Autor: Laura, Florian, Denise und Mathias (Seite 4 von 10)

Die vermutlich längste Sackgasse der Welt

Heute stehen wir wieder in einer kleineren Ortschaft auf einem Campingplatz mit Internet – daher hier die neuesten Meldungen.

Queenstown wollten wir uns nun am …äh.. Dienstag morgen (man vergisst hier sehr schnell welcher Tag ist) anschauen, aber leider hat es geregnet und so haben wir unseren Stadtrundgang auf 30min beschränkt und sind gleich weitergefahren. Dadurch haben wir aber über 250km an diesem Tag geschafft und standen am Abend schon auf dem letzten Campingplatz vorm Milford Sound. Die Strecke zum Milford Sound soll eine der schönsten Bergstraßen der Welt sein und auch wir konnten uns nicht satt sehen. Nach den etwas kargen Weide-und Hügellandschaften der letzten Tage, kamen wir nun in üppige Wälder dieses Nationalparks. Wie für Nationalparks hier üblich gibt es dort nur DOC Campingplätze – also einfache Stellplätze mit Toiletten bei denen man sich per Geldeinwurf selbst registriert. Diese Campingplätze liegen meist sehr idyllisch (andere sagen einsam 😉 ) und die einzelnen Stellplätze sind über ein weites Gebiet mitten in  der Natur verteilt. Naja, was soll ich euch sagen – Denise war über jeden Camper der eingerollt kam froh – letztendlich 3 plus uns. Zumal es so abgelegen nicht mal Handyempfang gibt. Da direkt an unserem Platz ein kleiner Rundwanderweg startete, machten wir uns nach Ankunft noch auf einen kleinen Spaziergang. Der Weg führte durch einen Wald, der original aus der Herr der Ringe stammen könnte – überall wuchs Moos (sogar oben auf den Bäumen) und verpackte alles in ein samtiges, weiches Grün. Da es aber langsam dämmerte und Denise zu viele Gruselfilme in der Vergangenheit geguckt hat, schafften wir den Rundgang in 20min statt der angegebenen 45min *hihi*

Wie nicht anders zu erwarten verlief die Nacht ereignislos und wir wurden vom gestellten Wecker um 6:30Uhr geweckt, damit wir vor den ganzen Reisebussen am Milford Sound ankommen. Das letzte Stück dorthin führte u.a. auch durch einen 1 km langen Bergtunnel, der nur spärlich beleuchtet und dessen Wände noch aus dem rohen Granit bestehen – es fühlt sich an wie durch ein Bergwerk zu fahren. Obwohl es immernoch nieselte, entschieden wir uns für eine Bootstour durch den Fjord. Und diese Entscheidung war goldrichtig. Zum Einen hörte es auf zu regnen sobald wir losfuhren und zum anderen hatten wir tolle Ausblicke auf die Berge und die Wasserfälle. Denn durch den Regen kamen erst viele der Wasserfälle wieder zum Vorschein. Hier ist ja Herbst und daher ist die Gletscherschmelze schon lange vorbei. Der Kapitän des Ausflugsbootes fuhr dann auch 2 mal so nah an die Wasserfälle heran, dass das Wasser aufs Deck klatschte. Beim ersten Mal ließen sie dabei Gläser mit dem Wasserfallwasser füllen und wir durften dann von dem kühlen reinen Nass probieren – Prost!  Außerdem hatten wir Glück und sahen auch 2 Robben 🙂 Florian machte wie immer super im Tragesack mit.

Auf unserem Rückweg ( die 120km Sackgasse zurück) trafen wir mit Franzi & Stephan zusammen. Franzi ist die besagte Bekannte, die auch gerade in Neuseeland unterwegs ist und wir haben sie heute überholt. Denn leider haben wir ja „nur“ 4,5 Wochen und keine 10 :p

Morgen geht’s dann in Richtung Norden, um dann in den nächsten Tagen an der Westküste der Südinsel langzufahren. Achja nicht unerwähnt sollte ein Bewohner der  Westseite der Südinsel bleiben, mit dem wir seit gestern öfter Bekanntschaft machen – der Sandfly. Diese kleinen Biester sind nicht viel größer als unsere Obstfliegen, aber ihre Bisse werden größer als Mückenstiche und jucken tagelang. Da sie so klein sind, helfen auch Fliegengitter nicht viel :-/ Na wenigstens surren sie nicht so wie unsere Mücken.

