Den Montag verbrachten wir dann noch komplett im Death Valley und waren erstaunt dort soviel interessantes zu sehen und erleben. Das hatten wir nicht erwartet und sind froh, dass wir es doch befahren durften. In den Sommermonaten wird es nämlich vom WoMo Vermieter verboten bzw nicht versichert.
Furnace Creek ist ein toller Ausgangspunkt und wir fuhren erstmal zum windigen Zabriskie Point. Die Aussicht aufs Death Valley selbst war recht beschränkt. Dafür hätte man noch etliche Meilen weiter und Meter höher fahren müssen zum Dantes Point. Das wollten wir uns und unserem WoMo nicht antun. Es musste im Death Valley schon genug unter den Gravel Roads (Schotterpisten) leiden, die vom Highway einige Meilen zu den Sehenswürdigkeiten führen. Wobei weniger der Schotter als die eingefahrenen Dellen das WoMo bedenklich klappern und schaukeln ließen.
Unser nächster Stop führte uns ca. eine Meile in den Golden Canyon. Es ist jedes Mal beeindruckend, dass nur wenige Meter neben einem die Felswände gerade in die Höhe wachsen. Man kann sich gut vorstellen, wie ein tosender Fluss sich Jahrtausende lang in den Stein gefressen hat. Die Sonne ließ den Stein auch wirklich schön gelb/golden leuchten. Ein Glück dass wir uns noch vorm Urlaub ordentliche Sonnenbrillen zugelegt hatten.
Nach dem Mittag konnten die Kinder hinten (natürlich im Sitz) schlafen, während wir den Artists Drive durch tatsächlich erstaunlich bunte Felsformationen fuhren.
Dann ging’s weiter entlang an kargen, steinigen und ausgetrockneten Salzseen bis zur Natural Bridge – ein Canyon über den sich der Felsen in einem Bogen spannt.
Eine Wanderung mit den Kindern sieht natürlich eher aus wie ein Spaziergang und wir suchen uns auch immer nur die kurzen und einfachen Routen aus. Wenn Kinderwagen nicht möglich ist, sind wir auch recht langsam unterwegs, da Florian an jeder Ecke seinen Eisladen eröffnet, „Nüsse“ für Eichhörnchen sammelt, etwas mit Stöckern repariert oder Brei kocht. Wenn Mama und Papa dann das „Jordbær“ Eis (’sagt man in Dänemark‘ 😉 ) aufgegessen haben, geht es weiter zur nächsten Felsnische. Wenn die Beine schwer werden, hilft manchmal 1,2,3 hopp oder ähnliche Laufsprüche um einige Meter zu überwinden, bis Papas Schultern dann die letzte Rettung sind.
Letzter Stopp war dann noch Badwater Basin, wo man auf den Salzsee raufkommt. Flori bröselte auch fleißig damit rum und warf kleine Salzsteine in eine kleine Pfütze. Dort trafen wir eine deutsche Familie mit zwei kleinen Kindern – davon ein Baby mit Namen Laura. Diese waren mit Mietwagen unterwegs. Beim Anblick des bis zur Decke vollbepackten Autos stiegen wir glücklich in unser wirklich sehr geräumiges Wohnmobil.
Danach mussten wir 80km durch die Einsamkeit der Wüste und Berge ohne Handyempfang und jegliche Zivilisation. Mir (Denise) war ganz mulmig (vor allem da schon die Sonne unterging) und ich freute mich über jedes der 8 Autos die uns entgegenkamen. Eigentlich hätten wir noch weitere 30km zum angepeilten Nachtlager fahren müssen, aber in Shoshone entdeckten wir einen schönen Campingplatz. Dieser hatte sogar einen großen von heißen Quellen beheizten Pool, den wir dann gleich mal ausprobierten. Neben uns konnte dann dort Vorort auch endlich mal wieder die Wäsche gewaschen werden. Die mussten wir dann aber mitten in der Nacht von der Leine unter der Markise abnehmen, da es sehr stürmisch war. Aber trocken war sie 🙂
- Punkt, Punkt, Komma, Strich….
- Ganz schön windig am Zabriskie Point
- Ein wenig klettern im Golden Canyon
- Mama, ich möchte das auch „begreifen“
- Wandersleut
- Artists drive
- Artists Palette unglaublich bunt
- Natural Bridge
- Der Eisladen wird auch im Canyon eröffnet 😉
- Sonnenläufer
- Am Abgrund zum Death Valley mit getrocknetem Salzsee
- Ganz schön tief
- Badwater Basin mit Salzkruste
- Endlose Straßen begegnen uns immer wieder














