Kategorie: Süd-Ost-Asien (Seite 3 von 4)

Unterwegs in Süd-Ost-Asien 2008

Im Hostel angekommen

Haben unser Bed+Breakfast Hotel gut gefunden. Es ist ein familaeres verwinkeltes Backpackerhostel inmitten des Einkaufsviertels. Kleine einfache Zimmer mit Gemeinschaftsbad, relativ laut (dafuer haben wir Ohrstoepsel bei) aber zum Glueck mit Aircondition. Die ist bei 30Grad und hoher Luftfeuchte auch dringend noetig. Haben vom „Hostelvater“ gleich einen Stadtplan und einen Tagesrundgang fuer morgen vorgeschlagen bekommen.
Jetzt gehen wir schlafen – immerhin ist es hier schon 7 Stunden spaeter als in Deutschland 🙂

Kuala Lumpur, da sind wir!

Nach wahrscheinlich dem komfortabelsten Flug, den wir je hatten, mit Malaysia Airlines sind wir  gerade gut in KL gelandet. Bei dem tollen Entertainmentprogramm mit bestimmt 20 Kinofilmen(tw. Deutsch), 50 Serien, Musik und Computerspielen auf dem Bildschirm vor einem konnten wir gar nicht schlafen 😉
Die Malaysier machen einen sehr guten ersten Eindruck – sowohl das Board- als auch Bodenpersonal  war sehr freundlich.

Nun sind wir per Expresszug auf dem Weg in die Innenstadt, um uns von dort aus den Weg zu unserem Hotel zu suchen.

Next stop: Kuala Lumpur

Heute hiess es nur im Hostel auschecken und noch einmal kurz mit Martin am People Square treffen und Bauze gefuellt mit Kraeutern oder Fleisch und chinesische Mc Donalds Burger essen.
Das war schon Shanghai – vielen lieben Dank an unseren Guide Martin :suppi:

Wir steigen jetzt wieder in den Flieger: Fuer uns gehts weiter nach Kuala Lumpur.

Lektion 1.2: Die Chinesen in Shanghai

Hier die Erweiterung.
Die Chinesen…
+ sind faul und benutzen immer die Rolltreppen egal wie lange sie dafuer anstehen muessen
+ fahren elektrische Mopeds und Mofas
+ beginnen jetzt mit 2 Jahren Englisch zu lernen, so wurden wir von einem Kleinkind mit Hello und Goodbye angesprochen, aber die Erwachsenen kennen kein Wort
+ fuehren extra Fussmassagesalons, die zumeist „zusaetzliche Dienste“ anbieten. (Prostitution und Pornografie sind eigentlich verboten)
+ streiten sich ums Bezahlen im Restaurant
+ heiraten gross und kitschig und lassen sich dann in staedtischen Parks fotografieren. Wir haben an 2 Tagen mind. 5 Hochzeitspaare gesehen. Bei dem bisschen Gruen das Shanghai besitzt muss bei den Fotosessions immer aufgepasst werden, dass nicht noch ein anderes Brautpaar auf dem Bild ist 😉
+ verkaufen in Drogerien „Whitening Cream“. Selbstbraeuner haetten hier auf dem Markt keine Chance
+ haben besondere Toiletten, die meistens nur aus einer am Boden befindlichen Schuessel mit Loch bestehen. Pissoirs sind vorhanden – auch extra niedrige fuer Rollstuhlfahrer. Selbst bei den wenigen „westlichen“ Kloschuesseln kennen sie keine Toilettenbuerste – wir haben hier nicht eine
einzige gesehen
+ machen ihren Fuehrerschein ausschliesslich auf dem Uebungsplatz, so siehts dann auch im Verkehr aus

Schlechte Aussicht, schoene Eindruecke

Gestern hat es leider den ganzen Tag weitergeregnet, sodass wir nach dem Kakao trinken nur noch ein bisschen die Gegend erkundet und Einkaufscenter angeschaut haben. Das Abendbrot gestaltete sich dann wieder schwierig da bei allen ansprechenden Restaurants lange Wartereihen an besetzten Stuehlen vor den Tueren waren. Letztendlich sind wir dann in eine japanische Nudelkette gegangen.