Guck mal, der Mount Cook!

Hallo, diesmal viele Grüße aus Queenstown. Was wir in den letzten Tagen so gemacht haben und wie wir nach Queenstown gekommen sind, davon wollen wir gleich berichten. Vorab jedoch ein kurzer Einblick in unseren Wohnmobilalltag.

Da Florian sich jetzt wie gesagt auch an die Zeitumstellung gewöhnt hat, beginnt unser Tag zwischen 6 bis 7 Uhr damit, dass er zwischen uns liegend anfängt zu quatschen. Dann ziehen wir die Vorhänge um unserer Liegewiese auf und schauen wie die Sonne aufgeht. Ob nun mit Blick auf einen See oder wie letzte Nacht auf die südlichen schneebedeckten Alpen. Während  Denise Flori fertig macht, bereitet Mathias das Frühstück vor. Dafür wird zuerst Wasser für unsere Tees gekocht – entweder wird dafür erst der Gashahn aufgedreht (wenn wir nicht auf einem Platz mit Strom stehen) oder einfach der Wasserkocher angemacht. Zum Frühstück gibt’s Kornflakes mit Milch oder Weißbrot (in allen Variationen) mit Belag.  Während Florian dann auch „abgefrühstückt“ wird, wäscht der Papa ab. Beim Abwaschen und Zähneputzen versuchen wir so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen, da wir ja nur einen begrenzten Tank haben. Auch unsere Toilette „darf“ nur zum Pipi machen benutzt werden, da wir sie ja selbst leeren müssen 😉 Zum Schluss wird wieder alles an seinen geordneten Platz verstaut, damit beim Fahren nichts umherfliegt. Wenn wir an einem Campingplatz sind, folgt noch Wasser auffüllen und Abwasser ablassen. Wenn wir gut sind ist es dann 9Uhr. In den letzten 2 Tagen waren wir dann vormittags 2-3Stunden wandern und sind nachmittags nach einem kleinen Mittag & Florians Brei weiter gefahren. Die Babybrei Auswahl ist hier übrigens recht begrenzt und besteht  aus Gemüsemixen wie z.B. Karotte, Kürbis und Süßkartoffel.  Flori schlägt zwar nicht so zu wie bei den deutschen Breien aber ein halbes Gläschen schafft er immer.

Während der Weiterfahrt hören wir dann unser Tourism-Radio, schauen uns die wechselnde Landschaft an und halten kurz an wo es uns gefällt. Heute zum Beispiel an einem Farmverkauf für frisches Obst und Gemüse. Wir sehen immer zu, dass wir vor Sonnenuntergang (gegen 18Uhr) auf unserem Nachtplatz stehen. Dann ist auch schon Schlafenszeit für Florian. Anschließend kochen wir was Schönes auf unserem Gasherd. Mal gibt’s Tortellini mit Blattspinat, Lammbouletten mit Brokkoli oder Lammwürstchen mit Maiskolben. Lamm ist hier das Standardfleisch. Kein Wunder wenn überall auf den Wiesen Schafe stehen und es mehr Schafe als Einwohner in Neuseeland gibt. Wenn wir dann gemeinsam wieder alles abgewaschen haben, schreiben wir fleißig in den Blog, Planen den nächsten Tag, sichern die Fotos (noch einmal passiert es uns nicht, dass all unsere schönen Fotos abhanden kommen – siehe China) und gehen früh schlafen.

