fuhren wir danach dorthin und badeten erstmal an diesem berühmten Strand – gedrängt wie die Ölsardinen.
Aber das Wasser ist auch dort so schön klar und türkis und man konnte es auch gut im Wasser aushalten (geschätzt 23°C).

Den Rückweg nahmen wir über den Südosten und damit wieder einmal eine tolle Küstenstraße mit diversen Lookouts und auch einem Blowhole.

Nun sind wir etwas überwältigt von dem was wir alles schon am ersten Tag gesehen und erlebt haben.

Fazit: wir sind im Paradies! Auch wenn einiges etwas schäbig erscheint, durch den Schimmel/Moder – aber Strände und Berge und Flora und Fauna sind traumhaft.

Die Bilder geben es wirklich nur teilweise her, wie beeindruckend und wunderschön es ist.

PS: an dieser Stelle auch lieben Dank an die Mitleser und vor allem Kommentar- Schreiber. Wir freuen uns immer von euch zu lesen.

Strolling through San Francisco

Die letzten 2 Tage haben wir gemütlich San Francisco (wieder)entdeckt. Von Schiffstour über Cable Car und Straßenbahn fahren.

In Chinatown haben wir gestern die New Years Parade angesehen und waren heute in der steilen Lombardstreet mit anschließendem Spielplatzbesuch.

Morgen gehts nach Hawaii – ins Warme 🙂

Wohnmobilalltag

Hier mal ein kleiner Einblick in unseren Alltag von einer Woche Wohnmobil.
Morgens gegen 6:30Uhr kommt ein zartes Stimmchen vom Alkoven „Mama ich bin wahaach“. Dann hole ich Laura im Halbdunkeln zu uns nach hinten in den – zugegebenermaßen – wärmeren Teil des WoMos. Damit wir anderen drei nicht ständig mit „wann stehen wir auf“ geweckt werden, bekommt sie Bibi&Tina oder Conni auf die Ohren. Gegen 7Uhr ist dann auch Flori wach und klettert flink die Treppe runter und schlüpft ebenfalls ins Familienbett. Dann öffnen wir die Innen-Jalousie am Heck und schauen erstmal wie es um uns herum so aussieht. Wenn da grad schön die Sonne aufgeht, schnappe ich mir Latschen und Kamera und hüpfe nach draußen- um mich dann anschließend nochmal vom Kuscheln wärmen zu lassen. Die Heizung und den Wasserheizer habe ich zwischendrin auch schon angestellt. Wenn der Familienrat dann beschließt dass der Tag nun beginnt, hüpfen alle nacheinander in das winzige Bad und ziehen sich an. Zum Frühstück gibt es bunte Cornflakes für die Kinder, Haferflocken und Sandwich/Toast. Je nachdem ob wir Stromanschluss haben, ist dieser im Toaster oder im Gasofen getoastet. Eigentlich brauchen wir keinen Strom – Kühlschrank, Ofen, Herd, Heizung, Licht, Wasserpumpe, Radio und sogar TV (nie angemacht) laufen über Gas oder Batterie. Einzig Toaster, Kaffeemaschine (wer uns kennt, weiß dass diese auch aus blieb) sowie Klimaanlage (wohl auch eher nicht – bibber) brauchen externen Stromanschluss. Der Frischwassertank zum ab/waschen reicht mit 30 Gallonen (114l) Kaltwasser und 10 Gallonen Warmwasser ewig, ist aber auch wegen des chlorigen Leitungswassers nicht zum Trinken. Dafür haben wir in der Woche ca. 11Gallonen Flaschenwasser getrunken. Das merkten wir auch am Blackwater/Toilettentank, den wir täglich leeren mussten. Mit 95l Greywatertank (Ab/Waschwasser) kamen wir besser aus.