Heute war das Wetter etwas besser – allerdings mit 14Grad kuehler als bisher. Da wir kein Fruehstueck mitgebucht hatten, haben wir uns mit Martin in einem kleinen Park auf Croissants, Nutella (ja beides gibt es in speziellen Laeden) und eine Pomello getroffen. Es war herrlich den Chinesen beim Thai-Chi zuzusehen. Vor allem bei den aelteren Chinesen sah man, dass das wirklich fit haelt – da waren 70jaehrige die ihre Beine bis zur Schulterhoehe an einer Mauer abstuetzten. Und wir erlebten wieder einmal dass die Einheimischen sehr neugierig und offen sind. So sprachen uns 2 Maenner ueber 80 an – in Englisch! *staun* Mit denen plauderten wir eine ganze Weile und beide Seiten freuten sich 🙂
Vom Park ging es auf einen typisch chinesischen Markt. Hier gab es von frischen Kraeutern, Krabben und kleinen Katzen ( :[ ) bis hin zum „mobilen Zahnarzt“ alles. Jedoch ist dieser Markt nichts fuer schwache Gemueter – allerlei Tierreste und deren Gerueche machten mir (Denise) zu schaffen.
Danach fuhren wir nach Pudong- dem modernen Finanzviertel und fuhren kostenlos in den 86.Stock des JinMao Buildings um einen Blick ueber die Stadt zu werfen. Normalerweise gibt es eine kostenpflichtige Aussichtsplattform im Nachbarhaus, wir schummelten uns aber einfach in den hoechsten Stock des Hotels in diesem Haus. Allerdings war der Blick, wie leider schon die ganze Zeit, wegen des Smogs sehr schlecht.
Auf dem Weg zu einem Buddhatempel probierten wir dann auch die „Bauzen“, ein Hefekloss mit  herzhafter Fuellung. Der Tempel war dann wirklich einen Besuch wert. Wir konnten sogar einen Blick auf die Zeremonie der dortigen Moenche werfen.
Zum heutigen Abendbrot gings dann in die Naehe von Martins Tongji Uni zu einem muslimischen Chinesen.
Nun sind wir voellig k.o. wieder im Hostel, waren gerade im Internet um fuer unsere morgige Reise nocheinmal alles zu checken, schreiben jetzt Blog und Reisetagebuch (ja, Ulli+Andy, wir benutzen es 😉 ), werden noch ein bisschen packen und dann ins Bett gehen. Der Jetlag macht uns immernoch ein bisschen zu schaffen, die einzelne Bettdecke nicht mehr – wir behelfen uns mit unserem Leichtschlafsack 😉

Lektion 1: Die Chinesen in Shanghai

Hier nur ein kleiner Auszug aus dem was wir bisher von den Chinesen gelernt und gesehen haben:
Sie…
+ spucken ueberall hin
+ haben eine geringe Schmerzgrenze bei Trennung von Hygiene und Essen
+ koennen nur wenig bis gar keine Fremdsprache
+ warten beim Einsteigen in die U-Bahn nicht bis alle ausgestiegen sind sondern draengeln gnadenlos rein sobald sich die Tuer oeffnet
+ gehen tw im Schlafanzug auf die Strasse
+ fahren ueberwiegend Moped, Fahrrad und selbstgebastelte Zwei/Dreiraeder
+ stellen sich nie in einer Reihe sondern Traube an – wer vordraengelt hat gewonnen
+ haben alle einen Job. Zumindest scheint hier Vollbeschaeftigung zu herrschen, allerdings geht die Auslastung des einzelnen gegen Null, z.B. 8 Kellner bei 8 kleinen Tischen, pro Bahnsteig eine Person die dafuer sorgt dass niemand ueber die Sicherheitslinie tritt, eine Person die an der Uni alle Fahrraeder in einer Reihe aufstellt
+ glauben, dass boese Geister nur gerade Wege gehen koennen und bauen daher Bruecken zu Tempeln im Zickzack
+ haben ueberall Zeit und Geduld
+ lassen ihre Kleinkinder mit Hosen rumlaufen, die einen Schlitz im Schritt bis zum Po haben (wozu?)
+ haben wenig allgemeine Einkaufsmaerkte sondern ueberwiegend Spezialgeschaefte z.B. Laeden in denen es nichts anderes gibt als Kugellager
+ lieben Schnulzen und alles was glitzert und blinkt
+ scheinen Kentucky Fried Chicken zu lieben, da es dieses in jedem Center gibt und stark beworben wird
+ sind sehr aufgeschlossen, wenn man Chinesisch spricht