Am Sonntag sind wir dann wie geplant beim Lake Tekapo auf den Berg Mount John gestiegen. Der Aufstieg war recht steil aber hat sich voll gelohnt – siehe Fotos. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen (schon schön wenn man einfach auf dem Parkplatz die Vorhänge zuzieht 😉 ) fuhren wir dann Richtung Westen. Eigentlich wollten wir den Mount Cook, bzw das Dorf dazu, erst nicht besuchen, da er in einer 60km langen Sackkasse liegt. Aber man kann dort schön wandern und das Wetter ist nachwievor sonnig und um die 14Grad. Außerdem ist uns aufgefallen, dass wir mit den einzelnen kleinen Ortschaften die sonst so an der Strecke liegen und als sehenswert angepriesen werden, nicht soviel anfangen können. Die ganzen Aktivitäten (Bungee Jumping, Rafting etc) können wir eh nicht machen. Und die Orte sind zwar süß aber meist klein, um diese Jahreszeit sehr ruhig und sie sind sich ähnlich. Nun sind wir also doch zum Mount Cook gefahren und standen die Nacht über mitten im Nationalpark. Zwar auf einem einfachen Campingplatz (mit Selbstregistrierung, ohne Strom aber mit Toiletten) aber nur mit 5 anderen Campern, die über den großen Platz verteilt waren. Dafür hatten wir einen tollen Blick auf die Berge und der Mond schien so stark, dass es richtig hell war. Heute morgen konnten wir dann an den Berggipfeln den Sonnenaufgang verfolgen (Danke Florian, dass du uns soo früh geweckt hast  :p ) und sind dann ins Hooker Valley losmarschiert. Florian kommt dann immer in den Tragesack und schaut artig und neugierig nach links oder rechts raus. Der Wanderweg führte über 2 Hängebrücken, die Denise schon einige Überwindung  gekostet haben. Aber auch diesmal hat es sich gelohnt, denn hinter der nächsten Kurve erwartete uns die Fototapete mit dem Mount Cook – seht selbst auf den Bildern.

Nachdem wir gestern kurz überschlagen haben, was wir alles schaffen bzw nicht schaffen können bis zu unserem Abflug, entschieden wir uns kurzer Hand noch weiter nach Westen Richtung Milford Sound  (ein Fjord) zu fahren und den Süden der Südinsel  nicht zu besuchen. So sind wir heute schon in Queenstown.  Morgen wollen wir in dieser etwas größeren Stadt (immerhin 13.000 Einwohner) einen Rundgang machen und dann wieder Kilometer schrubben.

Wir grüßen alle Daheimgebliebenen an den Empfangsgeräten, die kleine Familie Böhme

Auf, auf zur großen Fahrt

Am Donnerstag hatten wir nun unseren Camper abgeholt. Wir werden nun einen Monat mit einem 6 Bett Mitsubishi Canter unterwegs sein. Wir sind begeistert. Er hat alles was man zum bequemen Reisen braucht – Bett, Sitzecke, Toilette mit Dusche, Herd ( mit Grill& Ofen), Kuehlschrank, Mikrowelle, Heizung (mit Diesel, aber Motor ist nicht dabei an). Besonders gefreut hat uns, dass Flori bei uns vorne sitzen darf. Trotz Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung kann er uns gut sehen und wir können ihn während der Fahrt bespaßen. Florian wird sich ganz schön umgucken, wenn er zu Hause dann nicht mehr uns beide ständig um sich hat, nicht mehr in unserem Bett schlafen darf uns im Auto wieder allein hinten sitzen muss 😉 Aber dafür geniessen wir es alle jetzt umso mehr und der Kleine lacht sehr viel. Nach der ganzen Einweisung ging es erstmal zum Supermarkt. Das Links-Fahren ist schon anders aber man gewöhnt sich daran. Da es ausserhalb der wenigen grossen Ortschaften sowieso nur ab und zu Kreuzungen gibt und der Verkehr nur minimal ist, geht das schon. Nachdem wir dann alles Essbare verstaut haben, ging es los Richtung Banks Peninsula – der Halbinsel Süd-Östlich von Christchurch. Da wir uns ohne Navi ( braucht man ja eigentlich nicht, siehe oben) Verfahren hatten, haben wir nur zum Abend einen Stellplatz aber keinen Campingplatz erreicht. Man stelle sich also eine Wiese an einer Landstraße an einem See mit Bergen vor an dem nichts ist außer Schwäne und Enten. Ein bisschen mulmig war uns schon, aber wir waren so müde, dass die Nacht schnell verging. Morgens wurden wir dann von einem Hahn geweckt der ums Wohnmobil lief 🙂

