Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen für den Tag und verließen erst gegen 11 Uhr das Hotel. Der erste Weg führte uns in ein Schreibwarengeschäft. Hier scheint es überall Stempel zu geben (an der Hotelrezeption z.B. ein riesiger), um seine Erlebnisse auf Papier festzuhalten. Nun haben die Kinder jeweils ein A5 Heft und wir sind auf der ständigen Suche nach Stempeln 🙂
Mit der Subway (U-Bahn) ging es dann zur Osaka Burg. Eines DER Wahrzeichen Japans. Bei 34°C kamen wir zum Glück kampflos durch die Tore und nutzen jeden Schatten der sich uns bot. Innerhalb der zwei Wehranlagen gab es ein tolles Schloss/Burg zu sehen (von außen), auch wenn es nach diversen Zerstörungen mehrmals neu gebaut werden musste.
Weiter ging es mit der Subway Richtung Süden zum Shitennō-Tempel. Da der Hunger erste Anzeichen sendete, aßen wir zunächst typische Spezialitäten aus Osaka von einem Imbiss. Ganz typisch Deutsch verspeisten wir die Leckereien gleich daneben im Schatten, sehr zur Verwunderung der (zum Glück wenigen) vorbeilaufenden Japaner – sie zelebrieren ihr Essen mehr und würden nicht auf die Idee kommen, bei den Temperaturen außer Haus oder nicht wenigstens im klimatisierten Restaurant zu essen. Aber beides hatten wir gerade nicht parat und konnten auch im Stehen genießen 😉
Im Tempel gab es dann geharkte Steinbeete, Buddha-Statuen und eine Pagode zu besichtigen. Letztere nur barfuß, weil man in heilige Stätten nicht mit Schuhe treten darf.
Statt des Ortsstempels gab es hier im Tempel einen besonderen Stempel (Goshuin) auf den noch etwas von Hand geschrieben wurde.
Nach einer Limonade aus dem Automaten und einem Eis vom Kiosk vor dem Tempel ging es in das Vergnügungsviertel Shinsekai. Hier gibt es verschiedenste Geschäfte, Souvenirläden, Restaurants, eine Art Eiffelturm und ganz viele Abbilder des Gotts der Glücks/Zufriedenheit. Unser Highlight war ein Spielautomaten-Laden mit alten Computerspielen, die jeweils nur 100 ¥ (Yen), also etwa 0,60 € kosteten – der Gott hat also gleich seine Dienste geleistet…
Mit der Subway ging es zum Frischmachen zurück ins Hotel und gleich weiter nach Umeda – einem weiteren Vergnügungs- / Ausgehviertel. Hier trafen wir uns mit unserem Kollegen Martin, der schon seit 7 Jahren in Japan lebt, zum Sushi.
Und was haben die Kinder Sushi gegessen. Wir waren bestimmt die besten Kunden des Jahres 😉 Bestellt wurde über ein Tablet und dann kamen die Sushi-Teller über ein Laufbandsystem direkt zu uns. Zu unserem Glück war das Sushi sehr günstig und wir bezahlten etwa so viel, wie für uns 4 und die halbe Menge in Deutschland.
Wenn man an Japan denkt, ist bunt und kitschig selten weit weg. Und genau so finden wir die Welt hier auch wieder. Seriöse Häuser haben Comic-Figuren aufgemalt, Katzenohren am Handy oder der Kapuze oder Automaten mit „Kinkerlitzchen“ – hier ist einfach alles ein wenig bunter.


















































