Dieser Eintrag wird sich nur um unser fahrbares Zuhause mit den Technik- und Ausstattungsdetails drehen. Also für alle die das nicht interessiert, einfach überspringen 🙂
Seit 6 Wochen fahren wir nun also mit unserem Ford Wohnmobil. Von außen sieht man einen großen weißen Kasten mit braunen Streifen und dem Schriftzug Tioga Montara. Erstaunlicherweise steht nirgendwo der Vermieter Apollo. Auch gut – denken alle er gehört uns 🙂 Der weiße Riese ist 12000Pounds (5,4t) schwer und 2,6m breit, 3,45m hoch und 25 Fuß/7,60 lang. Mit diesen Maßen liegt er hier in den USA am unteren Ende der Wohnmobilpalette. Wir hätten beinahe auch einen 27 oder 30 Fuß WoMo bekommen. Zum Glück haben wir auf unserem bestanden, denn ab und zu gibt es Längenbeschränkungen auf Nebenstraßen oder für Stellplätze.
Bleiben wir mal bei der Aussenbetrachtung: das WoMo hat eine große Elektr. Markise, eine Rückfahrkamera, sowie viele Klappen mit Stauraum und den Anschlüssen dahinter. Neben dem Frischwassertank (189l), dem Abwassertank (140l) und dem Toilettentank (140l) verbergen sich auch die Propangasflasche (10Gallonen), ein Außenradio und eine Außendusche sowie der Strom- und Fernsehanschluss dahinter. Außerdem gibt’s auch einen Citywasser-Anschluss, an den wir den Frischwasserschlauch (auf einem Full Hook-up Platz) direkt anschließen können und dann nichts aus dem Tank verbrauchen. Entgegen manch anderen Womos haben wir zum Bedauern von Flori keine Leiter hinten und kein (sichtbares) Reserverad. Bei letzterem wissen wir nicht mal ob wir überhaupt eins haben.
Dafür haben wir einen Slide-Out. Das heißt dass die Sitzecke und der Kühlschrank 50-60cm rausgefahren werden können und das schafft unheimlich viel Platz.
Unter der Haube hat er einen V10 Motor E450 und Automatikgetriebe. Der Handhebel für die Automatik ist hinter dem Lenkrad (wie beim Trabi) und man kann auch 3 Berggänge einstellen, um bergab die Bremsen zu schonen.
Die Amaturanzeigen sind alle in Meilen und getankt wird hinten am WoMo und dies in Gallonen in einen riesigen 208l Tank. Eine Gallone (3,79l) kostet zwischen 3-4$ für Regular ( Normal-Benzin 85-87 Oktan). Da kommt schon was zusammen bei einem Verbrauch von 23-33l auf 100km.
Die Fahrerkabine hat ganze 3 Getränkehalter und viel Stauraum für Reiseführer, Karten und Snacks. Außerdem findet man immer unser mitgebrachtes Navi an der Scheibe. Auf Musik verzichten wir überwiegend, da es erstens kein CD Laufwerk gibt, zweitens das WoMo so laut ist, dass man auch das Radio seeeehr laut einstellen müsste und drittens Flori alle 2 Minuten etwas nach vorne ruft und man ihn sonst noch schlechter versteht als ohnehin schon beim Fahrlärm.
Nun zum Wohnraum in den man praktischerweise direkt aus der Fahrerkabine kommt oder auch durch die Seitentür. Nicht zu übersehen ist der Alkoven über der Fahrerkabine. Er ist mit ca 1,40mx2,00m schön groß, sodass beide Kinder darin bequem schlafen können und auch angenehm hoch, sodass wir Erwachsenen uns dort auch gut bewegen können. Da es überraschenderweise kein Sicherheitsnetz gibt, haben wir uns den Rausfallschutz mit zwei Matratzengittern gebastelt.
Das Hauptbett im hinteren Teil des WoMos ist ca 1,50mx1,80m. Gut dass wir nicht so groß sind… Interessant ist vielleicht noch, dass unsere Bettdecken nicht zur Ausstattung gehören. In dieser gab es nämlich nur ein riesiges Laken und eine 2mx2m Fleecedecke. Mal abgesehen davon, dass das Bettdecke teilen Geschmacksache ist, wäre wir da sicherlich schon oft halb erfroren, hätten wir uns nicht was richtiges besorgt.
Es ließe sich theoretisch auch die Essecke in ein Einzelbett umbauen, aber wir belassen es immer bei der Sitzecke mit den zwei Autositzen. Die Kinder sitzen nebeneinander, Laura entgegen und Florian in Fahrtrichtung. Er sitzt schön hoch, sodass er super rausgucken kann. Beim Essen sitzt er dann auch dort.
Gegenüber der Sitzecke steht ein großer Ledersessel (ja sogar dafür ist Platz 😉 ), den man theoretisch sogar in Liegeposition stellen kann, der praktisch jedoch schon etwas kaputt ist und sogar schon das Plissee am Fenster dahinter zerrissen hat. Apropo Plissee – alle Fenster haben Plissees und Fliegengitter. Und die Tür hat auch eine Fliegentür integriert. Und wenn es dunkel ist, versorgen uns (fast nur) sehr stromsparende LED Lampen.
Unsere Küche besteht aus einer Spüle, einem Gasherd, einem Gasofen, einer Mikrowelle und diversen Schränken. Zur Ausstattung gehören Geschirr, Besteck, Töpfe, Pfanne, Toaster, Wasserkessel, Putzeimer, Handfeger und Müllschippe. Gegenüber und neben der Sitzecke ist der Kühlschrank mit separatem Tiefkühlschrank. Beides funktioniert auch wenn wir nicht an Strom angeschlossen sind.
Das Bad versteckt sich hinten links im WoMo mit Dusche und Toilette und dem Waschbecken vor der Badtür. Da die Dusche eine richtige Duschwanne und -Vorhang hat, wird die Toilette (theoretisch) nicht mit nass. (Solch eine Gesamt-Nasszelle hatten wir ja in Neuseeland gehabt.) Somit lässt sich auch gut darin duschen. Unsere Heizung und der Wassererhitzer laufen beide mit Gas und funktionieren super (bis auf den kleinen Vorfall in St. George).
Die Klimaanlage haben wir bisher nie gebraucht. Ebenso den Fernseher. Wir sind ja abends immer anderweitig beschäftigt…mit Blog und Reisetagebuch schreiben 🙂
- In ganzer Pracht
- Fahrerausstattung
- Blick nach hinten
- Blick nach vorn
- Badezimmer mit Wäschetrocknung
- Waschbecken
- Slide-Out drin
- Slide-Out draußen