Vom Lake Forsyth ging es dann nach Akaroa. Da es mit dem Radioempfang hier immer etwas schlecht ist, freuen wir uns über unser
TourismRadio. Das ist ein kleines Gerät von der Vermietung, dass ganz viel Autofahrmusik drauf hat und alle paar km etwas über die Gegend erzählt (per GPS-Ortung). Der Weg nach Akaroa verlief über eine Hügelkette, von der aus man wunderschöne Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser der Bucht von Akaroa hatte. Wir staunten auch nicht schlecht als plötzlich eine Herde Kühe mitten auf der Strasse auftauchte und von einem Ranger im Auto den Berg hinunter (und um uns herum) getrieben wurde.
das Wetter ist mittlerweile etwas besser und bei 14Grad und Sonne/Wolken Mix machten wir einen Stadtrundgang. Nun darf man sich Städte hier nicht wie unsere Städte vorstellen. (Fast) Alle Häuser sind nicht höher als 2 Stockwerke, aus weißem/ hellen Holz und (ich nenne es mal) kitschiger (viktorianischer) Bauweise gebaut – man erwartet nur noch, das eine Kutsche mit Frauen in langen schweren Kleidern und Hauben auf den Köpfen um die Ecke kommt. Städte sehen daher eher wie langgestreckte Dörfer aus. Da wir für die zweite Nacht einen bestimmten Campingplatz wollten, fuhren wir sprichwörtlich bis in den Sonnenuntergang.
Mit einigen Wohnmobilen um uns rum und einem Stromanschluss fühlten wir uns schon wohler – nur die Duschen ohne Fenster sparten wir uns. 😐 Wie schon erwähnt scheint man hier nur von Sommer auszugehen. Auch wenn es eigenartig ist, dass jetzt hier Herbst ist, freuen wir uns über die bunten Blätter und das nicht allzuviele Toursten unterwegs sind. Wobei wir natürlich schon gern ein Bad im Fluss direkt am Campingplatz genommen hätten.
Heute nahmen wir uns vor am Abend am Lake Tekapo zu sein. Einem türkisfarbenen See inmitten von eher kargen Bergen in der Mitte der Südhalbinsel Neuseelands. Da Flori sich jetzt an die Zeitumstellung gewöhnt hat, waren wir auch schon sehr früh auf den Beinen. Wir machten einen Zwischenstpp für eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall und waren dann um 15Uhr schon an der Kirche des guten Hirten in Tekapo.
Morgen wollen wir eine längere Wanderung hier in der Nähe zu einem Aussichtspunkt machen. Wir werden berichten 🙂

Und dann gibts auch noch Einblicke in den Wohnmobilalltag, das Wohnmobilfahren und was Flori eigentlich zum neuseeländischen Babybrei sagt 😀

Akaroa

Nur eine kurze Meldung aus der oeffentlichen Bibliothek in Akaroa. Uns geht’s nach der ersten Nacht im Camper gut – wir hatten gleich einen einsamen Stellplatz an einem See. Also kein Campingplatz. Romantisch und gruselig zugleich 🙂
Heute haben wir uns häuslich im Camper eingerichtet. Fahren auf der linken Seite und in den Bergen klappt gut.
Näheres gibt’s wenn wir auf dem nächsten Campingplatz sind, an dem hoffentlich Internet gibt.

Nichts los in Christcurch

Hier folgt nun nochmal der etwas weitergefasste Bericht der letzten 3 Tage.