Nach dem Frühstück wurde alles wieder verstaut, abgewaschen, Zähne geputzt, noch etwas gespielt und dann meist noch Abwasser abgelassen und Frischwasser nachgetankt. Unser Wohnzimmer (sprich Slideout) wieder eingefahren. Meistens waren wir zwischen 9 und 10Uhr dann wieder on the road. Entweder fuhren wir dann erstmal ein Stück oder schauten uns direkt in der Umgebung noch etwas an. Damit die Fahrt nicht zu lang wird, hatten die Kinder diverse Hörspiele auf MP3-Playern dabei. Dann war es immer ganz ruhig (bis auf das Geklapper des WoMos – an Radio nicht zu denken) und ab und zu trällerte oder lachte es von hinten. Wann immer die Kinder oder wir dann Mittagshunger hatten, hielten wir und kauften oder kochten etwas. Nur mit kaufen ist es immer etwas schwierig, wenn man nicht nur Pommes und Sandwich möchte. Wenn es dann weiterging, schliefen die Kinder meist – das ging mehr oder weniger gut in der Horizontalen.

Wir kamen übrigens gut mit unserem großen WoMo überall durch. Die Straßen und Parkplätze sind meistens sehr breit – immerhin gibt es auch genügend übergroße Pickups. Und da wo es mal enger wurde, wies ich ein, da wir keine Rückfahrkamera hatten. Wir haben übrigens mal durchgerechnet – er verbrauchte ca 29,6l Sprit auf 100km… gut dass Benzin hier nur ca 86ct/l kostet.

Wir sahen immer zu, dass wir vorm Sonnenuntergang unseren Stellplatz erreichten. Der war in den meisten Fällen nicht vorreserviert, was aufgrund der Nebensaison aber kein Problem war. Oft rief ich zumindest vorher mal an. Zu jedem Stellplatz gibt es immer eine Sitzmöglichkeit und eine Feuerschale/Grill. Trotz der Kälte nutzten wir diese häufiger und rochen danach wie frisch geräuchert 🙂
Zum Abendessen kochten wir meistens. Einfache Dinge wie Reis mit Sauce, Gemüse und Kartoffeln, Fleisch mit Salat. Das Waschen belief sich meist auf Katzenwäsche und ab und zu die Campingplatzdusche, wenn diese ausnahmsweise nicht eine offene Tür hatte und damit eiskalt war. Das WoMo verfügte zwar auch über eine richtige Duschkabine inkl. Abtrennung, aber das kleine Bad wurde von der Heizung eher sparsam bedient.
Die Kinder verschwanden dann immer freiwillig und freudig in ihre “Höhle” über der Fahrerkabine. Selbst die Vorhänge wollten sie selbst zuziehen. Und so schliefen die beiden dann 2m Luftlinie zum Tisch, an dem wir Fotos sichteten und Berichte schrieben. Floris lautes, gleichmäßiges Atmen trieb uns dann aber auch eher früher als später nach hinten ins Bett.

If you’re going to San Francisco

Am Donnerstag bestaunten wir morgens noch die riesigen, bis zu 100m hohen Bäume und setzten dann unsere Fahrt nach Norden fort. Neu geplantes Ziel: die Golden Gate Bridge. Da bestimmte Aussichtspunkte nur mit Auto zu erreichen sind, wollten wir dies noch mit WoMo machen. Das hieß mit dem Riesenschiff durch die Innenstadt, was besonders auf dem Rückweg in der Rushhour ewig dauerte. Aber es hat sich gelohnt. Wir wissen nicht was diese Brücke hat, aber sie ist unglaublich beeindruckend. Auch Laura war endlich am Ziel – lag sie uns doch schon seit einer Woche im Ohr sie möchte nach SF und zur Brücke. Woher und warum auch immer 🙂

Auf dem Weg zum letzten Campingplatz suchten wir immer verzweifelter nach einer Tankstelle, die unseren Propangastank wieder füllt. Zum Glück war der 5te oder 6te Anlauf erfolgreich – sonst wäre es ganz schön kalt geworden in der Nacht.

Und so kam es, dass wir den Stellplatz, an dem wir am zeitigsten nachmittags ankommen wollten (wegen Koffer Packen), dann erst im Dunkeln erreichten. Der Anthony Chabot liegt etwas abseits von SF in den Bergen unter Eukalyptusbäumen. Und obwohl Flori bei der letzten Reise hier seinen schlimmen Laufrad-Sturz (mit anschließend Krankenhausbesuch) hatte, wollten wir gern nochmal hin. Nur viel davon hatten wir dann doch nicht, da es am Morgen recht zeitig losging zur Abgabe unseres fahrenden Zuhauses. Dies geschah mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Schade, weil wir immer überall alles dabei hatten – egal ob es ums Essen, Toilette oder Schlafen ging. Und weil es einfach toll ist, morgens immer woanders aufzuwachen, aber das Bett das gleiche ist. Andererseits waren wir langsam ganz schön durchgefroren und die laute Heizung satt. Es soll wohl auch ungewöhnlich kalt sein – mit tagsüber 12 – 14°C und nachts um den Gefrierpunkt. Ich, Denise, hab mir auch einen schönen Schnupfen geholt. Hauptsache die Kinder sind gesund. 🙂

