Nach 31 Tagen und knapp 5500km müssen wir uns nun von Neuseeland verabschieden. Dieses andere Ende der Welt, haben wir als gar nicht so „anders“ kennengelernt. Schneebedeckte Berge wie in den Alpen, Fjorde wie in Skandinavien, Küsten wie auf Rügen und weiße Sandstrände wie in der Karibik. Nur das hier auf kleiner Fläche alles zusammenkommt. Dazu karge Wüsten, saftige Regenwälder, Wasserfälle, Gletscher, die bis fast an die Küste reichen, Vulkane, Geysire und brodelnde Schlammlöcher. Neuseelands Landschaft ist so abwechslungsreich, dass uns nie langweilig wurde.
Da Neuseeland relativ „jung“ besiedelt und so weit abgeschieden vom Rest der Welt ist, fühlten wir uns oft an das Spiel „Die Siedler“ erinnert: Man setze eine Insel mitten in den Ozean. Reich ausgestattet mit Rohstoffen wie Holz, Erz, Gold und Lehm. Dazu viele Schafe und Weideland und lasse eine handvoll Menschen beginnen Straßen, Dörfer und Häfen zu bauen.
Diese Ursprünglichkeit, die Einsamkeit und atemberaubende Natur haben unseren Urlaub in Neuseeland geprägt. Das Reisen mit dem Wohnmobil war ideal um das Land zu bereisen. Und auch wenn hier später Herbst ist, hat sich das Wetter gut gehalten und wir hatten 10-18Grad und selten Regen. Natürlich war es schade, dass wir nicht in den klaren Seen und im Meer baden und auch nur selten draußen essen konnten. Dafür war es überall schön leer und wir mussten die Campingplätze nicht vorreservieren sondern konnten spontan entscheiden, wo wir über Nacht stehen. Und auch besonders für das Reisen mit Flori war es gut, dass es nur wenige sandflies gab und wir nicht so stark auf den Sonnenschutz achten mussten.
Nun sagen wir „Haere ra Aotearoa“ (Lebewohl Land der langen weißen Wolke) und freuen uns auf weitere Erlebnisse in Australien.