Am 30. April haben wir morgens wieder alles in unseren 3 Koffern verstaut – irgendwie war plötzlich mehr Platz!?? Dann ging es auf einen Abstecher nach Tanah Merah, wo Mathias 2006 gewohnt hatte. Dort haben wir auch noch ein letztes Mal mitten im touristenfremden Wohngebiet in einem HawkerCenter gegessen. Um 16:30 wurden wir dann abgeholt und warteten dann noch auf unseren Flieger. Der Flughafen in Singapur ist echt toll – neben einer fahrerlosen Bahn und freiem W-Lan gibt es auch Baby-und Stillräume, Innen-Spielplätze und Fernseh-Lounges.

Diesmal war es schön, dass wir  mit Baby Vorrang beim Einsteigen hatten. Weniger schön war dann aber, dass der Flieger fast ausgebucht war und wir so in unserer Dreiersitzreihe noch jemanden neben uns hatten. Auch waren alle Baby-Betten vergeben (wir hatten aber zum Glück auch eines abbekommen) und so weinte es regelmäßig auch links und rechts von uns. Florian war wieder recht müde und schlief auch bald ein. Ungünstigerweise war der Pilot etwas zu vorsichtig und ließ regelmäßig die Anschnallzeichen aufleuchten. Das bedeutete dann jedes Mal, dass die Babys aus den Betten auf den Schoß müssen. Ärgerlich ist das besonders wenn Florian gerade eingeschlafen ist und wir beide auch noch ausgerechnet das Abendessen vor uns stehen haben. Als die Stewardess endlich da war um das Essen zur Seite zu stellen und wir Flori auf dem Schoß hatten,  gingen die Anschnallzeichen wieder aus *grummel* Flori war dann noch eine Weile wach, aber ließ sich nach ca 1 Std wieder einlullen und schlief dann die restlichen 7-8Std bis kurz vor Landung. Also hatten wir wieder einmal Glück gehabt. Auch unseren Buggy bekamen wir gleich am Flugzeugausgang und die Koffer hatten wir auch schnell. Dann erwartete uns die laaange Schlange zur Einreise nach Neuseeland. Um ihre Natur zu schützen, haben die Neuseeländer strenge Auflagen was die Einfuhr von Lebensmitteln, pflanzlichen oder tierischen Materialien etc angeht. Wieder einmal kam es uns zu Gute, dass wir mit Baby reisen- wir durften unsere Wanderschuhe gleich zeigen ohne uns anzustellen. Und da bei Denise noch ein paar Erdkrümel aus Deutschland dran waren, wurden die Schuhe gleich noch gesäubert. Mit tropfnassen Sohlen, durften wir dann unter dem Schild „Welcome to Christchurch“ durchgehen. 🙂

Im Flughafen deckten wir uns im Touristenbüro gleich noch mit Karten und Broschüren ein und nahmen ein Taxi zu unserem Bed&Breakfast. Dort machten wir erstmal ein Mittagsschläfchen- schon wieder 4 weitere Stunden Zeitverschiebung (jetzt sind wir bei 10Stunden) merkt man schon 🙂 Dann schauten wir uns etwas in der Umgebung um und suchten einen Supermarkt.  Das Zentrum von Christchurch wurde ja im Februar 2011 bei einem Erdbeben so zerstört, das es jetzt komplett abgesperrt ist. Demnach ist die Stimmung auch eher beklemmend und es gibt nichts zu sehen. Gut das wir nur 2 Tage hier sind. Heute waren wir nur im Botanischen Garten spazieren und wieder im Supermarkt. Ein bisschen langsamer treten, ist auch gar nicht schlecht, da Florian nachts doch recht munter ist und zudem nur bei uns schlafen will.

Achja habe ich schon erwähnt, dass es hier echt kühl ist. Es ist schon eigenartig, dass hier Herbst ist und alle Blätter gefärbt sind. Gestern waren wohl nur 8-9Grad und die scheinen hier weder eine Dämmung noch eine richtige Heizung zu haben. So wird unser Zimmer mit einer Elektroheizung gewärmt. Sind gespannt wie das im Camper wird – haben ja zum Glück einen Camper mit Elektro UND Gasheizung genommen.

