Der erste Morgen in Bhaktapur begann wieder zeitig mit dem Wecker. Um 6 Uhr trafen wir uns für einen Rundgang durch die Altstadt. Trotz der zeitigen Stunde war schon ordentlich Begängnis. Die Menschen besuchten Tempel und allerhand kleine Götterfiguren und -steine zum Beten. Am Tempel läuteten die Betenden Glocken und gingen eine Runde im Uhrzeigersinn um den Tempel herum. Farbe wurde an Götterfiguren und der eigenen Stirn verteilt und kleine Opfergaben wie Blumen oder Obststückchen abgelegt. Das zog wiederum den Bedarf nach Obst- und Blumenhändlern nach sich. Und allgemein begann das Markttreiben – wer drei warme Mahlzeit am Tag mit frischen Zutaten kocht, muss früh aufstehen und einkaufen. Das Gewusel in der Altstadt war wieder ein mal beeindruckend und wir konnten uns nicht sattsehen. Dafür hatte sich das zeitige Aufstehen gelohnt.

Zurück im Hotel gab es dann erst ein Mal Frühstück. Mit dem Bus ging es nach Osten raus aus dem Kathmandu-Tal. Vorbei an Ziegeleien, Baustellen und Feldern fuhren wir zu einer 2-stündigen Wanderung zum Namo Buddha Tempel. Hier leben etwa 200 Mönche. Der Tempel präsentierte innen große, vergoldete Buddha-Statuen, die wir leider nicht fotografieren durften.

Zurück in Bhaktapur gingen wir wieder in Richtung Taumadhi Square, um die heutigen Festivitäten zu beobachten. Doch es war schon viel zu voll, sodass wir selbst nur aus der Ferne ein Tauzieh-Duell sahen und uns für die ruhigeren Gassen entschieden. Unser Mitreisender Olli tauchte in die Massen ein und schickte uns Videos. Heute stand das Duell um den Tempelwagen an. Zwei Bezirke versuchen mit hunderten jungen Männern den Tempelwagen in ihre Richtung zu ziehen. Wer den Tempelwagen bekommt, dem soll das Glück im kommenden Jahr hold sein. Dementsprechend hart und wild wird der „Kampf“ ausgetragen. Unser Guide hatte uns vorher schon gewarnt, dass wir der Masse nicht zu nah kommenden sollen. Denn auch wenn das Tauziehen heute mehr symbolischer Natur ist, war die Motivation weiterhin ungebrochen. Nach dem Olli mit der Masse umpurzelte, zog er sich schnell zurück. Wir genossen derweil den Ausblick von einer Roof Top Bar hoch über dem Pottery Square. Hier war der Name noch Programm. Tagsüber lagern hier die Töpfereien zum Trocken, während auf dem selben Platz die Schornsteine für das Brennen der Tontöpfe und -schüsseln rauchen. Abendessen gab es dann in einem Hinterhof Restaurant – 15€ für uns 4 inkl. Getränke.