Bevor wir nun in die Wüste aufbrachen, deckten wir uns nochmal ordentlich mit Wasser, Benzin und Propangas (Herd und Heizung) ein. Auf der Suche nach letzterem fuhren wir irgendwo vom Highway ab und landeten in Tehachapi. Eine kleine typisch amerikanische Stadt. Propangas haben wir dort keines bekommen aber ein leckeres Jogurteis und einen Spielplatz. Wenn die Amerikaner eines haben dann Platz. Und so gibt es ein einstöckiges Geschäft neben dem anderen – von Boutique, über Frisör, Restaurant, Spielzeugladen, Baumarkt etc. Bis auf Fastfood-Ketten sind die meisten Läden auch in lokaler Indivdueller Hand und bieten teilweise verschiedenste Dinge an. Eine Werkstatt bietet z.B. auch Angler-und Baumarktbedarf an. Oder der Eisladen war gleichzeitig noch Floristik.
Auf dem weitereren Weg wurde die Landschaft zunehmend karger und verlassener. Die Zufahrt zum Red Rock Canyon State Park Campingplatz hätten wir beinahe verpasst, da nur eine kleine Straße vom Highway ins Niemandsland führte. Hinter einigen Felsen kam dann eine außergewöhnliche Szenerie zum Vorschein. Wir standen dann direkt an den Felsformationen und beruhigenderweise waren wir auch nicht ganz allein. Der State Park war nämlich wie die meisten staatlichen Campingplätze im Herbst, nicht mit Personal besetzt und nur Selbstregistrierung.
An dieser Stelle ein kleiner Exkurs: die staatlichen Campingplätze liegen meist in National oder Regional Parks. Sie liegen daher ideal um diese Parks zu besuchen, meist auch landschaftlich sehr hübsch und sind großzügig angelegt. Dafür ist die Ausstattung meist nicht so doll und bei Plumpsklo und kaltem fließend Wasser nutzen wir lieber unser WoMo. Die privaten Campingplätze sind mehr als doppelt so teuer, sehr eng aber verfügen auch über Duschen, Waschmaschine, Wifi usw. Auf den staatlichen Plätzen stellen wir uns mit dem WoMo einfach hin, da wir mindestens 2 Nächte autark unterwegs sein können. Wir haben riesige Frisch-und Abwassertanks, Propangas (Kochen, Kühlschrank, Warmwasser und Heizung) und können unsere Handys und Kameras über den Zigarettenanzünder laden. Nur die Mikrowelle, Fernseher, Toaster und Klimaanlage brauchen mehr Strom. Und selbst dafür könnten wir unseren Benzingenerator anschmeißen. Da wir von den genannten Dingen nur den Toaster nutzen, brauchten wir diesen noch gar nicht. Somit können wir ohne Probleme auf den staatlichen Campgrounds parken. Wir fahren dennoch alle 2-3 Tage einen komfortableren Campingplatz an, aber mehr wegen Wasser zu- und ablassen, Wifi und ggfs. netteren Duschen.
Abendlicht und Sterne im Red Rock Canyon Park waren bezaubernd und den Sonnenaufgang über den Felsen bestaunten wir vom Bett aus. Nach dem Frühstück (wie meistens Kornflakes) machten wir uns wieder ans Kilometer schaffen. Die Umgebung wurde immer Mond-artiger und einsam.
Unser Erstes Ziel im Death Valley lag gleich mal 2 Meilen hinter dem Highway auf einer Schotterstraße. Fährt sich sehr bescheiden so ein WoMo auf solch einer Strecke – und wenn ich als Beifahrerin, dass schon sage…
Die anschließende kurze Wanderung zeugte dann aber, dass es sich gelohnt hatte. Der Mosaic Canyon war teilweise so schmal dass wir mit beiden Händen gleichzeitig die Felswände berühren konnten. Besonders der marmorierte, geschwungene Gang (siehe Foto mit Florian) war schön anzusehen.
Auf dem Weg zu unserem angepeilten Campingplatz passierten wir noch die
Mesquite Sand dunes, welche merkwürdig deplatziert wirkten. Zudem erkannten wir in dem schimmernden See neben uns den Salt Creek. Dieser schimmert aber nicht aufgrund des Wassers sondern des Salzes und ist ausgetrocknet.
Furnace Creek mit unserem Nachtlager tauchte dann wie eine Oase vor uns auf. Bei einem kleinen Spaziergang entdeckten wir dann sogar einen Golfplatz! Dieser Nationalpark scheint etwas kommerzieller als die bisherigen zu sein.
Am Montag ging es dann tiefer rein ins Death Valley, aber dazu nächstes Mal mehr.
- Gerüstet für die Wüste: 100 Flaschen Wasser ~63l
- Wieder kargere Landschaft
- Yoghurt-Eis-Stopp
- Schon so groß
- Einmaliger Stellplatz
- Abendlicher Spaziergang
- Wir beobachten den Sonnenaufgang aus dem Bett
- Flori beim „Scheiben“putzen
- Kleiner Bruder vom Death Valley
- Unendliche Weite
- Man kann auch per Rad ins Death Valley fahren
- Mosaic Canyon
- Enge Schluchten im Mosaic Canyon
- Pause im Mosaic Canyon
- Mesquite Flat Dunes
- Salt Creek (ohne Wasser)
- „Papa Futball pielen“
- Endlich wieder draußen essen
- Kinderdisko am Außenradio




















Hallo ihr „Wüsten-Füchse“,
sieht ja ziemlich unwirtlich auf den Bildern aus, hat aber auch einen gewissen Charme, so in dieser Weite unterwegs zu sein.
Hauptsache ihr habt genug Wasser ;-), aber was man gesehen hat reicht bestimmt für euch 4 eine Woche, da sind wir beruhigt…
Euer Womo scheint ja fast ein kleines fahrbares Haus zu sein. Mikrowelle, Fernseher, Toaster, Klimaanlage und sogar mit Außenradio !!! Da hat der Flori bestimmt schön getanzt :-), denn wer arbeitet (Scheiben putzen) soll auch feiern ;]
Sind schon gespannt wie es weitergeht.
Liebe Grüße von
Mama-Oma Sylvia & Papa-Opa Rony