Morgen um 10:00 holen wir den Camper ab, und dann gehts erstmal zum Einkaufen – mal sehen ob wir mit dem Schiff einen Parkplatz finden – wir werden berichten. Auch von der Höhe der Rechnung – denn hier ist alles ziemlich teuer. Das liegt an dem schwachen Euro. Zum Beispiel kostet eine Packung Fertigsalat 6,99NZD =4,31EUR oder ein Mc Donalds Eis 2,60NZD=1,60EUR.

Hallo Neuseeland!

Sind gut in Christchurch angekommen und durften schon Neuseelands Berge von oben bewundern. Ist sonnig aber deutlich kälter hier 🙂
Nach einem langen Einreiseprozedere inkl dem reinigen von Unseren Wanderschuhen, suchen wir uns jetzt ein Taxi.

Kurz vorm Abflug nach Christchurch

Huhu, hier nur eine kurze Meldung vom Changi AirPort. Gleich ist Boarding für unseren Flug nach Christchurch- Neuseeland. Auch wenn Singapur mit seinem tropischen Klima und dem bunten Treiben wieder einmal schoen war, freuen wir uns jetzt auf „gewohntes“ Wetter und Natur. Eine Bekannte von uns ist dort auch gerade mit dem Camper unterwegs und hat uns schon 1Woche voraus -super weil wir tolle Tipps bekommen. 🙂

„Wo geht’s hier raus aus dem Tropenhaus?“

Gestern morgen an unserem zweiten Tag in Singapur ging es schon früh raus. Um 6:30 klingelte der Wecker, denn eigentlich wollten wir um 8:00 mit den Oeffentlichen zum Botanischen Garten fahren um dort wie verabredet mit Dave, Colin etc. in einem Cafe  zu Brunchen. Kurz vorm losgehen rief Dave dann an, er würde uns abholen, da es regnete. Und tatsächlich schüttete es kurz darauf wie aus Eimern. Zum Frühstück/Brunch gab es dann ganz „chinesisch untypisch“ Rührei, Buttertoast und Eierkuchen. Zum Glück hörte es irgendwann auf zu Regnen und so konnten wir einen kleinen Spaziergang machen. Besonders interessant wurde es als ein mind. 1 m langer Waran auf dem Weg lag und dann 10m weiter ein anderer gerade eine Schlange verspeiste.

Nach einem kleinen Mittagspäuschen im Hotel ging es am Nachmittag für uns drei nochmal los um Singapur von oben zu betrachten. Und da wir wieder stundenlang nach den passenden Fahrstühlen suchten, um aus einem Shopping Center heraus über eine Strasse zu kommen, waren wir dann halb 6 endlich am Fuße des Marina Bay Sands – dem „Schiff“ auf den 3 Towern. Obwohl wir den Tipp bekommen hatten, den Eintritt von 20SGD p.P. zu sparen in dem man oben in der Bar einen Drink nimmt, wollten wir erst nicht so frech sein – Baby und Bar klingt ja auch nicht so glaubwürdig. Da es aber zum einen zum Ticketoffice im Keller wieder keinen Fahrstuhl gab und außerdem eine lange Schlange davor wartete, blieb uns ja nichts anderes übrig 😉 Die Dame vom Bar-Empfang im Erdgeschoss war dann auch so nett uns zu den Fahrstühlen zu lassen. Und da oben die Bar nicht mal vom Sky-Park getrennt war, schlüpften wir zu den anderen Besuchern und sparten uns auch noch die Drinks *hihi* Den tollen Ausblick konnten wir dann noch mehr genießen und die Abenddämmerung zauberte auch schönes Licht. Wobei einem (besonders der Denise) schon komisch werden kann wenn man vorne an der Spitze steht und weiß, dass unter einem gaaanz viele Meter Luft sind. Flori’s Highlight war übrigens eine Stillmahlzeit in luftigen 191 m Höhe 🙂

Auf dem Rückweg konnten wir dann noch die Skyline von Singapur von unten bewundern. Wobei wir für die restlichen Meter dann ein Taxi nahmen, da wir und vor allem Flori genug vom Tag hatten. Die Schwüle ist halt anstrengend.