Die Abgabe des WoMos lief problemlos und wir fuhren mit der Bahn ein gutes Stück in die Stadt hinein. Das letzte Stück zu unserem Hotel, welches sehr nah am Hafen liegt, nahmen wir ein Taxi.

Das Hotel ist etwas alternativ/schräg, aber toll. Vorallem die Lage. Wir schlenderten nach der Mittagsruhe gleich mal vor zum Pier39 zu den Seelöwen und dem Karussell. Ein Eis (Ben&Jerry’s 🙂 ) durfte trotz kalten Temperaturen nicht fehlen. Abends aßen wir dann bei Bubba Gump Shrimp Co. (Forrest Gump lässt grüßen) wunderbare Shrimps. Unser Flori langte da auch ordentlich zu.

Von Fischen zu Bäumen

Das Monterey Bay Aquarium war wieder super. Einziger Nachteil – es war super voll, da anscheinend noch einige, nach dem Feiertag am Montag, auch am Dienstag entweder keine Schule oder Wandertag hatten. Doch das wurde wett gemacht – nicht nur durch die unglaublich großen und vielfältigen Wasserbecken, sondern auch mit der Interaktivität (Seestern anfassen, bedienbare Knöpfe für Licht/Lernspiele, Wasserspielplatz etc).

Highlight waren wieder die Quallen und die zweistöckig-hohen Aquarien. Von Nemo, über Krebse bis zu Haien, wir haben sie alle gesehen und – fotografiert (natürlich 😉 ) Die 160$ Eintritt (!!!) haben sich doch gelohnt.

Da uns dann doch etwas das Herz blutete den Küstenhighway an seinen schönsten Stellen verpasst zu haben, änderten wir spontan unsere Route und fuhren von Monterey wieder nach Süden, quasi in die Einbahnstraße nach Big Sur. (Ein Hoch auf unser mobiles und flexibles Zuhause). Für diesen Umweg wurden wir mit den atemberaubendsten Ausblicken belohnt. Die Nacht verbrachten wir in Big Sur – in einem bewaldeten Tal an einem Bach. Dann ging es nochmal entlang des Highway 1 nach Norden und zum Seacliff State Beach mit der Ruine des alten Betonschiffs. Dort blieben wir allerdings nur kurz, da unser Nachtlager noch ein Stück entfernt lag und wir im Hellen dort ankommen wollten (was wir gerade so schafften). Der Big Basin Redwood State Park empfing uns wieder mit seinen riesigen und duftenden Bäumen und der etwas feuchten und dunklen Atmosphäre. Nun stehen wir mitten im Wald, ohne jeglichen Empfang (ich schicke den Bericht ab, sobald wir wieder in der Zivilisation sind) und es gab wieder Feuer mit Marschmallows, sowie die Leibspeise unser Kinder – Kartoffeln mit Quark (-Ersatz aus Joghurt und Hüttenkäse – sehr lecker und ausnahmsweise ohne viel Fett und Zucker 😉 ).

Strandleben und erster Burger in Pismo

Am Montag sahen wir vom Frühstückstisch aus Wale im Wasser. Danach wurde erstmal wieder gebuddelt.
In Pismo aßen wir unseren ersten amerikanischen Burger dieser Reise und begutachten die Monarch-Falter, die zu tausenden in den Bäumen hingen. Der Blick auf den Strand von Pismo und auf die Küste, da wo der Highway 1 nah am Meer verläuft, ist immer ein Foto wert 🙂
Nächster Zwischenstopp war Morro Bay. Hier fegte uns der Wind buchstäblich zum WoMo zurück – aber nicht bevor wir einige Sanddollar gesucht und gefunden hatten.
Leider ist der Highway 1 auf Höhe Ragged Point seit letztem Jahr verschüttet, was uns leider zwingt, diese wunderschöne Küstenstraße großräumig zu umfahren.
Nun stehen wir etwas weiter im Inland bei Paso Robles auf einem etwas nobleren RV Park. Dies kommt uns fürs Wäsche waschen und ausgiebig duschen sehr gelegen. Bevor mich das gleichmäßige Schnarchen von Flori am Tisch überwältigt, gehe ich nun ebenso schlafen. Morgen gehts nach Monterey.

