Heute morgen ging es halb Neun mit der Regionalbahn nach Schönefeld – nur 9 Minuten Fahrt!
Im Flieger saßen fast nur Russen, dafür war er nicht sehr voll, sodass wir drei Plätze für uns beide hatten. In Moskau angekommen erwartete uns Boris mit Sonnenschein – mein ehemaliger Chef. Gemeinsam ging es etwa 20 Minuten mit dem Bus in Richtung Innenstadt bis zur Metro und weitere 20 Minuten bis zum Roten Platz (der laut der historischen Übersetzung „Schöner Platz“ hätte heißen müssen…). In Boris Apartment im 14. Stock mit Blick auf den Roten Platz angekommen, kamen wir natürlich aus dem Staunen nicht mehr heraus – was für eine tolle Aussicht! Der Hunger trieb uns dann stilecht in ein Vietnamesisches Restaurant 😉 Gestärkt für den Abend ging es zu Fuß noch durch die Gegend und über die beiden wichtigsten Einkaufsstraßen. Auf diesem Weg fielen uns schon die ersten Eigenheiten der Moskoviter auf:
– Die Damen tragen mit vorliebe High-heels
– Die Bewohner der Innenstadt zeigen ihren Wohlstand mit Hilfe großer deutscher Autos
– Manche Autos sind nicht mehr ganz TÜV-gerecht
– Auch die Busse sind nicht mehr die Neusten 😉
– Es ist sehr laut neben den Straßen
– Die Russen haben einen gesunden Patriotismus -> morgen, am 9.5. ist Nationalfeiertag, Sieg über Nazideutschland, und der wird groß gefeiert, sei es mit Schleifen an Taschen, Rückspiegeln oder dem Mercedes-Stern, Fahnen am Auto oder 4 großen Lettern an 4 Hochhäusern „9 май“
Als Abschluss des Spaziergangs machten wir noch einmal Halt in einem netten Café und bestaunen nun den nächtlichen Ausblick aus Boris‘ Apartment.
Morgen wird dann die große Militärparade hier um die Ecke vorbeilaufen und gegen Mittag treffen wir Anastasia, eine russische Kollegin, die uns weiter in Moskau rumführen wird.