Bis jetzt meistert der Kleine alles ohne Probleme. Gestern war er ein bisschen verschnupft aber heute ist wieder alles ok. Wir sehen auch zu, dass wir ihn sofort wärmer anziehen, wenn es in klimagekühlte Räume geht. Ansonsten lässt er sich wie ein kleiner König in seinem Buggy durch die Strassen chauffieren und schaut mit neugierigen Augen in die Weite Welt. Bisher haben wir noch immer irgendwo ein Eckchen zum Trinken für ihn gefunden und zur Not haben wir auch schon im Buggy die Windeln gewechselt.

Heute haben wir es uns aber nicht nehmen lassen in unserem Urlaub auszuschlafen – aufgrund der Zeitumgewöhnung hieß das sogar mit Flori bis 9:45. Gegen Mittag waren wir dann im Singapur Zoo – dem größten Regenwalt Zoo der Welt. „Regen“ in Regenwald ist wörtlich zu nehmen. So liefen wir auch oft mit Schirm und fragten uns bei der feuchten Wärme scherzhaft wo denn der Ausgang aus der Tropenhalle sei. Da es aber durch den Regen etwas weniger heiß war, freute sich auch Flori in seinem Buggy und brabbelte und prustete vor sich hin. Der Zoo mit seiner üppigen Vegetation ist wirklich toll und die Tiere kann man in offenen Gehegen bestaunen – wobei es bei den verschiedenen Tierarten jetzt keine Überraschungen gab – Elefant, Giraffe, Tiger und Co.

Abendessen waren wir dann mit Mathias‘ Tauchbekanntschaften aus 2006, die wir auch schon 2008 getroffen hatten. Diesmal ging es typisch chinesisch essen – was die Singapurianer darunter verstehen. Muscheln, Nudelsuppe, Fisch, Garnelen und Gemüse haben uns sehr gut geschmeckt 🙂

 

 

Hop-on / Hop-off in Singapur

Unser erster Tag in Singapur neigt sich bereits dem Ende, Flori schläft – Zeit für einen ausführlicheren Bericht:

Mit 53kg Gepäck in 3 Koffern, 15kg Handgepäck und dem Buggy machten wir uns am Mittwoch auf die große Reise. Am Flughafen wurden wir von einem großen Abschiedscommittee begleitet.

Der Flieger von Tegel (ein letztes Mal *schnief*)  startete fast pünktlich und brachte uns in 45min nach Frankfurt. Florian war anfangs etwas weinerlich – ob wegen dem Druck auf den Ohren oder wegen Müdigkeit koennen wir nicht sagen. Wie jedes Mal half trinken bei Mama und den Rest seines ersten Fluges hat der Kleine verschlafen. In Frankfurt warteten wir dann vergeblich auf den Buggy, der uns eigentlich direkt zum Flugzeug gebracht werden sollte. Da die Zeit zum Umsteigen sowie knapp bemessen war, ging es dann mit Flori auf dem Arm im Eiltempo zum Singapur-Flieger. Nach einem (wirklich) schnellem Windeln-Wechseln waren wir dann fast die letzten die an Board gingen. Zum Glueck erwartete uns eine 3er Reihe in der Mitte hinter einer Trennwand, in die nach dem Start ein Babybett gehangen wurde. So konnte Flori wie erwartet sein normalen Nachtschlaf nehmen und hat 9 von den 12 Stunden Flug geschlafen. So entspannt hatten wir es uns gewünscht und konnten sogar selbst etwas schlafen. Der Service von Singapur Airlines war wirklich toll – alle paar Minuten gab es Getränke und Snacks und ein Lächeln gratis mit dazu 🙂

Nachdem alle Koffer und auch der zwischenzeitlich vermisste Buggy (auch in Singapur mussten wir lange drauf warten) heil angekommen sind, klappte auch der Transfer vom Flughafen zum Hotel. Zum Abendbrot gings in ein nahegelegenes Hawker-Center zum leckeren Nudeln essen. Eigentlich wollten wir dann noch in einer Shopping Mall Wasserflaschen kaufen – da der Supermarkt aber im Untergeschoss lag und wir auch beim 4. Fahrstuhl kein Glück hatten, haben wir aufgegeben. Singapur hat definitiv Verbesserungspotential was die Barrierefreiheit angeht.

