Der Sydney-Winter zeigte sich die verbleibenden Tage von seiner feuchten Seite. Am Dienstag gab es immer mal wieder Schauer, aber das war gar nicht so schlimm, denn der Plan sah Indoor-Aktivitäten voraus. Denise stattete dem Büro in Pymble wieder ein Besuch ab. Nachdem es letztes Jahr hoch offiziell mit Rede und großem Mittagessen ablief, wurde dieses mal nur eine gemeinsame Runde in der Kantine („Bring Your Own“) privat organisiert. Denise bereitete morgens noch ein Schwarzwälder-Kirsch-Dessert zu und brachte es als Überraschung mit. Die anderen drei fuhren Denise ins Büro und weiter zu einem Burger-Restaurant in North-Ryde für ihr eigenes Mittagessen. Auf dem Rückweg wurde Denise wieder eingesammelt und es ging mal an der Schule, der GISS vorbei. Da hatte sich gar nicht so viel verändert – ein paar neue Klassenräume kamen hinzu, eine Treppe wurde betoniert und nebenan wurde aus dem wilden Busch-Grundstück ein privates Krankenhaus. Angesichts des Wetters und der fortgeschrittenen Zeit entschieden wir uns gegen einen Spazierganz hoch zum Barrenjoey Lighthouse. Stattdessen fuhren wir nach Dee Why. Unsere Gastgeber schwärmten von einem kleinen, lokalen Botanischen Garten. Leider führte uns Google ans falsche Ende ohne Eingang und eigentlich wollten die Kids auch viel lieber an den Strand. Also beobachteten wir noch etwas die raue See und die Surfer im Wasser. Auf dem Weg zurück nach Elanora ging es über Mona Vale. Wir wollten mit John und Jan Sushi zum Abendbrot essen. Unser geliebter Sushi-Train in Narrabeen hatte Ruhetag, so musste unser zweiter Favorit aus Mona Vale herhalten. Die beiden hatten noch nie Sushi gegessen und waren begeistert. Auch die Kids liebten dieses Abendessen 😉 Zum Nachtisch gab es dann auch noch für uns andere das Schwarzwälder-Kirsch-Dessert, da Denise zwei Schüsseln zubereitet hatte. Witzigerweise aßen wir es vor dem Fernseher, wo Jan eine DVD von André Rieus Melbourne-Konzert eingelegt hatte.





















Der Mittwoch hatte dann Dauerregen im Angebot. Eigentlich wollte Denise mit ihren Kolleginnen Ghazal und Kruwan eine Wanderung in Manly machen, aber die fiel buchstäblich ins Wasser. Stattdessen fuhren sie mit dem Bus in die Innenstadt, gingen etwas shoppen und ausgiebig Essen, um ganz viel zu quatschen.
Florian hatte sich in guter Erinnerung an damals „Eggs Benedict“ zum Frühstück in einem Strandcafé gewünscht. So fuhren Laura, Florian und Mathias nach Warriewood und genossen ein großes Frühstück, jedoch ohne gute Sicht aufs Meer. Nach einem kleinen Einkauf für‘s Abendessen bei Aldi in Warriewood fuhren wir mit dem Auto nach Chatswood. Hier gab es Indoor-Minigolf. Auf Grund der Schulzeit hatten wir die Anlage für uns allein und konnten die außergewöhnlichen Bahnen genießen.
Von Chatswood ging es direkt noch einmal zur GISS. Hier holten wir Leandro ab, der damals in Lauras Klasse war. Es war spannend, die ganzen bekannten, nun 3 Jahre älteren Gesichter auf dem Schulhof zu sehen. Einige erkannten Laura und Florian sogar auf den ersten Blick – erstaunlich. Auch Florians damalige Klassenlehrerin staunte nicht schlecht, als sie die älter gewordenen Kinder sah. Mit Leandro und seiner Mutter ging es ins nahegelegenen Café für ein Schwätzchen, da das Wetter keine andere Aktivität zuließ.
Gegen 17 Uhr waren alle zurück in Elanora Heights. Da ging es dann auch gleich in der Küche heiß her. Wir hatten versprochen, unsere Gastgeber zum Abschied zu bekochen. Es sollte ein typisch deutsches Gericht sein: Königsberger Klopse mit Kartoffelbrei. Die beiden waren wieder begeistert. Wir verabschiedeten uns herzlich von den beiden und wurden gleich wieder für das nächste Mal nach Elanora Heights eingeladen.


