Viele dieser Fakten koennen wir gern mit Bildern beweisen 😉

Tongji und Regen

Heute haben wir ein bisschen Pech mit dem Wetter – es ist bedeckt und regnet ab und an mal mehr mal weniger 🙁 Doch kein Grund, im Bett liegen zu bleiben (an der Stelle waere eine kleine Gedenksekunde an Martin angebracht, der durchaus gern im Bett geblieben waere 😉 ). Nach einer maessigen Nacht ging es gegen viertel Zehn zu McDonald’s fuer ein kleines Fruehstueck (ca. 5Eur) und anschliessend zur Tongji Universitaet, wo wir Martin fuer einen Rundgang trafen. Das Gelaende ist wahnsinnig gross und wie eine eigene Stadt. Dominik erzaehlte gestern, dass er seit Montag das Gelaende nicht verlassen hatte – hier gibt es alles auf dem Campus: Shops, Viererzimmer fuer Chinesen (natuerlich maennlein/weiblein getrennt), Einzelzimmer fuer die Auslaender, Mensen, ein Erdbebensimulator (damit man vorher sieht, dass das Haus einstuerzen wuerde 😉 ) und mit freiem Oberkoerper spielende Basketballer, achso das Hochzeitspaar in weissem Brautkleid und Anzug nicht zu vergessen – weiss ist wohl in China die Farbe der Trauer, ob diese Ehe unter einem guten Stern steht?

Essen nahe der Tongji Universitaet

Essen nahe der Tongji Universitaet

Nach einem Mittagessen in einem kleinen Restaurant mit deutscher Karte fuer 2Eur fuer uns beide ging es in einem ueberfuellten Bus zum Bund – vorbei an alten, neuen und zerfallenen Hauesern und vielen Baustellen. Ueberhaupt haben wir den Eindruck, dass hier ueberall gebaut wird und dann oft mit Bambusgeruesten – nichts fuer den deutschen Tuev…

Wir und das Expo2010-Maskottchen

Wir und das Expo2010-Maskottchen

Wir vor einem Teehaus in der Altstadt

Wir vor einem Teehaus in der Altstadt

Nach einem verregneten Gang durch die neu aufgebaute Altstadt ( 😕 ) sitzen wir drei jetzt in einem Kaffee und entspannen ein wenig, aehnlich den Amerikanern neben uns, die den Nachmittag mit Rum und Bier einleiten :betrunken:

Bailan Road, Kimchi und Pudong

Die Maschine von AirChina nach Shanghai startete am Donnerstag abend nur zu Zweidrittel besetzt. Nach den ersten 2 Stunden warfen wir unserer Sitznachbarin uebern Gang schon die ersten neidischen Blicke zu, da die sich ueber 4 Plaetze in die waagerechte legte. Alles in allem war der Flug so angenehm bzw. unangenehm wie ein elfstuendiger Flug in der Economyclass sein kann. Nach ein paar Stunden Schlaf ging es uns dann auch – den Umstaenden entsprechend – gut und unsere Abholer vom Flughafen (Martin+Bekannter Dominik) sagten wir sahen wohl unerwartet fit aus. Namentlich hier noch einmal vielen Dank an Martin, der sich gleich -gentlemanlike- anbot meinen Rucksack zu tragen.

