Am Donnerstag stiegen wir 8:30 Uhr wieder in den Bus und machten uns auf den langen Rückweg in Richtung Kathmandu und darüber hinaus nach Bhaktapur. Es gibt keine andere Straße ins Kathmandu-Tal, sodass wir uns erneut über Stunden die Holperstraße zurückschaukelten. Inklusive Mittagspause waren wir wieder 8 Stunden unterwegs – für 190km. Das Gewackel ließ kein Lesen oder Handy-schauen zu, doch entlang der Strecke gab es wieder so viel zu sehen, dass keine Langeweile aufkam.

Die Freizeit in Bhaktapur nutzten wir für einen ersten Rundgang durch der Altstadt. Nach dem Erdbeben 2015 waren hier viele Häuser zerstört. Die meisten wurden wieder aufgebaut, doch an vielen Ecken waren noch Überreste zu sehen. Eigentlich haben die klassischen Newar-Häuser 4 Etagen, sodass Blechdächer auf dem Erdgeschoss zeigen, dass hier noch einiges fehlt. Das Erdgeschoss wird als Geschäft genutzt, eventuell der Keller als Lager. Das erste und zweite Obergeschoss sind dann klassisch Wohn- und Schlafzimmer und die Küche unter dem Dach. Zufällig trafen wir auf dem Taumadhi Square auf die ersten Feierlichkeiten zum Neujahrsfest. Das Jahr endet in Nepal am kommenden Montag und das neue startet am 14.4., doch das Festival begann bereits am 9.4.. Und so standen wir mittenmang tausender Nepalesen und bestaunten Getrommel und lokalen Tanz.

Das Abendessen war ein klassisches Newar-Essen, die hier mehrheitlich im Kathmandu-Tal leben. Die Hauptspeise „Samay Baji“ mit Reisflocken, Bambussuppe, Hähnchen, Gemüse, Spiegelei, Bohnen und Kartoffeln mochten die Kinder nicht so sehr. Aber der Joghurt „Juju Dhau“ zum Nachtisch war sehr lecker und ist besonders für Bhaktapur bekannt. Der Yomari, die mit süßer Melasse gefüllte Reismehl-Teigtasche, war leider wieder nicht sehr lecker.