Die Nacht war eher anstrengend, da wir alle erst nicht schlafen konnten.  Flori bestand im Endeffekt auf einem Platz bei Mama 😉

So ging es heute auch erst gegen 10:45Uhr los. Das packen für einen Tag mit Baby in Singapur sollte man zeitlich nicht unterschätzen. Als nun auch Tee und Lätzchen gut verstaut waren, konnten wir uns schnell etwas zum Frühstück holen und dann auf einen „hop-on Stadtrundfahrt Bus“ hoppen.

Beim Esplanade und Merlion-Löwen machten wir einen Zwischenstopp und liefen noch durch China-Town. Unser Mittag aßen wir im Maxwell Hawker Center (in guter Erinnerung an 2008) und auch Florian bekam seinen Möhrenbrei in dieser ungewohnten Örtlichkeit. Erwärmen des Breis war ja bei 30Grad Außentemperatur nicht wirklich nötig. Diese Hitze macht uns schon zu schaffen und wir holten uns an jeder Ecke was zu trinken. Florian bekam auch öfter Tee angeboten und hier und da fand sich auch ein Platz zum Stillen – zum Beispiel bei der Weiterfahrt mit dem Bus.

Im Plaza Singapura – das wie irgendwie alle etwas „älteren“ (ca 7 Jahre alt) Gebäude gerade aufgehübscht wird – gab es dann auch einen ebenerdigen Supermakt und das letzte Stück sind wir  zurück zum Hotel gelaufen.

Guilin – Beijing – Berlin

Wie berichtet saßen wir ja am Sonntag im Flughafen Guilin und warteten auf unseren Flug zurück nach Beijing. Air China brachte uns dann auch gut in 2,5h Flug und 30min Fahrt zum neuen Terminal 3 – ein sehr großer Flughafen!

Mit dem Taxi ging es dann in die Innenstadt und vom Hotel direkt zu Fuß zum „Nightmarket“, den kannte unsere erste Reiseleiterin leider nicht, daher holten wir uns von Martin die Info ab, wo wir ihn finden können. Der Nightmarket ist eine abendliche Fressmeile mit einigen exotischen Sachen:

u.a. kleine Scorpione mit noch wackelnden Füßen

Der Empfehlung Scorpion musste Mathias dann auch unbedingt folgen und ließ einen Spieß zappelnder Beine und Schwänze im heißen Frittierfett versenken. Ein bisschen Gewürze drauf und ab in den Mund – sehr lecker! Das ganze isst sich wie ein Kartoffelchip mit leckeren Gewürzen, nur ein bisschen unförmiger…

Frittiert schmecken die kleinen Scorpione echt gut

Heute ging es dann wieder mit dem Taxi zurück zum Flughafen. Wir waren so zeitig da, dass sogar die Schalter noch geschlossen waren. Nach Check-In und Immigration gönnten wir uns noch ein westliches 2. Frühstück – heiße Schokolade und Thunfischsandwich von Starbucks 😉

In Berlin wurden wir dann von einem Empfangskomittee begrüßt, dass die Kommunistische Partei Chinas nicht hätte besser organisieren können: Verchen, Denise Eltern und Mathias Großeltern.

Nun sind wir nach 20h auf den Beinen fix und alle und freuen uns auf unser Bettchen. Damit sind unsere 2,5 Flitterwochen in China endgültig vorbei. Es war eine tolle Zeit mit unendlich vielen Eindrücken und Informationen.

Bis zum nächsten Mal,
Denise und Mathias 🙂

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