Mit dem Transrapid ging es dann bei 430km/h in die Stadt und dann per U-bahn in die Gegend in der Martin die Strasse unseres gebuchten Hostels vermutete. Leider war weder in den Reisefuehrern noch der Stadtkarte eine Bailan Road auffindbar. 😕 Also befragten wir diverse Passanten. Die Chinesen sind wirklich sehr nett und wuerden sich eher ein Bein ausreissen als einem nicht geholfen zu haben. So rief einer dann einfach im Hostel an und klaerte auf Chinesisch wo es sich befindet. Achja, hierbei ist wichtig, dass wir an dieser Stelle ohne Dominiks chinesische Sprachkenntnisse sehr alt ausgesehen haetten. Letztendlich wurde beschlossen dass wir uns einfach ein Taxi nehmen, da es sich mit der Wegbeschreibung dann doch nicht so einfach gestaltete. Also riefen wir uns im chaotischen Shanghaier Verkehr ein Taxi. Hier klaerte sich allerdings erst nach dem Beladen, dass es fuer den Fahrer zu umstaendlich sei dahin zu fahren :rolleyes: und so mussten die Rucksaecke wieder raus. Finally hatten wir auf der anderen Strassenseite mehr Glueck und sind fuer umgerechnet 1,4EUR endlich in der Bailan Road angekommen und haben das Hostel gefunden. Von unserer kleinen, einfachen aber sauberen Unterkunft haben wir einen sehr positiven Eindruck.

Wir drei im Taxi

Wir drei im Taxi

Um noch im Hellen etwas von der Stadt zu sehen machten wir uns sofort wieder auf – auf die Suche nach etwas Essbaren… und das ist hier wirklich ein Erlebnis. Alle 3m gibts einen kleinen Strassenstand der Fleisch und Fisch in verschd. Sorten (die meisten sind uns unbekannt 😉 ) gegrillt, gekocht, frittiert, gebraten oder roh anbietet.

Strassenstand - ein genauer Blick lohnt sich

Strassenstand - ein genauer Blick lohnt sich

Es riecht hier an jeder Ecke anders – zum Glueck ueberwiegend gut nach leckrem Essen ;D Gegessen haben wir dann jedoch ersteinmal in einem richtigen chin. Restaurant am People Square – dem Ku-damm von Shanghai- fuer ca. 3Eur pro Person(was fuer hiesige Preise schon sehr hoch ist). Gut das es Bilder auf der Karte gab, so haben wir u.a. Kimchi gegessen. Allerdings wissen wir nicht was von allem in der Schuessel Kimchi war. 🙂 Aber geschmeckt hats!

Reis mit Rindfleisch und Kimchi

Reis mit Rindfleisch und Kimchi

Gestaerkt gings dann zu Fuss zum Bund mit Ausblick auf Pudong – dem Financial District, der mit seinen hohen unterschdl. und beleuchteten Gebaeuden besonders abends sehr sehenswert ist.

Blick vom Bund auf Pudong

Blick vom Bund auf Pudong

Auf dem Weg dahin fielen wir natuerlich unter den ganzen Asiaten sehr auf und fliegende Strassenhaendler wollten uns alle paar Meter von DVD bis Pantoffel alles andrehen. Hoehepunkt war eine Gruppe Anzugtraeger, die Martin um ein Foto baten – aber nicht damit er eines von der Gruppe macht sondern dass er sich mit einem von denen fotografieren laesst. Tja, blond und ueber 1,90m gehoert hier zu den Attraktionen 🙂
Nun sind wir erschoepft wieder im Hostel, hoffen auf einen guten Schlaf trotz Jetlag und der einen gemeinsamen Decke 😉

Auf gehts!

Nachdem wir gestern unsere Rucksaecke noch bis halb 2 nachts gepackt hatten, brachten sie heute morgen 15,5 und 18,5kg auf die Waage. *uff*

Nun sind wir per S-Bahn auf dem Weg nach Tegel, von wo aus wir erst einmal nach Frankfurt fliegen werden. Heut abend beginnt dann der 10stuendige Flug nach Shanghai. Dort werden wir schon sehnsuechtig vom Martin erwartet (oder wars andersrum? :p)

Ansonsten fuer alle diejenigen, die keine Chance hatten uns zu verabschieden:
Nein, wir lassen uns nicht wegfangen.
Ja, wir werden…
…auf uns aufpassen
…viele schoene Fotos machen
…es uns gut gehen lassen
…die Zeit geniessen und
heil wiederkommen!
😉

Wir melden uns noch einmal kurz aus Frankfurt.

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