Die U-Bahn in Osaka wird sowohl Metro also auch teilweise Subway gennant. Sie hat uns gute Dienste geleistet in Osaka – zumindest mit unserem zentral gelegenen Hotel. Wenn es weiter raus geht, gibt es dann so etwas wie S-Bahnen oder Regionalbahnen, die meist von verschiedenen privaten Anbietern betrieben werden und dann entsprechende Startbahnhöfe in der Stadt verteilt haben. Der Takt kann mit sehr häufig beschrieben werden. Zu keiner Tages und Abendzeit mussten wir länger als 2-3 Minuten auf die nächste Bahn warten. Fahren nach Fahrplan ist als Reisender nicht nötig.
Auf unseren Reisen durch die Unterwelt hat uns Google Maps sehr gute Dienste erwiesen. So ist das komplette Bahnnetz sehr gut integriert, samt Informationen welcher Wagen der beste zum Aus-/Umsteigen ist und welchen Ausgang man nehmen soll, um dann entsprechend best-möglich als Fußgänger zu seinem Ziel zu gelangen. Auch auf den Bahnhöfen selbst gibt es Karten mit allen Ausgängen und deren Nummern. Es gibt sogar immer Pläne, wo an den anderen Stationen Treppen, Rolltreppen und Aufzüge zu finden sind, sodass man sich frühzeitig orientieren kann. Die Wagen und Türen sind durchnummeriert, damit man sich bestens zurechtfinden kann. Die Info gibt es sowohl außen an den Bahnsteigen oder Bahnsteigtüren, wenn es welche gibt, als auch im Zug an jeder Tür. Das macht das Treffen in der Bahn mit Freunden sicherlich ungemein einfacher!
Da klar ist, wo welche Tür ist (Markierung am Boden und/oder Bahnsteigtür), können sich die Japaner auch gezielt zum Einsteigen aufstellen. In der Mitte wird ein Gang für die Aussteigenden gelassen und dann geht es geordnet und zügig rein. Wer zu erst kam, darf hier auch tatsächlich zuerst einsteigen, nicht wer am meisten Aufstell-Glück hatte.
Die Fahrt mit der Metro geht am besten mit einer „IC-Card“, also einem elektronischen Ticket ähnlich einer Kreditkarte, die man vorher mit Geld auflädt. Unsere Karte in Osaka heißt „ICOCO“ und kann auch im Rest Japans eingesetzt werden. Dann geht man nur mit einem Karte vorhalten („tappen“) durch die Schranke und am Ausgang mit tappen wieder raus. So weiß die Maschine, wie weit man gefahren ist und wieviel Geld vom Guthaben abgezogen wird. Das wird einem dann am Ausgang auch gleich angezeigt. Für gewöhnlich ist die Schranke dauerhaft geöffnet und würde sich vermutlich nur schnell schließen, wenn es jemand ohne Bezahlung versucht durchzukommen. Aber sowas konnten wir nicht beobachten – die Japaner sind dafür einfach zu umsichtig und außerdem ist das U-Bahnfahren auch gar nicht teuer.
Wir haben die Metro nicht zur Hauptverkehrszeit genutzt, aber vermuten dass es sehr voll wird. Denn Wochentags vom ersten Zug bis 9 Uhr gibt es dedizierte Waggons nur für Frauen. Somit sollen ungewollte Berührungen in vollgequetschten Wagen vermieden werden.
Ansonsten ist der Japaner natürlich sehr rücksichtsvoll in der U-Bahn. Stört der Rucksack einen Mitreisenden, nimmt man ihn bitte in die Hand. Schilder erinnern alle, dann man das Handy doch bitte lautlos stellt. Wenn man telefonieren muss, dann bitte nicht am Telefon reden (nur zuhören). Auf „Priority Sitzplätzen“ für Ältere und Schwangere soll man das Handy ganz ausschalten, damit man auch gar nicht verpasst, wenn jemand mit Bedarf einen Sitzplatz angeboten bekommen mag. Essen darf man nur, wenn es andere nicht stört. Aber eigentlich Essen Japaner ja nicht unterwegs…
Zu unserem Glück ist alles immer in Japanisch und English ausgewiesen, sodass wir uns bisher hervorragend zurechtfinden konnten. Auch die Ansagen im Zug sind immer zweisprachig. Das hatte sich wohl mit Olympia in Tokio stark gebessert. Somit ist also Google Maps stärker in Benutzung als die Übersetzungs-App 🙂














