Mist, es ist „misty“!

Das Wetter in den letzten Tagen war wirklich miserabel. Angeblich der meiste Regen innerhalb weniger Tage, den die Umgebung von Sydney seit Jahrzehnten hatte. Nach Kiama hielten wir kurz in Wollongong zum Einkaufen. Wollongong ist eine nicht sehr schöne Industriestadt und nicht sehr spannend – dafür war es unser Einkauf umso mehr. Nachdem wir auf den Parkplatz gefahren sind, sahen wir, dass es nur eine Ausfahrt gibt und diese eine Höhenbegrenzung durch ein Baum und ein überstehendes Dach hatte. Zu unserem Pech lagen wir mit unserem Camper 1m über dieser Höhe. Einzige Möglichkeit war gegen die Einbahnstraße die Einfahrt rauszufahren – bei dem regen Zulauf holten wir uns dann lieber Hilfe im Supermarkt. Netterweise unterstützten uns am Ende  4 Verkäufer und stoppten den Verkehr, navigierten uns um eine seeehr enge Kurve und das alles mitten in einem Wolkenbruch. Als wir vom Parkplatz fuhren und die klatschnassen Verkäufer hinter uns ließen, hatten wir ein schlechtes Gewissen 😉

Von Wollongong ging es dann über den Grand Pacific Drive in den Royal National Park. Dieser ist wohl der zweitälteste Nationalpark der Welt. (Bei solchen Angaben fragen wir uns immer „Und welcher ist der älteste?“.) Eigentlich wollten wir dort ein bisschen wandern und endlich mal wieder was für unsere Fitness tun. Die langen Autofahrten und die Internetpausen bei Mc Donalds haben unseren Figuren nicht sehr gut getan 🙂 Aber leider regnete es immer noch und so fuhren wir weiter nach Sydney. Dort stoppten wir kurz im Olympic Park und waren damit in allen 3 Olympischen Stätten der letzten 12 Jahre (Athen und Bejing). Unser nächstes und letztes großes Ziel waren die Blue Mountains westlich von Sydney. Dieser Nationalpark liegt nur wenige Autostunden von Sydney und ist damit eines der Hauptausflugsziele der Sydneyer. Er heißt so, weil er überwiegend aus Hügeln mit Eukalyptuswäldern besteht, deren Ausdünstungen im Sonnenlicht von weitem bläulich erscheinen. Wir hatten nicht ganz so viele Chancen dieses zu beobachten, da es kaum Sonne gab. Es war überwiegend „misty“ und „foggy“. So sahen wir auch so gut wie gar nichts von den Wasserfällen Wentworth Falls und Katoomba Falls. Am Mittwoch besuchten wir die Scenic World in Katoomba. Dort ging es dann erst mit der steilsten Bergbahn der Welt ins Tal. Mit 52Grad Gefälle, offenen Sitzen und Indianer Jones Musik fühlte es sich an wie eine Achterbahn. 🙂 Unten angekommen, kam dann doch die Sonne raus und wir konnten endlich eine Wanderung durch den Regenwald machen. Zurück auf die Bergstation ging es dann mit der Seilbahn. Zum Glück waren wir zeitiger unterwegs als die 7 Reisebusse mit Asiaten!

Da der Nebel sich etwas verzogen hatte, fuhren wir schnell zum Echo Point – dem Aussichtpunkt für die 3 Sisters (3 Gesteinssäulen) und genossen den tollen Ausblick auf die BlueMountains. Wirklich beeindruckend die Kliffhänge mitten in einem riesigen Regenwaldteppich.

Mit einer Schleife über Lithgow fuhren wir dann zurück nach Sydney und hatten immer wieder tolle Ausblicke – allerdings wieder im Regen…

2 Kommentare

  1. Stephan und Kathi

    Hallo Ihr Lieben,

    zuerst einmal, falls es Euch beruhigt: das Wetter in Ulm ist genauso besch… wie zum Teil bei Euch in Australien. Nur dass sich die Jahreszeit bei uns (glaube ich) Sommer schimpft.

    Ansonsten bereitet sich „der Fan“ gerade auf das anstehende Deutschlandspiel gegen die „Orange“ vor.
    Die „Stadionwurst“ brutzelt im Backofen und das Bier kann man bei unseren Temperaturen getrost auf dem Balkon kaltstellen.
    Nun gut aber Dänemark wird heute wahrscheinlich gegen Portugal gewinnen. ich sage nur: verkehrte Welt!

    Zum Thema „weiter, höher besser, älter“ sei noch soviel gesagt: Lasst Euch ja nichts von dem höchsten Kirchturm der Welt erzählen, denn der steht immer noch in Ulm.

    Viel Spaß Euch noch in den letzten Tagen, genießt es und passt auf Euch auf.
    Viele liebe Grüße von Kathi

  2. Roland und Angela

    Hallo ihr drei,

    na da muss ich doch auch mal gleich meinen Senf dazu geben. Im Süden von Deutschland mag es ja zugehen wie im Regenwald, aber uns hier wird immer was von Regen und Gewitter vorausgesagt und einige Kollegen erzählten auch von einem Schauer in Spandau und Oranienburg, aber in Marzahn und geschweige denn in Hönow kam nicht ein Tropfen runter. Macht euch also keine falschen Hoffnungen, es muss gegossen werden im Garten.
    Der Roland ist auf Dienstreise und somit sitze ich alleine vorm Fernseher und zieh mir das Fußballspiel rein. Gerade haben die Deutschen ein Tor geschossen.

    Seid ganz lieb gegrüßt vonne O-Mama Angela!

    P.S. Habe gerade mit der Christa gesprochen und sie meinte auch, dass es doch sichtbar ist wie der Florian sich rausgemacht hat. Sie meine scherzhaft „Pass auf der kommt euch entgegengelaufen!“ 🙂