Am Montagmorgen ging wieder die Geschäftigkeit in Osaka los. Überall gingen Geschäftsleute ihrer Wege und beim Frühstück war es fast leer. Arbeitswoche halt – aber nicht für uns. Wir verließen Osaka und fuhren mit U-Bahn, Zug, Zug, Seilbahn und Bus nach Koyasan. Koyasan ist ein kleiner Ort in den Bergen südlich von Osaka (ca. 800m über NN) und voller Tempel. Unterwegs sahen wir saftig grüne Wälder (die Regenzeit endete erst vor unser Ankunft in Japan) und teils etwas heruntergekommene Bahnhöfe.
In Koyasan angekommen stellen wir unser Gepäck im Übernachtungs-Tempel ab und gingen erstmal auf die Suche nach Essbarem. Das erste Café war leider voll, sodass wir ein paar lokale Süßigkeiten probierten und dann noch ein Sandwich genossen.
Klimatisch ist es hier auch recht warm, aber mit „nur“ 29°C nicht ganz so heiß wie Osaka.
Wir hatten eine Tempel-Übernachtung gebucht und bezogen am Nachmittag unser Zimmer – erst nur mit einem Tisch ausgestattet.

Nach dem Check-in nutzen wir die Chance und besuchten den leeren Onsen. Dazu zogen wir uns Yukata an (wichtig, die rechte Seite liegt am Körper an, denn die Toten werden andersherum gewickelt), duschten uns im Sitzen ab und gingen in das heiße Bad – den Onsen. Und heiß ist hier wirklich Programm! Der Damen-Onsen war Laura zu heiß und selbst die Jungs hielten es nur kurz aus. Anschließend wird wieder geduscht, inkl. Haare waschen. Auf dem Zimmer haben wir übrigens keine Dusche.

Frisch gereinigt spazierten wir noch eine kleine Runde durch die Nachbarschaft und bestaunten die Große Zentrale Pagode. Denise und Laura gingen auch hinein kurz bevor sie um 17 Uhr geschlossen wurde.

17:30 Uhr wurde das Abendessen in unserem Tempel serviert. Es gab ein Menü mit 9 Gängen, vegetarisch-buddhistisch. Ganz klassisch essen die Mönche meist nur ein Dreierlei aus Reis, Miso-Suppe und eingelegtem Gemüse.
Während wir aßen, wurde unser Zimmer in ein Schlafgemach „umgebaut“. Die Kopfkissen waren übrigens eher eine Art festes Kirschkernkissen (vielleicht auch Reis oder Holzpellets oder Kunststoffperlen).

Nach dem Abendessen machten wir uns noch einmal auf den Weg durch Koyasan – am anderen Ende des Dorfs liegt Japans bedeutendster Friedhof. Wenn das kein guter Grund ist, mal im Dunkeln rüber zu wandeln 😉