Entlang des Hwy1 Richtung Norden

Am nächsten Morgen unternahmen wir einen schönen Spaziergang in Carpinteria. Der an den Campingplatz angrenzende Spielplatz hatte alles, was das Kinderherz wünscht und dazu noch viele Verstecke, die wir zu viert testeten. Auch am Strand ließ sich überall etwas zur Beschäftigung finden. Morgens um 8 war es auch insgesamt dort schön leer.
Dann machten wir das WoMo wieder startklar und steuerten Santa Barbara an. Auch dies hatten wir in guter Erinnerung und konnten dieser noch eines Draufsetzen. Denn nach Spielplatz und Fish&Chips auf der Stearns Wharf fuhren wir mit einem 4er Fahrrad an der sogenannten Waterfront. Vorbei an tanzenden Indianer, Flohmarkt, Mangoverkäufern, Segelbooten und vielen anderen Touristen.
Auch an diesem Abend standen wir auf einem Stellplatz unmittelbar am Wasser. Die vordersten Reihe am Refugio State Beach bedeute für uns Sonnenunter- und aufgang aus dem WoMo bestaunen zu dürfen. Trotz kühlen und windigen 14Grad wurde fleißig am Strand gebuddelt und noch gegrillt. Allerdings dann mit drinnen essen – so wie man es auch in Deutschland im Winter macht 😉
Flori hilft immer eifrig beim Feuermachen und Laura sammelte fleißig Steine damit die Tischdecke nicht wegflog.

Von Calico an die Küste

Da sind wir wieder. Das Fotos sichten und aussuchen, sowie Beiträge schreiben, schleift etwas. Abends wenn die Kinder im Bett sind, sind wir selbst auch immer total k.o. und morgens fehlt uns nun langsam dank Zeitanpassung auch die Zeit. WLAN/Internet ist auch nicht immer. Jetzt aber…

Unser Samstag in der Ghost Town Calico war erlebnisreich und toll. An diesem Wochenende war auch deutlich mehr los als bei unserem letzten Besuch und das lag am Civil War Festival. Dieses bestätigte viele unserer Vorurteile eines typischen Amerikaners – allen voran die Waffenvernarrtheit. Gleich zu Beginn bekamen wir den “Tipp”, die Kinder (und unser Flori sieht nicht älter aus als 5!) sollten die Soldatenschausteller doch mal fragen, ob sie deren Gewehre mal halten durften. Dies erschien umso makaberer, weil alle Flaggen auf Halbmast hingen, aufgrund des letzten Schulmassakers am Valentinstag.
Alles andere war aber wieder wunderbar und die Kinder und wir ließen uns in den wilden Westen „entführen“. Von Goldwaschen, über Minengang, Eisenbahnfahren bis hin zum Seildrehen.
Das Finale war dann eine 30min Vorführung einer Kampfhandlung mit Einsatz von Kanonenschlag und diversen Platzpatronen. Laura fand es aufgrund der Lautstärke wieder nicht so toll, Flori hingegen war Feuer und Flamme und musste immer lautstark alles kommentieren.

Von Calico ging es nach dem Mittagessen dann Richtung Los Angeles. Unser Ziel sollte Carpinteria sein. Ein Campingplatz direkt am Pazifik, den wir uns als besonders schön gemerkt hatten. Allerdings ließ sich dieser nicht mehr kurzfristig reservieren und wir bangten, ob er trotz verlängertem Wochenende (Presidents Birthday am Montag) und First Come First Serve noch ein Plätzchen für uns hat. Aber alles lief gut und wir kamen gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Meer an. Und dazu gab es noch Robben und Delfine/kleine Wale in der Ferne zu sehen. Magisch.
Wir machten mit etwas Anlaufschwierigkeiten noch ein kleines Lagerfeuer und fielen dann alle nach soviel erlebtem sehr früh ins Bett.

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